S
strempe
Gast
Lieber @xexex,
so sehr ich dein Fachwissen in den Fahrradthreads bewundere umso mehr irrst du hier. Die Krim mag zwar etwas mehr als 130 Jahre seit der Erklärung Katharinas der Großen ("von nun an und für alle Zeiten") dem russischen Zarenreich nach der Eroberung durch Potemkin angehört haben und danach noch ein paar Jahrzehnte zur Sowjetunion. Von hunderten Jahren von Russen bewohntes Land kann allerdings nur in schamloser Übertreibung die Rede sein. Die Krim war hunderte Jahre Teil des Krimkhanates und des Osmanischen Reiches. Also hätte die Türkei historisch nicht eher ein "Anrecht" auf die Krim? Ich kann mir durchaus vorstellen, das sogar die Griechen historisch gesehen etwas mitzusprechen hätten. Du allerdings argumentierst hier mit einer recht grenzwertigen Blut-Ideologie die leicht ins Faschistische abrutschen kann oder sogar schon akut abgerutscht ist.
Mit äquivalenter Boden aber nicht Blut Begründung könnte Deutschland ein berechtigtes Interesse an Königsberg bekunden. Da reden wir von knapp 1000 Jahren. Tut aber niemand. Selbst schuld? Was ist mit dem Beispiel von @@mo? Südtirol würde sich auch liebend gerne aus Italien verabschieden. Hat Österreich deinen Segen? Es kann doch nicht sein, dass jeder, der mal irgendwo durchgeritten ist Ansprüche auf ein Territorium haben darf...
Auch war es Chruschtschow und nicht Stalin der die Krim der Ukraine zugeschlagen hat. Stalin hat in den 30er Jahren die Ukraine mit Millionen Toten hungern lassen, da diese damals schon ein großes Unabhängigkeitsbestreben hatte. Als nach dem zweiten Weltkrieg über 100.000 Ukrainer das zerstörte Russland neu aufbauen sollten (wobei sie doch selbst dank Wehrmacht und auch roter Armee eine Heimat in Schutt und Asche hatten) musste Chruschtschow noch Stalin nachgeben. Als er dann selbst an der Macht war hat er die Krim als Ausgleich der Ukraine zugeschlagen. So gesehen ist die Krim sogar länger zur Ukraine gehörig als zur Sowjetunion.
Mit Auflösung der Sowjetunion 1991 erlangte die Ukraine dann (samt Krim) ihre Unabhängigkeit. Wenn du sagst, dass Putin die Krim dahin geführt hat wo sie sowieso seit Jahren hin wollte dann sag mir doch bitte was er nun im der restlichen Ukraine will und wie das kulturell-historisch oder auch Ideologisch zu begründen ist. Das wird verdammt dünnes Eis...
P.S.: Ich habe den Link nicht gelesen, da ich nicht auf diesen Beitrag geantwortet habe und daher habe ich auch die Zitate im letzten Beitrag nicht gelesen - ist nicht mein Diskussionsanliegen. Es besteht auch keine Notwendigkeit mich zu fragen was Stalin (sich) gedacht oder nicht gedacht oder (nicht) gemacht hat. Werde ich dir nicht beantworten können
so sehr ich dein Fachwissen in den Fahrradthreads bewundere umso mehr irrst du hier. Die Krim mag zwar etwas mehr als 130 Jahre seit der Erklärung Katharinas der Großen ("von nun an und für alle Zeiten") dem russischen Zarenreich nach der Eroberung durch Potemkin angehört haben und danach noch ein paar Jahrzehnte zur Sowjetunion. Von hunderten Jahren von Russen bewohntes Land kann allerdings nur in schamloser Übertreibung die Rede sein. Die Krim war hunderte Jahre Teil des Krimkhanates und des Osmanischen Reiches. Also hätte die Türkei historisch nicht eher ein "Anrecht" auf die Krim? Ich kann mir durchaus vorstellen, das sogar die Griechen historisch gesehen etwas mitzusprechen hätten. Du allerdings argumentierst hier mit einer recht grenzwertigen Blut-Ideologie die leicht ins Faschistische abrutschen kann oder sogar schon akut abgerutscht ist.
Mit äquivalenter Boden aber nicht Blut Begründung könnte Deutschland ein berechtigtes Interesse an Königsberg bekunden. Da reden wir von knapp 1000 Jahren. Tut aber niemand. Selbst schuld? Was ist mit dem Beispiel von @@mo? Südtirol würde sich auch liebend gerne aus Italien verabschieden. Hat Österreich deinen Segen? Es kann doch nicht sein, dass jeder, der mal irgendwo durchgeritten ist Ansprüche auf ein Territorium haben darf...
Auch war es Chruschtschow und nicht Stalin der die Krim der Ukraine zugeschlagen hat. Stalin hat in den 30er Jahren die Ukraine mit Millionen Toten hungern lassen, da diese damals schon ein großes Unabhängigkeitsbestreben hatte. Als nach dem zweiten Weltkrieg über 100.000 Ukrainer das zerstörte Russland neu aufbauen sollten (wobei sie doch selbst dank Wehrmacht und auch roter Armee eine Heimat in Schutt und Asche hatten) musste Chruschtschow noch Stalin nachgeben. Als er dann selbst an der Macht war hat er die Krim als Ausgleich der Ukraine zugeschlagen. So gesehen ist die Krim sogar länger zur Ukraine gehörig als zur Sowjetunion.
Mit Auflösung der Sowjetunion 1991 erlangte die Ukraine dann (samt Krim) ihre Unabhängigkeit. Wenn du sagst, dass Putin die Krim dahin geführt hat wo sie sowieso seit Jahren hin wollte dann sag mir doch bitte was er nun im der restlichen Ukraine will und wie das kulturell-historisch oder auch Ideologisch zu begründen ist. Das wird verdammt dünnes Eis...
P.S.: Ich habe den Link nicht gelesen, da ich nicht auf diesen Beitrag geantwortet habe und daher habe ich auch die Zitate im letzten Beitrag nicht gelesen - ist nicht mein Diskussionsanliegen. Es besteht auch keine Notwendigkeit mich zu fragen was Stalin (sich) gedacht oder nicht gedacht oder (nicht) gemacht hat. Werde ich dir nicht beantworten können
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