Hallo zusammen,
zunächst einmal: Ich will hier keine Rechtsberatung oder sowas. Aber vielleicht hatte jemand schon einen ähnlichen Fall und kann mir dazu was sagen.
Bitte haltet euch mit Aussagen wie "MediaMarkt / Apple (die Hauptakteure) ist ein Drecksverein" zurück, das hilft mir nicht.
Folgender Fall:
Ich habe ein iPhone 17 Pro. Vor ca. 5 Monaten ist mir das Gerät leider aus der Hand gerutscht und "natürlich" so ungünstig auf das Display gefallen, dass es direkt defekt war. Keine Rissen oder so im Display, aber danach leider Anzeigefehler. Das restliche Gerät sieht nach wie vor aus wie neu, keine Macken, Dellen, Verformungen oder gar Kratzer.
Das war auch das einzige Mal das es mir hingefallen ist.
Zur Reparatur habe ich offiziell über Apple einen Reparaturantrag gestellt, worauf ich an MediaMarkt als autorisierten Service Provider verwiesen wurde. Ich habe extra mehr Geld für die Reparatur bezahlt und bin nicht zu einem x-beliebigen Reparaturservice gegangen, damit die Reparatur auch in der Qualität durchgeführt wird, wie von Apple vorgesehen ist. Mit originalen Teilen und der Garantie, dass das Gerät nachher die ursprüngliche IP68 Zertifizierung hat.
Vor ein paar Tagen ist es dann passiert:
Nachdem ein Bekannter von mir beim gemütlichen Beisammensein im Garten eine Getränk umgeworfen hat, habe ich das Gerät zunächst abgeputzt. Ich bemerkte aber einen leichten Schimmer auf eine der Kameralinsen. Damals bin ich davon ausgegangen es wäre Dreck vom Getränk gewesen, heute würde ich eher vermuten, dass da bereits Flüssigkeit im Gerät war.
Um diesen "Dreck" abzuspülen, wollte ich es fix im Pool abwaschen. Es kam wie es kommen musste - dabei ist es aus der Hand gerutscht. Es lag für etwa 20 bis 30 Sekunden in knapp 1 Meter Tiefe, bis der Sohn es rausgefischt hat. Eigentlich ein absoluter Witz für die IP68-Zertifizierung, da das iPhone 17 Pro ja angeblich bis zu 6 Meter und 30 Minuten schützen soll.
Wichtig an der Stelle: Die Zertifizierung gibt lediglich an, dass das Gerät unter Laborbedingungen den oben genannten Schutz aufweist. Drum stellt sich Apple (andere Hersteller aber auch) eigentlich bei sämtlichen Wasserschäden quer.
Ergebnis: Totalausfall, Wasser ist nun definitiv eingedrungen.
Da mir diese Spitzfindigkeit mit der IP68-Zertifizierung nicht bekannt war, hatte ich das Gerät vor dem Displaytausch aber auch schonmal mit im Wasser - deutlich länger und auch ein wenig tiefer. Keine Probleme.
Und auch etliche Videos und Tests im Netz zeigen, dass das Gerät sowas eigentlich locker wegstecken müsste.
Da das Gehäuse wie erwähnt wie neu ist, gehe ich davon aus, das MediaMarkt beim Displaytausch geschlampt und die Dichtlippe nicht richtig erneuert oder unsauber verklebt hat.
MediaMarkt stellt sich (wie zu erwarten) erst mal quer. Es kommen die typischen Phrasen:
"Wasserschäden sind nie abgedeckt" und "Die IP68-Zertifizierung lässt eben mit der Zeit nach".
Nach 5 Monaten?! Bei einem Gerät ohne jegliche Gebrauchsspuren?!
Kleines aber interessantes Nebenschauspiel:
Bevor das Gerät innerhalb von MediaMarkt zur Begutachtung verschickt wurde, war ich mit dem Gerät in einer anderen Filiale in der Nähe. Da der Techniker im Ursprungsmarkt, welche die Reparatur damals durchgeführt hat, bereits seit einigen Monaten erkrankt ist (und scheinbar hat jede Filiale nur einen solchen Apple-zertifizierten Mitarbeiter), war es nun eben ein Markt in der Nähe.
Der Kollege teilte mir bereits nach wenigen Sekunden der Begutachtung mit, dass das Display nicht richtig verklebt sei. Zudem hatte er die Mutmaßung, dass der Kollege augenscheinlich mit Isopropanol gearbeitet hat, was seitens Apple nicht erlaubt sei. In einem Nebensatz ließ er gar verlauten, dass das vielleicht sogar den Job des Kollegen kosten könnte, weil Apple sowas sehr ernst nimmt.
Leider habe ich nicht nachgebohrt und gefragt woran genau er es erkennen wurde, da er mir direkt seine Kontaktdatenaufgeschrieben hat und meinte, mein Markt könnte Ihn gerne kontaktieren. Ich dachte es geht dann seinen Weg.
Ich nehme an er hat mit seinem geschulten Auge direkte Merkmale erkannt. Er hat auch am Display rumgedrückt - ich vermute (!) er konnte das Display minimal eindrücken, was natürlich nicht sein sollte.
Jetzt steht also "Wasserschäden sind nie abgedeckt" gegen "unsachgemäße Reparatur, was die garantierte Herstellung der IP68 Zertifizierung nicht wieder hergestellt hat".
Wir befinden uns innerhalb der ersten 12 Monate nach der Reparatur, sprich: es gilt die gesetzliche Beweislastumkehr (§ 477 BGB). MediaMarkt müsste mir also beweisen, dass sie fehlerfrei gearbeitet haben. Jetzt frage ich mich halt, wie man sowas beweist, ob dies in einem solchen Fall überhaupt von belangen ist, oder aber ob sie auch einfach sagen können "ja, haben wir" und die Sache ist wieder vom Tisch.
Das Gerät befindet sich derzeit noch bei MediaMarkt wo es untersucht wurde. Den Zustand des Gerätes kenne ich nicht. Ich habe ein wenig Sorge das es aufgemacht wurde, sodass auch ich mich nicht nochmals genau mit dem Zustand vertraut machen kann. Ich habe zwar sehr sorgfältig Aufnahmen vom Gerät angefertigt bevor ich es weggegeben habe und (meine ich zumindest) darauf auch minimale Unebenheiten in der Displayauflage zu erkennen, aber so ganz ganz sicher bin ich mir nicht.
Was mich wirklich sauer macht:
Jetzt haben die das Gerät extra weggeschickt um mir dann zu sagen "naja, also Wasserschäden sind ja sowieso nicht abgedeckt". Es wurden lediglich die Schäden festgestellt, welche im Prinzip ebenfalls egal sind, weil bei einem Wasserschaden niemals eine Reparatur stattfindet, weil man nicht weiß was alles beschädigt sein kann. Wasserschäden werden immer komplett getauscht.
Es wurde aber NICHT geprüft ob die Reparatur überhaupt ordentlich abgewickelt wurde. Der Kollege aus dem anderen Markt hat direkt Mängel festgestellt. Er wurde weder kontaktiert, noch ist irgendwie darauf eingegangen worden.
Dann hätten sie es auch gar nicht erst wegschicken müssen, wenn "Wasserschäden sind nie abgedeckt" feststeht.
Was meint ihr?
Anbei auch mal zwei Bilder. Von unten und oben. Vielleicht bilde ich es mir auch nur ein, aber ich meine da bereits Unterschiede festzustellen, wo oben das Display minimal mehr rausschaut. Bei sowas versteht Wasser halt keinen Spaß.
Generell weiß ich nicht, ob selbst dieser 1/4mm aus dem Gehäuse raus schon sein darf?! Leider habe ich keine Vergleiche von anderen iPhone 17 Pro Modellen.
zunächst einmal: Ich will hier keine Rechtsberatung oder sowas. Aber vielleicht hatte jemand schon einen ähnlichen Fall und kann mir dazu was sagen.
Bitte haltet euch mit Aussagen wie "MediaMarkt / Apple (die Hauptakteure) ist ein Drecksverein" zurück, das hilft mir nicht.
Folgender Fall:
Ich habe ein iPhone 17 Pro. Vor ca. 5 Monaten ist mir das Gerät leider aus der Hand gerutscht und "natürlich" so ungünstig auf das Display gefallen, dass es direkt defekt war. Keine Rissen oder so im Display, aber danach leider Anzeigefehler. Das restliche Gerät sieht nach wie vor aus wie neu, keine Macken, Dellen, Verformungen oder gar Kratzer.
Das war auch das einzige Mal das es mir hingefallen ist.
Zur Reparatur habe ich offiziell über Apple einen Reparaturantrag gestellt, worauf ich an MediaMarkt als autorisierten Service Provider verwiesen wurde. Ich habe extra mehr Geld für die Reparatur bezahlt und bin nicht zu einem x-beliebigen Reparaturservice gegangen, damit die Reparatur auch in der Qualität durchgeführt wird, wie von Apple vorgesehen ist. Mit originalen Teilen und der Garantie, dass das Gerät nachher die ursprüngliche IP68 Zertifizierung hat.
Vor ein paar Tagen ist es dann passiert:
Nachdem ein Bekannter von mir beim gemütlichen Beisammensein im Garten eine Getränk umgeworfen hat, habe ich das Gerät zunächst abgeputzt. Ich bemerkte aber einen leichten Schimmer auf eine der Kameralinsen. Damals bin ich davon ausgegangen es wäre Dreck vom Getränk gewesen, heute würde ich eher vermuten, dass da bereits Flüssigkeit im Gerät war.
Um diesen "Dreck" abzuspülen, wollte ich es fix im Pool abwaschen. Es kam wie es kommen musste - dabei ist es aus der Hand gerutscht. Es lag für etwa 20 bis 30 Sekunden in knapp 1 Meter Tiefe, bis der Sohn es rausgefischt hat. Eigentlich ein absoluter Witz für die IP68-Zertifizierung, da das iPhone 17 Pro ja angeblich bis zu 6 Meter und 30 Minuten schützen soll.
Wichtig an der Stelle: Die Zertifizierung gibt lediglich an, dass das Gerät unter Laborbedingungen den oben genannten Schutz aufweist. Drum stellt sich Apple (andere Hersteller aber auch) eigentlich bei sämtlichen Wasserschäden quer.
Ergebnis: Totalausfall, Wasser ist nun definitiv eingedrungen.
Da mir diese Spitzfindigkeit mit der IP68-Zertifizierung nicht bekannt war, hatte ich das Gerät vor dem Displaytausch aber auch schonmal mit im Wasser - deutlich länger und auch ein wenig tiefer. Keine Probleme.
Und auch etliche Videos und Tests im Netz zeigen, dass das Gerät sowas eigentlich locker wegstecken müsste.
Da das Gehäuse wie erwähnt wie neu ist, gehe ich davon aus, das MediaMarkt beim Displaytausch geschlampt und die Dichtlippe nicht richtig erneuert oder unsauber verklebt hat.
MediaMarkt stellt sich (wie zu erwarten) erst mal quer. Es kommen die typischen Phrasen:
"Wasserschäden sind nie abgedeckt" und "Die IP68-Zertifizierung lässt eben mit der Zeit nach".
Nach 5 Monaten?! Bei einem Gerät ohne jegliche Gebrauchsspuren?!
Kleines aber interessantes Nebenschauspiel:
Bevor das Gerät innerhalb von MediaMarkt zur Begutachtung verschickt wurde, war ich mit dem Gerät in einer anderen Filiale in der Nähe. Da der Techniker im Ursprungsmarkt, welche die Reparatur damals durchgeführt hat, bereits seit einigen Monaten erkrankt ist (und scheinbar hat jede Filiale nur einen solchen Apple-zertifizierten Mitarbeiter), war es nun eben ein Markt in der Nähe.
Der Kollege teilte mir bereits nach wenigen Sekunden der Begutachtung mit, dass das Display nicht richtig verklebt sei. Zudem hatte er die Mutmaßung, dass der Kollege augenscheinlich mit Isopropanol gearbeitet hat, was seitens Apple nicht erlaubt sei. In einem Nebensatz ließ er gar verlauten, dass das vielleicht sogar den Job des Kollegen kosten könnte, weil Apple sowas sehr ernst nimmt.
Leider habe ich nicht nachgebohrt und gefragt woran genau er es erkennen wurde, da er mir direkt seine Kontaktdatenaufgeschrieben hat und meinte, mein Markt könnte Ihn gerne kontaktieren. Ich dachte es geht dann seinen Weg.
Ich nehme an er hat mit seinem geschulten Auge direkte Merkmale erkannt. Er hat auch am Display rumgedrückt - ich vermute (!) er konnte das Display minimal eindrücken, was natürlich nicht sein sollte.
Jetzt steht also "Wasserschäden sind nie abgedeckt" gegen "unsachgemäße Reparatur, was die garantierte Herstellung der IP68 Zertifizierung nicht wieder hergestellt hat".
Wir befinden uns innerhalb der ersten 12 Monate nach der Reparatur, sprich: es gilt die gesetzliche Beweislastumkehr (§ 477 BGB). MediaMarkt müsste mir also beweisen, dass sie fehlerfrei gearbeitet haben. Jetzt frage ich mich halt, wie man sowas beweist, ob dies in einem solchen Fall überhaupt von belangen ist, oder aber ob sie auch einfach sagen können "ja, haben wir" und die Sache ist wieder vom Tisch.
Das Gerät befindet sich derzeit noch bei MediaMarkt wo es untersucht wurde. Den Zustand des Gerätes kenne ich nicht. Ich habe ein wenig Sorge das es aufgemacht wurde, sodass auch ich mich nicht nochmals genau mit dem Zustand vertraut machen kann. Ich habe zwar sehr sorgfältig Aufnahmen vom Gerät angefertigt bevor ich es weggegeben habe und (meine ich zumindest) darauf auch minimale Unebenheiten in der Displayauflage zu erkennen, aber so ganz ganz sicher bin ich mir nicht.
Was mich wirklich sauer macht:
Jetzt haben die das Gerät extra weggeschickt um mir dann zu sagen "naja, also Wasserschäden sind ja sowieso nicht abgedeckt". Es wurden lediglich die Schäden festgestellt, welche im Prinzip ebenfalls egal sind, weil bei einem Wasserschaden niemals eine Reparatur stattfindet, weil man nicht weiß was alles beschädigt sein kann. Wasserschäden werden immer komplett getauscht.
Es wurde aber NICHT geprüft ob die Reparatur überhaupt ordentlich abgewickelt wurde. Der Kollege aus dem anderen Markt hat direkt Mängel festgestellt. Er wurde weder kontaktiert, noch ist irgendwie darauf eingegangen worden.
Dann hätten sie es auch gar nicht erst wegschicken müssen, wenn "Wasserschäden sind nie abgedeckt" feststeht.
Was meint ihr?
Anbei auch mal zwei Bilder. Von unten und oben. Vielleicht bilde ich es mir auch nur ein, aber ich meine da bereits Unterschiede festzustellen, wo oben das Display minimal mehr rausschaut. Bei sowas versteht Wasser halt keinen Spaß.
Generell weiß ich nicht, ob selbst dieser 1/4mm aus dem Gehäuse raus schon sein darf?! Leider habe ich keine Vergleiche von anderen iPhone 17 Pro Modellen.