VDI Ablösung, nur welche Lösung?

Mac_Leod

Captain Pro
Registriert
Dez. 2001
Beiträge
3.960
Hi,
Ich such nach einer besseren Kunden-Arbeitsmethode als meine jetzige, mit Blick auf die Linux Welt.
Der normale User Case ist bei mir, viele unterschiedliche Admin Portale, SharePoint Seiten zu administrieren und per Rustdesk oder einer VPN-Lösung dann direkt auf den Kundensystemen zu arbeiten.
Eigentlich nichts Ressourcen Fressendes.
Pro Kunden habe ich immer eine Windows VDI hingestellt (2019 Datacenter)
Das kostet zwar viele Ressourcen, aber so kann ich Mandantengetrennt arbeiten.

Nun gehen mir langsam die Ressourcen auf meinem Host aus und der 2019er hat auch sein Ablaufdatum erreicht.
Also schau ich gerade nach links und rechts, was es so für Möglichkeiten gibt.
Ein Terminal Server bietet sich als erstes direkt an, nur kann ich dann mein Sicherheitskonzept in die Tonne treten, denn ich könnte dann keine VMs mehr voneinander durch eigene VLANs + passende scharfen Firewall Regeln abschotten.
Da viele Kundendaten drauf liegen möchte ich es eigentlich nicht anders.
Trete ich mir mal einen Schädling ein, sind gleich alle Daten im schlimmsten fall kontaminiert.
Alles auf einzelne Windows 11 VMs auszulagern wäre eine Option, aber wenn ich die Chance habe, würde ich gern weniger auf MS Produkte setzen.

Nun schau ich in die Linux Welt, und würde gern wissen, welches OS mit welcher grafischen Oberfläche ein nobrainer ist.
Es gibt so dermaßen viele Geschmacksrichtungen und ich habe einfach zu wenig Zeit, um jetzt viele Dinge auszuprobieren.
Normal nehme ich das aktuelle Ubuntu LTS für Serveranwendungsfälle, also biete sich die Desktopversion mit Gnome Version an.
Privat schau ich mir gerade CachyOS mit KDE an, aber das kann eigentlich viel zu viel.
Und das viel zu viel nervt mich schon beim Windows Server aktuell.
Falls die Frage aufkommt, PVE und PBS sind im Einsatz, also ist relativ egal, was als VM läuft.
Hat wer eine Empfehlung für mich?
Der Gedanke an eine privat Cloud bei einem lokalen Anbieter ist mir auch schon gekommen, aber ich denke die Kosten dafür sind viel zu hoch.
 
Ich finde jedes Gängige Linux ist in etwa gleich no-brainer.
Die Desktopumgebung ist das womit die User interagieren und klar kommen müssen.
Mac_Leod schrieb:
Normal nehme ich das aktuelle Ubuntu LTS für Serveranwendungsfälle
Da ist debian oder RHEL eigentlich was man will..
Mac_Leod schrieb:
Privat schau ich mir gerade CachyOS mit KDE an, aber das kann eigentlich viel zu viel.
Randgruppen-/Basteldistributionen würde ich fuer Kunden eher nicht machen

Mac_Leod schrieb:
Das kostet zwar viele Ressourcen, aber so kann ich Mandantengetrennt arbeiten.
+
Mac_Leod schrieb:
Falls die Frage aufkommt, PVE und PBS sind im Einsatz, also ist relativ egal, was als VM läuft.
"Mandantengetrennt" geht auch wenn du nur LXC auf Proxmox machst..

Baucht einen Bruchteil der ressourcen
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: BFF
madmax2010 schrieb:
"Mandantengetrennt" geht auch wenn du nur LXC auf Proxmox machst..

Baucht einen Bruchteil der ressourcen
Danke, wie meinst du das?
 
... erstmal würde ich versuchen in Erfahrung zu bringen, ob deine Kunden überhaupt fähig sind mit Linux klar zu kommen. Manche Leute kommen schlicht nicht klar, wenn nicht alles genau so ist wie sie es gewohnt sind.

Wenn du dich dann um User-Schulung kümmern musst oder dir gar Kunden abspringen, könnte das teurer sein als eine 25er Datacenter Lizenz + CALs.

madmax2010 schrieb:
"Mandantengetrennt" geht auch wenn du nur LXC auf Proxmox machst..

Baucht einen Bruchteil der ressourcen
Tut es das noch immer, nachdem man eine GUI und RDP installiert hat und ein User aktiv darauf arbeitet und Programme offen hat?

Der Overhead durch die VM vs LXC wird da mMn schnell ziemlich gering...
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, ner VM bringt halt nen kompletten Kernel mit. Dad macht schon etwas aus bei größeren Zahlen. Die Frage ist ob das relevant ist und das wage ich zu bezweifeln. Heutige Systeme sind für Desktop so performant, daß da einiges geht.

Du arbeitest ja nicht in allen parallel unter Volllast.

Ich Blicke aktuell aber noch nicht so ganz die Architektur und wie du daraus Sicherheit gewinnen willst. Nur weil du ne VDI einsetzt ist das apriori nicht sicherer oder unsicherer als ein Zugriff per ssh. So btw. Es kommt da auf jede einzelne Stelle und jedes Loch drauf an das man ins Konzept bohrt.

Daher bitte mal nen Diagramm erstellen das die bestehende Architektur zeigt. Dann kann man schauen wie sich das anderweitig umsetzen lässt. Insbesondere auch wert darauf legen wer was administriert oder halt nicht.
 
Man kann sicher immer was optimieren, aber das Thema Sicherheit ist aus meiner Sicht ein komplett eigenes Topic. Und die steht schon oft genug auf dem Prüfstand.
Eigentlich möchte ich nur wissen, welches Distro zu empfehlen ist.

Meine Mitarbeiter oder ich, arbeiten auf der jeweiligen Kunden VDIs.
Es sind reine Admin Umgebungen ohne Zugriff seitens Kunden.
Manchmal mit vscode drauf, aber sonst wird nur in vielen Browsertabs gearbeitet.
Das heißt nur wir müssen mit der Umstellung dann klarkommen :D

Der Zugriff auf die VDIs findet aktuell per 3389 statt in Verbindung mit WG statt.
Authentifizierung, Autorisierung und das ganze Assetmanagement, regelt zum Teil ein Berechtigungskonzept und die dahinter liegende Firewall.
Es läuft Windows11 auf den Arbeitsclients, Volllast kennt der Host bisher noch nicht, da im Normalfall nur auf 3-4 VDIs gleichzeitig gearbeitet wird. Eher lange Weile sozusagen, außer wenn die monatlichen Updates laufen.

Ich habe mir noch gar keine Gedanken gemacht, dass RDP dann wegfällt, wenn keine Windows VDIs mehr laufen. Da muss ich mit xrdp bzw. X2Go direkt mit ansehen.

RHEL ist raus, solange das kein Einkauf fordert, also schau ich mir direkt mal Debian an.
Was spricht gegen Ubuntu LTS?
Im Vergleich zum 2019er Windows Server mit seinen ~35GB wäre das ein Riesengewinn. Debian mit 6+ GB und Ubuntu Desktop mit 12GB klingt vielversprechend.
Wie Ram hungrig sind die Distros bei 15 geöffneten Tabs?
 
Das System steht also bei euch und ihr administriert das auch.

Und wie bekommt ihr Daten auf das VDI system drauf oder runter?

Ich frage weil am Ende ist es doch kack egal ob man per ssh auf ein System drauf geht oder per VDI.

Auch per ssh kannst du X Anwendungen starten wenn es denn nötig ist wobei ich sagen muss grafische Administration ist die reinste Pest. So was fasse ich nur unter größtem Widerwillen an.

Daher würde ich auch meine Energie darin investieren das los zu werden und nicht in irgend ne VDI Lösung die dann auch noch von mir betrieben wird. Also nicht vom Kunden vorgegeben ist.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: madmax2010
Zurück
Oben