Umfang einer Bewerbungsmappe

kalle1980

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Sep. 2014
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106
Grüße,

zwar sitze ich gerade gut im Sattel, kriege jedoch durch Bekannte mit das sich scheinbar einiges tut auf dem Markt.

Einfachstes Beispiel: Der Umfang der Bewerbungsmappe. Zuletzt wurde mir geraten:

Deckblatt
Bewerbungsschreiben
Lebenslauf mit Lichtbild
Zeugnis vom letzten Arbeitsgeber, das sich auf IT konzentriert
Das letzte Schulzeugnis. Aber auch nur wenn es nicht älter als 4 Jahre ist.
Motto: Je kürzer desto besser, Details können später noch besprochen werden

Eine Kollegin wurde nun aufgefordert, ALLE Zeugnisse und Zertifikate, die jemals erworben wurden
Getreu dem Motto: Viel hilft viel und die Firma will ja alles wissen über den Kandidaten

...würde ich das letztgenannte Prinzip nutzen wäre meine Mappe auf knapp 30 Seiten angewachsen anstatt 8.

Was meint Ihr dazu?
 
Völliger Quatsch.
In der Regel Reicht Anschreiben , Lebenslauf , Arbeitszeugnis , Abschluss/Ausbildungszeugnis + Zertifikate aus. Es will sich garantiert keiner 30 Zeugnisse anschauen. Hat mmn auch keinen sein
 
Hi

In der Regel hat jede gute Stellenausschreibung aufgelistet was mit soll.
Wenn deine Freundin jetzt aufgefordert wurde von der Firma Unterlagen nach zu reichen dann passt das schon.

Aber in der Regel ja. Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse/Arbeitszeugnis.

gruß
 
Meine Erfahrung: nicht einmal acht Seiten werden komplett durchgelesen.

Deckblatt -> völlig überflüssig
Bewerbungsschreiben -> Ich würde es eher "Motivationsschreiben" nennen. Maximal eine Seite und direkt auf den Punkt kommen.
Lebenslauf mit Lichtbild -> Wichtig: chronologisch absteigend und Bild nicht bei allen Bewerbungen im Ausland!
Zeugnis vom letzten Arbeitsgeber, das sich auf IT konzentriert -> Ich würde sagen: alles Zeugnisse oder sonstigen Qualifikationen, die für die Stelle relevant sind
Das letzte Schulzeugnis. Aber auch nur wenn es nicht älter als 4 Jahre ist. -> kann man so machen.
Motto: Je kürzer desto besser, Details können später noch besprochen werden -> prinzipiell ja. Manche Stellenausschreibungen, vor allem im öffentlichen Dienst, setzen aber ALLE Unterlagen voraus. Das steht dann aber in der Ausschreibung.
 
oha, gerade das Bewerbungsschreiben soll doch Werbung für mich selbst sein... ich poste meines mal schnell...
erledigt. Das wird lustig :)
Zertifikate füge ich aber kein einziges bei. Sonst werden im Vorstellungsgespräch unnötige Fragen gestellt.
Aber das ist ein anderes Thema...
 
kalle1980 schrieb:
oha, gerade das Bewerbungsschreiben soll doch Werbung für mich selbst sein...

Naja, über diesen Punkt sind schon etliche Ratgeber geschrieben worden. Meines Erachtens ist eine reine Eigenwerbung im Anschreiben jedoch Unsinn. Erstens, weil Du ja alles Mögliche behaupten kannst und zweitens, weil Du mindestens sieben weitere Seiten in der Bewerbung hast, die genau darauf eingehen, was Du vermeintlich kannst. Im Anschreiben will ich kurz verstehen, warum Du Dich a) auf die Stelle und b) bei der Firma bewirbst und was der Umstand Deiner Bewerbung ist (Weiterentwicklung (ja, aber inwiefern), betriebsbedingte Kündigung etc.). Und ich will wissen, ab wann Du verfügbar bist und wie Deine Gehaltsvorstellungen sind. Das und eben alles andere Wesentliche, was nicht ohnehin aus den anderen Unterlagen hervorgeht.
 
Hallo
kalle1980 schrieb:
oha, gerade das Bewerbungsschreiben soll doch Werbung für mich selbst sein...
Das Bewerbungsanschreiben ist fast uninteressant, da stehen nur selbst verfasste Lobeshymnen auf sich selbst drin die nicht überprüfbar sind.
Ein tolles Bewerbungsanschreiben zu schreiben ist keine Kunst und sollte jeder der sich ernsthaft bewirbt halbwegs beherrschen.
Das Bewerbungsanschreiben interessiert die wenigsten Chefs/Personaler, das wird kurz überflogen und mit dem Wort vorhanden weggelegt.
Die einzigen zwei interessanten Blätter sind der Lebenslauf und das Arbeitgeberzeugnis, da stehen Fakten drin die überprüfbar sind und den Chef/Personaler interessieren.

kalle1980 schrieb:
ich poste meines mal schnell...
erledigt. Das wird lustig :)
Wenn das dein aktuelles Bewerbungsanschreiben ist dann ist das eher eine Katastrophe als etwas lustiges: https://www.computerbase.de/forum/t...eiben-einigermassen-ok.1456365/#post-17200165

kalle1980 schrieb:
Zertifikate füge ich aber kein einziges bei.
Das ist ein großes Fehler, Zertifikate sind Unterlagen die einen positiv von Mitbewerbern abheben können und sehr interessant für Chefs/Personaler sind.

kalle1980 schrieb:
Sonst werden im Vorstellungsgespräch unnötige Fragen gestellt.
Wenn dich unnötige Fragen in einem Vorstellungsgespräch stören dann wirst du nie Arbeit finden, was aber hier schon abzusehen war: https://www.computerbase.de/forum/threads/chance-oder-nicht-das-ist-die-frage.1389536/

Noch ein Tipp: Finger weg von Bewerbungsmappen per Post, das ist ein totes Relikt aus vergangenen Zeiten, heutzutage bewirbt man sich per E-Mail oder Online Formular.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
Prinzipiell stimme ich Dir zu. Ob man sich per E-Mail, über ein Online-Portal oder per Post bewerben soll, steht jedoch in allen mir bekannten Fällen in der Stellenausschreibung. Daran würde ich mich immer halten.
 
Hallo
Deliberation schrieb:
Ob man sich per E-Mail, über ein Online-Portal oder per Post bewerben soll, steht jedoch in allen mir bekannten Fällen in der Stellenausschreibung.
Selbstverständlich sollte man den Weg nehmen der vom Arbeitgeber gewünscht wird aber das nur noch Bewerbungen per Post angenommen werden kommt nur noch sehr selten vor.

Deliberation schrieb:
Daran würde ich mich immer halten.
Prinzipiell ja aber auch nicht immer.
Bei meinem jetzigen Arbeitgeber stand damals neben dem Satz "Bitte von telefonischen Nachfragen absehen" die Telefonnummer, das war für mich eine Einladung die ich nicht ausschlagen konnte.
Ich habe dort angerufen um mich nach dem Stand zu erkundigen und derjenige fragte "Wieso rufen sie uns an, das wollten wir doch nicht ?", darauf habe ich geantwortet "Wieso geben Sie eine Telefonnummer an wenn Sie keine telefonischen Nachfragen wünschen ?". Der hat gelacht und gesagt "Sie sind aber hartnäckig, Sie will ich kennenlernen.", 2 Tage später hatte ich einen Vorstellungstermin und den Arbeitsplatz.

Grüße Tomi
 
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Da sieht man mal wieder, auffallen ist alles. Das Problem ist nur, man will ja auch nicht negativ auffallen. Aber schön, dass es bei Dir geklappt hat. :)
 
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