Unterschiede CL9 - CL7

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Technoligie

Lt. Commander
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Nochmal für Doofe - was sind genau die Unterschiede in bezug auf Schnelligkeit und OC Verhalten?

Thx
 
Die Zykluszahlen/Timings geben an, alle wie viel Takte auf den Speicher zugegriffen werden kann... Niedrige Zahlen sind dementsprechend "schneller" - belasten den Speicher OC-mäßig jedoch auch mehr.

Hier möchte ich mich mal selbst zitieren:

Lord Sethur schrieb:
[...]
"Die Nummer" hinterm Ram hat mehrere Bedeutungen bzw. es gibt mehrere Nummern hinter RAM die wichtig sind.

Hier ein Beispiel:
OCZ Gold AMD DIMM Kit 4GB PC3-10667U CL9-9-9-26 (DDR3-1333)

PC3-10667 bzw. DDR3-1333 bedeuted das gleiche. PC3 bzw. DDR3 gibt den Speichertyp an. (DDR, DDR2, DDR3). Wichtig! Immer den Speicher kaufen, für den der Rest des Systems - also Board/CPU gedacht sind. -10667 bzw. -1333 stehen für die Geschwindigkeit, mit der der Speicher angebunden ist. -1333 bedeutet 667 MHz Speicheranbindungstakt - oftmals als Speichertakt bezeichnet, der Speichertakt an sich ist jedoch etwas anderes (wobei Speichertakt und Speicheranbindungstakt synchron sind, also direkt proportional zusammenhängen). 1333 und nicht 667 schreibt man, weil man pro Takt zwei Datenpakete übertragen werden - im direkten Vergleich zu SD-RAM kann man also sagen, die effektive Geschwindigkeit ist doppelt so hoch.
10667 bedeutet das gleiche - gemeint ist, diese Zahl spiegelt das Produkt von Speicherbandbreite (in Byte, d. h. auf wie vielen Kanälen gleichzeitig gesendet wird)) und effektiven Speicher(anbindungs)takt wider. D. h. effektiver Speicheranbindungstakt 1333*64 Bit / 8 = 10664 (bei 1333,333... geht sichs genau aus).
D. h. man kann daraus direkt den maximal möglichen Datendurchsatz in Megabyte/Sekunde ablesen... Bei Verwendung von Dual-Channel erhöht sich die Speicherbandbreite auf 128 Bit.

Der nächste Zahlenblock - 9-9-9-26 - stellt die Timings dar. Vorne weg: Oft wird nur die erste Zahl angegeben (in dem Fall würde das dann so aussehen: DDR3-1333 CL9).
Die Timings beschreiben, wie viele Takte (reale, nicht effektive) vergehen müssen, bis eine bestimmte Aktion wieder ausgeführt werden kann, ohne dass der Speicher inkonsistenz wird (Speicherzellen nicht mehr eindeutig ausgelesen werden können; Datenverlust). Welche Zahl was genau beschreibt gibts hier nachzulesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeit...rmodulen_.28Schaltzeitverhalten_.2F_Timing.29
Zusätzlich gibts noch Untertimings, die werden aber in normalen Online-Shops nicht extra angeben.
Wie man sich leicht vorstellen kann, sind geringe Timings natürlich "besser" (bringen mehr Performance). Problem: Da eben nur auf Taktzyklen bezogen, ist eine Aussage "mein Speicher läuft @ 4-4-4-12" nichts wert - wenn man den Takt nicht kennt. 8-8-8-15 @ DDR2-800 ist gleich "scharf" sagt man, wie 4-4-4-7,5 @ DDR2-400; natürlich nur auf die Latenz/Zugriffszeit bezogen, nicht auf den Datendurchsatz).

Gelegentlich steht noch was dabei, wie z. Bsp.: 1,65 V. D. h., das Modul kommt nicht der Standardspannung (1,5 V DDR3, 1,8 V DDR2) aus sondern braucht mehr - muss man im BIOS einstellen. Zumindest, wenn man den Speicher mit dem angegen Daten (Takt, Latenz) betreiben will. Mehr als 1,65 V hat sich teilweise als problematisch herausgestellt...

Zusammenfassend: Speichereigenschaften und dessen Auswirkungen auf die Performance sind ein diffziles Thema. Allgemein kann man jedoch sagen, dass es sich nicht lohnt, bei einer anderen Performance-kritischen Komponenten (CPU, Graka) zu sparen, um tollen Speicher kaufen zu können... Besondere Beachtung verdient das Thema jedoch, wenn man "fortgschrittenes" OC betreiben will...
[...]

Gruß,
Lord Sethur
 
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