Umstieg DVB-C auf DVB-T2: Hardware

Holgip

Lt. Commander
Registriert
Dez. 2012
Beiträge
1.785
Hallo,
meine Eltern haben z.Zt. einen Unitymedia-Kabelanschluß für TV, der sie 21€ im Monat kostet. Da sie kaum oder gar nicht die privaten Sender schauen, haben sie sich überlegt zu DVB-T2 zu wechseln, um das Geld zu sparen und haben mich mit der technischen Durchführbarkeit beauftragt.

Sie besitzen 2 TV-Geräte (beide älter, ohne DVB-T2 Tuner), die im Keller an dem UM Verteiler hängen.

Die Empfangslage für DVB-T2 ist laut Karte so, dass eine Zimmerantenne reicht, wobei ich überlegt habe, ob es nicht sinniger ist eine Außenantenne für beide Geräte zu installieren.

Jetzt meine Fragen:
Ist es möglich, die Außenantenne an den UM-Verteiler anzuschließen und beide neuen Receiver mit dem Antennensignal zu versorgen?

Oder braucht man einen extra Verteiler für DVB-T2?

Oder wäre es günstiger bzw. besser, 2 Zimmerantennen zu besorgen und die Receiver damit zu speisen?
 
Ich würde es zumindest erst einmal mit einer kleinen (eventuell aktiven) Zimmerantenne probieren. Danach kann man immer noch weiterschauen...
 
Mit den 21€ meinst Du die Anschlußkosten der Wohneinheit? Die Kosten, die sonst bei Mietern über die Nebenkosten abgerechnet werden?

Wenn Deine Eltern Mieter sind, werden die 21€ ja auch weiterhin fällig, auch wenn sie die Leitung nicht nutzen. Sie könnten dann aber via DVB-C Receiver sowieso alle freien Sender wie zB ARD/ZDF schauen.

Ansonsten: eine Antenne am Hausverteiler? Würde ich nicht machen, das ist ein Eingriff ins UM Netz... Ansonsten ganz einfach 2 Receiver kaufen und jeweils Antennen dafür...
 
@Don Kamillentee: Nein, das ist ihr eigenes Haus und die 21€ ist die Anschlußgebühr. Sie würden dann den Vertrag mit UM kündigen. Ich wollte wissen, ob man am UM-Verteiler auch eine DVB-T2 Antenne anschließen kann, oder ob man den UM-Verteiler rausschmeißt und einen DVB-T2-Verteiler nutzen muss.

@Loopman: Wenn Zimmerantenne, dann auf jeden Fall aktiv.
 
Im Juni wird bei Unitymedia auch das Analoge TV Signal abgeschaltet. Daher werden wohl so oder so neue Receiver notwendig.
 
Die vorhandenen Receiver können beide DVB-C, also kein Handlungsbedarf.
 
denk dran, dass du bei T2 auch jährlich zahlen musst wenn du mehr als die öffentlichen Sender sehen willst. Und zwar für jeden Receiver falls mehr als ein Gerät im Haus vorhanden ist

Alternative wäre wenn es bereits Smart TVs sind (oder nen FireTV Stick oder so existiert) und ne relativ gute Internetleitung vorhanden ist sowas wie Zattoo, kannste auf mehreren Geräten gleichzeitig nutzen und kostet jährlich nur 29 Euro (wenn du es per spanischem VPN kaufst, danach brauchste den VPN nicht mehr).
 
Wie ich schon geschrieben habe: Interesse an privat-TV besteht nicht.

Und wenn doch: 2*69€/Jahr ist immer noch um die Hälfte günstiger als die 21€ im Monat von UM.
 
Zuletzt bearbeitet:
ja du sagst kaum bis gar nicht geschaut, aber das ist halt nen Punkt der frühzeitig geklärt werden sollte ob eben doch die privaten Sender dabei sein sollen oder nicht. Und seis nur weil Mutti sich den Günther Jauch so gern anschaut ;)
 
Den Jauch kann man, geht es nach Mutti, in der namentlichen Grube versenken, aber abklären werde ich das auf jeden Fall.
Jetzt nochmal zur Frage: Antenne an UM-Verteiler anschließen. Geht das?
 
seltene Ansicht :P

Und nein das Antennensignal einfach so einschleusen ist glaub ich nicht möglich. Müsstest schon die Verbindung zum Keller bzw Verteiler kappen und da dann das Signal von der Antenne anlegen. Aber zusätzlich dazu einfach irgendwie das Signal aufschalten geht nicht und wenn ein Techniker kommt nach Kündigung des Kabelanschlusses trennt er den auch nicht vom Netz sondern verplombt den nur mit dem Frequenzfilter. Und an den Verteiler darfst du rechtlich nich dran. Falls überhaupt nen Techniker kommt, kannst auch kündigen und einfach "schwarz" gucken dann. Moralisch ist das natürlich verwerflich und rechtlich gesehen wohl Grauzone. Kannst du ja nix für wenn die keinen raus schicken die dir den Anschluss dicht machen ;)
 
Hallo,
an UM-Verteiler darfst du im Grunde gar nicht ran, ist ja von UM also nicht euer Eigentum.
Du könntest aber die Antennenkabel die in der Wohnung laufen dort Abschrauben und einen eigenen Verteiler dort Anschließen, nur weißt du nicht was für einen du brauchst da es von der Antennenleistung und Umgebung abhängig ist.
Ich bin zwar nicht von Fach, aber ich glaube eine Außenantenne braucht auch einen Blitzschutz.
 
@Otto2012: Ah O.K. Dann wird UM ja wahrscheinlich nach der Kündigung den Verteiler wiederhaben wollen. Ist in Ordnung, dann kann ich das Kabel von der Antenne in den Keller legen und von dort aus über einen noch zu besorgenden Verteiler mit den alten Kabeln zu den Receivern.
Reicht für eine aktive Außenantenne ein passiver Verteiler, oder sollte der auch aktiv sein?
@Janz: Zusätzlich zum UM Anschluß das Signal aufschalten wollte ich nicht. Wenn dann Nägel mit Köpfen machen und UM ganz außen vor lassen.

Edit: Danke für die bisherigen Antworten. Dann werde ich es mal mit einer aktiven Antenne und einem 2er Verteiler versuchen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die werden nicht unbedingt den UM Verteiler abbauen, meistens verplombt sie ja den Anschluss, wie hier ja schon erwähnt.

Wie ja geschrieben, ob du einen aktive Verteiler brauchst hängt ja von Standort und Antenne ab, aber wenn du schreibst eine Zimmerantenne sollte reichen braucht man wohl auch nur eine passive Außenantenne, natürlich je nach Gewinn der Antenne.
Dazu würde ich auch erst mal einen passive Verteiler verwenden, bei zwei Fernseher sollte das wohl reichen z.B.:

https://www.amazon.de/1byone-Zimmer...1488821987&sr=1-2&keywords=dvb-t+außenantenne

https://www.amazon.de/Breitband-Kab...reifachverteiler-Kabelfernsehen/dp/B0087DDSD8

Wenn du eine aktive Antenne nimmst, hat sie ja schon einen Verstärker, dann darf man auf keinen Fall zusätzlich noch einen aktive Verteiler nehmen.
 
Otto2012 schrieb:
Wenn du eine aktive Antenne nimmst, hat sie ja schon einen Verstärker, dann darf man auf keinen Fall zusätzlich noch einen aktive Verteiler nehmen.

Ja, das habe ich auch schon irgendwo gelesen, dass 2 Verstärker hintereinander nichts bringen oder die Sache sogar noch schlechter machen.
Dann schaumermal, was mer mache...
Danke.
 
Holgip schrieb:
Nein, das ist ihr eigenes Haus

Warum dann keine SAT-Schüssel???
Damit hast Du einmalige Kosten von ca. 100-200,- für Schüssel, Twin-LNB, SAT-Kabel und 1-2 DVB-S2-Receiver. Du bist die nächsten Jahre damit völlig unabhängig von allen Geiern, die nur Geld wollen, und hast die ÖR in HD sowie die Privaten in einer Qualität, die der Non-HD-Version bei Kabelanbietern klar überlegen ist, weil über SAT die Privaten in Non-HD nicht bewusst in der Qualität gemindert werden.
Stellt man die Kosten für DVB-T2 dem gegenüber, dann muss man echt eine Vollmeise haben, wenn man sich für DVB-T2 entscheidet, wenn es diese Alternative gibt! ;)
 
Sound-Fuzzy schrieb:
Warum dann keine SAT-Schüssel???

Wenn du unten schon die Vollmeise erwähnst, eventuell schon mal dran gedacht, dass man nicht überall eine Schüssel aufbauen kann/darf? Und dann noch der Aufwand, Kabel durch die ganze Wohnung ziehen, etc.
Und das für jemanden, der wahrscheinlich nur ÖR schauen will...

Damit hast Du einmalige Kosten von ca. 100-200,- für Schüssel, Twin-LNB, SAT-Kabel und 1-2 DVB-S2-Receiver.

Na, damit haste dann ja wirklich ein super Equipment ;)
 
Loopman schrieb:
Wenn du unten schon die Vollmeise erwähnst, eventuell schon mal dran gedacht, dass man nicht überall eine Schüssel aufbauen kann/darf?

Topic verstanden und gelesen? Scheinbar nicht!!!
Es geht um ein Eigenheim! Warum sollte man da keine Schüssel anbringen dürfen???
 
Generell.

Und wie gesagt, alleine das Equipment und die Installation kostet ein vielfaches davon, was man über Jahre für DVB-T2 ausgeben müsste (wenn man überhaupt die Privaten empfängt) - ansonsten hast du einmalige Kosten von ca. 100€ für 2 Receiver + Antenne.
Alleine die Installation der Schüssel auf dem Dach und das ziehen von Kabeln durchs ganze Haus wird ganz schnell mal 4-stellig. Und wer sagt die da, dass die privaten in Kürze nicht auch eventuell verschlüsseln? Es wird ja vermutet, dass DVB-T2 nur ein Testballon für die Privaten ist, und dass die Verschlüsselung kurz- bis mittelfristig auf alle Empfangswege angewendet wird.
 
@Loopman,
die Privaten müssen bis 2022 unverschlüsselt über Satellit in SD senden, in Kürze erfolgt also definitiv keine Verschlüsselung.
 
Zurück
Oben