News Verkehrsblitzer mit Backdoor: Eine SMS öffnet den Fernzugriff

PhiE

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Ein Verkehrsblitzer sollte Temposünder erfassen, ließ sich offenbar aber selbst aus der Ferne übernehmen. In einem slowakischen Pilotgerät entdeckten Sicherheitsprüfer einen SMS-Zugang über zwölf russische Telefonnummern, weitere undokumentierte Schnittstellen und einen ungeschützten Videostream.

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Hat Robert von seinem Kumpel Wladi etwa ein paar Blitzer gekauft?
Bestimmt alles nur anti-russische Propaganda.
 
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Vor diesem Hintergrund ist auch Interessant, wie der israelische Geheimdienst vor dem Angriff auf den Iran den Aufenthaltsort von -zu elimierenden- iranischen Top-Politikern herausgefunden hat: Mittels Verkehrsüberwachungskameras.
 
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Sicherheit der Öffentlichen Infrastruktur... der Witz des Jahrhunderts.

Da lob ich mir doch den Blitzer vor dem Haus, da wird noch wöchentlich die SD-Karte getauscht.
Nix Remote Hack, da musste schon physisch präsent sein für üble Taten. [dabei steht der graue Internetverteiler keine 10 Meter daneben]
Deutschland - Willkommen in der Steinzeit
 
Immer spannend zu sehen, wenn sowas auffliegt und man mal Einblicke bekommt wie Geheimdienste Lieferketten unterwandern.

Da kommen mir spontan ein paar verwandte berühmt-berüchtigte Beispiele aus der Vergangenheit in den Sinn

und was alles bis heute nicht aufgeflogen ist will man lieber gar nicht wissen :rolleyes:
 
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Spionage oder Teil einer Hybriden Kriegsführung. Aber das Beispiel ist bezeichnend. Ich hätte nie bei einem Blitzer mit sowas gerechnet. Da lebt man umwissend echt viel ruhiger. Staaten, Firmen, Kriminelle, wo die überall mit hören, sehen und Steuern.

Einzig allein die Umsetzung komsequenter Sicherheitsstandards könnte da helfen. Aber 2 der 3 Parteien die das angehen könnten, haben daran selbst kein interesse.
 
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@Hörbört
Das sind ja nur Extras.
Heute hat man den enormen Luxus, dass mit einem Smartphone jeder freiwillig ein Überwachungsgerät nicht nur dabei hat, sondern auch sehr viele private oder sensible Daten darauf speichert.

Jedes Smartphone kann kinderleicht vollständig überwacht werden.
Dafür gibt es unter anderem Pegasus, was zu den mächtigsten Tools gehört. Auch Deutschland ist dabei.

Je mehr Geräte Zugriff auf das Internet haben, desto einfacher ist eine Überwachung.
Am leichtesten lassen sich Smart-Home-Systeme "hacken", weil die Sicherheitsmaßnahmen so gering sind. Fraglich ist nur, warum man immer von "Hackern" die Rede ist, wenn die Sicherheitsmaßnahmen quasi nicht vorhanden sind.
 
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@Clanker

Einfach keine digitale Kommunikation nutzen für Grauzonenaktivitäten ;)
 
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LustigerLurch23 schrieb:
Hat Robert von seinem Kumpel Wladi etwa ein paar Blitzer gekauft?
Bestimmt alles nur anti-russische Propaganda.
Ich wusste gar nicht, dass der slowakische Verkehrsminister Robert heißt.
 
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Aber warum hackt man Blitzer?
 
@SSD960 Erschließt sich das nicht, wenn man mehr als nur die Überschrift liest?

"Das Webinterface wies mehrere Schwachstellen auf. Ein vorkonfigurierter RTSP-Stream übertrug das Kamerabild zudem ohne Passwort an jeden, der die IP-Adresse kannte."

Kamerastreams lassen sich heutzutage super mit Gesichts-/Bilderkennung in Echtzeit auswerten.
Hinter den Systemen steckt mehr als nur eine blitzende Lampe und ein Fotoapparat.
 
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Ok, nun verstehe ich warum manche Länder, die Dinge von gewissen anderen Ländern verbieten.
 
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@Ripcord
Sobald irgendwo WLAN-Empfang vorhanden ist, können auch Grauzonenaktivitäten erahnt werden.

Vor einigen Jahren habe ich eine tolle Dokumentation gesehen, in der mithilfe eines Machine-Learning-Modells berechnet wurde, wie sich Funkwellen im Raum ausbreiten. Damit war es möglich, ein 3D-Bild des Raumes samt Menschen zu rekonstruieren.
Mittlerweile ist das Ganze dank KI noch detaillierter geworden.
(Beispiel: https://www.slashcam.de/news/single/KI-verwandelt-WLAN-Router-in-Raum-Radar-17788.html)

Es gibt auch noch die uralten Methoden.
So ist es möglich, Menschen abzuhören, indem die Vibrationen von Stahlträgern, Rohren, Schächten etc. eines Hauses analog abgehört oder mithilfe von IT gemessen und rekonstruiert werden. Eine weitere Möglichkeit ist, die Vibrationen eines Fensters mittels Laser aus der Nähe (<20 Meter) zu erfassen und daraus die Gespräche von Menschen herauszufiltern.
Somit ist es möglich, jede Person zu überwachen, ohne Internet zu nutzen.

Man sollte also gut aufpassen, welche Memes man in den sozialen Medien postet. :)
 
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Fragger911 schrieb:
Sicherheit der Öffentlichen Infrastruktur... der Witz des Jahrhunderts.

Da lob ich mir doch den Blitzer vor dem Haus, da wird noch wöchentlich die SD-Karte getauscht.
Nix Remote Hack, da musste schon physisch präsent sein für üble Taten. [dabei steht der graue Internetverteiler keine 10 Meter daneben]
Deutschland - Willkommen in der Steinzeit
Bist du dir sicher das die Technik nicht trotzdem per Internet kommuniziert? Ich habe vor rund einer Woche eine Doku vom NDR über die Verkehrssicherheit in Hannover gesehen und da wurden die Bilder auch regelmäßig nochmal auf den USB-Stick gezogen, trotz des Versandes der Bilder per Internet.
 
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Clanker schrieb:
Jedes Smartphone kann kinderleicht vollständig überwacht werden.
Das Kernproblem ist die Komplexität der digitalen Infrastruktur, von jedem einzelnen Gerät.

Hiermit hat China z.B. die muslimische Minderheit in ihrem Land ausspioniert (und vermutlich nicht nur ausspioniert, sondern auch Leute verhaftet): https://pxlnv.com/linklog/project-zero-ios-exploit-chains/ (*)
Betroffen waren alle iOS Geräte und es reichte, eine betroffene Website aufzurufen(!) damit das Smartphone vollständig infiziert wird. Jeder, der bis 2019 so eine Website mit einem iPhone angesurft hat wurde infiziert und überwacht.

Und Smartphones haben ja schon eine eher moderne Sicherheitsarchitektur, im Gegensatz zu Windows und gängigen Linux Betriebssystemen.
Ergänzung ()

conspectumortis schrieb:
Ok, nun verstehe ich warum manche Länder, die Dinge von gewissen anderen Ländern verbieten.
Das halte ich für eine absolute Notwendigkeit.

(*) PS: Tibeter anscheinend auch: https://citizenlab.ca/research/poison-carp-tibetan-groups-targeted-with-1-click-mobile-exploits/
 
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SSD960 schrieb:
Aber warum hackt man Blitzer?
Schau mal bei Google oder YT nach den "Flock" Kameras in den USA. Die angeblich nur Bilder vom Auto und Nummernschild machen und du bist schlauer.

Ansonsten steht ja im Text wieso.
 
Die Hälfte davon könnte aber auch schlicht Sloppy Entwicklung von sogenannten Firmen aus dem Mittelstand sein.

Hier mal ein Passwort im Code hardcodiert, irgendwelche Debug-Funktionen im finalen Code gelassen, schlechte Doku etc. pp.

Noch läuft das auch soweit ich weiß unter "mutmaßlich".

Aber ist doch schön, wenn man eben sieht, was da alles "inklusive" ist und wenn ich dann in einem anderen Thread schreibe, dass man bei allen Geräten mit "Internetzugang" (plus Mikrofon und oder Kamera) doch sehr genau hingucken muss, werde ich ausgelacht.

Am Ende ist es ja auch fast egal, ob da ein vermeintlich "russischer" Geheimdienst (Falseflags sind in den Kreisen übrigens beliebt), ein Konzern, eine Regierung oder schlicht schlechte Programmierkunst dahinter steckt, denn ein Dritter kann sich die Funktionen dann ja auch immer zum Nutzen machen.

Ein Lob an die Behörden, dass sie da so genau hinschauen und nicht sagen unseren "Freunden" vertrauen wir da schon.
 
MichaW schrieb:
Ich wusste gar nicht, dass der slowakische Verkehrsminister Robert heißt.
Robert Fico. Slowakischer Ministerpräsident mit guten Kontakten nach Moskau😉
 

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