Unbekannte IP-Kamera ins Netzwerk einbinden

Martin32

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Hallo zusammen,

ich hoffe, ich bin in diesem Forenbereich richtig mit diesem Thema. Vielen Dank schon einmal für hilfreiche Tipps :-)

Folgende Ausgangssituatuion:
In einem Mehrfamilienhaus wurde von einigen Jahren eine IP-Außenkamera installiert von einem Eigentümer, der nun nicht mehr dort wohnt. Daher ist leider unbekannt, welches Gerät es genau ist und welche Firma dies installiert hat.
Die Kamera dient der Parkplatzüberwachung, es sind 2 Kameras - ich habe gelernt, diese nennen sich Bullet Kameras - vorhanden, diese hatten anscheinend auch auf irgendein Gerät 24x7 aufgezeichnet, da der ehemalige Eigentümer für den Bedarfsfall einmal Videos zur Verfügung stellen konnte.
Nun ist nach Weggang des Eigentümers diese Kamera außer Funktion, eine schnelle Begutachtung vor Ort hat leider auch nur eine sauber verlegte Verkabelung der Kameras im Kabelkanal gezeigt, wie und wo die Kabel in das Netzwerk der Wohneinheit integriert wurden, oder ob es eine externe HDD gab auf der aufgezeichnet wurde, ist leider alles unklar.
Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass der Eigentümer (ehemalige Arztpraxis) 24x7 einen PC laufen hatte und die beiden Kameras darauf aufgzeichnet haben, sowas macht man doch nicht...oder?

Ich habe von einem anderen Eigentümer die folgenden Fotos der Kamera erhalten, leider gibt es keine Bezeichnung oder Typenschild.

Die Eigentümergemeinschaft möchte nun diese Kameras gerne weiterhin nutzen, und ist nun auf der Suche nach einer Möglichkeit diese Kameras wieder in Gang zu bringen, der neue Eigentümer der Praxis hat jedoch kein Interesse daran die Kamera für sich zu nutzen.
Der Eigentümer (privat), der unter der ehemaligen Praxis wohnt, möchte diese Kameras zukünftig betreuen.

Ich weiß, die Fragestellungen sind etwas vage, aber vielleicht kann ja jemand eine Anleitung/Vorgehen nennen, wie wir hier am besten Vorgehen sollten, ich habe bisher noch keine IP-Kameras betreut, bin ansonsten technisch aber fit. Leider gibt es keine weiteren Wissenden Personen oder Informationen sonst.

1. Gibt es eine Möglichkeit das Kamera-Modell zu identifizieren? Damit könnte ich zumindest Online einmal nach einer Bedienungsanleitung schauen

2. Um die sauber, fachmännisch durchgeführte Installation nicht wirklich anzufassen, eine Verkabelung nach unten zu dem zukünftigen Betreuer per Durchbruch ist nicht möglich, eine Verkabelung an der Außenwand nur im Notfall und dann über eine Fachfirma, hatte ich nun folgende Idee: Einen WLAN Adapter (bspw. Fritz) in der ehemaligen Praxis einzusetzen, dort wird das LAN Kabel der Kamera dann eingesteckt und der wird dann aber ins WLAN vom Nachbarn darunter reingenommen. Von der Performance her nicht super gut, aber eventuell ausreichend. Hat da jemand ERfahrungswerte? Klappt das dann auch mit der Aufzeichnung auf eine externe HDD im Netzwerk des Nachbarn unten, auch von der Performance her?

Was mir für diesen Fall nicht klar ist: wie werden denn tyapischerweise die beiden Kameras verkabelt um im Netzwerk "zusammengeschaltet"? Gibt es dann 2 LAN Kabel, die eventuell in irgendeinem Switch zuzsammenlaufen? Weder Kabel, noch Switches, noch eine mögliche externe HDD wurden bei Begehung gefunden. Es sieht so aus, als gäbe es eine (1) LAN Dose wo die Kabel möglicherweise hinlaufen. Da sich der Eigentümer nicht unbedingt im Guten verabschiedet hatte, ist es nicht auszuschließen, dass Geräte bewusst mitgenommen wurden, wovon aktuell leider niemand sonst Kenntnis hat.
Wenn man davon ausgeht, dass dies von einer Fachfirma installiert wurde, wie wird dies typischerweise gemacht, damit wir einen Ansatz haben.

Für Tips, wie hier am besten vorgegangen werden kann.

Besten Dank,
Maddin
 

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Neu machen, alles andere ist sinnlos. Wenn nichts dokumentiertes vorliegt und Dir auch sonst alle Infos fehlen, ist das vergebene Liebesmüh. Da geht dann mehr Zeit für Forschung und Experimentieren drauf, als es dann neu kostet. Ohne das genaue Kameramodell geht gar nichts.

Üblicherweise könnte man einen Werkreset versuchen, aber dazu mußt Du das genaue Modell wissen, wie man es da macht.
 
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Danke für Antwort. OK mit "neu machen" meinst du dann, dass eine Fachfirma beauftragt werden muss, und dass wir dann auch neue Kameras brauchen? Aus Konstengründen möchte man natürlich versuchen die vorhandene, theoretisch funktionsfähige Anlage/Kameras, weiter zu verwenden.

Das müsste, sicherlich mit Tüftelei, doch möglich sein? Zeitdruck gibt es wohl auch nicht. Und bei Bedarf kann der Eigentümer von unten und zusätzlich ich selbst mir die Installation auch noch einmal vor Ort ansehen am Wochenende, nur müsste man dann wissen, wonach wir konkret gucken sollten.
 
Wäre es nicht einfacher, die Kamera einfach durch ein anderes Modell zu ersetzten. Man kann ja im Sockel mal schauen, ob Strom per PoE (wahrscheinlich) oder eigenes Stromkabel, dann lässt sich ja ein passendes Modell raussuchen, die kosten nicht mehr die Welt. Ein neue Kamera wäre auch mit Akku (wenn nicht 24/7-Aufzeichnung unbedingt notwendig) und WLAN möglich, so dass Du die Handstände mit dem LAN und WLAN-Adapter gar nicht machen müsstest
 
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Martin32 schrieb:
Danke für Antwort. OK mit "neu machen" meinst du dann, dass eine Fachfirma beauftragt werden muss, und dass wir dann auch neue Kameras brauchen?
Korrekt.
Martin32 schrieb:
Aus Konstengründen möchte man natürlich versuchen die vorhandene, theoretisch funktionsfähige Anlage/Kameras, weiter zu verwenden.
Das geht nur, wenn Du Vollzugriff per LAN/WLAN auf diese Kamera hast, die üblicherweise mindestens mit User/Passwort gesichert ist. Sobald da noch eine Endverschlüsselung eingestellt ist, die Du nur mit speziellem Konfigurationsprogramm von Hersteller erreichbar ist, hast Du eh verloren.
Martin32 schrieb:
Das müsste, sicherlich mit Tüftelei, doch möglich sein?
Nope.

Du könntest das Ding komplett abbauen, und schauen, ob dann der LAN Anschluß so erreichbar ist. Diesen dann mit dem LAN-Port testen, den Du im Haus gefunden hast. Und dann einfach eine neue Kamera anschließen.
 
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Ok danke, das würde natürlich das WLAN Thema erleichtern. Aber leider ist die Installation einer neuen Kamera dann auch nur durch eine Firma zu machen, die Kameras hängen u.a. auch in einer Gewissen Höhe (5m oder so).
ChatGPT hat mir eben noch den Tip gegeben, dass wohl unten an der Kamera noch ein Typenschild sein könnte, ich habe den Eigentümer vor Ort einmal gebeten dort noch einmal zu schauen, eventuell bekomme ich dort heute noch eine Rückmeldung.
 
Martin32 schrieb:
Aus Konstengründen möchte man natürlich versuchen die vorhandene, theoretisch funktionsfähige Anlage/Kameras, weiter zu verwenden.
Dann rauf auf die Leiter Kameras demontieren, nach Bezeichungen suchen, dann zurücksetzen und nach bedarf einrichten.

CU
redjack
 
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Vielleicht kann man den Typ und Hersteller ablesen wenn man die Kamera mal abschraubt?
Typenschild im Fuß?
 
nutrix schrieb:
Das geht nur, wenn Du Vollzugriff per LAN/WLAN auf diese Kamera hast, die üblicherweise mindestens mit User/Passwort gesichert ist. Sobald da noch eine Endverschlüsselung eingestellt ist, die Du nur mit speziellem Konfigurationsprogramm von Hersteller erreichbar ist, hast Du eh verloren.
OK, da ist natürlich was dran...dass man im Zweifel auch die Anmeldedaten braucht. Einen hard-reset gäbe es vermutlich nicht, oder? Sofern man das Verkabelungsthema irgendwann gelöst hätte.
Mensch, das ist ja ärgerlich, dann wird das vermutlich nicht ohne weitere Kosten funktionieren.
 
Martin32 schrieb:
Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass der Eigentümer (ehemalige Arztpraxis) 24x7 einen PC laufen hatte und die beiden Kameras darauf aufgzeichnet haben, sowas macht man doch nicht...oder?

Doch genau das. Oder in die Cloud.

Oder wofür installiert man sonst eine Kamera wenn die nicht genutzt wird?

btw. Ich würde diese Kameras durch ein aktuelles/neues Modell ersetzen. Die Technik hat sich sicherlich weiterentwickelt.
 
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Dann ist für mich der nächste Schritt zu versuchen das Modell zu identifizieren.

Nochmal die theoretische Frage: Würde denn eine Aufzeichnung auf einer externen Netzwerk HDD funktionieren bei Anbindung über einen WLAN Repeater, wie bspw. so einem hier:
WLAN Repeater mit LAN
Ich meine mich zu erinnern, dass das Videomaterial 1080p war.
 
Laut Gemini: Bei der Kamera auf den Bildern handelt es sich um eine professionelle Netzwerk-Überwachungskamera (Bullet-Kamera) aus der AXIS P14-Serie (sehr wahrscheinlich ein Modell wie die AXIS P1425-LE, P1435-LE oder P1445-LE). Das Schöne an diesen professionellen Axis-Kameras ist: Sie benötigen zwingend keinen eigenen, dedizierten Server. Es handelt sich um vollwertige, eigenständige Netzwerkkameras (sogenannte IP-Kameras mit „Edge Storage“), die einen eigenen kleinen Computer an Bord haben. Sie können das Videomaterial direkt und ohne zusätzliche Software auf einem SMB-Share (Netzwerklaufwerk/NAS) ablegen.
 
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Martin32 schrieb:
Was mir für diesen Fall nicht klar ist: wie werden denn tyapischerweise die beiden Kameras verkabelt um im Netzwerk "zusammengeschaltet"? Gibt es dann 2 LAN Kabel, die eventuell in irgendeinem Switch zuzsammenlaufen?
Genau. Jede Kamera hat ihr eigenes Kabel und benötigt einen eigenen Switch-Port mit Power over Ethernet (PoE) zur Stromversorgung.
 
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Alkor35 schrieb:
Sie benötigen zwingend keinen eigenen, dedizierten Server. [...] SMB-Share (Netzwerklaufwerk/NAS) ablegen.

@Alkor35 Du widersprichst dir gerade selbst.

Also auf einem dediziertem Server der nicht vorhandenen sein muss?
 
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JumpingCat schrieb:
Doch genau das. Oder in die Cloud.

Oder wofür installiert man sonst eine Kamera wenn die nicht genutzt wird?

btw. Ich würde diese Kameras durch ein aktuelles/neues Modell ersetzen. Die Technik hat sich sicherlich weiterentwickelt.
Dann habe ich mich eventuell etwas missverständlich ausgedrückt, ich hätte laienhaft angenommen, dass dann eventuell ein NAS, externe HDD oder Ähnliches dafür genutzt wird, und kein PC, der ab und an auch mal neugestartet werden muss etc.

Cloud! Das kann natürlich auch sein, Mensch, daran hatte ich garnicht gedacht. Wobei sowas vermutlich nur mit Kosten verbunden ist, soweit bekannt, hat die Gemeinschaft dafür erstmal nie etwas bezahlt. Ohman, das ist doch komplexer als ich dachte. Ich versuche erstmal die Geräte zu identifizieren.
Danke soweit schonmal!
 
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Alkor35 schrieb:
Sie können das Videomaterial direkt und ohne zusätzliche Software auf einem SMB-Share (Netzwerklaufwerk/NAS) ablegen.
Das machen die meisten Kameras in diesen Bereichen ja so. Nichtsdestotrotz brauchst Du SMB (bei so einem alten Ding bestimmt noch SMB1, was man ja nicht mehr verwenden sollte) und entsprechende Infrastruktur, die Du hinstellen mußt.

Ich bin da bei @JumpingCat, ich würde es auch durch ein aktuelles Modell ersetzen, die Dinger kosten doch nicht die Welt.

@Martin32
Vorausgesetzt, es ist genau dieses Gerät
https://help.axis.com/download/um_p1435_e_t10106752_de_2411.pdf
Seite 24
Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen
WARNUNG
Von diesem Produkt geht Infrarotstrahlung aus. Schauen Sie nicht in die Betriebslampe.
Wichtig
Das Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen sollte mit Vorsicht erfolgen. Beim Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen
werden alle Einstellungen einschließlich der IP-Adresse zurückgesetzt.
So wird das Produkt auf die werksseitigen Standardeinstellungen zurückgesetzt:
1. Trennen Sie das Produkt von der Stromversorgung.
2. Halten Sie die Steuertaste gedrückt und stellen Sie die Stromversorgung wieder her. Siehe Produktübersicht auf Seite 5 .
3. Halten Sie die Steuertaste etwa 15 bis 30 Sekunden gedrückt, bis die Status-LED gelb blinkt.
4. Lassen Sie die Steuertaste los. Der Vorgang ist abgeschlossen, wenn die Status-LED grün leuchtet. Das Produkt wurde auf
die Werkseinstellungen zurückgesetzt. Wenn im Netzwerk kein DHCP-Server verfügbar ist, lautet die Standard-IP-Adresse
192.168.0.90.
5. Verwenden Sie die Software-Tools für Installation und Verwaltung, um eine IP-Adresse zuzuweisen, ein Kennwort
einzurichten und auf den Videostream zuzugreifen.

Sprich, das Ding abbauen, Reset machen, bei Dir ins Netz hängen, und dann schauen, ob Du rankommst. Du brauchst dann aber einen Switch, der PoE kann. Dann mußt Du das Kabel außen prüfen mit der Verbindung nach innen.

Die Dinger können auch mit SD-Karten versehen werden. Nur die dann immer da rein und rauszufummeln in der Höhe ist auch nicht gerade simpel.
 
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Martin32 schrieb:
Würde denn eine Aufzeichnung auf einer externen Netzwerk HDD funktionieren
Klar. Eine kleine NAS-Box mit SMB-Share reicht dafür aus.
 
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Es gibt viele Netztwerkkamaras die nur Normales Netzwerkverkabelung nehmen aber kein IPv4 oder Ipv6 darüber machen sondern eine eigene Lösung. Dann muss unbedingt ein Die Kabel ein eine Serverbox des Hersteller angeschlossen werden. Diese zeichnet dann alles auf und stellt über einen weiteren Link die Inhalte im eigentlichen Netz zur Verfügung.

In dem oben genannten Fall sind es aber echte IP Kameras die nur einen Speicherort benötigen. Dieser Speicher muss nur im selben Netz erreichbar sein. Also ja auch diese benötigen einen Server im weitesten Sinn.
 
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Wenn die Kameras ersetzt würden durch neuere, die dann per WLAN ansteuerbar wären, woher erhalten diese Kameras dann ihren Strom? Danke.
Kann man die neuen Kameras einfach auf die alte Installation "draufschrauben" lassen?

Da es sich um eine WEG handelt, muss das alles über eine Fachfirma gemacht werden, nach Zustimmung durch die WEG, und da möchte man momentan keine Kosten haben. Ich fände es halt schade, eine bestehende Installation zu haben, die nun nur noch eine Atrappe ist. Aber, dass eine Firma beauftragt wird, die für... 2.000 Euro 2 neue Kameras installiert, sehe ich aktuell nicht mangels Interesse von einigen Eigentümern.
 
Martin32 schrieb:
Nochmal die theoretische Frage: Würde denn eine Aufzeichnung auf einer externen Netzwerk HDD funktionieren bei Anbindung über einen WLAN Repeater, wie bspw. so einem hier:
Nein. Du mußt irgendetwas haben, was Dir den Netzwerkdienst bereitstellt. Das kann ein Router wie eine Fritzbox per USB, aber meines Wissens nach kein WLAN Repeater wie Dein genanntes Modell
https://gzhls.at/blob/ldb/8/8/1/9/4ebd9dc4733828a1ae0398804f495f2c5ca2.pdf
Da es weder USB hat noch irgendwas mit SMB machen kann. Die einfachste Lösung wäre, wie von @Child empfohlen, ein NAS ins LAN zu hängen.
 
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