Virenschutzprogramm ausreichender Trojanerschutz?

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jancb11

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Man hört immer verschiedenes. Bietet ein "normaler Virenschutz" (der natürlich nur althergebracht "Viren"-Schutz heißt und alle heute üblichen Schutzfunktionen) auch ausreichenden Schutz gegen Trojaner oder nicht?
Es gibt keinen 100% Schutz, das ist sowieso leider klar, die Viren und Trojaner sind immer aktueller als die Schutzprogramme. Darüber hinaus werden aus welchen Gründen Informationen gestreut, die sehr unterschiedlich sind.

Mal soll selbst irgendein (für den priavten Gebrauch) kostenloser Virenschutz der effektivste sein, wer anders sagt Kaspersky, die dritte Quelle sagt wieder etwas anderes. Mal heißt es, einen 100% Trojanerschutz gibt es zwar nicht, so effektiv wie möglich wären aber all diese "Internet-Schutz-Programme. Andere Quellen sagen wieder, ein aktueller "Viren"schutz würde zwar sehr viel können, den Trojanerabwehr aber stiefmütterlich behandeln und Programme wie "Trojan Remover" werden empfohlen. Dann halten das die einen für Geldschneiderei. Dann beichtet der Chefermittler in der ARD-Doku, selber auch schon die zigste Kreditkarte zu haben, weil seine Daten auch schon einige Male abgezapft wurden und das heute "unvermeidbar" ist.

All das nur, um die Widersprüchlichkeit kurz zu beleuchten. Auf den Punkt gefragt: Bieten normale Schutzprogramme wenigstens im Rahmen des Möglichen den eben größtmöglichen Schutz? Oder sollte man sich bestenfalls gegen Trojaner, Fishing-Programme &Co nochmals extra schützen?
 
Ein Trojaner ist ein Virus -> Softern dein Virenschutz eine aktuelle Datenbank hat wird es ihn erkennen.
Auch Fishing-Programme sind Viren! Es sind nur bestimmte Arten!

Der beste Virenscanner sitzt eh vor dem Bildschirm. Erfahrungsgemäß handeln sich viele einen Virus einfach durch gnadenlose Doofheit ein.

Meiner Meinung nach ist der 0815 User ( Keine Interesse der Chinesen dich zu hacken ) auch durch die kostenlose 0815 Virensoftware absolut ausreichend geschützt. Schalte zusätzlich deinen Verstand ein, aktualisiere Windows / Java / etc. regelmäßig, nimm einen adblocker um nicht im Popup Chaos zu enden und du wirst keine Probleme haben.

Und der beste Virenscanner bewahrt einen auch nicht davor, dass man regelmäßig seine Daten sichern sollte! Daran solltest du auch denken
 
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Du wirst jetzt genau das bekommen, was du bereits wunderbar erkannt hast. Zig unterschiedliche Meinungen und noch mehr unterschiedliche Empfehlungen.

Lies dich einfach ins Thema ein und lerne vor allem aus seriösen Quellen.

Stichwort "Sicherheitskonzept"
 
Trojaner sind absolut harmlos, die armen Deppen haben sich nur das Holzpferd in die Stadt geholt. Das Problem waren die Griechen, die das Pferd gebaut haben.
Streng genommen sitzt der Trojaner also vor der Tastatur und ob man den Rechner vor dem schützen kann ist fraglich.

Aber nun mal zum Thema. Aktuelle Virenscanner erkennen alles was in ihrer Datenbank enthalten ist. Viele Scanner sind auch in der Lage ihnen unbekannte Viren an deren Programmstruktur zu erkennen, was aber nur teilweise funktioniert. Der Beste Virenschutz ist ein Virenscanner in Verbindung mit einem mitdenkenden, kritischen User vor der Tastatur.

Gruß gizmo0815
 
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Virenschutzprogramme die rein auf Datenbanken funktionieren ... kennen nur das was in Ihrer Virensignatur bereits bekannt ist! Alles neue kennen Sie nicht! ... Virenscanner die auch eine Verhaltensanalyse/Überwachung machen können auch unbekannte Viren an ihrem Verhalten erkennen ... leider erkennen sie recht viel als Virus auch wenns keiner ist!

Free Virenscanner haben meistens (zBsp. Avira) Einschränkungen (gewollte Kastrierung) um zum Kauf zu ermutigen ... nen aktueller Virenscanner mit Datenbank Aktualisierung mehrmals am Tag! und BRAIN 2.0 sind immer noch die beste Waffe gegen dieses Gelumpe.

Free Vierenscanner aktualisieren sich meisten nur einmal am Tag. (was heute einfach zu wenig ist)

Der Rest ist dann einfach Geschmacksache! Jeder schwört da auf anderes ...

Wenn du als Anwender allerdings kontraproduktiv arbeitest, d.h. jeden shice anklickst runterladest usw. kann dir das beste Virenschutzprogramm nicht helfen!
 
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Weder Virenscanner noch "Brain 2.0" schützen vor Zero-Day-Exploits und Driveby-Downloads. Den absoluten Schutz gibt es nicht, ein Restrisiko bleibt immer. Natürlich kann man es minimieren oder mit Linux quasi ausschließen, aber - wie oben gesagt - Daten immer sichern, ggf. ein Image vom frisch installierten System machen, und ein Virus ist nur halb so schlimm.
 
jancb11 schrieb:
Bietet ein "normaler Virenschutz" auch ausreichenden Schutz gegen Trojaner oder nicht?
Ja. Ein aktuelles Antivirenprodukt schützt nicht nur vor Viren, sondern vor allen Arten von Malware (Viren, Würmern, Trojanern, Rootkits, Backdoors ...)
Das die Programme oft "Antivirus" o.ä. heißen hat historische Gründe. In den Zeiten vor dem Internet spielten Würmer, Trojaner etc. keine Rolle sondern da bestand die Bedrohung aus Viren. Seitdem wird der Begriff "Virus" von vielen als Synonym für Schadsoftware verwendet (obwohl ein Virus nur eine Art von Schadsoftware ist). Deshalb gab es früher reine Antivirenprodukte, die ihren Namen einfach nicht geändert haben aber mittlerweile trotzdem Antimalwareprodukte sind.

Mal soll selbst irgendein (für den priavten Gebrauch) kostenloser Virenschutz der effektivste sein, wer anders sagt Kaspersky, die dritte Quelle sagt wieder etwas anderes.
Das Thema wird hier in zig Threads immer wieder durchgekaut. Das ein kostenloser Virenschutz der effektivste ist ist Humbug. Kein kostenloses Produkt kommt bei der Schutzwirkung an die guten kostenpflichtigen heran. Aber trotzdem muss jeder für sich die Entscheidung treffen, welches Produkt er nutzen will. Sind mir erhöhte Sicherheit X-Euro im Jahr wert? Möchte ich die zusätzliche Sicherheit durch eine Verhaltenserkennung oder wäre ich genervt? etc.
 
Weder Virenscanner noch "Brain 2.0" schützen vor Zero-Day-Exploits und Driveby-Downloads.
Das sind halt die nur 99% Sicherheit ... 100% gibt es eben nicht! ... Nur Zero Days fängt man sich im allgemeinen auch nicht auf seriösen Seiten ein ... und DriveBy naja ... 100% ist nen Ding der Umöglichkeit. Die meisten Viren fängt man sich immer noch aktiv sprich durch Dummheit ein!
 
Grundsätzlich ist ein Virenscanner immer das letzte und schwächste Glied in der Kette - kommt ein Schadprogramm bis zum Virenscanner durch, so kommt es im Normalfall auch vorbei, es sei denn man hat es mit einem mehreren Stunden alten Schadprogramm zu tun. So alte Schadprogramme sind heute eher die Ausnahme, die Teile werden im Normalfall automatisiert generiert um die Datenbanken der Virenscanner zu umgehen - und so traurig es auch ist, ich kenne bis heute noch nicht einmal einen kostenpflichtigen Virenscanner, der z.B. bei einer Veränderung der Windows Shell Variable (macht vielleicht 1 seriöses Programm in 1.000.000 Programme) die weitere Ausführung des Programms verhindert.

Luxuspur schrieb:
Das sind halt die nur 99% Sicherheit ... 100% gibt es eben nicht! ... Nur Zero Days fängt man sich im allgemeinen auch nicht auf seriösen Seiten ein ... und DriveBy naja ... 100% ist nen Ding der Umöglichkeit
Kommt natürlich drauf an, was man als seriöse Seite ansieht: Wetter.com, pcwelt.de, Amnesty International, die Webseiten einiger Gaming-Magazine, usw. waren alle bereits betroffen.

Luxuspur schrieb:
Die meisten Viren fängt man sich immer noch aktiv sprich durch Dummheit ein!
Da lebst du eindeutig in der falschen Zeit - Viren werden heute nahezu ausschließlich über Java bzw. Adobe Exploits verteilt - und so gut wie Oracle das in letzter Zeit macht, gelingt das auch unglaublich gut.
 
Luxuspur schrieb:
Das sind halt die nur 99% Sicherheit ... 100% gibt es eben nicht! ... Nur Zero Days fängt man sich im allgemeinen auch nicht auf seriösen Seiten ein ... und DriveBy naja ... 100% ist nen Ding der Umöglichkeit. Die meisten Viren fängt man sich immer noch aktiv sprich durch Dummheit ein!

Ich würde gern daran glauben, aber ich hatte (wie aus meiner Signatur ersichtlich) drei Infektionen innerhalb von zwei Jahren. Das mag mit an der miesen Heuristik von MSE liegen, aber eben auch daran, dass kein Scanner wirksamen Schutz gegen neue Viren bietet.
 
Ich bin wieder mal hochbegeistert, welche tollen Antworten man hier bekommt, ohne dass anscheinend auch nur ansatzweise nachgedacht wurde, was man gefragt und gemeint hat und man teilweise mit Sachen belehrt wird, die man vorher schon selbst eingeschränkt bzw. eingeräumt hat und wie im Fragesteller potentiell erstmal der größtmöglichster Depp vermuten wird um selbst der größtmöglichste Held zu sein. Ja !! Ein Trojaner ist auch ein Virus! Habe ich das jemals bestritten? Nur wie auch in den Antworten einmal gesagt wurde, heißen die Programme eben historisch "Virusprogamme" und machen eben fast alles - schlimmstenfalls aber, ohne ihr Kerngebiet (den echten Virenschutz incl. Trojanerschtutz vorrangig erstn zu nehmen. Ja!! Der größte Unsicherheitsfaktor sitzt vor dem Bildschirm. Auch das habe ich niemals bestritten. Ebenso ist aber nicht abwendbar, hier und da mal Sachen machen zu "müssen", die potentiell riskant sind und vor denen man sich bestmöglichst schützen will. Ja!! Es gibt 100 Meinungen und durch diese Frage hier werden es nicht weniger. Trotzdem kein Grund, es nicht zu versuchen, noch genauer herauszugebekommen. Und was mich echt sauer macht: Ja! Ich habe selbst eingeräumt, dass es keinen 100% Schutz gibt. Billige Binsenweisheit. Toll, dass mich damit auch erstmal jemand belehren muss.

Ich wollte eigentlich erst schreiben, dass ich alles andere als PC-Anfänger bin und mich nicht über Mutmaßungen sondern echte fundierte Antworten freue. Hatte ich dann nicht gemacht, um nicht von vornherein jemand vor den Kopf zu stoßen. Nun aber doch: Wer nur herummystifizieren möchte, fühle sich alternativ gerne von der Morgensonne zum Osterspaziergang eingeladen.

Wenn wirklich jemand fundiert weiß, ob ob "Viren"-programme ihr eigentliches Kerngebiet wenigsens bestmöglichst ernst nehmen oder ob man bestenfalss gegen Trojaner &Co nochmals extra nachrüsten sollte und das hier schreibt, würde mich das sehr freuen !
 
Hai oder wie der Fish heisst.

Also, ich bin fast von Geburt der Composter dabei.
Mit dem 8086 war ich auf Du, Z80 habe ich auswendig programmiert, ein eigenes Betroffsystem und einen BASIC Interpriester assembliert, als selbst BASF noch die Dinger im Programm hatten. Lang lang ists her...
Will sagen, i glaub scho, mich a wegn ausz'kenna.

Seit Jahren schwöre ich auf Comodo, das sowohl für Firmen als natürich auch für Privatleute als kostenlose Version verfügbar ist.
Virenscanner und Firewall in Einem, auch eine Sandbox sowie eine Defense (Vorerkennung) Stufe.

Immerhin habe ich mit dem Teil seinerzeit die Rückruf Aktion bei O2 ausgelöst, ich glaube, das war der MDA 2.
Auf der mitgelieferten SD-Karte war er.

Natürlich ist es immer besser, eine gewusst virenfreie Imagedatei zu haben - regelmässig mache ich so alle 1-2 Monate ein Backup vom aktuellen, laut Comodo virenfreiem System.

Aber trotzdem habe ich aktuell das Gefühl, mir einen (Staats-) Trojaner eingefangen zu haben, der von keinem der aktuellen Virenscanner gefunden wird (werden soll?).

Einfach so ein Gefühl, eben weil ich meinen Composter sehr genau kenne.

Komischerweise ist mein reiner Downloadcomputer, der wirklich nichts anderes macht, als irgendwelche Downloads auch über Nacht zu erledigen, nicht betroffen, sondern nur der aktuelle "Dauerbenutzer" Composter.

Ich mach aber nichts dran, erstens, weil ich in Kürze in Rente gehe und dann meine I-Net Verbindungen kürze(n muss, wegen Budget) und zweitens, weil ich schon seit geraumer Zeit auf meinen I7 umziehen möchte - wenn ich's denn mal raffe :-)

Wie ein Vorredner schon schrieb - die Viren/trojaner pp. werden immer aktueller sein als die Schutzprogramme, da gibt es nun mal keine Sicherheit.

So ein paar Regeln sollte man sich immer aneignen.
Ich z.B. werde NIE auf facebook und Konsorten auch nur einen Buchstaben verlieren.
Vielleicht ein Spleen, aber bisher bin ich damit sehr gut (virenfrei) gefahren.

Immerhin verdienen die ja ihr Geld mit - für mich - eigenartigen Geschäftsmethoden.

Obwohl ich schon seit Jahrzehnten in einer gewissen Hackergemeinde unterwegs bin.

Ich kann sogar den Trellis nachpfeifen....
Eine der grössten Mailboxen Deutschlands war seinerzeit meine eigene.
Natürlich auch das Ziel von irgendwelchen Hackern, ohne Probleme meinerseits.
So lange problemlos unterwegs...

Naja, ich gerate ins Schwärmen ob der alten Zeiten...

Gruss

Kalaun
 
Simpson474 schrieb:
Grundsätzlich ist ein Virenscanner immer das letzte und schwächste Glied in der Kette - kommt ein Schadprogramm bis zum Virenscanner durch, so kommt es im Normalfall auch vorbei, es sei denn man hat es mit einem mehreren Stunden alten Schadprogramm zu tun.
Das gilt nur, wenn der Scanner über keine Verhaltensanalyse verfügt. Eine gute Verhaltensanalyse zu überlisten ist dagegen nur schwer möglich.
http://www.mrg-effitas.com/current-tests/flash-test-results/


jancb11 schrieb:
Wenn wirklich jemand fundiert weiß, ob ob "Viren"-programme ihr eigentliches Kerngebiet wenigsens bestmöglichst ernst nehmen oder ob man bestenfalss gegen Trojaner &Co nochmals extra nachrüsten sollte und das hier schreibt, würde mich das sehr freuen !
Kannst du deine Frage dann mal genauer ausführen? Denn so wie ich sie verstehe hast du darauf bereits die Antwort erhalten.
 
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jancb11 schrieb:
Wenn wirklich jemand fundiert weiß, ob ob "Viren"-programme ihr eigentliches Kerngebiet wenigsens bestmöglichst ernst nehmen
Tun sie.
ob man bestenfalss gegen Trojaner &Co nochmals extra nachrüsten sollte und das hier schreibt, würde mich das sehr freuen !
Sollte man nicht.
 
Raybeez schrieb:
Das gilt nur, wenn der Scanner über keine Verhaltensanalyse verfügt. Eine gute Verhaltensanalyse zu überlisten ist dagegen nur schwer möglich.
http://www.mrg-effitas.com/current-tests/flash-test-results/

Danke! Wenn man, gesetzt den Fall, nun mal jener Statistik blind und ganz glauben zu dürfen, DenfenseWall, Emisoft oder Kaspersky benutzt, ist man also nahezu(!) vollkommen geschützt?!?


Raybeez schrieb:
Kannst du deine Frage dann mal genauer ausführen? Denn so wie ich sie verstehe hast du darauf bereits die Antwort erhalten.

Nein, die kann ich wohl nicht genauer ausführen, weil sie letztendlich genauso unsinnig oder sogar falsch ist, wie vieles, was man darüber hört. Technisch ist es unsinnig nicht nicht trennscharf, Trojaner und Viren zu unterscheiden. Im unkorrekten, unscharfen alltäglichen Sprachgebrauch aber gehts ja oft in die Richtung, dass sog. Viren "nur" irgendwas löschen, lähmen, zerstören, stoppen, schwarze oder blaue Bildschirme hervorufen oder vielleicht noch meine Kontakte auslesen. Und die sog. Trojaner sorgen für Indentitätsklau, Fishing, schleusen Tastaturscanner ein etc. Oder anders gesagt, das was umgangsprachlich "Virus" genannt wird,richtet "harmlosen Schaden an", "Trojaner" hingegen "kriminellen Schaden".

Wenn man dieser dezent unsinnigen Klassifizierung folgt, dann gehen viele Schilderungen in die Richtung, dass klassische "Virenschutzprogramme" sonstwas alles können nebenbei auch die "kleineren, harmloseren" sog. Viren recht zuverlässig finden, aber nicht Trojaner, die mit hoher krimineller Energie programmiert werden und sich ebenso gut verstecken.

Von daher die Frage, ob man sich genau genommen was gutes tut, wenn man über die Installation eines "Virenschutz"-programms einzeln auf Trojanerjagt geht (wie und womit auch immer, dann nochmal eine andere Frage.)

Deinen Link verstehe ich jetzt dahingehend, dass man das mit den dortigen oberen drei Programmen nicht braucht, mit allen weiteren theoeretisch schon...
 
Ich habe mit den ersten Beitrag noch einmal Wort für Wort durchgelesen und den zweiten Versuch von jancb11.

Da, wie du selbst bereits mehrfach bemerkt hast, trojanische Pferde auch nur Viren mit einer speziellen Verbreitungsmethode sind erübrigt sich meiner Meinung nach deine abschließende Frage im ersten Beitrag.

1. Es gibt kein Antivirenprogramm das alle Viren erkennt und jede Infektion verhindert.
2. Mehrere Antivirenprogramme auf einem Rechner behindern sich gegenseitig.
3. Man halte sein System immer aktuell (Sicherheitsupdates).
4. Ein trojanisches Pferd benötigt eine Handlung des Users um ein System zu infizieren.

Daraus folgt:
1. Man nutze das Antivirenprogramm seines Vertrauens.
2. Man überlege bei jeder unbekannten Datei ob man sie wirklich starten sollte.
3. Man lasse nie fremde Personen unbeobachtet an den Rechner.

Dies ergibt einen schon ziemlich guten Schutz gegen jede Art von Virus.

Willst du mehr?
OK!
1. Verbinde den Rechner niemals mit einem Netzwerk.
2. Verbinde niemals ungeprüfte Datenträger mit diesem Rechner.
3. Verhindere in jedem Fall den Zugang anderer Personen zu diesem Rechner.

Gruß gizmo0815

PS: Trojaner und Viren sind leicht zu unterscheiden. Trojaner = Opfer / Virus = Täter
 
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Danke! Wenn man, gesetzt den Fall, nun mal jener Statistik blind und ganz glauben zu dürfen, DenfenseWall, Emisoft oder Kaspersky benutzt, ist man also nahezu(!) vollkommen geschützt?!?
Aber auch nur nahezu vollkommen weil es eben im Idealfall nur die genannten 99% Schutz gibt. Die von dir genannten Programme zeichnen sich vor allem durch eine sehr gute Verhaltensüberwachung aus und sind für manches Virenschutz Programm ohne Verhaltensüberwachung oder mit einer eher schwachen Verhaltensüberwachung eine überlegenswerte Ergänzung wenn sie mit dem vorhandenen Virenschutz Programm kompatibel sind bzw sich mit dem vertragen. Keinesfalls sollte man 2 Virenschutz Programme mit identischen Hintergrundwächtern wie OnAccess Schutz zum Beispiel installiert haben. Hast du zum Beispiel nur ein Virenschutz Programm und keine Internet Security, kannst du schauen ob du daneben zum Beispiel Mamutu installieren möchtest oder als Alternative wenn dich eine Softwarefirewall nicht stört Comodo Firewall Defense+ oder Online Armor Free mit ihrem Programmschutz(HIPS).
Von daher die Frage, ob man sich genau genommen was gutes tut, wenn man über die Installation eines "Virenschutz"-programms einzeln auf Trojanerjagt geht (wie und womit auch immer, dann nochmal eine andere Frage.)
Um auf den letzten Absatz des Postings einzugehen: dafür kannst du neben dem vorhandenen Virenschutz Programm einen sog. OnDemand Scanner wie Malwarebytes Free oder Emsisoft Emergency Kit Free nehmen.
 
jancb11 schrieb:
Danke! Wenn man, gesetzt den Fall, nun mal jener Statistik blind und ganz glauben zu dürfen, DenfenseWall, Emisoft oder Kaspersky benutzt, ist man also nahezu(!) vollkommen geschützt?!?
Ich habe nirgends den Hinweis gefunden, ob bei Kaspersky die Cloud-Option aktiviert war oder nicht: denn wer die Datenschutzbedingungen akzeptiert, ist eindeutig nicht ganz sauber im Kopf! Aber immerhin braucht man sich dann über Schadprogramme, die Daten ausspionieren absolut keine Gedanken mehr machen - man hat sein Daten mit dem Klick auf Akzeptieren sowieso bereits mit allen Rechten an Kaspersky verkauft.
 
jancb11 schrieb:
Danke! Wenn man, gesetzt den Fall, nun mal jener Statistik blind und ganz glauben zu dürfen, DenfenseWall, Emisoft oder Kaspersky benutzt, ist man also nahezu(!) vollkommen geschützt?!?
Jeder Test hat Schwächen und deshalb sollte man immer mehrere Tests als Informationsquelle nehmen. Bei dem genannten Test wurde eine überschaubare Anzahl an Malware unmittelbar nach ihrem ersten auftauchen getestet. Das gibt einen Eindruck davon, wie gut das Programm mit unbekannter Malware klar kommt. Es lässt aber keine Rückschlüsse zu, wie stark der Einfluss auf die Performance ist oder wie oft es zu einem Fehlalarm kommt.
Kaspersky und Emsisoft (DefenseWall kenne ich nicht näher) verfügen über eine gute Verhaltenserkennung. Damit wird theoretisch jede Malware erkannt. Denn eine Verhaltenserkennung meldet nicht gefährliche Programme, sondern gefährliches Verhalten. Und Malware zeichnet sich eben durch schadhaftes Verhalten aus.
Es besteht natürlich immer die Möglichkeit, dass Malware geschaffen wird die ganz gezielt Lücken in der Verhaltenserkennung der gängigen Produkte ausnutzt. Genau wie jede andere Software haben auch Antivirenprodukte Schwachstellen und können ausgehebelt werden. Deshalb liegt der Schutz bei 99%.
Ein kritischer Punkt an der Verhaltenserkennung ist, dass auch gute Software potentiell schädliches Verhalten an den Tag legen kann.
Wenn sich ein Programm z.B. im Autostart einnistet wird das gemeldet werden (sofern das Antivirenprogramm das Programm nicht eindeutig als gut (Whitelist) oder eindeutig als böse (durch Malwaresignatur) erkennt). Da muss dann der Nutzer eine Entscheidung treffen. Deshalb kann eine gute Verhaltenserkennung auch nervig werden und kann unerfahrene PC-Nutzer stark verunsichern.



jancb11 schrieb:
Im unkorrekten, unscharfen alltäglichen Sprachgebrauch aber gehts ja oft in die Richtung, dass sog. Viren "nur" irgendwas löschen, lähmen, zerstören, stoppen, schwarze oder blaue Bildschirme hervorufen oder vielleicht noch meine Kontakte auslesen. Und die sog. Trojaner sorgen für Indentitätsklau, Fishing, schleusen Tastaturscanner ein etc. Oder anders gesagt, das was umgangsprachlich "Virus" genannt wird,richtet "harmlosen Schaden an", "Trojaner" hingegen "kriminellen Schaden".
Der alltägliche Gebrauch ist nicht korrekt, aber anders als du denkst.
Ein Trojaner ist KEIN Virus. Virus ist nicht der Oberbegriff für Schadprogramme, sondern ein Virus ist eine Art von Schadprogramm (genau wie Würmer, Trojaner ...). Der Oberbegriff ist Malware.

Ein Virus infiziert andere Dateien und kann damit das Verhalten von Programmen verändern.
Ein Trojanisches Pferd gibt vor, ein nützliches Programm zu sein, aber richtet heimlich Schaden an (z.B. in dem es einen Virus freisetzt).
Ein Wurm versucht sich über USB-Sticks, EMails etc. zu verbreiten.
Ein Backdoor sorgt für eine Lücke über der ein Hacker Zugriff auf den PC bekommen kann oder über den andere Malware eingeschleust wird.
Ransomware verschlüsselt bestimmte Dateien des PCs oder verhindert anderweitig den Zugriff darauf. Üblicherweise wird der Nutzer dann aufgefordert Geld zu bezahlen damit die Dateien wieder freigegeben werden.

Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Malware und wie oben schon geschrieben ist es das Ziel von allen Antivirenprodukten, gegen alle Arten von Bedrohungen zu schützen. Der Name Antivirus hat, wie oben geschrieben, historische Gründe.
 
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