Videoübertragung / Shielding / Discoboxen -> Störungen

Wintermute

Fleet Admiral
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Feb. 2003
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14.727
Sooo, nun her mit den Spezialisten. ;)
Wir haben ein kleines VJ-Projekt am laufen und stoßen teils auf mehr oder weniger große Probleme.

Diesmal ist das Problem elektrotechnischer Natur und betrifft unser Videosignal.
Wir pumpen das Signal aus einer Radeon raus und dann 5-40 Meter durch den Raum zum Beamer. Sind die Boxen (Disco, Konzert) allerdings extrem stark gibts Interferenzen (Bild flackert, verwischt, bis hin zur Farbpampe) und wir müssen näher ran. Da sich das manchmal als recht kompliziert erweist, habe ich nun ein paar Fragen:

1. Was ist besser (Reichweite/Shielding). S-Video oder Chinch?
2. Gibt es eine Alternative (Signalstärke, Reichweite) zu diesen beiden Standards?
3. Was kann man von Funkübetragung der Videosignale halten? Gut? Schlecht? Oder noch Störungsanfälliger?
4. Gibts eine (bezahlbare Möglichkeit) das Signal zu verstärken btw. in der Mitte aufzufrischen ("repeater?")?

Soviel erstmal. Vielleicht fällt mir später noch mehr ein. ;)
Wer mehr zu dem Projekt erfahren möchte, der schreibe mir eine PN. Weiß nicht ob der Link zur Website im Thread hier zu sehr als Werbung gelten würde.
 
3. funk ist für video meist zu langsam, besonders bei größeren entfernungen (über 10 m)

4. hm wenn der beamer über vga angeschlossenen ist, dann funzt das ganze über nen vga splitter, der verstärkt das signal, so machen wir das in der schule immer bei vorführungen mit beamer, weil sonst kabel zu kurz wären :D
 
VGA ist vom Kabel her halt etwas unflexibel. das hatte ich auch schon überlegt, aber wieder verworfen. Ausserdem würden dann unsere Chinch-verteilerboxen ersetzt werden müssen und es wird ja auch ein Signal (Live stream) eingespeist zum einmischen. Das kommt aus der Kamera auch per Chinch/S-video raus.
 
Wintermute schrieb:
VGA ist vom Kabel her halt etwas unflexibel. das hatte ich auch schon überlegt, aber wieder verworfen. Ausserdem würden dann unsere Chinch-verteilerboxen ersetzt werden müssen und es wird ja auch ein Signal (Live stream) eingespeist zum einmischen. Das kommt aus der Kamera auch per Chinch/S-video raus.

tja, k, sry, was anderes ist mir gerade net eingefallen, bin net so der experte auf dem gebiet :D
 
so, wie du das beschrieben hast, schreit das ganze schon fast nach professionellem equipment.

1. komponentensignale (rgb) via bnc kabel sind besser. weiß aber nicht, wie man das aus der grafikkarte herausbekommt. was hat der beamer denn für anschlüsse? vga auf bnc gibt es ja (5 pole glaub ich), wenn der beamer das unterstützt wäre das auch eine gute alternative. ordentliches bnc-kabel dran und das dürfte dann wesentlich besser sein als gewöhnliches cinch oder svhs.

2. oh...1. war eigentlich 2. normalerweise ist s-video besser, da luminanz und chrominanz separat übertragen wird. wenn du bei cinch (dh composite) ein gut geschirmtes koaxiales kabel verwendest, dürfte das allerdings schon wieder anders aussehen. das kabel sollte möglichst auch durchgängig sein, aber das versteht sich ja von selbst.

3. vergiss funk (außer du machst es irgendwie digital über wlan oder so, da bräuchtest du aber noch ein maschinchen beim beamer)

4. was konkretes kann ich dir da leider nicht nennen. aber wenn du es in der mitte verstärkst ist es wahrscheinlich schon halb so schlecht, und die störungen werden ebenfalls verstärkt. ich glaub nicht so recht, dass das der richtige ansatz für dein problem ist.

was mir noch so einfällt, es komplett digital zu machen via dvi oder hdmi steht nicht zur debatte, oder?

ansonsten kannst du ja mal den link zum projekt posten =)

greets, weird
 
das klingt doch mal gut. :)

Okay, ich schaue mal nach welche Anschlüsse der Beamer noch bietet, den Link zur Seite habe ich dir per PN geschickt.

Erklär mal wie du das mit der komplett digitalen Übertragung meinst (DVI geht).

Das mit dem BNC bin ich gerade am Erforschen, klingt mir am realistischsten.
 
Zuletzt bearbeitet:
den daten auf http://www.24h-nonsleep.com/pic/service/tlp260.pdf nach zu urteilen wäre rgb (sind das bnc-anschlüsse?) wohl das beste (nur weiß ich wie gesagt nicht, wie du das aus dem rechner kriegst).

das mit der digitalen übertragung hat sich wohl erledigt, da der beamer ja offensichtlich keinen entsprechenden eingang hat.
 
BNC kriste aus der Graka ganz einfach über den VGA ausgang! Es gibt da Spezielle Kabel, die dan auf der einen Seite den VGA (für die GraKa) und auf der anderen seite die (4 oder 5!?) BNC Stekcer haben! Allerdings brauchste dann en sehr langes BNC Kabel! Ich weiss nicht, wie es damit dann ausschaut!
 
Weiß jemand was derartig lange BNC-Kabel kosten? Ich habe so das Gefühl das die sehr teuer sind ... :(

Schaue mich mal im Netz um, da muss es doch irgendwo welche geben.
 
Du bräuchtest dann ein entsprechend langes VGA Kabel und kannst dann den Adapter da draufstecken! Ob die Qualität dann allerdings erhalten bleibt ist fraglich!

Das längste direkte BNC Kabel, welches ich gefunden habe ist 15m lang (hier) kostet allerdings auch 200€!
Kabel zwischen 2 und 5m kosten dagegen zwischen 10 und 20 €! Aber da du ja teilweise auch mal 40 m überwinden musst wirds dann teurer! dann wäre ein langes VGA Kabel zu empfehlen! (bei obigem anbiter kosten 50m ca 155 €)

Wie gesagt, ob die Qualität bei einer solch langen VGA verbindung erhalten bleibt, kann ich dir aber nicht sagen!

Hoffe ich konnte helfen ;)
 
nitromaster schrieb:
Hoffe ich konnte helfen ;)

Teilweise ;)

Ich weiß nun immer noch nicht welche Kabelart nun die Beste ist. :( Und RGB scheints nirgends länger als 15m zu geben (und noch dazu ists unverschämt teuer).
 
vorkonfektionierte kabel in der länge hab ich auch keine gefunden. die preisgünstiges variante ist dann wohl, koax-kabel von der rolle mit bnc-steckern zu verwenden, muss man wohl nur auf den passenden widerstand achten (welcher da benötigt wird weiß ich auch nicht).
übrigens bezweifle ich mal, dass dreipoliges rgb dasselbe ist wie die fünfpoligen adapter von vga. "bnc" beschreibt ja nur die art der stecker/buchsen und nicht, was da durchskabel "fließt".
 
weird schrieb:
übrigens bezweifle ich mal, dass dreipoliges rgb dasselbe ist wie die fünfpoligen adapter von vga.

Im Prinzip schon, nur sind die 6-poligen (nicht 3-poligen) auf eine Frequenz festgelegt, entweder 50Hz bei PAL oder 60Hz bei NTSC. Bei den 10-poligen werden noch Vertikal- und Horizontalablenkung übertragen, so sind auch andere Bildwiederholraten möglich.

Gruß
Morgoth
 
Bei normaler RGB-Übertragung mit 3 Kabeln muss das Empfangsgerät (in Deinem Fall der Beamer) sich selbständig auf das ankommende Signal synchronisieren. Dabei gibt es feste Frequenzen, PAL und NTSC sowohl progressive als auch interlaced. Natürlich flimmert es dann bei interlaced wie bei einem 50Hz-Fernseher.
Deswegen und aus Flexibilitätsgründen werden bei professioneller RGB-Übertragung auch die Synchronisationssignale (Zeilen- und Spaltensteuerung) mitgesendet, das sind dann H-Sync und V-Sync. Damit ist das entsprechende Empfangsgerät in der Lage, auch Bildwiederholfrequenzen wie 85Hz wiederzugeben.
Wenn man bei solch einem Gerät die Sync-Kabel weglässt und das Abspielgerät auf 50Hz stellt, gibt es auch ein stabiles Bild.

Gruß
Morgoth
 
aaah, okay. Super, danke! :)
Dann könnte ich mir also per Adapter ein RGB Signal direkt aus dem Computer raushauen und dann selbst Kabel bauen (sagen wir mal 40 Meter). wie siehts denn mit der Signalstärke dann aus? Und wo kann ich in Erfahrung bringen was für Kabel ich dann verwenden muss :confused_alt:
 
Als Kabel müsste normales Antennenkabel gehen, 75Ohm Wellenwiderstand. Allerdings ist das sehr unflexibel. Da gibt es besseres als Meterware.
Die Signalstärke wird durch das Kabel selber kaum beeinflusst, eher durch miese Stecker und Buchsen, die für eine Fehlanpassung sorgen. Dabei sind die BNC-Stecker noch das geringste Problem, der VGA-Ausgang und der Adapter machen ne ganze Menge kaputt.

Gruß
Morgoth
 
Du meinst mit 50ohm geht das nicht? Nach was für Meterware soll ich denn schauen und wie erkennt man einen miesen Stecker? :confused_alt:
 
Bei 50Ohm-Kabel wirst Du durch Reflexionen das Signal stark schwächen. Das ist dann zu wenig um über die Entfernung noch ein rauschfreies Signal zu erhalten.

Für die Kabel gibt es verschiedene ISO/DIN Bezeichnungen, die kenne ich aber nicht. "Videokabel" heißt das wohl im Umgangston, hat 75Ohm Wellenwiderstand und ist flexibler als Antennenkabel.

Einen miesen Stecker erkennt man an der mech. Stabilität und dem Aussehen. Rostflecken o. angelaufene Stecker sind nicht besonders gut.

Das Problem ist, wenn so ein Stecker (die BNC-Stecker haben ebenfalls 75Ohm) nicht den passenden Wellenwiderstand (mehr) hat, dann wird an ihm das Signal reflektiert und ist damit gedämpft. Heißt, Du kannst das allerbeste Kabel benutzen, wenn der Stecker am hinteren Ende keine 75Ohm hat (+-10%), dann wird das Signal stark geschwächt. Das ist anders als bei NF-Anwendungen, bei denen ein schlechter Stecker zwar einen hohen Übergangswiderstand hat, der aber im Bereich von wenigen Milliohm liegt. Dort ist der Einfluss weitaus geringer.

Gruß
Morgoth
 
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