Diese Problem existiert durch die Bank bei allen mir bekannten Programmen und Geräten, die ein VHS-Signal direkt am PC grappen.
MajinChibi schrieb:
Er hat das früher schon angefangen, mit Pinnacle und einer Pinnacle A/V Karte, Windows 7 64bit erkennt diese auch einwandfrei, nur leider neigt Pinnacle bei der Benutzung mit der Karte abzustürzen. Also manchmal geht es für nen paar Minuten beim Capturen, manchmal auch Stunden, aber meist bleibt das Programm oder sogar der PC einfach hängen beim drücken auf "Importieren".
Und das ist auch die einzige Lösungung, die mir dafür bekannt ist:
Kampfwurst Hugo schrieb:
Habe mir das das ADVC-300 angeschaft. Super Gerät aber auch nicht billig. Hat mich ca 400€ gekostet. Habe mit Pinnacle und Co Karten nur schlechte erfahrungen gemacht.
Ein Teil der Ursache ist hier schon angerissen:
firexs schrieb:
Das 64bit Problem hatte auch Hauppauge jahrelang. Sehr störend, da 64bit nun lange genug auf dem Markt ist (die Software, bzw. der Treiber, hat in Speicherbereiche geschrieben, die/der von anderen Geräten belegt war. Das führte zu unregelmäßigen Abstürzen).
Die Theorie dazu ist darauf begründet, das gute Videos oft problemlos waren und schlechte (Longplay) ständig zu Abstürzen führten UND WIE VERDAMMT kann das zusammenhängen?
Ich denke, es liegt am schlechten VSynch-Signal und an einer schlampigen Programmiervorlage, die alle Hardwarerelabeler stupide übernommen haben.
Dieses VSync ist ein bestimmter Spannungsimpuls zwischen 2 Bildern, der beim einfachen, billigen und schlechten VHS-Standard über den einzigen Datenkanal übertragen wird. Der Impuls wird mit auf das Band aufgezeichnet und wiedergegeben und nicht wie bei anderen Systemen als Steuerimpult jeweils nue und eindeutig generiert. Dieser Impuls wird z.B. vom Macrovision-Kopierschutz zerstört, in unserem Fall eben auch durch eine schwache Aufzeichnung beschädigt.
Beim TV würde sich das in einem rollenden Bild äußern (die Älteren kennen das). Neuere TV hatten einen Zeilenfang, bzw. einen eigenen 50Hz Taktgeber, dem es ausreichte ab und zu durch ein korrektes Signal synchronisiert zu werden. Beim Profi-Schnitt ist es üblich, diesen Takt von einem externen Taktgeber an alle beteiligen Geräte zu senden.
Und auch das ADVC-300 hat seinen eigenen Taktgenerator und kennt das nachfolgende Problem nicht.
Die folgende Beschreibung ist nur meine Theorie: Die billigen Geräte bzw. deren Treiber bekommen von der Software nur einen Pointer auf einen großen Puffer zugewiesen mit der Erwartung ab dieser Adresse die Bilddaten abzulegen. Im Treiber läuft jetzt eine hochperformante Assembler-Routine, die den Port mit den Spannungsmeßwerten ausliest und in den Puffer schreibt und nebenher auf das Sync-Signal wartet, bzw. durch einen 2. Thread , der auf den Sync-Impuls wartet unterbrochen zu werden. Es geht hier um Signalverarbeitung im Megahertz-Bereich mit Pfennig-Elektronik.
Wird der Impuls wg. einer Störung nicht erkannt, werden die folgenden Bilder ebenso in den Puffer geschrieben. Windows überwacht aber nur die Speicherzugriffe zwischen den Programmen, wenn der überlaufende Puffer nun aber Teile des zugehörigen Programmes überschreibt, ist der Absturz "programmiert". Ist der Puffer groß genug (bei Huffyuffy gibt es sogar die nicht näher erklärte Option "größerer Video-Buffer (erhöht die Stabilität)", ist die Chance größer, dass mal wieder ein Sync erkannt wird und das Bild (bzw. der 1. Frame) ausgelesen wird.
Anschließend erkennen die Programme "dropped Frames".
Wenn der Treiber per Timer angewiesen wird, nach 20ms die Schleife zu beenden wäre das Phänomen sicherlich beseitigt, aber es wäre nun ungleich schwieriger, den Anfang des nächsten Frames exakt zu finden. Man bräuchte einen Ringpuffer, ein Prozess der schreibt und einer der analysiert und einen fehlenden Sync emuliert und sich ggf. wieder justiert. Aber für ein ca. 20€-Stick incl Transport, Verpackung und 4 Händler dazwischen?
firexs schrieb:
Zuletzt habe ich mal ein Hi8 Film in einem Camcorder abgespielt, per Kabel an den Videorecorder-Eingang und das Antennenkabel an meine TV-Karte. Als ich dann endlich die passenden Kanäle hatte, konnte ich auch einwandfrei aufnehmen. Wobei Hi8 auf einem 40" TV schon sehr bescheiden aussieht
bei dieser Kette ist das Bild ja schon vorm "Play"-Drücken im Eimer.
Hi8 ist sehr einfach zu konvertieren. Man geht in einen Shop (z.B. Video-Sauter in München, nahe Stachus) und leiht sich für ca. 20€/Tag eine Digital8-Kamera. Diese ist abwärtskompatibel und spielt auch analoge Video8 und Hi8-Bänder ab.
Der Clou ist, dass man diese per Firewire anschließt und damit per Software (Scenalyser) steuern und capturen kann. Man bekommt das Video in 1a-Qualität als DV-Stream. Da man rein gar nichts einstellen oder ausprobieren muß, ist man sofort nach dem 1. Versuch fertig und kann das Gerät wieder abgeben. Hi8, Video8, Beta ... haben meines Wissens die Sync-Signale alle separat auf Seitenkanälen und haben dadurch allesamt eine höhere Bildstabilität als VHS.
firexs schrieb:
Eine einmalige Investition in eine 64bit-fähige TV Karte/Stick ist aber immernoch günstiger, als 1 VHS in einem Laden konvertieren zu lassen.
Ich denke nicht, dass 64bit das Problem löst.