Also Leute, die Themeneröffnung ist ja schon menschenverachtend und wie lang sich mit dem Thema auseinandergesetzt wurde, sieht man sicherlich auch an dessen halbgaren Argumenten. Und hier eine mittelmäßige Sci-Fi-Komödie quasi als Grundlage für einen ganzen Strauß an Themen zu gebrauchen, spricht auch nicht gerade für Kompetenz bei diesem Thema. Wer Armut als äquivalent zu Dummheit anpreist, Geld als Selektionsgrundlage, Geld als Indikator für Intelligenz und Geld als Gradmesser für den Wert des Lebens ansieht, der hat den Anspruch über Intelligenz zu referieren eigentlich verloren. Und Verblödung der Menschheit wird wie selbstverständlich zur Verblödung der Unterschicht und dessen Vermehrung in Deutschland.
Zumal man Dummheit und Armut als gleichwertige Begriffe verwendet. Mit bedingungslosen Grundeinkommen, wäre aber "Armut" in diesem Sinne ja gar nicht mehr das Thema. Das ganze hinkt ziemlich anständig und wen wundert dann der Verlauf der Diskussion, wen sich schon der Ersteller nicht im Klaren ist, was seine Worte in der Realität bedeuten würden. Ich mein wenn man sieht, dass arme Schichten mehr Kinder bekommen und reiche Schichten weniger, dann ist die logische Schlussfolgerung die armen Kinder zu beseitigen und nicht etwa die Armut?
Aber irgendwie sprechen gerade solche Themen wohl die meisten dermaßen an, dass sie sich dann mit Einzeilern und teils massiven Abweichungen daran beteiligen. Das fängt schon damit an, dass man kaum jemand die vermeintliche Verblödung belegen kann, alles nur gefühlt wird. Und wenn schon dumm, dann die anderen, nicht ich. Faulheit des Denkens ist es eben auch jeden x-beliebigen Scheiß nachzuplappern. Als wenn 4 Millionen Bild-Zeitungsleser oder Trash-Tv Zuschauer tatsächlich die komplette Verblödung der Gesellschaft belegen können.
Aber wenn man selber in der Schematik gefangen ist, die man kritisiert, was soll auch dabei rauskommen. Unsere, eigentlich jede, Gesellschaft beschäftigt sich wohl doch am liebsten mit der Verdummung/Dummheit der anderen. Sei es "die Unterschicht", "die Jugend", "die Migranten" oder sonst was. Und das geht nun seit Jahrtausenden auch gleich. Und zumindest heute kritisiert sie nicht nur, nein sie orientiert sich sogar noch daran, weil das der am billigsten zu kritisierende Punkt ist. Ständig liest und hört man davon, dass die Dummen gerade eben noch dümmer geworden sind.
Und irgendwie beteiligen sich dann auch noch diverse Boardies mit ihrem Lieblingsthema, obwohl sie zum Thema so gerade mal gar nichts zu sagen haben. Da kommt Rasemann mit seiner Mischung aus Rassismus und Sozialschmarotzer-Bashing, da kommt bazooExcalibur mit dem Regenwald usw.
Also halbgare Eröffnung + viele halbgare Diskussionsbeiträge= Close.
Klar gibt es hier auch ordentliche Beiträge, aber wie immer bei solchen Themen deutlich in der Minderheit. Nur wenn die Mehrheit sich schon ständig wiederholt, dann dreht sich das Thema halt im Kreis.