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NewsÜberführt: Amazon kauft seltene Bücher für KI-Training und zerstört sie
Hier: "Digital musst du dann das Wissen später kaufen"
Dieser und die folgenden Sätz implizieren, dass das Wissen deiner Ansicht nach verloren ist, wenn es entsorgt wurde.
Und schon wieder! Nachdem ich Dir zweimal erklärt habe, dass Deine Gegenbeispiele - deren Existenz ich nicht ausgeschlossen habe - meine Behauptung, dass der weit überwiegende Teil von Antiquariats-Insolvenzen so wie von mir skizziert abläuft, einfach nicht widerlegen.
Dann widerlege, oder beweise mir mal stichfest das Gegenteil meiner These, also deiner Antithese. Du hast ebenfalls nur eine Behauptung aufgestellt.
Yosup schrieb:
Das ist basale Aussagenlogik, und zweimal - nun dreimal - hat man es Dir erklärt und zwar in einer Variante für Dreijährige, allein es will und will nicht in Deinen Brägen. Aber ich mache es gern noch ein viertes Mal:
Bitte um Nachweise, am besten mittels konkreter Fallzahlen von sagen wir mal einer ausreichend großen Stichprobe von 100 Insolvenzen.
Yosup schrieb:
weswegen auch regelmässig jede Menge Bücher - inkl. Deiner so wertgeschätzten seltenen Exemplare - ohne jeden Aufhebens, ohne Diskussion und ohne Wenn und Aber mit dem Kipper in die Entsorgung gefahren werden.
Das habe ich ja auch gar nicht kritisiert (siehe hierzu meine Einlassungen zum Thema regelmäßige Entsorgung in Bibliotheken).
Yosup schrieb:
Und diese Aussage ist nicht dadurch widerlegt, dass Du Gegenbeispiele für möglich hältst, in denen das nicht so ist - weil ich nicht behauptet habe, dass dies mit ALLEN Büchern geschähe.
Solange du keine echten belastbaren Fakten in Form von Zahlen lieferst, mich ich gar nichts widerlegen, weil du lediglich eine Behauptung aufgestellt hast.
Yosup schrieb:
Ich habe nie behauptet, dass Du Kafka lesen müsstest, um eine Insolvenz zu verstehen. Ich habe behauptet, dass, wenn Du eine Insolvenz erlebt hast, dann würdest Du Kafka besser verstehen.
Ich habe indirekt eine Insolvenz miterlebt, nämlich die meines Bauträgers (Generalunternehmers). Am Ende durften wir den Innenausbau zu großen Teilen doppelt bezahlen. Deshalb verstehe ich Kafka aber nicht zwingend besser.
Yosup schrieb:
Du erweckst jedenfalls den Eindruck, mit Logik sehr kreativ umzugehen, um es mal nett auszudrücken - aber dafür klappts halt mit einer emotionalisierten Weltsicht. Aber mach Dir nichts draus, jeder hat seine Talente.
Für mich als Elektrotechniker ist Logik unbestechlich. Ein UND ist ein UND und ein ODER ist ein ODER.
Yosup schrieb:
Sofern Deine nächste Antwort nichts enthält, was über angewandte Logikschwäche, schwachsinnige Unterstellungen und infantilen Vorstellungen hinausgeht werde ich sie ignorieren.
Anstatt sich aufzuregen, besser was Unternehmen! Also, warum gründet ihr keine Gesellschaft oder Verein zur Rettung von Büchern? Achso, doch nicht so wichtig? Dann bitte weitergehen!
Ok, und wer soll die Dinger in seiner Lebenszeit dann lesen? Außer KIs. Mutmaßlich schaffe ich vielleicht noch 500-1000 Bücher bis zu meinem Ableben. Sach-und Fachbücher, die auch in x-Verlagen vertreten sind, mal außen vor.
50.000 - 60.000 "neue" Bücher kommen weltweit pro Jahr als Neuerscheinungen heraus. (das meiste wohl eh alter Wein in neuen Schläuchen)
Unabhängig von der Praxis des Bücheraufkaufs frage ich mich viele Sachen.
Wie soll die Ki besser werden, indem man massenweise ungefiltert Infos reinkippt? Weder billige Kochbücher (die oft auch nur miese Aufgüsse sind) noch Nazi-Landserhefte heben die KI auf ein neues Level.
Wie beurteilt die KI Unterschiede im Laufe der Zeit? In meinem anderen Hobby gab es bspw. zu DDR-Zeiten eine fachlich sehr gute Zeitschrift. Um in der DDR aber ein gewisses Druckkontigent zu erhalten, musste natürlich alles und jeder zum Sieg des Sozialismus beitragen. Also finden sich da in jeder Zeitschrift auch rot angehauchte Artikel bzw. in guten Artikeln "sozialistische" Untertöne. Die Zeitschrift gab es auch nach 1989/90 noch, diese Notwendigkeit fiel natürlich sofort weg. Eine aktuelle Zeitschrift, die die Errungenschaften des Sozialismus lobt wird dann gleichgesetzt mit der Zeitschrift vor 1989? Wo die lobenden Worte obligatorisch waren, damit es überhaupt gedruckt werden durfte?
Designfehler, Rechtschreibfehler und Produktionsfehler werden 1:1 in die KI aufgenommen. Da schaut niemand vorher drüber.
Kann man das System mit neueren Werken austricksen? Wird ein knallhart rechtsextremes Buch vielleicht als liberal von der KI aufgenommen, nur weil in dem Werk gegendert wird? Während neue Werke mit alten Rechtschreibung vor der Rechtschreibreform eher als veraltet wahrgenommen werden?
Bei dem Vorgehen kann an sich nichts sinnvolles rauskommen, wenn man alles ungefragt aufnimmt. Denn die "dummen" sowie schnell dahin geschluderte Inhalte dürften überwiegen.