LikeHike schrieb:
Womit? Der Zerstörung der deutschen Autoindustrie? Stimmt.
Du vertauschst hier etwas - aber das weißt du ganz sicher selbst

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Früher war es normal alles auf alle erdenklichen Use Cases und Situationen zu testen. Das wurde auch eingepreist und die kosten für ein gute QS sind (egal ob Hardware oder Software) extrem hoch.
In den letzten 10 -20 Jahren dreht man das aber um. Das Geld möchte man sich lieber so gut es geht sparen und bringt ein beta Produkt (Auto) nach dem anderen auf den Markt.
Der Kunde ist der Tester, das Feedback nimmt man dann um erst DANN das Produkt richtig für das nächste MJ anzupassen und zu verbessern.
Was tut man also ? Man spart sich einen Teil der QS und legt sie auf den Kunden um und verkauft es ihm als notwendiges übel.
Wäre das nötig ? Nein.... Es ist nur Gewinnmaximierung.
Toyota ist auch noch nicht tot, müsste deiner Ansicht nach dann ja so sein, oder ?
Aber das ist nur einer der tollen "Fortschritte" die, meiner Meinung nach, Tesla erst richtig Salonfähig gemacht hat. Es ist zum Normal geworden unfertige Produkte auf den Markt zu bringen (FSD...ist ja nur noch ein running Gag). Und alle anderen Hersteller nehmen das Geschenk gerne an, um ebenfalls Geld zu sparen.
Und genau das ist es hier im Fall von BMW doch auch. Würden die Assistenzsysteme alle schon super funktionieren wären auf Herz und Nieren geprüft, dann bräuchte man ja gar nicht die Daten der Kunden. Man nimmt sie aber gerne um sich selbst die Kosten für Testing jetzt zu sparen

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Ich kann auch noch einen weiteren Denkanstoß bringen:
Nur noch Autos über die Webseite verkaufen ohne Händler zu haben
Nehmen andere jetzt gerne mit einem Agenturmodell mit. Was ist die Folge?
Händler haben keinerlei Entscheidungsgewalt mehr über Rabatte und Fahrzeuge werden möglichst nur noch nach Bestellung hergestellt und ausgeliefert.
So steht nie was rum, aber genau das waren die Momente in denen man als Kunde in der Vergangenheit richtig gute Deals machen konnte, wenn Autos rum standen und auf die Straße mussten und der Händler einem entgegen kam weil er das Auto vom Hof haben wollte.
Also wer maximiert auch hier am Ende seinen Gewinn und zu wessen Nachteil ist es ?
Daher waren Listenpreise vergleichen in der Vergangenheit ja immer sinnlos, was man wirklich gezahlt hat war immer eine Frage des Verhandlungsgeschick und wie gut man sich im Markt auskennt.
Edit
Und das ist der Kern der mich am meisten stört. Negative Entwicklungen für Kunden als Fortschritt und notwendiges Übel umdeuten.