Unsichere Reaktoren in Deutschland

gibt genug die Morgens erstmal nen Kaffee brauchen.
und wegen 10 Minuten fängt man auch keine andere Arbeit an.
da wird höchstens noch das Knöpfchen vom PC gedrückt ;)

Und bei den Kosten muss man natürlich die Kosten des Unternehmens nehmen, denn das zahlt auch den Strom.
und sofern man nicht einfacher Produktionsmitarbeiter ist, kommt man schnell auf über 50€
 
Die Kaffeemaschinengeschichte ist ja wirklich nett, das ändert aber nichts daran, dass man mit noch soviel sparen nicht innerhalb von 10 Monaten 30% des Stromverbrauchs einsparen kann. Deshalb würde mich eben wirklich interessieren, wie Japan das angestellt hat.:D
30% (oder 50 Leistungsreaktoren) kann man auch nicht einfach so ersetzen....
 
klar, nen gaskraftwerk in der 200MW klasse ist hier zulande in 9 monaten gebaut, sofern die turbine lieferbar ist.
bei kohle dauert es doppelt so lang.. wenn man bürgerinitiativen und was auch immer mit bedenkt.
japaner sind eh nüchterner, manipulierbarer. wenn die regierung sagt: "der fisch ist unbelastet", sinken die verkäufe kaum. gut zu erkennen an dem rekordfisch der da grad verscherbelt wurde.
ich kann mir nicht vorstellen, dass die so wie deutsche auf die barikaden gehen wenn irgendwo am horizont (drastisch übertrieben) ein kohlekraftwerk der 800MW klasse errichtet wird.

außerdem, hier zulande sind nettokraftwerkskapazitäten von mehr als 140GW installiert. wenn wir da auf 30% verzichten würden, kommen wir trotzdem nicht an die 82GW spitzenverbrauch herran.
so werden japaner auch gedacht haben, mit guter überkapazität.
 
Du solltest NETTO und Brutto nicht gleichsetzen.

es gibt nämlich kein Kraftwerk welches 100% Verfügbarkeit besitzt.
aber es stimmt schon, einige % wird man mit den Bestehenden Kraftwerken schon ausgleichen können.
 
Sherman123 schrieb:
Wenn meine Abteilung auch nur 1x pro Tag 10 Minuten auf Kaffee warten muss, sind das schon weit mehr als das Hundertfache an Kosten...

geht doch gar nicht darum sondern darum, dass man einen Fernseher der nicht gebraucht wird nicht auf Standby laufen muss, genauso wenig wie die Kaffemaschine und PC's (z.B. Nachts). Ich habe eine (einfache, kleine) Espressomaschine von Krupps die 13W/h verbraucht nur weil der Ausschalter kein echter Ausschalter ist. Weder heizt die Maschine noch macht sie irgend sonst etwas wenn sie "ausgeschaltet" ist. Sie saugt nur Strom.
Tagsüber kann man die Kaffemaschine ja laufen lassen wenn sie gebraucht wird.

Die Amis könnten sogar 100%, gegenüber Europas Durchschnittsverbrauch, innerhalb eines Tages einsparen. Die Frage ist vielleicht eher "das Wollen".
 
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@nicoc
Ja, da stimme ich dir absolut zu. Ich glaube nur nicht daran, dass das Volk einfach so zum Stromsparen erzogen werden kann. Gewohnheiten heißen schließlich nicht umsonst so. Wichtig ist, dass endlich die Hersteller in die Pflicht genommen werden und den Standby-Modus konsequent auch wirklich zu solch einem machen (und eben bei vielen Geräten darauf verzichten). Der Konsument wird diese gesteigerte Qualität zahlen müssen, aber anders gehts nicht.

Hier fehlen ganz klar gesetzliche Regelungen. (aber die EU arbeitet zumindest daran, auch wenn es im Fall der Handyladergeräte knapp ein Jahrzehnt gedauert hat....)
 
Man hat StandBy-Modi mal bewusst in manche Geräte eingebaut, um die Haltbarkeit dieser durch Vermeidung des Einschaltstromstoßes zu verlängern.
Klar, dass das bei irgendnem billigen Wasserkocher ziemlich egal ist, aber bei TV, Computer und Hifi-Komponenten macht das imho schon Sinn.

Ich kann aber nicht sagen, inwiefern solche Probleme heutzutage noch wirklich signifikant sind.
 
Den Stromstoß kann man mit Sicherheit abfedern. Ich dachte eigentlich das Standby der Bequemlichkeit dient. Zumindest wurde es so dem Kunden verkauft.

Sherman123 schrieb:
... Hier fehlen ganz klar gesetzliche Regelungen. (aber die EU arbeitet zumindest daran, auch wenn es im Fall der Handyladergeräte knapp ein Jahrzehnt gedauert hat....)

wenn der Umstieg in Deutschland klappen soll, müsste sich, meiner Meinung nach, in der Richtung mehr tun.
 
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zum Stromverbrauch mal etwas aus der IT-Welt:
meinen damaligen Chef habe ich mal mit konkreten Ergebnissen überzeugen können, die einfachen Stromsparmechanismen in Windows zu aktivieren (ohne Standby oder Ruhezustand)
dazu habe ich 2 Rechner in einem normalen Büro entsprechend eingerichtet und 1 Tag lang an einen Strommesser gehangen
ein Rechner ohne aktivierte Stromsparmechanismen: durchschnittl. Verbauch ca. 130W
ein Rechner mit aktivierten Stromsparmechanismen: durchschnittl. Verbauch ca. 80W
90% des Tages waren die Rechner gar nicht ausgelastet, sondern quasi mit Pillepalle beschäftigt
50W Ersparnis * 500 Rechner = 25 kW pro Stunde * 0,20€ = 5€ * 8,5 Stunden Laufzeit pro Tag = 42,50€ Ersparnis
das macht bei ca. 220 Arbeitstagen (30 Tage Urlaub berücksichtigt) eine Ersparnis von ca. 9.350 Euro pro Jahr
das ist nicht so viel, aber wenn ich bedenke, was das u.U. bei größeren Unternehmen ausmachen könnte...

btw. wir haben die Energieoptionen dann bei allen Rechnern und sogar auf Servern aktiviert und ich bekam eine ordentliche Belohnung hierfür ;)
zudem haben wir die Ersparnis genutzt, um 2 alte stromfressende (und schwache) Server gegen neuere (stärkere) zu tauschen

das klingt zwar nur nach dem berühmten Tropfen auf dem heißen Stein, aber wenn das alle Firmen konsequent durchsetzen würden...

bei mir zu Hause z.Bsp. werden defekte Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzt, viele Geräte hängen an Stromsteckerleisten mit Schalter, neue Geräte dürfen im Standby nicht mehr als 1W verbrauchen, usw. usf.
wir versuchen nicht zwanghaft Strom zu sparen, aber wenn möglich oder nötig, dann wird bei Neuanschaffungen schon darauf geachtet
im Endeffekt gilt: die Masse machts und wenn alle mitmachen würden...
 
Tja Rechner ist auch bei uns auf Arbeit bei einigen Kollegen so eine Sache das man ihn nicht in der Spätschicht runterfahren kann dann.
Und auch Beleuchtung, es gibt Lampen mit 35 Watt ungefährt 10 Stück davon die überflüssig laufen. Macht 350w/h bei 12h das mal 6 Monate ungefähr kommt da auch was zusammen.
Najá jetzt haben wir ja seit Dezember PV mit einer 30KW Peak Leistung auf den Dach und da muss die Chefin ja weigern bezahlen. Besonders da die Anlage voll falsch ausgelegt ist und mehr oder weniger die Nachmittags udn Abendsonne nur hat.
ich bin ja nicht gegen PV aber gegen falsche Einsetzung und Förderung schon.
Besonders hätte man auch lieber Dünnschichtmodule genommen da als die doppelt und dreifach so teuren Monokristalliene.
 
Mich wundert es das noch niemand hier geschrieben hat, das Obama wieder in den USA die Atomkraft ausbaut^^
Derzeit wird ja eine Anlage fertig gestellt jetzt weiter die damals eingestellt worden ist. Und ein Andres Kraftwerk bekommen auch noch ein zusätzlichen Reaktor dran gebaut wo die arbeiten schon beginnen.

Nur gut das man hier in Europa sieht wie wichtig AKWs sind, wenn man die letzten zwei Wochen gesehen hat was der AKW Strom kostete und wie Frankreich unseren Photovoltaikstrom mit abgekauft hat, der meist nur 1/4 des Preises war.
Auch schöpn zusehen wo wir Strom eingekauft haben und wo wir noch EE Strom hin geliefert haben ;) Alles diese Länder die noch vor paar Monaten hießen, Sie würden uns in so einer Zeit (wie jetzt wo gerade viel Strom benötigt wird) aushelfen.
 
Tekpoint schrieb:
....was der AKW Strom kostete und wie Frankreich unseren Photovoltaikstrom mit abgekauft hat, der meist nur 1/4 des Preises war.

Das mag stimmen (ich weiß es nicht) wie du daraus etwas Positives ableiten kannst ist mir aber schleierhaft.
Sinkt der Preis auf einen absolut unübliches Niveau, dann Heist das, dass wir zu viel Strom Produziert haben und das ganze los bekommen müssen bevor unsere Netze zusammen brechen!
"GUT" sieht anders aus!
 
Das Photovoltaikstrom 0,46 gekostet hat und AKW Strom 1,98Euro.

Frankreich bringt Strommarkt durcheinander

Stromproduktion auf Hochtouren - keine Knappheit

Bibberwinter als Extremtest - Deutschland hat genug Strom

Deutschland liefert Strom an Frankreich

Habe auch wo gelesen das die letzten Tage asu Östereich 3MW gezogen worden sind und nach Teschien, Polen und Frankreich über 10MW geleifert worden sind. Also wir expotieren jetzt noch mehr als wie einkaufen. Der Einkauf war auch nur nötig für Bayern, da ja wie wir wissen in Süden Deutschland genau, Bayern und Baden WurttembergEngpässe gibt, deswegen ja auch Netzausbau.
 
wie kommst du auf die Idee, dass PV Strom und Atom Strom zu anderen Preisen Exportiert wird?
wäre mir neu, dass man da nach Stromarten Unterscheidet, wie denn auch, nachdem er Produziert wurde ist jeder Strom gleich. aber wenn ich da eine Wissenslücke habe, dann lass ich mich gerne aufklären.


wenn der Strompreis in das andere Extrem ausschlägt, dann ist das auch kein gutes Zeichen.
Demnach konnten nicht genügend Kraftwerke schnell genug hochgefahren werden.
Ist ja auch verständlich, da der Regelaufwand bei vielen kleinen Kraftwerken enorm steigt.


Ich bin guter dinge, dass die Netzbetreiber wissen was sie tuen und das Stromnetz Stabil halten.
ich mach mir da ehr sorgen um explodierende kosten.
 
So weit ich weis wird mit den Börsenstand was der Preis für welchen Strom ist so gehandelt damit die nächsten 24h. so ist mein Stand der Dinge.

So weit ich weis ist in Frankreich wo ja AKW Strom 80% den Stromfluss deckt immer noch im Jahr gesehen 3 mal so viele Blackouts wie Deutschland aktuell.
2010 waren es in Deutschland 15 Minuten knapp und in Frankreich 45 Minuten. 2011 hat sich nicht geändert.

Außerdem was ist wenn den mal so ein Akw jetzt ausfällt, dann fällt über 1GW mit einmal weg nicht nur so langsam wie bei Windkraft oder Sonnenkraft sondern plötzlich in einer Region.

Dazu kommt noch das eben die zweite und dritte Generation der Reaktoren schlecht sind. in 20-30 Jahren wenn es vielleicht mal die vierte Generation gibt, können wir weiter sehen. Aber jetzt ist Atomstrom schlecht, besonders für Ökosystem.
 
Tja, wenn der Wind jetzt mal wehen würde, wäre das klasse. Und was ist? Flaute! Unter 10% laufen die Windkraftanlagen heute.
Was bitte ist daran toll?
Die Franzosen heizen mit Strom, das bringt Probleme für die Kraftwerke wenns richtig kalt wird.
Deutschland kann nicht richtig helfen, weil die Kraftwerke nicht laufen dürfen und die EE gerade heute keine Lust haben (das ist übrigens kein Zufall, solche Wetterlagen sind meistens mit Windstille einhergehend!)

Und diese beiden Dinge zusammen führen nun dazu, dass der Strompreis in astromische Höhen von 10-20ct/kWh steigt. Zwar immernoch weniger als PV kostet (Bezug zu oben), aber das 4-fache des Normalwertes?

Und wer soll nun davon irgendwie profitieren? Versteh ich net. Wir alle dürfen es bezahlen, dass die Uraltkraftwerke und Gaskraftwerke nun teuer anlaufen müssen.
Denn "Ökostrom" ist das momentan nicht, was da produziert wird.
 
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Lar337 schrieb:
... Wir alle dürfen es bezahlen, dass die Uraltkraftwerke und Gaskraftwerke nun teuer anlaufen müssen...

wenn ich deinen Beitrag richtig verstehe, liegt das daran, dass die Franzosen auf Kernkraft bauen und nicht weil Uraltkraftwerke anlaufen müssen.

Lar337 schrieb:
...
Die Franzosen heizen mit Strom, das bringt Probleme für die Kraftwerke wenns richtig kalt wird.

Lar337 schrieb:
...Deutschland kann nicht richtig helfen...

wir sollen den Franzosen helfen damit die weiterhin auf Atomkurs bleiben? Wir schauen erstmal, dass wir selber nicht frieren.
 
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was haben die Französischen Kernkraftwerke damit zu tun?
wenn dann geht es um die generelle Energiepolitik.
wieso legst du alles als Contra Atomkraft Argument aus?

Die Franzosen haben eben Leistung X, benötigen aber gerade Leistung Y.
Das die Franzosen nicht genug Leistungsreserven haben, hat eben absolut nichts mit Atomkraft zu tun.
übrigens ist das etwas, was du bei den Deutschen Kraftwerken immer ankreidest, wir hätten ja viel mehr Netto Leistung als Brutto benötigt wird.

viel mehr fällt das Deutsche netz immer mehr als Zuverlässiger Lieferant weg, denn wenn grad kein Wind weht, dann haben wir eben auch kaum Strom "übrig"
 
florian. schrieb:
was haben die Französischen Kernkraftwerke damit zu tun?
wenn dann geht es um die generelle Energiepolitik.
wieso legst du alles als Contra Atomkraft Argument aus?

Die Franzosen haben eben Leistung X, benötigen aber gerade Leistung Y.
Das die Franzosen nicht genug Leistungsreserven haben, hat eben absolut nichts mit Atomkraft zu tun.
übrigens ist das etwas, was du bei den Deutschen Kraftwerken immer ankreidest, wir hätten ja viel mehr Netto Leistung als Brutto benötigt wird.

viel mehr fällt das Deutsche netz immer mehr als Zuverlässiger Lieferant weg, denn wenn grad kein Wind weht, dann haben wir eben auch kaum Strom "übrig"

also verstehe ich das so jetzt, das du das europaeiasche stromnetz fuer falsch ansiehst?
und zuverlassiger haelst du das deutsche netz nicht mehr? wieso den das jetzt? ist sicherer als in frankreich, japan und der usa.

ps: endschuldige wegen den ae, ue umd oe schreibe gerade von handy :)
 
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