Unbekannte IP-Kamera ins Netzwerk einbinden

Wenn der vorherige Eigentümer eine Arztpraxis war, werden die Kabel der Kameras wohl in den Räumlichkeiten enden. Wenn die Kameras oder Verkabelung weiter genutzt werden sollen, muss ja auch Zugang zu den Räumlichkeiten bestehen bzw. dort ja auch einen Internetanschluss / Netzwerkzugriff geben. Wie sieht es damit aus?
 
Martin32 schrieb:
Wenn die Kameras ersetzt würden durch neuere, die dann per WLAN ansteuerbar wären, woher erhalten diese Kameras dann ihren Strom? Danke.
PoE oder eigener Stromanschluß, der nach außen gelegt wurde.
Martin32 schrieb:
Kann man die neuen Kameras einfach auf die alte Installation "draufschrauben" lassen?
Jeder Hersteller macht da meistens was eigenes. Mußt Du prüfen bzw. testen lassen.
 
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Also "es muss eine Fachfirma machen" und "man möchte keine Kosten haben" ist ein nicht auflösbarer Widerspruch. Dann bleibt nur: Einfach so lassen. Wenn sich rausfinden lässt was für Kameras das sind dann dokumentieren. Auch die WLAN-Kamera brauchen Strom. Es gibt Akkumodelle ... aber das bringt bei euch ja nix. Oder eben auch Strom per PoE - aber dann brauchste auch kein WLAN an der Kamera.

Ganz davon abgesehen muss die WEG auch ordentlich regeln wie das Ganze organsiert wird. Ist ja Videoüberwachung des Sondereigentums Gemeinschaftseigentums - alle müssen zustimmen, logisch. Es muss geregelt sein wer Zugriff hat, wie lange gespeichert wird, wie gekennzeichnet wird (auch bei Attrappen) usw. ...
 
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Martin32 schrieb:
Ich fände es halt schade, eine bestehende Installation zu haben, die nun nur noch eine Atrappe ist.
Ja, ist heute leider gang und gäbe so, so wie in Deinem Fall mit Eigentümerwechsel und Co.
Ergänzung ()

Child schrieb:
Also "es muss eine Fachfirma machen" und "man möchte keine Kosten haben" ist ein nicht auflösbarer Widerspruch.
Was wieder zeigt, was so einfach aussiehst, ist doch ein etwas komplexeres Vorhaben.
 
Martin32 schrieb:
Wenn die Kameras ersetzt würden durch neuere, die dann per WLAN ansteuerbar wären, woher erhalten diese Kameras dann ihren Strom? Danke.
Kann man die neuen Kameras einfach auf die alte Installation "draufschrauben" lassen?

Da es sich um eine WEG handelt, muss das alles über eine Fachfirma gemacht werden, nach Zustimmung durch die WEG, und da möchte man momentan keine Kosten haben. Ich fände es halt schade, eine bestehende Installation zu haben, die nun nur noch eine Atrappe ist. Aber, dass eine Firma beauftragt wird, die für... 2.000 Euro 2 neue Kameras installiert, sehe ich aktuell nicht mangels Interesse von einigen Eigentümern.
WLAN würde ich abraten, jeder Einbrecher, der was auf sich hält, hat heute einen WLAN Jammer dabei.
 
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Macht ja auch keinen Sinn wenn sowieso ein Kabel zur Kamera für die Stromversorgung führen muss. Da kann man gleich ein Netzwerkkabel und PoE nutzen.
 
crsye schrieb:
Wenn der vorherige Eigentümer eine Arztpraxis war, werden die Kabel der Kameras wohl in den Räumlichkeiten enden. Wenn die Kameras oder Verkabelung weiter genutzt werden sollen, muss ja auch Zugang zu den Räumlichkeiten bestehen bzw. dort ja auch einen Internetanschluss / Netzwerkzugriff geben. Wie sieht es damit aus?

Ja, Zugang besteht auch auf Nachfrage mit Vorlauf, es ist eine neue Praxis dort drin. Diese hat aber kein Interesse die Kameras weiter zu nutzen, und ich vermute daher stark, dass sie natürlich auch keine (gräßeren)) Stromkosten dann bei sich haben möchten.


Ich bin etwas weiter, der Eigentümer unter der Praxis hat tatsächlich das Typenschild gut fotografieren können, und kenne ich das Modell und sogar auch eine Anleitung online sowie wie ein Hard-Reset möglich wäre.
Falls wir eine so lange Leiter haben, könnte man den Hard-Reset versuchen.

VC 12071-M
3 MP IP T/N Zylinderkamera mit Motorzoom,
PoE, H.265, 2,8-12mm (R-Serie)

Bliebe noch das Thema, was suche ich eigentlich in der Verkabelung der neuen Praxis?

Eventuell fehlt das "NVR mit POE" welches im PDF abgebildet ist. Leider weiß ich nicht, ob das mit installiert wurde.
Wenn ich am Wochenende Zugang zu den Räumen bekäme, suche ich dann nach "normalen" LAN RJ45 Steckern in den Kabelkanälen, die in Höhe der Kameras zu finden sind?

Folgende Geräte reichen leider nicht aus um die Kameras korrekt zu betreiben, habe ich das richtig verstanden?
kleinen POE-fähigen Switch wo die Kameras reingehen und der LAN-Anschluss des Fritz-Repeaters, welcher in das WLAN vom Nachbarn unten gehängt wird.

Ich möchte gerne so wenig möglich Strom"ver"braucher installieren, da ich noch nicht weiß, wie die neue Praxis so drauf ist, wenn man ihnen sagt, wir lassen jetzt 24x7 das ganze Jahre über diese 2-3 Geräte über eueren Strom laufen.

Ich weiß...ich mag es noch nicht so richtig wahrhaben, dass es vermutlich darauf hinauslaufen wird, dass es noch eine Fachbetriebsinstallation nicht geht bzw. damit dann eher garnichts mehr passieren wird mit den Kameras.

Achso, jetzt wo das Modell bekannt ist, soo schlecht/veraltet sind die nicht, oder?
 

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Martin32 schrieb:
Folgende Geräte reichen leider nicht aus um die Kameras korrekt zu betreiben, habe ich das richtig verstanden?
kleinen POE-fähigen Switch wo die Kameras reingehen und der LAN-Anschluss des Fritz-Repeaters, welcher in das WLAN vom Nachbarn unten gehängt wird.
An sich könnte das gehen, wenn der Nachbar unten dann einen PC mit der entsprechenden Software (CMS) zum Aufzeichnen laufen lässt - Und per App auf den Livestream sollte dann auch gehen.
 
@puri Ginge auch ein kleines NAS oder (falls es soweit gibt) eine einzelne externe HDD, die per IP-Adresse ansprechbar ist (SMB)...ok ich merke gerade, das ist ja eigentlich schon ein NAS :-D

Zu blöd, dass niemand weiß, welche Geräte installiert wurden und was der vorherige Eigentümer (absichtlich) vermutlich mitgenommen hat.
 
Martin32 schrieb:
Falls wir eine so lange Leiter haben, könnte man den Hard-Reset versuchen.

VC 12071-M
3 MP IP T/N Zylinderkamera mit Motorzoom,
PoE, H.265, 2,8-12mm (R-Serie)
Das ist wieder genau so ein Problem: Das ist so ein "spezielles" Modell, wo Du nicht mal per Web einfach an die Anleitung kommst, man bekommt bei denen nur die Specs online:
https://www.vcvideo.de/downloads/KAMERAS/IP/R-Serie/12071-M/12071-M.pdf

Du mußt immer über den Hersteller und dessen Support gehen. Da Du weder der Eigentümer, Besitzer noch Käufer der Kamera bist, ist der Hersteller zu nichts verpflichtet. Schon alleine aus diesem Grund würde ich dann die Kamera wechseln.
 
Laut Datenblatt kann die Kamera ONVIF 2.3 und RTSP.

https://sourceforge.net/projects/onvifdm/ damit kann man die Kamera finden, steuern und einrichten.

Zur Not lädst du die die kostenfreie Trail der NVR-Software BlueIris herunter und nutzt dort die Netzwerksuchfunktion, das Ding findet nahezu jede Kamera, jeden Protokolls im Netzwerk.

NVR = Network Video Recorder was oftmals (früher) eigene physische Hardware war und inzwischen durch einen PC auf dem z.B. die Software BlueIris oder aber auch Frigate läuft, abgelöst werden kann.

Die Kamera sendet einfach einen Videostream (RTSP) und ist über das Protokoll ONVIF steuerbar.
NVR Software kann beides annehmen und mit der Kamera kommunizieren.

Achso: PS:
Es kann sein, dass zum hardreset das gerät aufgeschraubt werden muss.
ist zumindest bei meinen hikvision kameras (auch außen ip 66) teilweise so.
 
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Ich habe die VC-Seite mal "krass gehackt", es ist kein "ich weiß nicht wie der Schutz heißt" vorhanden, sodass man immer über das parent-Directory gehen kann wenn man im Link einfach auf das Verzeichnis geht, wo das PDF liegt.

Dort habe ich dann tatsächlich weitere Anleitungen gefunden.

Sowie ein Device-Finder-Tool und auch diese CMS Software (ob das eine Vollversion ist, kann ich derzeit nicht sagen).

Aber ohne anständige Verkabelung mit Zugriff, hilft mir das leider auch noch nicht.

Ich mache einmal eine Begehung am Wochenende, und schaue ob ich diesmal mehr sehe als orangen Kabelsalat in einem Kabelkanal, ist immer blöd, wenn es bei Fremden ist, dort möchte man nichts auseinanderfriemeln, abbrechen usw.
Ergänzung ()

airwave schrieb:
Laut Datenblatt kann die Kamera ONVIF 2.3 und RTSP.

https://sourceforge.net/projects/onvifdm/ damit kann man die Kamera finden, steuern und einrichten.

Zur Not lädst du die die kostenfreie Trail der NVR-Software BlueIris herunter und nutzt dort die Netzwerksuchfunktion, das Ding findet nahezu jede Kamera, jeden Protokolls im Netzwerk.

NVR = Network Video Recorder was oftmals (früher) eigene physische Hardware war und inzwischen durch einen PC auf dem z.B. die Software BlueIris oder aber auch Frigate läuft, abgelöst werden kann.

Die Kamera sendet einfach einen Videostream (RTSP) und ist über das Protokoll ONVIF steuerbar.
NVR Software kann beides annehmen und mit der Kamera kommunizieren.

Achso: PS:
Es kann sein, dass zum hardreset das gerät aufgeschraubt werden muss.
ist zumindest bei meinen hikvision kameras (auch außen ip 66) teilweise so.
Das hieße aber, es reicht nicht einfach nur eine "dumme" externe IP-fähige HDD (oder NAS) im Netzwerk des Nachbarn darunter für die Aufzeichnung, sonder es muss ein Gerät sein, dass diesen RTSP empfangen kann?
 

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Zusatz/Nachtrag: ONVIF nutzt WS-Discovery über Multicast; Geräte können lokal gefunden werden, ohne dass du die IP vorher kennst. WS-Discovery arbeitet u. a. mit Multicast 239.255.255.250 und Port 3702.

D.h. evtl. findest du die Kamera im Netz sogar, selbst wenn die Kamera bei dir am PC/Laptop/Switch/Netzwerk angeschlossen wird aber in einem andern IP-Adressbereich arbeitet.

Mit der Info könnte man dann wieder einen Laptop nehmen und IP/Subnet passend zur Kamera einstellen, die Geräte direkt verbinden und versuchen auf die Oberfläche der Kamera zu kommen.
 
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Danke. Wobei das Thema Anmeldung an der Kamera noch immer ein Problem sein könnte, d.h. ohne Hard-Reset wird es vermutlich nicht gehen.
Aber danach muss ich erstmal gucken, welche Lösung sich hinsichtlich der Verkabelung anbietet und woaruf im Zweifel aufgezeichnet würde, möglichst günstig.

Vielen Dank auf jeden Fall an alle Tip-Geber.
 
Um zu testen brauchst du
  • Das Ende der LAN Kabel beider Kameras
  • Einen POE Switch
  • Ein altes PC oder VM mit Windows 7, da der Zugriff auf solche CAMs in der Regel nur via Internet Explorer + Plugins funktioniert. Ggf kannst auch den IE Modus von Edge nutzen.
  • Geduld
Wenn man dann die CAMs für eine Überwachung nutzen möchte, braust einen NVR mit PoE Ports oder eben NVR und PoE Switch.
Ich habe gerade einen neuen NVR von Tenda in Betrieb genommen, läuft ganz gut.
 
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Leute, Leute, Leute, so wie sich das liest Kamera-Überwachung eines Parkplatzes mit Aufzeichnung, das ist hochgradig illegal. Gebt dem TE doch keine Tipps, der einzige hilfreiche Tipp ist, dass er sich erst einmal über die Rechtslage schlau machen soll (werden öffentliche Wege überwacht, wird /soll aufgezeichnet werden, was wird überwacht, sind alle damit einverstanden usw).

Wenn das alles geklärt ist, dann kann man weitersehen.
 
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yxcvb schrieb:
Wenn das alles geklärt ist, dann kann man weitersehen.
Hab ich bspw. längst geschrieben. Es geht hier wohl auch nicht um einen öffentlichen Weg / eine öffentliche Fläche sondern um Privateigentum im Besitz einer Eigentümergemeinschaft. Da wäre eine Videoüberwachung auch nicht "hochgradig illegal". Dem TE und der WEG sind die Rahmenbedingungen sicherlich bekannt. Es reicht wenn es hier um die technischen Möglichkeiten geht - die rechtlichen sind Sache der WEG. Hinweis hier gab es. Muss reichen - hier darüber zu diskutieren ist recht wertlos. So meine Meinung.
 
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Martin32 schrieb:
Ich habe die VC-Seite mal "krass gehackt", es ist kein "ich weiß nicht wie der Schutz heißt" vorhanden, sodass man immer über das parent-Directory gehen kann wenn man im Link einfach auf das Verzeichnis geht, wo das PDF liegt.

Dort habe ich dann tatsächlich weitere Anleitungen gefunden.
Ich habe darin nichts entdeckt, wie Du das Ding wieder auf Werkszustand setzen kannst.
 
yxcvb schrieb:
Leute, Leute, Leute, so wie sich das liest Kamera-Überwachung eines Parkplatzes mit Aufzeichnung, das ist hochgradig illegal.
Jetzt musste es bis Post #37 kommen, bis jemand mal sagt, dass das Ganze einfach Mist ist und du/ ihr/ irgendjemand doch keine öffentlichen (Gemeinschafts)Raum so mir nicht dir nichts 24/7 per Kamera überwachen könnt. Das durfte whsl. die vorherige Arztpraxis schon nicht.
Rechtslage massiv klären und vor allem als TE, keinesfalls in so ein halbseidene Sache hineinziehen lassen. Das gibt nur Ärger. Und auch wenn es vermeintliches Eigentum ist, dann ist es dennoch ein Raum, den man für Post, Handwerker etc. mindestens gut sichtbar kennzeichnen muss. Und die WEG muss das gut regeln und auch die Zukunft bedenken, wenn zB ein neuer Wohnungsbesitzer beim Einzug diese Sache nicht möchte etc.
 
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