USV - Noch keine Erfahrungen

Cytrox

Lt. Commander
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Hi,

ich überlege mir eine USV zuzulegen, habe mit so etwas aber noch keine Erfahrung und hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

Nach kurzem überfliegen von geizhals sah dieses Gerät von Trust interessant aus. Was ist davon zu halten?

Wenn man sich bei dem Teil aber die Bilder ansieht stellt sich die Frage wo ich da den monitor anschließen soll. (ohne Monitor kann ich den Rechner ja nicht wirklich herunterfahren.)

Weiters wär's evtl. sinnvoll wenn das Geräte eine Art USB verbindung hätte um dem Rechner mitzuteilen dass der Strom weg ist und er sich jetzt abschalten soll. Gibt es sowas?

Weitere Fragen:
Was sind generell Kriteriem beim Kauf der USV?

Die "Stromfassungsvermögen" (oder wie man das nennt) scheint ja in VA angegeben zu werden (sind VA nicht das selbe wie Watt?). Wie kann ich daraus die Zeit berechnen in dem das System noch mit Strom versorgt werden wird?

Fallen bei den Geräten irgendwelche Wartungsarbeiten an? Müssen die Akkus alle paar Monate/Jahre ausgetauscht werden?

Geht von den Teilen irgend eine Gefahr (Brand/Explosion) aus?


Sollte ich sonst noch etwas beachten?



Hauptgrund für den Kauf ist dass entweder an der Haus-Installation oder an der Stromversorgung selbst irgendwas nicht 100% ok ist. Die Glühbirnen im Haus werden jedenfall alle paar Stunden mal kurz dunkler (Stromschwankungen?). Der PC (und TV/Sat/etc.) hat dadurch bisher noch keine Probleme gehabt, aber da ich nicht beurteilen kann wie schlimm das ganze ist denk ich mal ist eine USV Sinnvoll. Vor allem scheinen die Teile ja soweit ich sehen kann bezahlbar zu sein.
 
Hast keine Verteilerleiste wo alle PC Geräte angeschlossen sind ?
Oder was meinst mit Monitor anschließen ?

USB + Software sollte das Teil schon haben, musst mal bei Hersteller nachschauen.
Mein Powerware USV hat sowas.

Aus den VA die Zeit zu berechnen macht kaum Sinn, da dein PC ja Schwankungen unterliegt, normalerweise sollte sowas angegeben sein.
Bei meinem Powerware waren mehrere Belastungen und Zeiten angegeben zur Orientierung.
Das mit den bis zu 45min ist natürlich sehr schwammig.

Akkus sollte alle paar Jahre getauscht werden.
Musste meinen auch nach 2 Jahren tauschen.

Brand/Explosion ist mir noch nicht passiert :lol:, aber man sollte sie nicht zu nah an eine Heizung stellen.
Steht aber alles im Handbuch eigentlich.

Aber für deinen Zweck, wo du nur Millisekunden Unterbrechungen hast, sollte die genügen.

Wie ich gerade bei K&M sehe hat das Gerät keine USB Überwachung und zudem bietet es nur Kaltgerätebuchsenausgänge.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber für deinen Zweck, wo du nur Millisekunden Unterbrechungen hast, sollte die genügen.

Da reicht aber auch ein vernünftiges Netzteil.
Welches hast du denn im Moment verbaut?
 
Bei der gewählten USV gibt es kein USB-Anschluss - d.h. abschalten des PC's nur händisch.
Um einen Bildschirm anzuschliessen, brauchst du entweder eine Kaltgeräte-Kabel-Verlängerung oder einfach über eine Verteilerdose PC und Monitor anstecken.
 
VA ist nicht gleich Watt. 750 VA können hier z. B. 500 Watt bedeuten.

Für einen PC ist das Teil wohl etwas oversized, es sei denn, du hast die ultimative Zockermaschine.

Man kann aber sehr wohl daraus berechnen, wie lange sie den PC mit Strom versorgt. Man muss hierfür allerdings wissen, was der PC und der TFT im Durchschnitt an Strom verbrauchen.

Jawohl, Akkus müssen gelegentlich getauscht werden, alle 2 Jahre ist realistisch.

Du solltest sie nicht überdimensionieren, sie verbraucht auch Strom.

Die größte Gefahr, die davon ausgeht, ist sicherlich, dass du drüber stolperst (sofern du keine Billigst-China-Export-Ware oder so kaufst).

Sofern du nicht nur Strom- und Spannungsschwankungen, sondern auch vor Schwankungen der Frequenz und vor Oberschwingungen geschützt sein möchtest, solltest du aber zu einer Online-USV (VFI) greifen.

Wobei das herausgesuchte Modell ja zumindest eine Line Interactive (VI) ist, was ich für dein anwendungsgebiet für ausreichend erachte.

http://de.wikipedia.org/wiki/Line_Interactive-USV
 
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@supastar: Erklärung bitte zu VA ungleich Watt und wie man aus VA die Dauer der Versorgung errechnet...

Jetzt bin ich mal gespannt!




Vorsicht Spoiler: http://de.wikipedia.org/wiki/Voltampere
Das in der Formel kein Zeitbezug vorhanden ist sollte man erkennen können. Denn eine Leistung ist zeitlos.
 
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supastar schrieb:
VA ist nicht gleich Watt. 750 VA können hier z. B. 500 Watt bedeuten.

jetzt bin ich auch gespannt, siehe Wikipedia . Meine es auch so in der Schule gehoert zu haben, evtl. wies ich ned alles

EDIT: War viel zu langsam :)
 
Das macht die Aussage "VA ist nicht gleich Watt" nicht besser...schließlich ist 1W = 1V * 1A

Aber gut, man muss jetzt hier nicht mit dem Haarespalten anfangen.
 
Wenn Du an Deinen PC ein einfaches Leistungsmessgerät, wie es bei Tchibo oder in den Baumärkten verkauft wird, hängst, dann zeigt Dir das i.d.R. die Wirkleistung an, denn als Privatmensch mußt Du nur die Wirkleistung bei Deinem Energieversorgungsunternehmen bezahlen.

Wenn Du nun mit dieser gemessenen Wirkleistung die USV dimensionierst und Watt = VA setzt, wirst Du die USV eventuell unterdimensioniert kaufen.
 
Weswegen man faustformeltechnisch immer sagt, dass die VA der USV um ca. 25% größer sein sollten als die angeschlossenen Geräte an Leistung haben...
 
Danke schon mal für die Antworten!

Toecutter schrieb:
Weil mit VA die Scheinleistung angegeben wird, mit Watt die Wirkleistung.

Nicht das schon wieder xD

supastar schrieb:
Für einen PC ist das Teil wohl etwas oversized, es sei denn, du hast die ultimative Zockermaschine.

Inwiefern ist "oversized" in diesem Zusammenhang schlecht? Später kommt da evtl. noch ein zweiter oder gar dritter Rechner dazu...

Kann man die Dinger in Serie schalten? (macht das Sinn?)

supastar schrieb:
Du solltest sie nicht überdimensionieren, sie verbraucht auch Strom.

Wieviel? Ich hab mit den Teilen wie gesagt keine Erfahrung, d.h. irgendeine grobe Näherung reicht für den Anfang mal.

supastar schrieb:
Man kann aber sehr wohl daraus berechnen, wie lange sie den PC mit Strom versorgt. Man muss hierfür allerdings wissen, was der PC und der TFT im Durchschnitt an Strom verbrauchen.

Hm... PC + Monitore allein hab ich leider nicht gemessen. Aber alles zusammen (was auf dem Schreibtisch steht, also Drucker, Lampe, Modem, switch, etc.) verbraucht lt. so einem Conrad-billig-Messgerät ca. 900W (knapp drüber).

Werde mal das nötigste alleine auch noch messen, aber hab das Messgerät atm nicht.

Wie kann ich dann berechnen wie lange die USV hält?

supastar schrieb:
Jawohl, Akkus müssen gelegentlich getauscht werden, alle 2 Jahre ist realistisch.

Hm... was kostet das? (und wo gibt's Akkus?). Oder ist es wie bei Druckerpatronen wo einem ein neuer Drucker gleich billiger kommt?

Ganz blöd gefragt, was passiert wenn ich die nicht austausche oder nur alle 5 Jahre austausche? Lässt sich Daumen*Pi annähern wieviel Kapazität die Akkus verlieren?

supastar schrieb:
Die größte Gefahr, die davon ausgeht, ist sicherlich, dass du drüber stolperst (sofern du keine Billigst-China-Export-Ware oder so kaufst).

Naja ich schlaf ~2m weg von dem Teil, und es liegt zw. Bett und Fluchtweg (und darüber ist dann noch ein Holztisch und ein Notebook mit ebenfalls explosionsfreudigem Akku). D.h. es wär schon halbwegs wichtig dass das Teil nicht feuer fängt.

Die Frage war aber eher mehr so gemeint, ob es notwendig ist 500 eur (statt den geplanten 100-150 eur) auszugeben um unbesorgt schlafen zu können.

supastar schrieb:
Sofern du nicht nur Strom- und Spannungsschwankungen, sondern auch vor Schwankungen der Frequenz und vor Oberschwingungen geschützt sein möchtest, solltest du aber zu einer Online-USV (VFI) greifen.

Hm... das blöde ist dass ich Frequenzschwankungen mit freiem Auge nicht sehe. Aber klingt schon halbwegs sinnvoll. Was kosten solche Geräte, und woran erkenne ich sie auf Geizhals? (Kannst du mir hier vllt. ein paar posten?)

Marjoker schrieb:
Bei der gewählten USV gibt es kein USB-Anschluss - d.h. abschalten des PC's nur händisch.

Welches Gerät hat sowas denn? Bzw. woran erkenne ich das auf Geizhals?

Aber grundsätzlich gibt es das also schon?

Marjoker schrieb:
Um einen Bildschirm anzuschliessen, brauchst du entweder eine Kaltgeräte-Kabel-Verlängerung oder einfach über eine Verteilerdose PC und Monitor anstecken.

Wie schließe ich eine Verteilerdose an dieses Teil an? Einfach ein PC-Netzkabel zw. USV und einer normalen Verteilerdose (wo der Strom also (bildlich gesprochen) "verkehrt" drüberfließt) stecken?

Doeni schrieb:
Da reicht aber auch ein vernünftiges Netzteil.
Welches hast du denn im Moment verbaut?

Ja die Netzteile von jedem Gerät im Haus scheinen die Schwankungen abzufangen (zumindest von den Geräten die ich zu sehen bekomme). Hat das aber auf dauer nicht negative Effekte auf die Hardware?

Netzteil im PC ist ein Enermax Modu82+ (625W - PC verbraucht aber bei weitem nicht so viel (AMD X2 So. 939)).


Könnt ihr allgemein vllt. die eine oder andere Empfehlung für ein Gerät abgeben? So das der PC + 2 Monitore (22" & 24") für ca. 5 min. betrieben werden können?


[EDIT]
Ist zwar leicht offtopic, aber es ist in letzter Zeit auch ein paar Mal der FI-Schutzschalter gefallen ohne das dafür irgendwe ein Fehlerhaftes Gerät gefunden wurde das man von der Steckdose nehmen musste. Könnte dass durch die Stromschwankungen verursacht worden sein?
 
Zuletzt bearbeitet:
Zuletzt bearbeitet:
Oversized ist eigentlich nur dann schlimm, wenn es um Stromverbrauch und Anzahl der Akkus geht.

Drucker, Lampe, Modem, Switch sind Dinge, die du normalerweise nicht unbeidngt an eine USV hängst.
Die ist eigentlich dazu bestimmt, dass du bei Stromausfall noch Sachen fertig abspeichern und den PC geordnet herunterfahren kannst. Zum weiterarbeiten eigentlich weniger gedacht.

Normaler Büro-PC + TFT würde ich jetzt mal mit 200 Watt kalkulieren.

Zur Modellauswahl:
z. B. http://www.apc.com/tools/ups_selector/index.cfm

Berechnen kannst du das bei APC-USVs schon auf der Homepage:
z. B. http://www.apc.com/products/family/index.cfm?id=17
Bei Modelliste kannst du dann den Wert eingeben und bekommst die Überbrückungszeit ausgespuckt.

Akkus sind schon günstiger, welche verbaut sind, siehst du dann beim Wechsel, suchst auf der Herstellerhomepage danach, oder fragst Leute, die sich damit auskennen...

Wenn du sie nur alle 5 Jahre tauschst, haste halt keine Überbrückungszeit von 8 Minuten mehr, sondern viellicht nur noch von 20 Sekunden... wie bei jedem Akku, der genug genutzt wurde.

Akkus bekommst du wohl auch bei nem Elektro- oder PC-Laden.
Steht normalerweise auch auf der Herstelerhomepage, welche Akkus passen, oder gar bei geizhals:
http://www.heise.de/preisvergleich/a120598.html
http://www.heise.de/preisvergleich/a128355.html

500 € brauchst du sicher nicht ausgeben, nehm halt nen Markenhersteller (meine Empfehlung eben APC).
Und kauf halt auch nicht die superbilligsten Nachbauakkus.

Online-USVs sind etwas teurer. Ich denke aber, du bist mit einer Line-Interactive auch ganz gut bedient.

Du solltest mal ein wenig von deinem Geizhals wegkommen du Geizhals ;)
Dafür gibt es Herstellerhomepages, da sind die Angaben auch zuverlässiger.

P. S. Vielleicht solltest du besser mal nen Elektriker kommen lassen...
 
Bei ebay kann an zum teil sehr günstig an APC usvs kommen.
 
Habe mir den Artikel auf Wikipedia durchgelesen, weiß aber nicht was ich davon halten soll. Dort steht ja das VI-USVs auch 4ms brauchen bis Sie Strom aus den Batterien liefern. D.h. gegen Stromschwankungen helfen die auch nicht weiter?

Oder hab ich das falsch verstanden?

Die Online-USVs sind soweit ich sehen kann 10x teurer als mein Budget :x


Auf Geizhals schau ich nur weil man dort halbwegs eine übersicht über die Produkte hat. Ist imho eine gute erste Anlaufstelle wenn man sonst im Dunkeln tappt.
 
Wenn ich ehrlich bin, kenn ich mich da jetzt auch nicht so gut aus, bin kein Elektriker.
Evtl mal APC kontaktieren, was die sagen.

Vielleicht reicht für dein Unterfangen auch ne gute Steckdosenleiste mit Überspannungsschutz...


Online-USVs könnten zudem mit nem Lüfter nerven...
 
Ich bin einer:D

Und kann dir sagen das online usvs für den normalen hausgebrauch vollkommen unnötig sind.

Spannungsschwankungen sind vollkommen normal. Seit 2009 darf die Netzspannung +/- 10% abweichen !

Die Netzfrequenz weicht nur um +/- 0,2 Hz ab.

Aber die Netzregelung greift bereits bei einer Abweichung von 0,01 Hertz automatisch ein.

netzp1gd.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
surfix schrieb:
Spannungsschwankungen sind vollkommen normal. Seit 2009 darf die Netzspannung +/- 10% abweichen !

Hm... aber dass es soweit geht das Glühbirnen sichtbar dunkler werden?

surfix schrieb:
Aber die Netzregelung greift bereits bei einer Abweichung von 0,01 Hertz automatisch ein.

Vom PC-Netzteil, oder was meinst du?

surfix schrieb:

Vllt. kannst du mir dann ja mit der Frage weiterhelfen ob eine diese "billigeren" USVs bei dem angesprochenen Problem weiterhelfen würde? Oder brauche ich um so kleine Fehler abzufangen unbedingt eine Online-USV?
 
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