Verhinderter Amoklauf an Kölner Gymnasium

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@TnTDynamite
ja im Prinzip hat ja Pantsch recht, aber seine Idee kommt mir auch wie Anarchie mit ein klein wenig Kommunismuss vor.

Aber wie angesprochen wurde, dass es Leute gibt die ohne ihr tolles haus oder Auto nichts sind - klar gibt es das und davon nicht zu wenig!
Aber meistens ensteht so etwas ja wenn man nicht ehrlich zu sich selbst ist. Wenn die eigene Persönlichkeit verkümmert, braucht man diese besagten Statussymbole um der Gesellschaft zu zeigen: HEy ich bin was, ich schaffe was - bewundert mich.
Und wenn man das nicht hat und an sich auch sehr introvertiert ist, kommt es eben zu dieser Gesellschaftlichen Ausgrenzung - Mobbing - Amokläufe.
Es muss ja nicht immer so sein, aber ich finde das dies ein "logischer" Ablauf ist.
Wer in der Schule kein Handy hat oder MArkenklamotten trägt wird ausgegrenzt. Wie angesprochen entsteht dadurch diese Konsumlust diese Identifikation durch Dingen.

@X1800er
kauf dir ein teures Auto tu so als ob du Geld hast, dann kommen die Arschkriecher und "Freunde" und eben die Anerkennung von allein xD ist leider heutzutage so. Wer nett freundlich und hilfsbereit ist, wird doch meistens nur verarscht und ist der Dumme. Böse sein ist einfach - Gut dagegen die Hölle :P
 
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"kauf dir ein teures Auto tu so als ob du Geld hast, dann kommen die Arschkriecher und "Freunde" und eben die Anerkennung von allein xD ist leider heutzutage so. Wer nett freundlich und hilfsbereit ist, wird doch meistens nur verarscht und ist der Dumme. Böse sein ist einfach - Gut dagegen die Hölle :P"

Wenn das doch nur ein Witz wäre.
Ich habe das ganze Zimmer voller Technik - Heimkino, 32 " Samsung LCD etc...
Naja, erst kamen sie angeschissen, jetzt sind sie weg...

So richtige Freunde gibt es heutzutage gar nicht mehr, habe ich alles
schon durch. Aber mit meinen zarten 16 ( bedenke, noch bin ich 15, werde in
ein paar Tagen 16 ) kann ich gar nicht beurteilen, ob das früher besser war...
 
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Irgendwie driftet der Thread ein wenig ab... :)

Ich finde, Platsch hat einige wichtige und richtige Dinge angesprochen, aber mir kommt es alles auch ein wenig in Richtung Sozialismus-Kommunismus vor.

Die Geschichte hat uns gezeigt, das viele Staatssysteme nicht funktionieren werden, weil von jedem (und vor allem den mächtigen) viel Disziplin und Verantwortung übertragen wird. Ich persönlich bin ganz zu frieden mit dem System, das in Deutschland zur Zeit da ist.

Klar Kommunistische Gedanken sind eigentlich schon sehr verlockend, aber selbst wenn diejenigen die was zu sagen haben da gut mitspielen würden viele der Bevölkerung unzufrieden werden. Das liegt in der Natur des Menschen (wie es BessenOlli ja schon mal erwähnt hat). Wir sind halt Jäger und Sammler und viele stillen auch ihr Bedüfnis Wertschätzung über den Beruf oder das sie es zu etwas gebracht haben. Genau das wird aber im Sozialismus-Kommunismus genommen, weil kein Privatbesitz angehäuft werden kann. Zwar gibt es dann (zumindest nach außen hin) keine Armut, allerdings ist mir Schleierhaft wo das Geld herkommen soll.

Nun der Bezug zum Thema: Ich persönlich bin nicht der Meinung, das die zunehmenden Amokläufe sich alleine auf das System eines Staates schieben lassen. Die soziale Marktwirtschaft besteht in Deutschland schon seit beinahe 60 Jahren. Zwar ist der Wind etwas rauher, aber im Großen und Ganzen gehts uns Deutschen noch gut.

Das legt Nahe, das keine Materiellen Werte eine Rolle spielen.

Ein Staat ohne Erziehung würde nicht funktionieren, weil die Erziehung das mächtigste Werkzeug ist, wenn es darum geht einen Menschen zu Formen, das er in die Gesellschaft passt ohne großen Schaden (das mein ich jetzt Wortwörtlich) anzurichten. Erziehung darf nicht als abschleifen von Kanten verstanden werden, sie muss Individualität fördern aber gleichzeitig Regeln und Grenzen aufzeigen. Das sich Menschen immer etwas auf den Schlips getreten fühlen, wenn man ihnen sagt, das etwas falsch machen ist ganz natürlich.

Erziehung ist auch etwas, was nicht mit dem verlassen des Kindesalters einfach aufhört. Im Grunde genommen ist Erziehung lernen durch Erfahren, genauer gesagt, sehen und verstehen von Reaktionen anderer Menschen auf Taten die man gemacht hat. Diese können positiv oder negativ sein.

Der Trick ist, den Leuten zu sagen wie man mit anderen Menschen umgehen kann, aber gleichzeitig seine Bedürfnisse befriedigt. Schwierige Sache. Aber durchaus mit etwas Willenskraft machbar.

Das kann man natürlich nicht sein ganzes Leben lang jeden Augenblick machen, aber hin und wieder mal über bestimmte Dinge nachdenken im Umgang mit anderen Menschen und auch mal Wertschätzung geben, das könnte vielleicht manche Aggressionsspitze kappen.

Ich habe leider keine Ahnung ob das wirklich klappt, das ist aber der momentane Wissenstand der Psychologie.

Gruß

Zedar
 
Zedar schrieb:
Das legt Nahe, das keine Materiellen Werte eine Rolle spielen.

Ich stimme Dir zu, allerdings aus einem anderen Grund. Mich interessiert in diesem Punkt nicht, wie lange die soziale Marktwirtschaft schon funktioniert, das halte ich als Begründung für völlig unerheblich. Aber seht Euch nur mal an, wo die Jungens alle herkamen! Die haben nicht vorher in Einraumwohnungen mit 5 Einwohnern über ihre Pläne gegrübelt! Meist kamen sie aus "gut behüteten" Familien...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich weiss wo das Problem liegt. Jeder will (mindestens) Gleichheit mit denen, die über ihm stehen. Ganz gleich ob es um Geld/Macht oder um Anerkennung/Beliebtheit - oder was auch immer - geht.
 
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Na, wenn das mal nicht zu einfach ist. Olli, Dein Gedanke ist mit Sicherheit nicht uninteressant, aber ich habe gewisse, und ich glaube auch berechtigte, Zweifel, daß das wirklich auf "jeden" zutrifft. Mit Sicherheit aber auf einige, das ist ämlich nichts anderes als der Neidfaktor. Und Neid ist nicht zwingend materieller Natur, da wiederum hast Du recht...
 
wiesel201 schrieb:
[...]wie lange die soziale Marktwirtschaft schon funktioniert, das halte ich als Begründung vür völlig unerheblich. Aber seht Euch nur mal an, [...] Meist kamen sie aus "gut behüteten" Familien...

Ja das stimmt beides - mein Argument ist etwas seicht, deines trifft es besser. Danke für den Hinweis.

BessenOlli schrieb:
Ich weiss wo das Problem liegt. Jeder will (mindestens) Gleichheit mit denen [...] Geld/Macht oder um Anerkennung/Beliebtheit - oder was auch immer - geht.

Doch da steckt sehr viel Wahrheit drin. Und wenn sie keine Anerkennung (auf welchem Weg auch immer) kriegen kann das ein abrutschen auslösen.

Gruß

Zedar
 
@TNTdynamite und Snaf1, betrifft Anarchy und mehr

Hab ich das richtig verstanden? Du bist für die Abschaffung jeglicher Erziehungsmaßnahmen? Keine Zwänge mehr? Würde das nicht unweigerlich zur Anarchie und einer "Der-Stärkere-Gewinnt-Gesellschaft" entwickeln? Wie soll das in der Praxis anwendbar sein?

Die Erziehenden sind die Stärkeren. Sie sollen „gewinnen“ oder wie?

Wir müssen uns einig werden, was wir unter “Erziehung“ verstehen: für mich ist es ein negeativer Begriff, nämlich ein potentielles und wenn der Stärkere“ also der Erzieher ( bis jetzt noch ) oder die Erzieherin eine „Notbremse“ ziehen will, auch ein "reales Fremdbestimmungs,- Macht,- Gewalt- und Abhängigkeitsverhältnis. Und das kann es ja wohl nicht sein, wenn der Hauptgrund solcher Amokabstürze eben das Gefühl der Jugendlichen ausdrückt, von anderen aufgezwungen zu bekommen, was sie zu tun und zu lassen haben, aber eben auch völlig uneinsichtige Dinge, was alle Lebensbereiche der Kids anbetrifft und einschränkt. Ist ja auch niemand jugendliches da, der ihnen, den Erwachsenen solche Vorschriften macht, wie sie den Jugendlichen, obwohl es genau so viele Vorwände geben würde, das zu fordern und durchzuführen. Statt Erziehung könnte man eine ganze Reihe anderer Vorschläge setzen: Be - Ziehung, Aufklärung, Auseinandersetzung und vieles mehr.......... So ist es gemeint. Aber zur Auflösung dieses unfreiwilligen potentiellen und realen Sado - Masoverhältnisses ,das in der Erziehung vorherrscht- auch wenn das erst in Krisenzeiten auffällt, gehört eben die Auflösung des Erzieher - Zögling- Verhältnisses, das dem Erziehenden eine dermassene Machtfülle zur Verfügung stellt und dem Erzogenen („Ungezogenen?) gar keine. Erst dann wären Ansätze von Gleichberechtigung vorhanden - und um die geht es, wenn man derartige Aufstände verhindern möchte.

In diesem Sinne ist auch das Wort “Anarchie“ erstmal positiv zu verstehen- denn es bedeutet: „ohne Herrschaft“. Also niemand über mir und niemand unter mir. Niemand darf sich Freiheiten heraus nehmen, die die Freiheit des anderen einschränken und beschädigen. Das ist durchaus ein anarchisches Prinzip. Die Verhunzung des Anarchiebegriffes kommt glaub ich auf das Konto derselben Leute, die noch ganz andere Begriffsverdrehungen zugunsten der Herrschenden unternehmen. Was für den einen ein Befreiungskampf ist, ist für den nächsten schon“Terrorismus“. So ähnlich ist es auch mit dem Anarchiebegriff. Dabei haben wir heute, wo nicht Anarchie herrscht ein Chaos. Schaun wir nur mal etwas genauer hin, bemerken wir es.

Ich bin überzeugt davon, wenn wir wollen, dass die “Schwächeren“ nicht von den “Starken“ kaputt gemacht werden sollen, brauchen wir ein soziales Konsensprinzip, kein Mehrheits- Minderheitenausgrenzungsprinzip. Aber auch dieses Konsensprinzip (Abspracheprinzip) ist ein durchaus ein anarchisches, soweit ich etwas davon verstehe.

@ x1800er

Oder glaubst Du, das wäre nur ein Feierabendjob, den man mal eben kurz nach Arbeitsschluss erledigen könnte?"

Ja, wenn dadurch nicht mein Leben eingeschränkt wird, bspw. wenn ich dann dafür auf der Straße leben müsste, würde ich dem Ganzem aus dem Weg gehen.

Also Feierabendjob- Deine Option. Aber geht nicht, behaupte ich.

Räume findet man immer, nur selbst für den gemeinsamen Unterhalt der Räume sorgen, das wird schon schwieriger. Ich könnte es auch nicht (nur) auf der Strasse aushalten. Es gibt schon Räume, wo man zurück kann, wenn man eine Suchtour mal hinter sich hat. Ja,das ist die Hauptbeschäftigung bei sowas. Suchen. Das kann nur einen Tag dauern auf Suche zu gehen, manchmal aber auch länger. Ganz normal, man hat dann Freunde, mit denen man zusammen sich abwechseln kann, wie man will. Aber das mit der Einschränkung ist so eine Sache: auf der einen Seite ist es eine totale Einschränkung gegenüber dem,was man vorher machte, (muss aber nicht, kann auch anders abgesprochen werden) aber wenn man etwas erreichen will, kann man sich natürlich nicht allein darauf verlassen, dass die anderen sich dauernd alleine einschränken, und die Sache schon schaukeln, ist jedenfalls klar, dass es mit einem Engagement rund um die Uhr am besten geht. Und wenn man auch präsent ist. Wie will man sich sonst einmischen und mitmischen?


Glaube mir, sie versucht mir alles im Leben zur Hölle zu machen.

Krass, gerade bei denen, die etwas liebenswertes an sich haben und das hast Du *schleim* klammern sie am härtesten. Fehlt nur noch, dass sie selbst eine Lehrerin, Erzieherin oder Psychologin ist. So war das nämlich bei dem anderen. Die Dame hatte einfach ultra heftige Abnabelungsängste, und den Horror sie könne ihn verlieren. Und sie hat gewonnen- sie hat ihr Riesenbaby wieder. Jetzt aber hockt er wieder an seiner Ausgangspositionen, mit seinen Depris zuhause. Aber das Abnabeln wird sowieso bald kommen, aber sie hören auch dann nicht auf. Der von dem ich sprach, bekam regelrechte Magenkrämpfe, wenn sie hier anrief und ihn voll weinte, er möge doch zurückkommen.


Ich bin nicht glücklich über meinen Zustand.
Ich weis ganz genau, das ich es alleine besser
schaffen würde als jetzt, und auch nicht aufgeben würde.


Du bist doch jetzt allein, was hast Du vor später?

und bin jetzt mit 16 stolzer Klavier Spieler und Besiter des selbigen. Das nur als kleines Beispiel: Sowas ziehe ich durch.

Würdest Du auch jemand in Deinem Klavier verstecken, oder anderswo, der Dir sagt, er bringt sich um, wenn Du ihm seinen Stiefeltern, der Polizei oder dem Jugendamt auslieferst? Welche Lösungsvorschläge hättest Du für solche Kinder und Jugendlichen? N Song dichten für sie?

Ich will aber mir selbst aber mehr den anderen helfen. Ich möchte nicht mehr unterdrückt werden...

Du solltest versuchen, sie daran zu gewöhnen, dass Du ein eigenens Leben führen möchtest. Vielleicht denkt sie immer noch, du bist der kleine Bubi von früher und hält Dich entsprechend so in Schach.
Soll ich was machen? Wenn ja, was ?

Ich möchte nicht mehr unterdrückt werden...

Wie sollte es weiter gehen, wenn Du die Wahl hättest, es jetzt zu entscheiden?

Ich kann mich für so vieles Begeistern, kann soviel, bin ein braver Junge, mache alles das, was man mir sagt, und selbst dann ist man noch nicht stolz auf mich, als Eltern...

Wenn Sie Dir sagen, „springe ins eisige Wasser“, würdest Du springen?
Pass bloss vorsichtig! Ich verstehe Deine Eltern nicht. Wollen die Dich auf diese Weise zu
Höchstleistungen bringen? Oder sollst Du ihnen ewig dankbar sein, dass sie Dich geboren haben ?

Ich spiele Klavier, fotografiere mit einer alten Analogen Spiegelreflex, lerne immer fleißig für die Schule, habe sehr viel Ahnung von Computern.

Kannst Du html homepages machen / korrigieren? Bilder einsetzen, Texte korrigieren, Absätze richtig stylsheeten usw?

Liebst Du Lehrer oder hasst Du sie?


Nehme nichts als selbstverständlich. Bin sehr rücksichtsvoll. Was muss ich noch machen, um anerkannt zu werden???

Vielleicht sie mal beleidigen. Oder ne unmögliche Frisur wachsen lassen.Umklar zustellen,dass Du Dich abgerenzen möchtest. Was fällt denen eigentlich ein, so einen Edel Benehmi aus Dir zu machen und Dich dann auch noch fast schon zu verachten ?

Stichwort Anerkennung. Das fehlt mir sehr...


Also am besten, Du spielst jetzt mal ein Stück von Dir am besten mit Text, stellst es online und lässt mich mal hören. Dann kannst Du sicher sein, hast Du schon mal Anerkennung von allen, denen ichs weiter leite. Und von meiner Wenigkeit auch. Im übrigen, wenn Du mal siehst, wie so ein erbärmlicher Winzling, den die Nullenjagen bei Dir Hilfe bekommt, weil Du ihn geschützt hast vor diesen Nullen, und Du dann, wenn sie weg sind und mal wieder Pech gehabt haben, Du diesem Kind in die Augen schauen darfst und später es zu Dir sagt “Du hast mir das Leben gerettet“, dann weisst Du, was Anerkennung ist.

@ Snaf1

Wer nett freundlich und hilfsbereit ist, wird doch meistens nur verarscht und ist der Dumme

Genau das ist es. Ein Grund mehr, die Trotzhaltung wieder zu mobilieren ,die man früher schon hatte, dann kann man gemeinsam gut diese „Intelligenzbolzen“ – Schussgeräte des kulturellen Untergangs entlarven. Aber wehewehe, Du bist allein. Dann bist Du verloren.

Also wann soll ich losfahren auf meine Besuchstour bei Euch und wohin? Wer will alles besucht werden oder mich ein ebensolches ?. Um „konspirative“ Pläne zu schmieden, gegen die Mobbingpest ?

X1800er
Ich habe das ganze Zimmer voller Technik - erst kamen sie angeschissen, jetzt sind sie weg...

Lass sie fahren dahin. Mit Statussymbolen findest Du sie nicht. Such weiter. Ich suche schon sehr lange. Alle 10 Jahre werde ich Pfündig. Verdammter Heuhaufen – wo sind die Nudeln?

So richtige Freunde gibt es heutzutage gar nicht mehr, habe ich alles schon durch. Aber mit meinen zarten 16 ( bedenke, noch bin ich 15, werde in ein paar Tagen 16 ) ...

Was willst Du? Willst Du Nihilist werden und den Leuten sagen – „hat eh alles kein Sinn mehr. Schafft man sowieso nix was zu ändern dran“? Such weiter. Ich bin mir sicher, dass Du bisher an falschen Orten gesucht hast, und noch lange nicht genug gesucht hast. Mit geht’s doch nicht allzuviel anders. Aber ich hab wohl zu hohe Ansprüche an mich selber und an andere. Find raus, was Du genau willst und zieh es durch. Lass Dich nicht abschrecken, du seist eine Null. Pfeif auf das Gerede und die Show der anderen. Auch wenn es noch so absurd für andere aussieht. Wenn Du es für richtig hältst machs einfach. Notfalls fange alleine an. Wenn es etwas mit den Menschen direkt zu tun hat ( beste Lösung ) kommen Deine Freunde von alleine. Such Dir Leute, die auf den ganzen Schnickschnack notfalls auch zu pfeifen bereit sind.

@Zedar

gut dass Du wieder schreibst. Ich weiss nur nicht ,wie so Ihr dass so leichtfertig in die Ecke Kommunismus-Sozialismus_negativ einordnen könnt. Es gibt so viele verschiedene Formen davon, mit einem Schlagwort sind sicher nicht alle Richtungen abgedeckt. Mir geht es jedenfalls um eine Bewegung von unten freiwillig, nicht von oben aufgezwungen. Schrieb ich schon. Was soll da schief gehen? Machste mit? Probieren wir es einfach. Lass die Leuts es nennen wie sie wollen. Wenns gut läuft, kann es überzeugen. Und es wird gut laufen. Ich bin mir sicher. Was spricht dagegen, es zu versucnen?.

Wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn nicht Du, wer dann ?

Die Geschichte hat uns gezeigt, dass viele Staatssysteme nicht funktionieren werden,

Was dagegen spricht, ist, dass nur ein Teil der Gesellschaft zufrieden ist. Der andere Teil hat richtig Stress und wird alles tun, aus seiner misslichen Lage rauszukommen. Und das berührt auch die „Zufriedenen“. Sie werden früher oder später sowieso in die Probleme mit involviert werden, wenn nicht schon heute. Spätestens, wenn das allgemeine gesellschaftliche Klima und das ökologische Klima sich gleichermassen immer weiter zuspitzen ( und hochschaukeln?) Dann gibt es kein Entrinnen mehr aus der ganzheitlichen Sicht. Nur jetzt wärs vielleicht noch nicht zu spät, sich einzumischen. Später allemale, dann gibt es kein Zurück. Die Sache mit der Verantwortung ist vermittelbar und erlernbar . Durch Erfahrungen. Für jeden. Wenn man es zulässt, dass Erfahrungen gemacht werden dürfen.

Klar Kommunistische Gedanken sind eigentlich schon sehr verlockend, aber selbst wenn diejenigen die was zu sagen haben da gut mitspielen würden viele der Bevölkerung unzufrieden werden. Das liegt in der Natur des Menschen (wie es BessenOlli ja schon mal erwähnt hat). Wir sind halt Jäger und Sammler und viele stillen auch ihr Bedüfnis Wertschätzung über den Beruf oder das sie es zu etwas gebracht haben. Genau das wird aber im Sozialismus-Kommunismus genommen, weil kein Privatbesitz angehäuft werden kann. Zwar gibt es dann (zumindest nach außen hin) keine Armut, allerdings ist mir Schleierhaft wo das Geld herkommen soll.

Das Geld, das man heute braucht, um eine Alternative aufzubauen kommt ebenfalls vom sammeln. Man kann alles mögliche sammeln,was andere nicht mehr brauchen. Das reicht, wenn man es fleissig zusammen sammelt.

Nicht zuletzt dank der Diskussionen hier sieht die entsprechende Phase in meinem Statement jetzt so aus:

Die beschädigten Gefühls - und Erotikwelten haben in den Menschen das Gefühl der Unvollständigkeit ausgelöst. Deshalb, weil sie selber ( wie ) Gebrauchsgegenstände (wie eine Ware, das im Angebot zu kaufen ist oder in den Abfallcontainer kommt?) behandelt werden, brauchen die Menschen Hilfsmittel zu ihrer „Vervollständigung“, die ihnen die eine mehr oder weniger beschädigte Erotik allein nicht mehr geben kann. Sie müssen deshalb selbst in „glücklichen“ Zweierkisten weiter konsumieren und sich mit allem Möglichen, einem neuen tollen Fernseher mit Flachbildschirm, einer gestylten Wohnung, und was noch alles dazu gehört ausstatten, um ihre im Grunde halbtote Beziehung, ihre halbtoten Karrieren und Jobs usw. in halbtoter Lebensleere bestehen zu lassen, um wenigstens etwas zu haben, woran sie sich klammern können. Denn ohne diese wären sie wohl schon längst ganz tot, so abhängig ist das Glücksempfinden heutzutage von Materiellem bei vielen

Die andere Stelle bezüglich der Frage, was unsere „Natur“ sei, die ich jetzt weiter ausformuliert habe, lautet inzwischen so:

Geld ist ein Tauschmittel. Wenn auch ein schlechtes, aber immer hin eins, das auf WERTE abzielt. Nicht unbedingt auf Nutzen. Wir wollen aber nicht tauschen. Wir wollen will nicht unbedingt für eine Kuh einen Sack Reis bekommen. Wir wollen einfach satt werden und mithelfen, dass niemand Hunger leiden muss. Punkt. Und auch nicht an Liebe verhungern muss. Wir sind auch bereit, mehr dafür zu tun, als wir zurück bekommen. Man kann einfach so an die Sache ran gehen, dass man sagt. „Was brauchen wir? Okay, also versorgen wir alle einschliesslich uns selbst mit dem Notwendigsten.“ Ohne zu kungeln. Es hat nichts mit Freiheit zu tun, andere auf irgend eine Weise übers Ohr zu hauen, und auszunutzen und auszubeuten, um sich zu bereichern. Freiheit ist nicht eine unermessliche Selbstverwirklichung einiger auf Kosten und zum Schaden anderer. Weil in der Geschichte die Mächtigen durch Abhängigkeiten und Versklavung der Menschen in der Lage waren, die Unterdrückten dazu zu zwingen, die Natur durch Paläste, - Fabriken,- Strassenbau usw. Stück für Stück auszubeuten und zu zerstören, heisst das noch lange nicht, dass das in der Natur des Menschen liegt. Die Herrschenden arbeiten mit ihrem unnatürlichen Streben, Menschen ihre Freiheiten zu nehmen gegenwärtig verstärkt daran, eine Klima Apokalypse vorzubereiten, ist das etwa „natürlich“? Ist das „Freiheit“ ?

Nun der Bezug zum Thema: Ich persönlich bin nicht der Meinung, das die zunehmenden Amokläufe sich alleine auf das System eines Staates schieben lassen. .. aber im Großen und Ganzen gehts uns Deutschen noch gut.

Wenn ich meiner Grossmutter von meinen Plänen erzählte, die ich auch zum Teil echt umgesetzen konnte, dann fragte Sie mich immer“geht’s Dir noch gut?“ Und profezeite mir, ich werde alsbald in der Gosse landen. Landete ich aber nicht, sondern nur in einer Vor - gosse. Und da lässt es sich durchaus aushalten. Ich weiss nicht mehr, was ich drauf antwortete. Aber es ist für mich jetzt nicht mehr wichtig, dass es mir gleich gut geht. Inzwischen weiss ich, wenn es mir schlecht geht, ist das ein Zeichen dafür, dass man will, dass es mir schlecht geht, denn ich bin auf dem richtigen Weg.

Im übrigen meine ich dazu, dass ich den emotionalen Zustand der Gesellschaft und auch die Selbstbestimmungsfeindlichkeit derselben noch nie so krass sich zuspitzend empfunden habe wie in den letzten Jahren

Das legt Nahe, das keine Materiellen Werte eine Rolle spielen.

Die sind nur Rahmenbedingungen und Anlassverstärker. Ich glaub auch nicht, dass es hauptsächlich darum geht.

Ein Staat ohne Erziehung würde nicht funktionieren, weil die Erziehung das mächtigste Werkzeug ist, wenn es darum geht einen Menschen zu Formen, das er in die Gesellschaft passt ohne großen Schaden (das mein ich jetzt Wortwörtlich) anzurichten


Jetzt sagst Du es auch, es geht um Macht. Welche aber ist die Kraft, die diese Macht stürzen könnte, wenn sich heraus stellt, dass MACHTGEBRAUCH oder MACHTMISSBRAUCH es waren, die selbst den Schaden anrichteten, indem sie so gnadenlos ausgeübt wurden, dass sie ganz bestimmten, selektierten Menschen nur noch den "Selbstmord" als "Alternative" lassen oder den "Amoklauf"? Die Vergangenheit hat uns doch gelehrt, dass man sich eben nicht an die herrschende Machtausübung anpassen sollte. Machtausübung zum "Wohle" der Menschen und Pervertierung der Macht, die mit demgleichen Slogan antritt, - wer kann das richtig auseinanderhalten und dafür garantieren, dass jeder andere Mensch das genau so versteht?

Dieser Staat funktioniert nicht. Ich kannte allein 10 Jugendliche, die haben nirgendwo „reingepasst“. Für sie gab und gibt es nichts, wo sie hin könnten. Die wurden dermassen fertig gemacht, dass sie es nicht überlebten. Keine 10 Pferde hätten sie anpassen können. Jetzt sind sie tot. Du sprichst davon, der Staat funktioniere? Sie alle waren Spielball, Werkzeuge und Objekte von Erziehungsgewalt. Keine-r hat es überlebt. Dann kommen noch mal etwa 10 aktuelle Fälle dazu, an denen ich dran bin, wo nur noch ein Häärchen Stress fehlt, dann sind sie auch nicht mehr. Sie sind auf der Flucht. Der Schaden ist unermesslich, den sie jetzt schon erlitten haben. Wenn sie in diesem Zustand anderen schaden, dann weiss ich, woher es kommt. Nur kann ich gegen die, die sie durch Erziehung schädigten, nix machen. Weil Erziehung wird verteidigt. Auch hier, wie man sieht. Nur ihre Produkte werden abgelehnt, ohne ihre Produzenten zu identifizieren. Man steht nicht dazu, dass es Produkte der Erziehung sind. Eher sind sie dargestellt als perpetu mobiles die aus eigener Kraft aus heiterem Himmel ohne jeden (berechtigten?) Anlass losschlagen. Völlig lösgelöst von allem fallen sie über die ahnungslosen Menschen her und bringen sie um..Man macht nur etwas, wenn die Produkte der Erziehenden als Geschädigte anderen schaden. Dann plötzlich amokiert sich die Richterin ( Öffentlichkeit) und richtet sie (nochmals?) hin. Die Hin-Zu-Richter der Kids allerdings sind aus dem Schneider und sitzen womöglich noch mit als Schöffen auf der Richterbank, nicht mit auf der Anklagebank.

Erziehung darf nicht als abschleifen von Kanten verstanden werden, sie muss Individualität fördern

Erziehung stört Individualitätsentwicklung, weil sie in Selbstbestimmung eingreift und bestimmt, wie die so genannte Individualisierung zu laufen hat. Erziehende zwängen ihre eigene Individualität den von ihnen individuell Ge- handy Cäpten auf. Grenzen müssten dann genauso den Erziehenden gesetzt werden, denn wer hat schon die Definitionsherrschaft, was und wo eine Grenze zu liegen hat? Eine Generation, die damit liebäugelt, Kriege zu führen und Waffen zu bauen ist für mich grenzenlos unglaubwürdig, und sollte sich mal am eigenen Grenzen Setzen weißt schon fassen

Im Grunde genommen ist Erziehung lernen durch Erfahren, genauer gesagt, sehen und verstehen von Reaktionen anderer Menschen auf Taten die man gemacht hat.

Da ist einmal das Wort Erziehung
Dann die Wörter, die versuchen Erziehung zu erklären:

lernen,
erfahren,
sehen
verstehen
handeln

Warum aber wird das Wort Erziehung mit einem anderen definiert? Erziehung ist Erziehung und lernen ist lernen. Was hier aber geschieht ,ist die Suggestion, dass ein Begriff dadurch zu definieren ist, als hätte man einen ganz anderen Begriff zu definieren, der auch wieder durch einen anderen definiert wird, usw. Verstehe ich irgend wie nicht. Wozu dann überhaupt so ein Begriff, wenn er eh keinen eigenen Inhalt hat?

Vielleicht gibt’s ja Erziehung gar nicht, sondern nur Zwang und Freiwilligkeit, Gewalt und Gewaltfreiheit?

Der Trick ist, den Leuten zu sagen wie man mit anderen Menschen umgehen kann, aber gleichzeitig seine Bedürfnisse befriedigt. Schwierige Sache. Aber durchaus mit etwas Willenskraft machbar.


Hier in dem Fall, den ich schilderte, wo Kinder und Jugendliche überhaupt niemand haben, wo sie hinkönnten, überall gejagd werden und rausfliegen, abhauen und auf Ablehnung stossen- das ist auch die potentielle Amokgruppe- funktioniert das Wort Umgang nicht mehr. Höchstens in einem anderen Sinne: denn sie werden um-gangen - überhaupt Umgang haben zu dürfen.

Das kann man natürlich nicht sein ganzes Leben lang jeden Augenblick machen, aber hin und wieder mal über bestimmte Dinge nachdenken im Umgang mit anderen Menschen und auch mal Wertschätzung geben, das könnte vielleicht manche Aggressionsspitze kappen.

Ja, aber es muss echt sein, also spürbar. Sonst bleibt es ein Lippenbekanntnis, das die Spürbarkeit um-geht und das spüren die Amokis als erste sehr genau und schnell und das bringt ihnen gar nichts

@Wiesel

Meist kamen sie aus "gut behüteten" Familien...


Aus was für Familien kommen die meisten Diskutanten hier?

@bessenolli

warum auch nicht, warum sollte nicht so eine Art Gleichheit bestehen?
Ich würde allerdings wenn ich Menschen kennen würde, die es freiwillig mitmachen
die „Gleichheit“ im materiellen so weit als möglich nach unten schrauben wollen, nicht nach oben. Da geht es schief. Garantiert.
Nacht Ihr,

Plantsch (mal wieder)
 
Zuletzt bearbeitet:
Plantsch schrieb:
@bessenolli

warum auch nicht, warum sollte nicht so eine Art Gleichheit bestehen?
Ich würde allerdings wenn ich Menschen kennen würde, die es freiwillig mitmachen
die „Gleichheit“ im materiellen so weit als möglich nach unten schrauben wollen, nicht nach oben. Da geht es schief. Garantiert.

Es steht jedem frei, ins Kloster oder in eins der zahlreichen armen Länder zu gehen. Dass du das utopische Ideal der "Gleichheit" gutheisst, indem du dich dafür aussprichst, dass besser alle Menschen arm/ärmer wären, outet dich - in meinen Augen - endgültig als Sozialist/Komunist.

Und das finde ich nunmal daneben. Denn das von mir erwähnte Streben nach Gleichheit mit denen, die über einem stehen, muss nicht zwangläufig zu Aggressionen führen - es ist der Motor des Fortschritts unserer Zivilisation.

Und ich mag unsere Zivilisation. Und ich mag auch sowas. :cool_alt:
(Wäre dem nicht so würde ich um die Welt trampen als Tagelöhner - nicht die bestehende Gesellschaft dafür verantwortlich machen, dass sie mir nicht passt)

"When I was a boy, I always saw myself as a hero in comic books and in movies. I grew up believing this dream."
"Ambition is a dream with a V8 engine."

(Elvis Presley)

edit//

Die Leute sollten einfach entspannter werden. Mich kümmert es gar nicht, ob ich mir je z.B. einen Porsche werde leisten können. Trotzdem ist es toll, dass unsere Zivilisation sowas hervorbringt. Und am Ende ist es eh unsinnig, so ein Auto zu besitzen. Entweder man musste so sehr sparen, dass man Angst haben muss, damit zu fahren, oder man hat soviel Geld, dass man es nicht zu schätzen weiss. Aber jeder normale Mensch kann einen Porsche fahren, sei es eine ergaunerte Probefahrt für ein paar Stunden oder ein Mietwagen für ein Wochenende. Und hell yeah, das werde ich mal machen. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Olli

warum auch nicht, warum sollte nicht so eine Art Gleichheit bestehen?
Ich würde allerdings wenn ich Menschen kennen würde, die es freiwillig mitmachen
die „Gleichheit“ im materiellen so weit als möglich nach unten schrauben wollen, nicht nach oben. Da geht es schief. Garantiert.

Es steht jedem frei, ins Kloster oder in eins der zahlreichen armen Länder zu gehen. Dass du das utopische Ideal der "Gleichheit" gutheisst, indem du dich dafür aussprichst, dass besser alle Menschen arm/ärmer wären, outet dich - in meinen Augen - endgültig als Sozialist/Komunist.


Menschen in extremer Armut sind trotzdem gastfreundlich.Warum?

Menschen in grössenwahnsinnigem Reichtum sind es nicht. Warum?

Wieviel Leichen braucht der Reichtum, um über sie hinweg zugehen,aus reinen Selbsterhaltungsgründen? Und warum?

Wie viel Menschenleben sind wir bereit in Kauf zu nehmen hier im Land, und anderswo ohne es zu merken, um unseren abgeschotteten Luxus zu erhalten? Und warum?

"Kommunist" ehrlich gesagt, hat mich noch niemand geschimpft. Aber nenn mich, wie Du möchtest, wenn es Dich beruhigt . Was hat denn Kommunismus mit Kloster zu tun? Und was hat Kommunismus mit freiwilligen materialistischen Einschränkungen zu tun? Hast Du übersehen, dass ich nur für mich spreche und für die, die Lust haben, sich mir anzuschliessen? Oder ich mich ihnen? Willst Du mir verbieten, für mich selbst zu sprechen? Denn alleine werde ich wohl auch für mich nicht das Recht bekommen, durchzusetzen, was ich als ökologisch zwingend fürs Überleben halte. Diejenigen, die den materialistischen Popanz weltweit proklamieren, werden auch mich in ihre hausgemachten Klimakatastrophen mit hinein ziehen. Das hat mit "Fortschritt" nichts zu tun. Höchstens mit "Fortschritt" in ein Massengrab

Dein"Kommunismus" meint sind Systeme von oben, dirigistische autoritäre Systeme, mit einer Klasse von priveligierten Edelgenossen, wo Du mich zu einem Anhänger davon zu machen versuchst. Gerade eben nicht. Ich sage nur, je materialistischer die Lebensziele von Menschen ausgerichtet sind, desto geringer ist die Chance, dass sie sich einig werden und gemeinsam es schaffen, die Klimaprobleme zwischenmenschlich und ökologisch zu lösen.

Meine Überlegung ist nur die, ob nun materieller Luxus oder zwischenmenschliches zu glücklichen Erfüllungen führen können? Materialistische allein offensichtlich nicht, wie man beobachten kann. Und wenn die Auseinandersetzungen über zwischenmenschliches geführt werden und gefördert werden, wozu bitte schön soll dann noch ein materialistischer Popanz notwendig sein?

Nächste Frage Was hat "Kommunismus" mit einer Bewegung "von unten" zu tun? Und was hat Kommunismus mit freiwilligem materialistischem Verzicht zu tun? Beide, Kapitalismus und Kommunismus sind materialistische Systeme.

Glaubst Du, die sogenannten"armen" Länder sind nicht längst aufm Trip, den ihnen der Kapitalismus vorspielt und vorschreibt? Schau Dir Indien an beispielsweise. Wenn Du irgendwo hingehst, ist das System von hier hier schon längst da. Das heisst, bevor die Menschen eines übersättigten Systems überdrüssig sind, werden sie erstmal versuchen, es auszuprobieren und auszukosten. Aber die Entwicklung geht weiter. Irgend wann, wenn es zu spät ist wahrscheinlich, kommt die Erkenntnis, dass das auch nicht glücklich macht.

Das von mir erwähnte Streben nach Gleichheit mit denen, die über einem stehen, muss nicht zwangläufig zu Aggressionen führen - es ist der Motor des Fortschritts unserer Zivilisation.

Muss nicht aber tut es. Ich frage mich, wohin diese "Übermenschen" die Gesellschaft führen wollen. Immerhin haben sie es mittlerweile geschafft, innerhalb weniger Generationen das Abschmelzen der Polkappen in Gang zu setzen.Wenn Menschen gegen ihren Willen Chefs vorgesetzt bekommen, die sie nach ihrem Empfinden unterdrücken, entmündigen, zwingen zu handeln, wie sie nicht handeln wollen,wird es immer Ärger geben. Deutschland ist ein meister darin, an Autoritäten zu glauben und ihnen Verantwortung zuzuschustern. Es gehört schon eine kräftige Portion Verdrängung dazu, das als "Zivilisation" und"Fortschritt" zu bezeichnen, finde ich.

Und ich mag unsere Zivilisation.
(Wäre dem nicht so würde ich um die Welt trampen als Tagelöhner - nicht die bestehende Gesellschaft dafür verantwortlich machen, dass sie mir nicht passt)


Vielleicht früher. Du würdest aber heute nicht weit kommen. Der erste mittellose Strassenjugendliche, der Dich auf irgend einer Parbank liegen sieht, würde gleich versuchen, Dir Deinen letzten Cent aus der Tasche zu ziehen. Wenn Du diesen Eingriff überlebst, freu Dich und bedanke Dich bei Dir selbst für diesen"zivilisatorischen" Zustand.

Auf der einen Seite bringt unsere "Zivilisation" Porsches hervor, auf der anderen Seite ist sie nicht mal in der Lage , den Menschen eine Chance zu geben, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen und jungen Leuten eine garantierte, nicht ausnutzbare und nicht missbrauchbare Selbstbestimmung zu gewähren.

Ein kleine Minderheitenelite lebt in grenzenlosem Reichtum, während der andere Teil auf ihren Müllahlden zu überleben versucht. Findest Du das okay?
Plantsch
 
Zuletzt bearbeitet:
Plantsch schrieb:
@Zedar

gut dass Du wieder schreibst. Ich weiss nur nicht ,wie so Ihr dass so leichtfertig in die Ecke Kommunismus-Sozialismus_negativ einordnen könnt. Es gibt so viele verschiedene Formen davon, mit einem Schlagwort sind sicher nicht alle Richtungen abgedeckt.

Die Tendenz ist imho aber erkennbar, vor allem wenn man deinen letzten Post dazu noch liest.

Wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn nicht Du, wer dann ?
[...]
[Das Geld, das man heute braucht, um eine Alternative aufzubauen kommt ebenfalls vom sammeln. Man kann alles mögliche sammeln,was andere nicht mehr brauchen. Das reicht, wenn man es fleissig zusammen sammelt.

Das sind schon sehr linke - na ja - .... nennen wirs mal gutmütig Aussagen.

Einerseits möchtest du den kleinsten Materiellen Nenner erreichen (was ja eigentlich nur Eigentum verschenke heißen kann), andererseits möchtest du Geld einsammeln.

Wie geht es dann weiter? Wer "verwaltet" das Geld? Ist nicht irgendwann alles Geld eingesammelt. Und was soll dann damit geschehen?

Wie stellst du dir z.b. vor die heutige Grundversorgung sicher zu stellen? Krankenhausaufenthalte, Versicherungen usw...

Die beschädigten Gefühls - und Erotikwelten haben in den Menschen das Gefühl der Unvollständigkeit ausgelöst. (...)

(Der Übersicht halber habe ich das Zitat stark verkürzt.)

Du wirst verstehen, das ich mich innerlich etwas gegen diesen Absatz auflehne... Woher weist du was wirklich richtig ist? Also ultimativ richtig ist? Sollte das nicht jeder für sich entscheiden können? Also auch mit den Materialistischen Dingen? Ich möchte mein Vermögen gerne behalten, weil ich hart dafür gearbeitet habe und bis jetzt ein guter Jäger und Sammler war. Nur weil einige Menschen unzufrieden sind verurteilst du gleich die ganze Zivilisation? Du gehst sehr weit...

Die andere Stelle bezüglich der Frage, was unsere „Natur“ sei, die ich jetzt weiter ausformuliert habe, lautet inzwischen so:

die Natur durch Paläste, - Fabriken,- Strassenbau usw. Stück für Stück auszubeuten und zu zerstören, heisst das noch lange nicht, dass das in der Natur des Menschen liegt. Die Herrschenden arbeiten mit ihrem unnatürlichen Streben, Menschen ihre Freiheiten zu nehmen gegenwärtig verstärkt daran, eine Klima Apokalypse vorzubereiten, ist das etwa „natürlich“? Ist das „Freiheit“ ?

Wir schaffen uns unseren Lebensraum. Hierzu kann ich eigentlich nicht viel sagen. Die Erde hat schon ganz andere Spezies überlebt. Ganz platt. Wir nehmen uns viel zu ernst.


Dieser Staat funktioniert nicht. Ich kannte allein 10 Jugendliche, die haben nirgendwo „reingepasst“. Für sie gab und gibt es nichts, wo sie hin könnten. Die wurden dermassen fertig gemacht, dass sie es nicht überlebten. Keine 10 Pferde hätten sie anpassen können. Jetzt sind sie tot. Du sprichst davon, der Staat funktioniere?

Oha, jetzt vermischt du aber ordentlich. Wer ist denn für dich der Staat? Jeder der anderer Meinung ist? Hinter jedem Bürger könnte ein Mensch stecken, der sugeriert bekommen hat das er gefälligst alle Andersdenkenden zurechtweisen soll?

Erziehung stört Individualitätsentwicklung, weil sie in Selbstbestimmung eingreift und bestimmt, wie die so genannte Individualisierung zu laufen hat. Erziehende zwängen ihre eigene Individualität den von ihnen individuell Ge- handy Cäpten auf.

Nur bedingt richtig. Erziehende können nur das vermitteln, was sie vermittelt bekommen, aber wer Individualität aufzwingt hat nichts verstanden.

Da ist einmal das Wort Erziehung
Dann die Wörter, die versuchen Erziehung zu erklären
(...)
Warum aber wird das Wort Erziehung mit einem anderen definiert? Erziehung ist Erziehung und lernen ist lernen. Was hier aber geschieht ,ist die Suggestion, dass ein Begriff dadurch zu definieren ist, als hätte man einen ganz anderen Begriff zu definieren, der auch wieder durch einen anderen definiert wird, usw. Verstehe ich irgend wie nicht. Wozu dann überhaupt so ein Begriff, wenn er eh keinen eigenen Inhalt hat?

Verstehe mich nicht falsch, ich schätze dich wirklich sehr als Diskussionspartner, aber das kann ich überhaupt nicht stehen lassen.

Erziehung ist per Definition eine Vielzahl von Handlungen, weil Erziehung ein sehr komplexer Vorgang ist.

Nur weil ein Wort nur mittels Definition und anderen Wörtern zu erklären ist, kann man nicht von Suggestion (bei diesem Wort könntest du dann ja das gleiche behaupten, du benutzt es aber auch) sprechen. Ich glaube das könnten Linguisten besser erklären. Ganz simpel betrachtet ist jedes Wort leer. Ich verstehe deine Argumentation nicht.

Der nächste Kritikpunkt ist, wie du darauf kommst das deine Definition oder der Umgang mit diesem Wort richtig ist, ich mir aber nur einen Floh ins Ohr setzen haben lasse.

Vielleicht gibt’s ja Erziehung gar nicht, sondern nur Zwang und Freiwilligkeit, Gewalt und Gewaltfreiheit?

Erziehung ist dafür da, das habe ich schon geschrieben, jungen Leuten den Weg in die Gesellschaft zu zeigen. Ich bin beruflich auch ein klein wenig an Erziehung beteiligt. Eigentlich zwinge ich niemanden zu etwas. Ich lasse die Leute selbst auf das Ergebnis kommen. Und ich bin per Gesetz gezwungen in meinem Beruf jegliche Politische Meinung zu vertreten.

Hier in dem Fall, den ich schilderte, wo Kinder und Jugendliche überhaupt niemand haben, wo sie hinkönnten, überall gejagd werden und rausfliegen, abhauen und auf Ablehnung stossen- das ist auch die potentielle Amokgruppe- funktioniert das Wort Umgang nicht mehr. Höchstens in einem anderen Sinne: denn sie werden um-gangen - überhaupt Umgang haben zu dürfen.

Hier ist bedauerlicherweise einiges schiefgegangen.

Ja, aber es muss echt sein, also spürbar. Sonst bleibt es ein Lippenbekanntnis, das die Spürbarkeit um-geht und das spüren die Amokis als erste sehr genau und schnell und das bringt ihnen gar nichts

Darüber mach dir keine Sorgen - ich weiß was ich tue :)

Ich sehe die ganze Sache eigentlich aus rein psychologischen Aspekten. Mit Politischen Ansätzen kann man in diesem Thema (wir sind ja noch bei Amokläufern) meiner Meinung nach nichts bewegen.

Ich würde noch gerne von dir Wissen, welches Ziel du wirklich verfolgst. Du hast schon mehrfach etwas angedeutet, aber was willst du uns vermitteln?

Gruß

Zedar
 
Ich glaube Plantsch hat in diesem Forum dasselbe Problem wie ich.
Seine Begriffe und Analysen, seine "Lösungsansätze" und seine Kritik machen in der gegenwärtigen Gesellschaftsstruktur keinen Sinn, denn sie zielen eigentlich auf eine komplette Umkrempelung des Systems. Sie machen nur Sinn im Lichte der Möglichkeit einer anderen Gesellschaftsform. Diese Form wird aber von den meisten hier nicht gewollt, denn sie identifizieren sich nachwievor sehr gut mit dem gegenwärtigen System.

Was ich meine hier gesehen zu haben in den vielzähligen Antworten auf Plantsch ist, dass seinen Aussagen mit systemimmanenten Begriffen, Definitionen und Verständnisweisen begegnet wird.
Dass man dann nicht versteht was Plantsch vermitteln will ist, leider, denn ich verstehe es, traurig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was soll das jetzt hier werden?
Ein Plausch von "welches ist die richtige Gesellschaftsform/Stuktur" über Freud, die Definition des Begriffs Erziehung, wer lebt richtig und wer falsch, über persönliche Vorlieben bis hin zur psychologischen Beratung von Usern und Bekenntnissen wer wen versteht und wer nicht ( <-- sorry, aber das hat immer mehrere Ursachen, die nicht nur bei den anderen liegen)?

Ihr könnt gerne über mögliche Ursachen solcher Ausnahmezustände einzelner Menschen, die zum Amoklauf führen können diskutieren. Aber bleibt bitte näher am Thema, sonst ist hier zu.

PS:
Außerdem nehme ich langsam die katastrophal unleserliche Formatierung mancher Beiträge hier persönlich. Macht Zitate der User und eure Antworten darauf bitte deutlich sichtbar/unterscheidbar. Die Farbe Pink und Rot beißen sich extrem, und Pauschalisierungen werden durch rot und blau auch nicht richtiger.
Und Mehrfachposts verstoßen gegen unsere Regeln.
 
Edit: Sorry Brigitta, hab mich ans Off-topic-Ding mit rangehängt, mach grad nen weiteren Edit. Plantsch schweift vielleicht ziemlich ab, aber im Großen und Ganzen, geht es doch noch um Ursachenforschung zum Topic, oder nicht?

Soso...theo und Plantsch wollen also die Gesellschaft umkrempeln. Die Ansätze im ersten Beitrag von Plantsch und teileweise auch in den Weiteren sind ja ok. Aber die Konsequenzen, die er daraus zieht, sind wie im Kommunismus meiner Meinung nach Utopie. Ich nenne Plantsch nicht Kommunist. Kurzfristig kam mir auch der Gedanke.

@Plantsch: Im Grunde wollten Marx und Engels bestimmt auch keine Zwänge von Oben in ihrem System. Da aber ohne jegliches System, jeder einzelne an das Gesetz des Stärkeren gebunden ist, läuft es, wie erwähnt, auf die Alternative "Kontrolle durch die Gemeinschaft" oder "Der-Stärkere-Gewinnt". Zwang wird immer bestehen, da es eben so etwas wie Individualität gibt. Du wirst nicht jedem Menschen beibringen können, alles auszudiskutieren und wenn er sich nicht vom Richtigen überzeugen lässt, eben handeln lassen wie er will. Bsp.: Der Starke kommt, und ist der Meinung deine Mütze stünde ihm besser als dir und nimmt sie. Der Starke kommt und meint deine Freundin/Tochter sollten ihm gehören. Er ist nicht bereit das mit dir und deiner Freundin/Tochter/Mütze auszudiskutieren. Du lässt ihn gewähren, denn der Klügere gibt nach und übt keinen Zwang aus? Kommunismus halte ich in der Theorie, für die beste Staatsform, die es bisher gab. In der Praxis, aufgrund der Natur der Menschen, wie sich zeigte, allerdings unmöglich anwendbar. Ich halte dich nicht für einen Kommunisten, sondern für einen fehlgeleiteten, intelligenten Menschen, der leider die falsche Mischung aus Erziehung und Erfahrungen abbekommen hat. Als Überbegriff würde ich, wenn man denn einen Suchen will um dich in eine Schublade zu stecken, den Begriff "Neo-Punk" benutzen. Reicht deine Phatasie aus, dir eine solche Gesellschaft in der Praxis vorzustellen? Würde nur funktionieren, wenn alle Menschen wären wie du. Das ist nicht der Fall und wird es auch trotz deiner Bemühungen auch so bleiben. Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Verbesserung der Menschheit, allerdings hoffe ich, dass du nicht allzuviele junge Menschen, wie x1800er, in die Irre führst. In der Praxis wird dass die Anzahl der Amokläufe nicht verringern, sondern eine Gesellschaft, in der jeder Starke meist ungestraft Amok laufen könnte, erschaffen.

Ps: Deinen Spruch "Alle 10 Jahre werde ich pfündig" find ich lustig. Danach machste wieder Diät? ;)

@Zedar: Danke, du bist die Stimme der Vernunft.
 
Zuletzt bearbeitet:
..aber im Großen und Ganzen, geht es doch noch um Ursachenforschung zum Topic, oder nicht?
Nein. Um es überspitzt auszudrücken: Das Abschmelzen von Polkappen, die Spekulation was Marx und Engels wollten usw. gehören nicht zum Topic. Adam und Eva auch nicht. Und im Moment verkommt die Diskussion etwas zur Selbstdarstellung der eigenen Weltanschauung im allgemeinen.
Wenn das jemand machen möchte, soll er bitte sein eigenes Forum eröffnen. Hier gelten jedenfalls unsere Regeln (Zwänge, Macht.. ;) )

Es gibt ja wirklich interessante Ansätze in der Diskussion. Es ist auch eine Herausforderung tatsächlich beim Thema zu bleiben.
 
Ok, beugen wir uns Brigitta's Macht ;) :

Die entscheidende Frage ist meiner Meinung nach: "Wie kann man in unserer (nunmal bestehenden, ob Wohl oder Übel sei dann eben dahingestellt) heutigen Gesellschaft gewährleisten, dass Jugendliche, die sich isoliert fühlen, Ansprechpartner haben, an die sie sich wenden können anstatt Amok zu laufen?"
Dass man Mobbing, wenn man es persönlich mitbekommt, ablehnen und bekämpfen sollte, wird wohl keiner Bestreiten!? Andere Anregungen? (Nur mal um das wieder in geregelte Bahnen zu lenken, auch wenn die Grundsatzdiskussion gerade Spaßig wurde)
 
@TnTDynamite
Indem die Lehrer, welche nunmal neben den Eltern die meiste regelmäßige Zeit mit den Jugendlichen verbringen mehr auf das Familienleben Einfluß nehmen dürfen. Das zb. durch regelmäßige Hausbesuche und Gespräche mit Schülern UND Eltern. Aber auch in den Schulen müsste mehr Gruppenarbeit stattfinden. Das stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Mitverantwortung eines jeden.

Aber um noch mal auf den tragischen Suicid zurückzukommen. Es ist mir völlig unerklärlich, wieso nach diesem Gespräch der Junge ohne Begleitung einfach so entlassen wurde? Das ist fahrlässig hoch 5 gewesen.
Wenn ich noch an meine Schulzeit (DDR) zurückdenke und auch mal bei den Bullen zum Gespräch war (wegen weitaus weniger), dann wurden prinzipiell die Eltern informiert und mussten einen zwingend abholen, damit man nicht den nächsten Zug nimmt. Ich wollte es damals natürlich nicht verstehen, heute kann ichs nachvollziehen.
 
TnTDynamite schrieb:
Die entscheidende Frage ist meiner Meinung nach: "Wie kann man in unserer (nunmal bestehenden, ob Wohl oder Übel sei dann eben dahingestellt) heutigen Gesellschaft gewährleisten, dass Jugendliche, die sich isoliert fühlen, Ansprechpartner haben, an die sie sich wenden können anstatt Amok zu laufen?"

Tja eigenltich wäre die Frage ganz einfach mit ihrem Umfeld (im optimalen Fall) schon beantwortet. Das Umfeld von Jugendlichen müsste durch aktives Zuhören, also wirkliche Auseinander setzen sicherstellen das er entweder gar nicht solche Aktionen plant oder dann professionelle Hilfe anfordern.

Ich bin immer noch der Meinung, wenn dadurch nur ein potentieller Amokläufer/Straftäter bewegt wird, nichts zu tun hat man schon was erreicht.

Und Relicts Ansatz könnte eine weitere Möglichkeit sein.

Relict schrieb:
Aber um noch mal auf den tragischen Suicid zurückzukommen. Es ist mir völlig unerklärlich, wieso nach diesem Gespräch der Junge ohne Begleitung einfach so entlassen wurde? Das ist fahrlässig hoch 5 gewesen.

Ja, das ist mir auch völlig Schleierhaft. Ich hätte gedacht das sowas anders läuft - alleine die Eltern informieren hätte schon viel gebracht. Aber eigentlich bräuchten die Mitläufer oder Drahtzieher psychologische Unterstützung.

Das war tatsächlich grob fahrlässig.

Gruß

Zedar
 
Auch wenn ich überrascht bin, dass sich zu diesem Thema eine deartig tiefgründige Diskussion entfacht hat muss ich mich doch der Kritik von Brigitta anschließen. Das ganze geht wohl deutlich zu weit und derartige Fälle als Hebelpunkt für generelle Kapitalismuskritik zu missbrauchen ist wohl auch nicht im Sinne des Erfinders.

Wir leben wohl die nächsten Jahrzehnte in dem System in welchem wir jetzt leben, daher sollten wir auch genau da ansetzen.

Sicher bin ich nicht in der Lage dazu die vielfältigen Gründe die dafür gesorgt haben, dass Menschen überhaupt an eine solche Tat gedacht haben, wirklich zu beurteilen. Dennoch möchte ich einfach mal ein paar Punkte in den Raum werfen.

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Die Entwicklung in den letzten Jahren zeigt in meinen Augen schon eine Tendenz auf die uns sorgen machen sollte. Zum Glück sind in diesem Thread Sprüche à la "früher gab es auch Amokläufe" nicht in dem Maße gefallen wie es sonst oft der Fall war. Sicher gab es damals auch vergleichbare Taten, allerdings nicht in der Häufung. Seid Littelton nehme ich subjekt eine Tendenz war die eine deutliche Häufung dieser Fälle zeigt.

Ich möchte gar nicht beurteilen ob Gewalt in den Medien "Ursache" oder "Symptom" dieser Entwicklung ist. Aber es ist nun einmal auch offensichtlich, dass die Darstellung von Gewalt zu Unterhaltungszwecken in unserer Gesellschaft immer presenter ist und zudem auch immer krassere Formen annimmt. Es gab auch vor 20 Jahren schon Splatter Filme damals aber fast ausschließlich als Spartengenre fern ab vom Mainstream. Heute sind derartige Filme reif fürs Kino und "beglücken" ein Millionen-Puplikum.

Die Kinder von heute wachsen damit auf und erfahren somit Gewalt als etwas, was immer da ist. Und sie erfahren, dass man Gewalt einfach so zum Spaß konsumiert und sogar virtuell einfach zum Spaß ausüben kann.

Wir können nicht erwarten, dass jede Familie in Deutschland dazu in der Lage ist ihre Kinder wirklich optimal zu erziehen. Das wird sich wohl auch niemals ändern lassen.

Wenn dann aber unsere Kinder Gewalt als Konsumgut erfahren, dann glaube ich nicht, dass dies für ihre Entwicklung wirklich gut sein kann. Ich befürchte, dass die Kinder die eben keine richtige Erziehung erfahren dann ihren Respekt gegenüber der Gewalt gegen Menschen verlieren.

Auch Gewaltvideos sind hier ein Indiz. Klar gab es damals auch Prügelein auf Schulhöfen, aber ich denke auch hier hat sich die Motivation geändert. Früher, zumindest mein Gefühl, waren Schulhofprügelein irgendwie fast immer das Reslutat eines Konfliktes zwischen Menschen. Diese uferten dann aus und da eine oder mehere Personen die Gewalt als einzige Lösungsstrategie ansahen wurde der Konflikt handgreiflich.
Heute üben Kinder Gewalt aus um sich damit selbst darzustellen. Sie veröffentlichen ihre Gewaltexzesse im Internet und fühlen sich dabei scheinbar gut. Für die Ausübung der Gewalt braucht es dann keinen Konflikt mehr und an der Gewalt ergözen sich Millionen von Menschen auf Youtube.

Sind wir also von der Gewalt als Konsumgut mittlerweile schon zur Gewalt als Mittel zur Selbstdarstellung gekommen?

Verlieren wir durch die Gewalt vielleicht auch immer mehr den Bezug (das Interesse) zu (für) unsere Mitmenschen?
 
Adam_Smith schrieb:
...Seid Littelton nehme ich subjekt eine Tendenz war die eine deutliche Häufung dieser Fälle zeigt.

Mich würden objektive Zahlen der letzten, sagen wir 100 Jahre, interessieren. Stimmt der subjektive Eindruck? Oder wird nur jeder Amoklauf sofort in der Presse detailiiert aufgezeigt?


Adam_Smith schrieb:
...Verlieren wir durch die Gewalt vielleicht auch immer mehr den Bezug (das Interesse) zu (für) unsere Mitmenschen?

Aber gibt es diese Diskussion nicht seit hunderten Jahren? Zu Zeiten Goethes wurde sein "Die Leiden des jungen Werther" in bestimmten Regionen verboten, später wurde Wilhem Busch zensiert und verboten (Gewalt an Lehrern mittels Bomben) und es gibt so viele weitere Beispiel in denen Musik und Film zensiert und verboten wurden, weil angeblich die Jugend verdorben wird. Und dennoch sind wir hier und leben völlig normal. Der Unterschied ist der, wir sind nur viel besser informiert über alles und Gewalttaten werden interssiert und voyeristisch aufgenommen.

Mal schauen ob ich Quellen finde bezüglich der Anzahl von Amokläufen, wäre ja mal interessant zu sehen wie die Lage objektiv aussieht und nicht aus dem Bauch heraus.
 
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