Tomislav2007 schrieb:
Negativ war es nur für Betroffene, ich hatte den kompletten Zeitraum über einen gut bezahlten Arbeitsplatz und war von beidem nicht betroffen.
Ich fand Hartz 4 (Fordern und Fördern) besser als das Bürgergeld fast bedingungslos zu verteilen, ich hätte gerne eine schärfere Hartz 4 Version.
Davon habe ich gar nichts mitbekommen.
Davon bekomme ich an meinem Wohnort immer noch nichts mit, Düsseldorf durchquere ich zum Glück nur auf meinem Weg zur Arbeit und nach Hause, in großen/größeren überfüllten Städten möchte ich nicht leben.
Das fand ich nur halb so schlimm, mit 56 Jahren (51 Jahre im Jahr 2020) bin ich nicht mehr der Ausgehtyp/Partylöwe.
Betrifft/Beeinflußt unser Leben trotzdem deutlich mehr als tote alte Menschen und tote Alkoholabhängige.
Dazu gibt es keine allgemeingültige Aussage, das hängt von den persönlichen Lebensumständen ab, in jeder Krise gibt es Gewinner und Verlierer.
Viele Branchen haben die letzten Jahre verloren, wir haben im Krankenhaus ständig gewonnen, Corona und Kriege bescher(t)en uns mehr Patienten.
Wir als Konzern haben auch die Krankenhausreform gut überstanden, um uns herum sind einige kleine Häuser pleite gegangen, wir profitieren davon.
Grüße Tomi
Hartz IV hat nicht nur die Leute die ALGII Bezieher getroffen, sondern viele Erwerbstätige, nämlich hat es zu stagnierenden Löhnen und Gehältern geführt, und den Niedriglohnsektor erst gross gemacht.
Und die Einführung des Mindestlohns hat das Problem dann eher noch grösser gemacht. Denn der hat zwar für die alleruntersten Lohngruppen die Situation etwas gebessert, aber dafür die etwas höheren Lohngruppen knapp darüber mit in die Niedriglohn- und Prekariats-Bubble gezogen.
Und auch die Massenmigration hat unseren Alltag sehr verändert, selbst in Mittelstädten und grösseren Kleinstädten sind vorallem die Bahnhöfe und Innenstädte nun fest in den Händen der Migraten. Genauso auch digitale Plattformen wie Youtube und TikTok. Und wenn man irgendwo in öffentliche Verkehrsmittel steigt sind arabische Wörter vorherrschend. Man fühlt sich da jetzt schon ziemlich fremd im eigenen Land.
Und gegenüber der Schweiz war man eben lange Zeit einen Kurs von 1€ = 1,30...1,60 CHF gewohnt, selbst die 1€=1,18...1,25 CHF in 2012-2014 waren schon relativ mau, aber die heutigen Wechelkurse sind einfach grausam.
Corto schrieb:
Es sagt viel über unsere heutige Zeit aus wenn man den Papst, Naddel und Xatar in einem Atemzug nennt. (und Frau Friedländer nicht erwähnt)
Fast das gleiche habe ich gestern ironisch im Discord gepostet und dafür sehr viele Lacher erhalten
Margot Friedländer wurde 104! Jahre alt, in dem Alter muss man einfach jeden Tag mit dem Tod rechnen, und man muss eher dankbar sein das sie überhaupt so alt wurde, und so lange rüstig blieb.
Aber bei Naddel hätte ich schon gerechnet das sie trotz ihrer Erkranung immerhin so 65-68 würde und Xatar hätte ich schon auch so 65-75 zugetraut.
Erkekjetter schrieb:
Und welche Massenimmigration? DIese?
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/28347/umfrage/zuwanderung-nach-deutschland/
Mal abgesehen von 2 Peaks, die durch Syrien und der Ukraine entstanden sind und erwartbar jedesmal abflachen sehe ich da keine Massenimmigration vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass wir zwingend Zuwanderung für die deutsche Wirtschaft benötigen und zwar heute deutlich mehr als 2015 und davor...
Ich sehe schon eine deutliche Veränderung wenn ich jetzt rausgehe und mich daran erinnere wie die Welt so 2012 war.
Wenn man damals an einen Kleinstadt-Bahnhof ging standen da ca. 15 Europäer, also meisten Jugendliche und Junge Erwachsene, Schüler und Azubis die auf ihren Zug warteten, und auch ein paar Skater rum.
Heute stehen dort eher 20 Araber, 10 Afghanen, 5 Schwarzafrikaner und 5 Europäer.
Und wenn man in der Grossstadt 2012 in die S-Bahn stieg hat man Wörter wie "Gool, Geil, Lit, Yolo" am häuftigsten gehört aber heute sind es "Vallah, Inshallah, Mashallah, Ayri, Kelb".
Das Problem mit dem "Arbeitskräftemangel" in Deutschland besteht eigentlich nur aus zwei Gründen:
1. Wie Donald Trump ganz richtig sagt hat Deutschland keine halbwegs ausgeglichene Handelsbilanz (ein leichter Exportüberschuss ist ganz gut) sondern eine viel zu grosse Exportwirtschaft, die zu viele Arbeitkräfte bindet, die dann für die Binnenwirtschaft wie z.B. Handwerk, Dienstleistungen, Infrastuktur, Erziehung und Pflege fehlen.
2. Trotz des Arbeitkräftemangels bieten die Unternehmen nichts was die Leute ansprechen würde. Sondern bei vielen Jobs stagnieren die Löhne und Gehälter trotzdem knapp über Mindestlohnniveau irgendwo zwischen 12,95 €/h und 16,75 €/h. Und anderen Vorteilen wie attraktiven Arbeitszeiten, Urlaub, oder sonstigen Beneits halten sich die Unternehmen auch sehr zurück.
Wenn ich mir so manche Stellenanzeige durchlese was da als "Vorteile" versprochen wird weis man nicht mehr ob man lachen oder weinen soll. Früher gabs wenigstes noch 30-32 Tage Urlaub und nen Obstkorb, aber heute:
- pünktliche Lohn und Gehaltszahlung
- 27 Tage Urlaub
- kostenloser Wasserspender
- kostenloser Mitarbeiterparkplatz
- Möglichkeit sich eigenverantwortlich Fahrgemeinschaften zu organisieren
... das ist doch quasi nix
Ich glaub wenn die Unternehmen so 18,50 €/h bis 23,90 €/h zahlen würden, so 35-40 Tage Urlaub (bei Fünf-Tage-Woche) gewähren würden, und wenigstens wieder den Obstkorb zurückbringen würden, dann würde es gleich wieder viel besser aussehen.