InteGralFormat
Lieutenant
- Registriert
- Jan. 2014
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Hallo CB-Community,
Ich möchte eine Fehlersuche an einem defektem Stereoverstärker durchführen und ihn ggf. reparieren (also Herstellung volle Funktionalität). Mindestziel wäre, dass die reine Endstufensektion mit einem Eingang und Lautstärkepoti funktioniert.
Ich bin keine Experte (ein paar grundlegende Bauteil- und Messtechnikkentnisse) und möchte fragen, ob jemand vielleicht generelle Tipps zur Herangehensweise zur Fehlersuche hat oder vielleicht eine gezielte Vermutung für den Fall hier abgeben kann.
Ich bin kürzlich in den Besitz eines defekten Stereo-Verstärkers gekommen und wollte mal schauen, ob man da was selber machen kann. Ich hatte bereits schonmal einen Stereoverstärker repariert, wo jemand die Boxen falsch angeschlossen hatte (ja, obwohl es selten dämlich klingt, hat es trotzdem ein schlauer Mensch geschafft, die Lautsprecher falsch anzuschließen ...) und es einige Transistoren gesprengt hatte.
Nun gut - da war es leicht, da die Teile wirklich sichtbar beschädigt waren, und die entsprechenden Stellen sich durch Dampfzeichen verraten haben
Der nun vorliegende Amp lässt sich anschalten, die LEDs gehen an, ein Relais schaltet verzögert. Ton kommt keiner. Zumindest nicht an den Klemmen. Am KH-Ausgang kommt ein minimales Signal. Dieses ist mMn unverstärkt, kann aber durch das Lautstärke-Poti, als auch tone/balance beeinflusst werden. Jedoch nur, wenn der richtige Eingang gewählt wird. Die Leistungsstufe arbeitet, da der Kühlkörper deutlich erwärmt wird.
Den Trafo hab ich gemessen, der liefert Spannung. Also von der Seite alles ok.
Der Verstärker (übrigens ein Marantz) ist eigentlich recht übersichtlich aufgebaut. Es sind keinerlei sichtbare Beschädigungen zu finden (aufgeblähte Kondis, gesprengte Transistoren, Schmauchspuren usw.). Es gibt im Wesentlichen nur eine große Platine, auf der sowohl die Eingänge, die Ausgänge als auch die Leistungselektronik und Umschalter platziert sind. Sie gliedert sich in mehrere Bereiche: INPUT-SELECTOR, PRE POWER SUPPLY, VOLTAGE AMP, POWER AMP und vor den Klemmen noch ein PROTECTOR.
Ausgelagert auf extra PCBs sind die ganzen Mechanischen Regler (tone, level etc.) und Schalter (input, A/B etc..)
Die Steuerung des Verstärkers erfolgt teils mechanisch (level, tone, A/B), teils elektrisch (Die Eingangsauswahl erfolgt über Drucktaster), teils über IR (die RC hab ich leider nicht).
Um eine Fehlerlokalisierung durchzuführen, erscheint es mir sinnvoll, erstmal gezielt Bereiche auszuschließen.
Dafür verfolge ich erstmal die Kabel, die von der Hauptplatine abgehen, um ggf. den Fehler auf dieser lokalisieren zu können.
Von der großen Hauptplatine gehen insgesamt 6 Kabelstränge weg (Spannungsversorung außen vor gelassen):
So und nun komm ich nicht weiter. Ich hab ein digitales Multimeter mit Durchgangsprüfer, eine Lupe und einen brauchbaren Lötkolben. Und außer ein paar theoretischen Kenntnisse, kaum praktische Erfahrungen, wo man jetzt am besten ansetz und wie man vorgeht.
Wenn mir jemand einen Tipp zur Fehlersuche geben könnte, wäre ich sehr dankbar.
Ich möchte eine Fehlersuche an einem defektem Stereoverstärker durchführen und ihn ggf. reparieren (also Herstellung volle Funktionalität). Mindestziel wäre, dass die reine Endstufensektion mit einem Eingang und Lautstärkepoti funktioniert.
Ich bin keine Experte (ein paar grundlegende Bauteil- und Messtechnikkentnisse) und möchte fragen, ob jemand vielleicht generelle Tipps zur Herangehensweise zur Fehlersuche hat oder vielleicht eine gezielte Vermutung für den Fall hier abgeben kann.
Ich bin kürzlich in den Besitz eines defekten Stereo-Verstärkers gekommen und wollte mal schauen, ob man da was selber machen kann. Ich hatte bereits schonmal einen Stereoverstärker repariert, wo jemand die Boxen falsch angeschlossen hatte (ja, obwohl es selten dämlich klingt, hat es trotzdem ein schlauer Mensch geschafft, die Lautsprecher falsch anzuschließen ...) und es einige Transistoren gesprengt hatte.
Nun gut - da war es leicht, da die Teile wirklich sichtbar beschädigt waren, und die entsprechenden Stellen sich durch Dampfzeichen verraten haben
Der nun vorliegende Amp lässt sich anschalten, die LEDs gehen an, ein Relais schaltet verzögert. Ton kommt keiner. Zumindest nicht an den Klemmen. Am KH-Ausgang kommt ein minimales Signal. Dieses ist mMn unverstärkt, kann aber durch das Lautstärke-Poti, als auch tone/balance beeinflusst werden. Jedoch nur, wenn der richtige Eingang gewählt wird. Die Leistungsstufe arbeitet, da der Kühlkörper deutlich erwärmt wird.
Den Trafo hab ich gemessen, der liefert Spannung. Also von der Seite alles ok.
Der Verstärker (übrigens ein Marantz) ist eigentlich recht übersichtlich aufgebaut. Es sind keinerlei sichtbare Beschädigungen zu finden (aufgeblähte Kondis, gesprengte Transistoren, Schmauchspuren usw.). Es gibt im Wesentlichen nur eine große Platine, auf der sowohl die Eingänge, die Ausgänge als auch die Leistungselektronik und Umschalter platziert sind. Sie gliedert sich in mehrere Bereiche: INPUT-SELECTOR, PRE POWER SUPPLY, VOLTAGE AMP, POWER AMP und vor den Klemmen noch ein PROTECTOR.
Ausgelagert auf extra PCBs sind die ganzen Mechanischen Regler (tone, level etc.) und Schalter (input, A/B etc..)
Die Steuerung des Verstärkers erfolgt teils mechanisch (level, tone, A/B), teils elektrisch (Die Eingangsauswahl erfolgt über Drucktaster), teils über IR (die RC hab ich leider nicht).
Um eine Fehlerlokalisierung durchzuführen, erscheint es mir sinnvoll, erstmal gezielt Bereiche auszuschließen.
Dafür verfolge ich erstmal die Kabel, die von der Hauptplatine abgehen, um ggf. den Fehler auf dieser lokalisieren zu können.
Von der großen Hauptplatine gehen insgesamt 6 Kabelstränge weg (Spannungsversorung außen vor gelassen):
- Dabei gehen zwei 3-adrige Stränge (OUT GND NF) aus der VOLTAGE AMP Sektion auf den TONE-CIRCUIT.
Nimmt man diese weg, ändert sich erstmal am KH-Klang nichts. - Ein 4-adriger Strang (R RG LG L) geht vom PRE POWER SUPPLY auf den TONE-DEFEAT/LOUDNESS CIRCUIT, von dort an das Lautstärke-Poti ..
- .. und von da wieder per 4-adrigem Strang (R RG LG L) zurück in die VOLTAGE-AMP Sektion
(Kommentar: KEINE gute Idee, genanntes Kabel direkt von der PPS auf die VOLTAGE-AMP zu stecken und damit das Poti zu übergehen, wenn man bei 2,7V Eingangspegel die KH drinne hat. Das ist schmerzlich)
Drücke ich auf eben jenen Stecker (worauf sich das PCB ein paar Milimeter durchbiegt), fängt es am KH gut zu brummen an. Deutlich lauter, - ein 12-adriger Strang. Der macht mir bisher Probleme, weil der so einen blöden Klemmstecker hat, den man wenn einmal gelöst, kaum wieder fest reinbekommt. Somit kann ich den Einfluss der Eingangsauswahl / IR Platine nicht ausschließen kann. Ich nehme aber an, dass ich auf alle Fälle brauch, da die Eingangswahl ja per Drucktaster ausgelöst wird und auf der Hauptplatine über zwei Analog Function Switch LC7822 realisiert wird. Dementsprechend werden über das Kabel vor allem serielle Daten übertragen (CL DI CE 6V GND usw..), also (meine Vermutung) keine audio-relevanten Signale (warum auch). Am liebsten würde ich den mal für einen Eingang überbrücken, hab aber keine Ahnung, wie man das in dem Fall machen würde.
- ein 7 adriger Strang (GND L R 1L 2L 1R 2R) von PROTECTOR zur A/B Umschaltung bzw. zum KH. Ich geh davon aus, dass der Fehler da kaum liegen wird. Den A/B Schalter habe ich Durchgangsgeprüft und er funktioniert.
So und nun komm ich nicht weiter. Ich hab ein digitales Multimeter mit Durchgangsprüfer, eine Lupe und einen brauchbaren Lötkolben. Und außer ein paar theoretischen Kenntnisse, kaum praktische Erfahrungen, wo man jetzt am besten ansetz und wie man vorgeht.
Wenn mir jemand einen Tipp zur Fehlersuche geben könnte, wäre ich sehr dankbar.