Viele erkannte defekte Blöcke

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#1
Hallo!

Aus Wissensdurst: Ich habe 1500 defekte Blöcke bei einer 160 GB HDD mittels Linux-badblocks gefunden. Der HDD traue ich aufgrund von Systemabstürzen und Bootproblemen sowieso nicht. Keine wichtigen Daten vorhanden.

Würde man bereits bei der Anzahl der defekten Blöcke die Festplatte abschreiben? Wenn ja, wären noch andere Anwendungsverwendbarkeiten denkbar?

Ab wie vielen defekten Blöcken ist im Allgemeinen von einem Plattendefekt auszugehen?
 
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#2
Grundsätzlich ab 1 defekte Block. Es ist nur eine Frage der Zeit bis weiter kommen und/oder die HDD unzuverlässig läuft.
Wie es scheinbar bei dir der Fall ist wegen Systemabstürze, Bootprobleme, usw.

Verwendung für eine defekte HDD? Gibts keine, meines Wissens.
Ausser zerlegen um zu sehen wie zusammen gebaut ist und wie es funktioniert.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: (Zitat des unmittelbar vorangestellten Beitrags entfernt)

chrigu

Fleet Admiral
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#4
du kannst die festplatte aufmachen, mit airbrush verfeinern und an die wand als deko-element andübeln. oder alle platten ausbauen, lackieren, schleifen und als bierflaschenuntersetzer benutzen. mehr geht nicht mehr.

ein defekten block ist ein plattendefekt auf einem block. :D je mehr blöcke und sektoren betroffen sind, desto mehr fehler hast du
 
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#5
Wie schon gesagt wurde, ab dem ersten defekten Block würde ich der Platte schon nicht mehr über den Weg trauen :)

Ich würde sie aufmachen, die schöne glänzende Scheibe rausbauen und als Glas-Untersetzer oder so nehmen ;)
 
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#6
Auseinanderbauen und die Magneten herausnehmen. Sind praktisch, um damit Werkzeug zu magnetisieren. Vorsicht: bei zwei Magneten besteht Verletzungsgefahr ;)
 

Basinator

Ensign
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#7
Kannst entsorgen oder ins Museum. Mit 160 GB muss die ja eh uralt sein.
Hm, habe zu Hause noch andere 160GB-Platten, die auch teilweise noch gut funktionieren (ich glaube, teilweise bootet Windows davon nicht mehr) und seit Jahren noch laufen.

160 GB finde ich als Sekundär- oder Tertiärplatte durchaus noch nützlich.


Wie kann ich eigentlich auf Windows auf defekte Blöcke prüfen? Am Besten mit einem vorinstalliertem System-Tool.
 

chrigu

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#9

Holt

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#10
Diese defekten Blöcke dürften einfach nur schwebende Sektoren sein und die können auch andere Ursache als einen Defekt haben, der dann ein Hinweis auf einen baldigen Ausfall wäre. So führen etwa unerwartete Spannungsabfälle oder Stöße während Schreibvorgängen durchaus auch zu schwebenden Sektoren. Bei so vielen ist aber meistens etwas Größeres zu befürchten.

Hm, habe zu Hause noch andere 160GB-Platten, die auch teilweise noch gut funktionieren (ich glaube, teilweise bootet Windows davon nicht mehr) und seit Jahren noch laufen.
Trotzdem sind HDD schon seit der Zeit von 160GB Modellen nur auf eine Nutzungsdauer von 5 Jahren ausgelegt, sie können auch viel länger halten, altern aber auch wenn sie nicht benutzt werden.

Wie kann ich eigentlich auf Windows auf defekte Blöcke prüfen? Am Besten mit einem vorinstalliertem System-Tool.
Dazu kann man chkdsk /b nehmen, welches aber nur die jeweilige Partition und nicht alles prüft. Poste doch bitte mal den Screenshot von CrystalDiskInfo für die Platte, ziehe aber bitte das Fenster soweit auf, dass alle Attribute und auch die Rohwerte vollständig sichtbar sind. Oder unter Linux die Ausgabe von smartctl -a /dev/sdx (das x am Ende durch den Buchstaben der Platte ersetzen).
 
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#11
Hust,
Diese defekten Blöcke dürften einfach nur schwebende Sektoren sein und die können auch andere Ursache als einen Defekt haben, der dann ein Hinweis auf einen baldigen Ausfall wäre.
Beim Test mit Badblocks sind die Sektoren defekt und schweben nicht.

Die Festplatte ist nur noch als Briefbeschwerer o.ä. zu gebrauchen.

Tschau
 

Holt

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#12
Was ist denn der Unterschied zwischen einem defekten und einem schwebenden Sektor, wenn man beide ausliest? Was passiert mit schwebenden Sektoren wenn sie überschrieben werden?
 

Holt

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#14
Testet es sie nur mehrfach lesend oder überschreibt es sie auch? Wenn nur gelesen wird, so testet schon die HDD dies mehrfach, nämlich bis zum Timeout und der kann bei Desktopplatten ohne TLER/ERC nicht eingestellt werden und beträgt meist 14s. Bei 5400rpm sind dies 1260 Umdrehungen und damit etwa so viele Versuche durch den Controller der Platte selbst bei jedem Versuch einen schwebenden Sektor zu lesen. Wenn man dies mehrfach wiederholt wird es meistens auch nicht mehr viel bringen, ändert aber nichts daran, dass es deswegen noch lange kein Sektor mit einem Oberflächenschaden sein muss, dies sieht man erst wenn er überschrieben wird, denn dann prüfen die Controller nach dem Schreiben ob die neuen Daten nun korrekt ausgelesen werden können und wenn nicht, dann ist es wirklich ein defekter Sektor und er wird durch eine Reservesektor ersetzt.

Der schwebende Sektor verschwindet auch jeden Fall und die neu geschriebenen Daten können danach wieder korrekt gelesen werden, egal ob vom ursprünglichen, vorher schwebenden Sektor oder dem an seiner Stelle genutzten Reservesektor. Daher sagt auch wiederholtes Lesen nicht aus das ein Sektor defekt ist und wenn er überschrieben wurde, sollte es danach keine Lesefehler mehr geben, wenn doch liegt da ein größeres Problem vor.

Soweit ich weiß verwendet badblocks nur mit der Option -w überhaupt Schreibvorgänge, sonst liest es nur alle Sektoren.
 
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#15
Soweit ich weiß verwendet badblocks nur mit der Option -w überhaupt Schreibvorgänge, sonst liest es nur alle Sektoren.
Mit -w (wipe) werden aber auch alle Daten gelöscht.

Besser ist da -vsn geeignet da werden keine Daten gelöscht.

read-write Test (non-destructive)

This test is designed for devices with data already on them. A non-destructive read-write test makes a backup of the original content of a sector before testing with a single random pattern and then restoring the content from the backup. This is a single pass test and is useful as a general maintenance test.

# badblocks -nsv /dev/<device>

Checking for bad blocks in non-destructive read-write mode
From block 0 to 488386583
Checking for bad blocks (non-destructive read-write test)
Testing with random pattern: done
Pass completed, 0 bad blocks found. (0/0/0 errors)

The -n option signifies a non-destructive read-write test.
Ich würde das Tool mal an einer Platte mit schwebenden Sektoren testen. Sehr oft ist die Platte dann wieder OK oder reif für den Schrott.

Bei 90% der externen Platten mit schwebenden Sektoren hatte ich damit Erfolg.

Tschau
 

Holt

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#16
Wenn die HDD dann wieder OK ist, so waren die schwebenden Sektoren eben nicht die Folge eines Defektes und es hat eben genau das Überprüfen der neu geschrieben Daten schon durch den Controller der HDD stattgefunden, der daraufhin die schwebenden Sektoren verschwinden lässt und sie ggf. ersetzt hat, wenn seine Prüfung ergab das sie eben nicht mehr korrekt gelesen werden können, dort also wirklich ein Defekt vorliegt. Wie ich es schon beschrieben habe.

Die Frage ist halt, was der TE ausgeführt hat und wie viele Sektoren danach noch schwbend sind und wie viele wiederzugewiesene Sektoren es gibt.

non-destructive ist übrigens auch relativ, es wird dabei nichts zerstört was nicht sowieso schon weg weil unleserlich ist, aber hinterher ist der Inhalt der Platte eben nicht mehr so wie er sein sollte, da eben die Daten von den vorher schwebenden Sektoren fehlen, da die HDDs eben gewöhnlich beim Versuch schwebende Sektoren zu Lesen keine korrupten Daten sondern einen Lesefehler zurückliefern.
 
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#17
Wenn die HDD dann wieder OK ist, so waren die schwebenden Sektoren eben nicht die Folge eines Defektes und es hat eben genau das Überprüfen der neu geschrieben Daten schon durch den Controller der HDD stattgefunden, der daraufhin die schwebenden Sektoren verschwinden lässt und sie ggf. ersetzt hat, wenn seine Prüfung ergab das sie eben nicht mehr korrekt gelesen werden können, dort also wirklich ein Defekt vorliegt.
Ich habe von externen Platten geschrieben.
Die werden oft einfach vom Computer abgezogen.
Mit Pech hat die Platte das Format "RAW".
Meist ergibt es nur schwebende Sektoren, in denen je nach Dateisystem (FAT oder NTFS) Müll steht.

Die Frage ist halt, was der TE ausgeführt hat und wie viele Sektoren danach noch schwbend sind und wie viele wiederzugewiesene Sektoren es gibt.

non-destructive ist übrigens auch relativ, es wird dabei nichts zerstört was nicht sowieso schon weg weil unleserlich ist, aber hinterher ist der Inhalt der Platte eben nicht mehr so wie er sein sollte, da eben die Daten von den vorher schwebenden Sektoren fehlen, da die HDDs eben gewöhnlich beim Versuch schwebende Sektoren zu Lesen keine korrupten Daten sondern einen Lesefehler zurückliefern.
Es ist ja die Frage, warum sind die Daten korrupt. Bei einem Stromausfall entstehen Daten in einem Sektor die nicht mit der Prüfsumme übereinstmmen.
Bei einem Dateisystem mit Journal werden die Daten verworfen, aber die Platte meldet schwebende Sektoren.

Tschau
 

Holt

Fleet Admiral
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#18
Was nichts daran ändert wie die HDD Controller üblicherweise mit diesen Problemen umgehen.
Was man nie tun sollte, aber manche Leute lieben ja das Risiko.
Mit Pech hat die Platte das Format "RAW".
Meist ergibt es nur schwebende Sektoren, in denen je nach Dateisystem (FAT oder NTFS) Müll steht.
Eben und die schwebenden Sektoren sind dann eben nicht kaputt im Sinne von Fehlern der HW, bzw. konkret der Oberfläche der HDD, sondern:
Bei einem Stromausfall entstehen Daten in einem Sektor die nicht mit der Prüfsumme übereinstmmen.
Und damit ergibt sich ein schwebender Sektor, denn erstmal ist dies nur ein Sektor bei dem die Daten nicht zur ECC dahinter passen und auch nicht mehr korrigiert werden können.
Bei einem Dateisystem mit Journal werden die Daten verworfen, aber die Platte meldet schwebende Sektoren.
Richtig, aber bzgl. der Fähigkeiten des Journalings gibt es auch Unterschiede, NTFS hat dies nur für Metadaten. Aber der TE meldet sich ja nicht mehr, daher ist es sinnlos weiter darüber zu diskutieren.
 
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