News Vermarktung von Smartphone-Bewegungsprofilen ist illegal

@Kraligor - Zu Ersterem lügst du dich THEORETISCH total in die eigene Tasche,
zu Zweitem steh ich. Es stellt sich auch nicht die FFrage wie ich das meinte! Ich meinte das so wie ichs geschrieben habe.
 
Sie könnten doch einfach sowas behaupten wie sie regristrieren die datenströme schon ist es legal
 
"Die Anonymisierung sichert Telefonica zu"???

Das widerspricht doch dem Zweck der Datenerfassung! Da ist eindeutig von personalisierter Werbung die Rede! Eben, weil man aus dem Aufenthalts(Verweil)ort Interessen extrapolieren kann, die man für gezielte Werbung nutzen will, um die Interessenten als Kunden zu gewinnen.

Aber wenn man diese Daten nur anonymisiert bekäme, wären sie nahezu nutzlos. Denn ob sich Leute vor meinem Schaufenster versammeln, das sehe ich mit einem Blick durchs Fenster! Wer das ist, ist doch viel wichtiger! Und da hört die rechtlich garantierte Privatsphäre auf und die Illegalität beginnt.
 
Eine Prüfung für O2 habe ergeben, dass der Handel mit Bewegungsprofilen selbst in anonymisierter Form nicht zulässig ist, sofern der Dienst mit keinem Zusatznutzen verbunden ist – also etwa zur Registrierung von Verkehrsströmen.
Also darf die Regierung (Verkehrsströme - Verkehrsministerium?) solche Daten verarbeiten?!
 
Hellbend: Wieso deutest Du dann an, ich hätte es falsch interpretiert? Naja, jedenfalls ist diese "Diskussion" für mich damit zu Ende. Es gibt gewisse Verhaltensregeln, an die man sich im zwischenmenschlichen Umgang (dazu zählt auch das Internet) halten sollte. Manche lernen das im Laufe des Erwachsenwerdens, andere lernen es nie. Ich hoffe, Du zählst noch zu ersterer Kategorie.
 
Anonymisierung ist hier gar nicht möglich. Allein das Bewegungsprofil lässt den Schluss zu wer wo wohnt, denn es gibt nur wenige feste Orte wo man 8h am Tag ist (Arbeit, Schlaf).

In Kombination mit Post-Auskünften (Adressen), Meldeamt und etwas einfaches wie Google Maps ist es also ein Leichtes für JEDEN der diese Daten kauft GENAUE Verhaltensprofile für Einzelpersonen zu fertigen.

Wer hier an Anonymität glaubt (auch theoretische, es ist ja eben gar nicht möglich, das Profil selbst hat die Eigenschaft nicht) hat das Konzept eben nicht durchdacht.

P.S.
Übrigends, die Daten dürften gar nicht aufgezeichnet werden um Missbrauch zu verhindern, aber Vorratsdatenspeicherung sei dank.....
 
Zuletzt bearbeitet:
Als ob O2 das juckt das es in D verboten ist.

Sagen sie halt öffentlich das sie es nicht machen und in wirklichkeit ziehen sie es Eiskalt durch.
 
@Darkstar

Nein. Gemeint ist die Registrierung von Verkehrsströmen durch Software-Anbieter. Es gibt zB. eine Stau-Software, die im Hintergrund läuft, und durch ständige Standortermittlung schlicht die Geschwindigkeit eines Nutzers mißt, und die dann auf die dort vorhandenen Straßen projiziert. Im Ergebnis kann man dann eine Karte abrufen, auf der mit grün, gelb und rot gekennzeichnet ist, wo es flüssig läuft, und wo es stockt.

Google Maps bietet das zB. auch an.

Eine andere Anwendung ist zB. eine App namens Öffi, die durch Standortermittlung den Weg zu den nächsten Haltestellen weist und anzeigt, welche Busse und Bahnen da in wievielen Minuten wohin abfahren. Ohne Standortermittlung wäre das nicht möglich, und der Zusatznutzen ist definitiv da. UND es kann anonym erfolgen, weil die Identität des Nutzers unwichtig ist.
 
@MrEisbaer

Genau da kannst du deinen Landkreispoltiker/Bundesregierung in die Pflicht nehmen. Denn wenn es schon so explizit kritisiert wird, sollten sie der Sache auch genau auf die Finger schauen und nicht nur an die Mittagspause denken...
 
TNM schrieb:
Wer hier an Anonymität glaubt (auch theoretische, es ist ja eben gar nicht möglich, das Profil selbst hat die Eigenschaft nicht) hat das Konzept eben nicht durchdacht.

Natürlich gäbe es die Möglichkeit, Anonymität zu gewährleisten. Etwa durch die automatische Verringerung der Auflösung.
Die Frage ist aber, ob das in der Praxis sicher durchführbar ist.

Nochmal allgemein: Datenerhebende Unternehmen sind mir deutlich lieber als datenerhebende Regierungen. Erstere nutzen die Daten für Profit (also Marketing), letztere für ihre eigenen Zwecke, welche das auch sein mögen (Profit jedenfalls nicht, Regierungen sind notwendigerweise unproduktiv und parasitär). Kritisch wird es, wenn Unternehmen ihre Daten verkaufen, denn so können Regierungen an Daten kommen, ohne sie selbst erheben zu müssen (siehe "Steuer-CDs" aus er Schweiz).
 
Schriftlichen Widerspruch einlegen ist das eine, die Kontrolle das der Widerspruch auch greift etwas anderes.
Papier ist geduldig, und worauf stehen unsere Gesetzte?
Genau auf Papier.
Politiker als Kontrolleure einzusetzen ist denkbar das schlechteste, die gehören ja selber kontrolliert.
 
@Kraligor

Kann es sein,d aß du dich da in etwas trügerischer Sicherheit wähnst? Oder weißt du nicht, daß die Regierungen auch nur für die (großen) Unternehmen arbeiten? Und denen willst du deine Daten freiwillig geben?
 
Kraligor schrieb:
...Regierungen sind notwendigerweise unproduktiv und parasitär).

hahaha was für ein Bullshit. Ich würde nicht alle über einen Kamm scheren, es gibt sicherlich schwarze Schafe, aber manche Ministerien leisten dann doch ganz solide Arbeit.

Und bitte erweitere deinen Horizont über die Landesgrenzen hinaus... ;)
 
D1rty:
Nicht falsch verstehen. Unproduktiv und parasitär im ökonomischen Sinn.
Bedeutet: Sie sind auf die Produktivität der Wirtschaft angewiesen, erhalten aus der Wirtschaft ihre Mittel ohne direkte Gegenleistung und hemmen gleichzeitig die Produktivität der Wirtschaft.
Ergo: Regierungen können kein wirtschaftliches Interesse an Standortdaten haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
D1rty schrieb:
hahaha was für ein Bullshit. Ich würde nicht alle über einen Kamm scheren, es gibt sicherlich schwarze Schafe, aber manche Ministerien leisten dann doch ganz solide Arbeit.

Und bitte erweitere deinen Horizont über die Landesgrenzen hinaus... ;)

Schwarze Schafe, weiße Schafe, und einen haufen Wölfe. Die weißen haben da nichts zu melden. (bitte nicht mißverstehen, hat nichts mit Hautfarbe zu tun :D)
 
Krailinger also da könnte wir uns echt lange Unterhalten :D Siehe nur was die Regierung den "energieintensiven Branchen" zugesprochen hat ;)
Dass sie beim Netzausbau auf dem Niveau von nem dritte Weltland sind, da widerspreche ich nicht ;)
 
Darkstar. schrieb:
Nicht falsch verstehen. Unproduktiv und parasitär im ökonomischen Sinn.

..was übrigens in diesem Wirtschaftssystem auch für mehr als 80% aller Unternehmer/n gilt!

Du hast eine ziemlich ökonomiegläubige Weltsicht!
Und - ach ja: Der "parasitäre und unproduktive Staat" darf in den USA gerade die Schäden von "Sandy" wegräumen. die "effiziente" Privatwirtschaft tut es nicht. Die haben dafür die Infrastrukturen verrotten lassen, die jetzt dem Unwetter nicht standgehalten haben.... nur , mal so...
 
dokumentiert wird doch überall. Schau nur mal in deinen mobil-Funk-account. Dort steht genau auf die Sekunde, wo du genau telefonierst, Daten abrufst usw.
Gleiches gilt für Bankkarten, egal ob maestro, creditCard usw. Jeder Banker schaut sich deine Chronik an, nach dem du einen Kreditantrag gestellt hast. quasi: wo treibt sich der Tschonn so herum? Spielhallen, Puffs, Casinos, usw.

wer heute noch glaubt, dass Daten nicht gespeichert + genutzt werden, lebt wohl im Wald.
 
@Kraligor - jetzt wirst du eindeutig persönlich, was dich vollends disqualifiziert.
Gemessen an dem, was aber auch andere hier in deine Äußerungen interpretieren, solltest du deine Einstellung vielleicht mal ändern aber auf jeden Fall überdenken. Sie entspricht leider der heutigen Denkweise der LeckMich-Generation und Facebook-Entblödeten, ist schon fast deren Markenzeichen geworden. Gutgläubigkeit in der heutigen Zeit ist mittlererweile nicht mehr angesagt aber jeder siehts locker, weils einem selbst ja nie betrifft.

Niemand nimmt Telefónica/O2 ab, das sie Anonymität gewährleisten, außer vielleicht unseren lobby-gesteuerten Politikern, die an dem eventuellen Missbrauch noch einen Gewinn oder Vorteil sammeln können, sofern sie selbst zu den Empfängern gehören, die Telefónica/O2 mit ihrem Vorhaben ansprechen möchten.
Da wird eine Krähe der anderen kein Auge aushacken, solange die Interessen gleich sind.
Wer dabei der eindeutige Verlierer ist bleibt klar.
 
Zuletzt bearbeitet:
Klassikfan schrieb:
Und - ach ja: Der "parasitäre und unproduktive Staat" darf in den USA gerade die Schäden von "Sandy" wegräumen. die "effiziente" Privatwirtschaft tut es nicht. Die haben dafür die Infrastrukturen verrotten lassen, die jetzt dem Unwetter nicht standgehalten haben.... nur , mal so...

Ich frag mich ja wo da jetzt der Zusammenhang ist.

Übrigens sind bald Wahlen in den USA :)
 
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