Hallo, ich bin Taucher und möchte meine Erfahrungen mit der Fotographie unter Wasser hier mal kurz schildern.
Es gibt viele Möglichkeiten unter Wasser Fotos zu machen, Königslösung ist eine richtige Unterwasser Kamera, aber diese sind für den normalen Nutzer unbezahlbar (kosten mehrere tausend Euro), auch Unterwassergehäuse für Spiegelreflex Kameras kosten gerne mal mehr als 1000 Euro, kommt also nur für die wenigsten in Frage.
Die einzige bezahlbare Lösung ist eine Oberklasse Kompaktkamera mit Unterwassergehäuse. Jeder der sich einigermaßen Ernsthaft mit Unterwasser Fotographie beschäftigen möchte, kommt um sowas nicht rum.
Wichtig ist hier eine Kamera die Lichtstark ist (die Olympus TG-820 ist das z.B. nicht

), in RAW Fotos machen kann (die Automatiken für den Weißabgleich funktionieren unter Wasser oft sehr schlecht, da hilft selbst der Tauchmodus recht wenig) und ein gutes Rauschverhalten hat.
Auch sollte man beachten, durch die Lichtbrechung wird die Brennweite um ein Drittel verlängert. (Wer also auf Weitwinkel wert legt, sollte beachten, das aus einem 24mm, ein 32mm Weitwinkel wird) Aktuell kommen da nur wenige Kameras in Frage, wie die Nikon P7100, Canon S100, Canon PowerShot G1 X usw. Kameras wie die Canon PowerShot D10 sind für Taucher vollkommen ungeeignet, da nur bis 10m Wasserdicht und auch nicht besonders lichtstark.
Vor ein paar Jahren habe mal testweise eine Einweg Unterwasser Kamera getestet (Fuji Quicksnap Marine Unterwasser-Einwegkamera), die Bilder damit waren aber unbrauchbar, das kann man eigentlich vergessen.
Ein Aquabag ist auch nur eine Behelfslösung und ist, wenn nur für Schnorcheln brauchbar, da oft nur bis 5m wasserdicht und die Bedienbarkeit der Kamera ist deutlich eingeschränkt.