VPN Router - Empfehlung

S

Struct

Gast
Guten Abend

ich möchte 3 Standorte über VPN miteinander verbinden. Leider habe ich nicht die geeigneten Router dafür (Speedports- und links). Nun würde ich gerne wissen, welche VPN Router ihr mir empfehlen würdet?

Habe gelesen, dass die Fritzbox 7490 das kann, aber mit fast 200€ wären das insgesamt 600 €.

Sollte man so viel investieren oder gibt es andere Router (inkl. WLAN), die günstiger und gleichwertig sind?

EDIT:
Mein Anbieter ist die Telekom und von ihr habe ich einen Speedport W723V und ein Speedlink 5501. Würde die Geräte durch VPN Router ersetzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Welche Upload Bandbreite besitzen Standorte? Du musst einen geeigneten Router mit genügend CPU Power für die Verschlüsselung und Throuput haben.
 
TP-Links mit openWRT? Alternativ gehen auch kleinere boxen, für um 100 Euro, dann nur weniger GBit Ports, analoge Anschlüsse und weniger WLAN Antennen, einfach mal bei AVM auf der Seite schauen.
Aber die Frage ist, ob auch Modem, VoIP oder andere Features nötig sind um die speedports zu ersetzen.
 
Ich glaube bis zu 2,4 MBit/s Upload, ja bei dem Speedlink werden die Anschlüsse ISDN und alle 4 LAN Ports verwendet. Außerdem noch die 3 analoge Leitungen.

speedlink.jpg
https://www.router-faq.de/anschluss/ZyXEL_Speedlink_5501.png


Also die 3 analogen auf dem Gerät, der ISDN ganz rechts (schwarz) und alle 4 LAN Ports
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn man nicht noch mehr dinge ändern will, wird der speedlink nicht ohne weiteres gegen ein Gerät mit VPN Funktion auszuwechseln sein.

Wenn bei den speedports auch VoIP genutz wird, gibt es dort auch nicht viele Alternativen.
Fritzboxen sind die bekannteste alternativen, gibt noch BinTec aber die sind (semi)professionell.


Vielleicht beschreibst du noch deinen usecase. Privat oder gewerblich? Richtung der Kommunikation und Volumen.
 
Ich werde die Tage mal alles genau auflisten und mich nochmal melden, sind noch zu wenig Informationen, die ich euch liefern kann. Bis hier hin vielen Dank :)
 
Fritzboxen schaffen meiner Erfahrung nach nur "bis zu" 3 Mbit per VPN zwischen zwei Fritzboxen. Auch an Anschlüssen mit 10 Mbit Upload. Falls du mal deinen Anschluss auf mehr als deine 2,4 Mbit änderst, könnten die Fritzboxen zum Flaschenhals werden.

Hier die Datendurchsätze der Be.IP Router:
http://www.bintec-elmeg.com/de/Leistungsfaehigkeit-der-beIP-Serie-3480.html
Die Digitalisierungsboxen der Telekom "sollen" baugleich sein, bringen allerdings eigene Firmwares.
http://geizhals.de/?cmp=1312937&cmp=1312923&cmp=1469173&cmp=1486992

Sannyboy111985 schrieb:
TP-Links mit openWRT?
Hast du dazu konkrete eigene Erfahrungen? Immer wenn ich danach stöbere, finde ich nur Router mit Versionen (v1, v2, v3, usw.), die man käuflich nicht erhalten kann. :D
 
Man muss ja nicht gleich den Internetrouter austauschen. Ein VPN-Gateway im Netzwerk kann das übernehmen. Hat man zB sowieso schon einen Server im LAN, kann man dort einfach einen VPN-Server bzw. -Client installieren und die Verbindung darüber laufen lassen. Wer's gerne getrennt hat, kann auch eine VM laufen lassen.

Consumer-Router wie TP-Links, etc. haben häufig das Problem, dass die CPU wenig Dampf hat und keine Crypto-Hardware verbaut ist. Die Verschlüsselung des VPNs muss daher komplett von der schwachen CPU übernommen werden.

Notfalls kann man das natürlich auch mit OpenWRT-Routern oder auch Kleinst-PCs wie einem Raspberry PI machen, wenn man sich dessen bewusst ist, dass die Rechenleistung überschaubar ist und das VPN unter Umständen stark ausgebremst wird. Auch diverse NAS (zB Synology) bieten häufig VPN. Auch da spielt die CPU natürlich eine entscheidende Rolle..
 
@Struct: Das klingt nach einem Plan und erlaubt uns dir bessere Tipps zu geben.

Wusste gar nicht das die Bintecs bei GH unter Telefonanlagen gelistet sind, aber der VPN Durchsatz ist ja ordentlich.


Die Frage ist, wie man seine VPN-Tunnel und Endpunkte organisieren möchte und wie viel Knowhow man mitbringt und wie hoch der Zeitbedarf sein soll.

Ein VPN-Boarder-Gateway (aka Router) mit "toller" (Geschmacksfrage) GUI macht es sicher einfach VPN Site-2-Sites einzurichten. Weder die Routen müssen konfiguriert werden noch muss man groß mit Port-Forwarding hantieren. Das bekommt man innerhalb kurzer Zeit eingerichtet, wenn man die Essentiels wie DynDNS und unterschiedliche Interne Netze hat. Bei AVM ist das zweimal gefühlt wie ein Programm zu installieren, Next-Next-Install-Done.

Ein VPN-Gateway (GUI gestützt) hinter dem heimischen NAT-Router für Site-2-Site macht eben genau zwei weitere Dinge nötig: Das Portforwarding und das Routing. Hier wird es schon etwas komplizierter. Zumal das NAT da auch nochmal reinhauen kann. Erst Forwardings einrichten, dann die Routen anlegen und dann die VPN-Konfig.

Eine VPN-selbstbau-Lösung ala eigener Server ohne GUI erfordert dazu auch noch die manuelle Konfiguration von den VPN auf beiden Enden nötig und das ohne menü gestütze Konfig. (Jeder der mal eine Site-2-Site Lionux ipsec.conf mit dem was das FritzVPN an angaben braucht verglichen hat, weiß wovon ich rede!)

Wenn das ganze kein vollwertiges Site-2-Site sein muss wird das ganze einfacher, aber genau das soll es hier ja werden, wie ich verstehe. Und das lustige, wie man kann sich den Status auf beiden Seiten vom Tunnel anschauen, wenn es nicht klappt.

Wobei dann natürlich auch das Protokoll eine entscheidende Frage ist. Viele fertige Boxen bieten meist nur IPSEC, welches vom aufbau her komplizierter ist, als beispielsweise OpenVPN. PPTP vergesse ich mal, da es nicht mehr sicher ist.

Ganz so schwach sind Consumer Router oder auch ein Raspi nicht:
Raspi (meiner bei einem Load von rund 1.5) schaft ~15Mbit bei AES256 und 20Mbit bei 128:
Code:
me@myraspi ~ $  openssl speed  -evp aes-256-cbc
OpenSSL 1.0.1t  3 May 2016
type             16 bytes     64 bytes    256 bytes   1024 bytes   8192 bytes
aes-256-cbc      14439.86k    15970.13k    16467.24k    16270.26k    16580.61k
me@myraspi ~ $ openssl speed  -evp aes-128-cbc
OpenSSL 1.0.1t  3 May 2016
The 'numbers' are in 1000s of bytes per second processed.
type             16 bytes     64 bytes    256 bytes   1024 bytes   8192 bytes
aes-128-cbc      17756.07k    20286.14k    21239.26k    21709.83k    21357.91k
Oder mal bei OpenWRT vorbeischauen, da gibt es viele Ergebnisse:
TP-Link WR841ND @AES256: ~ 3804k
TP-Link TL-WR1043nd v2 @AES256: ~9820k
TP-LINK Archer C7 @AES256: ~ 10245k
Raspi B2 @AES256: ~24032k
Celeron N3150 @AES265: ~30169k


@Wilhelm14: Was für Erfharungen mit TPLink und OpenWRT meinst du?
Ich hatte bzw. nun wieder einen 841 mit OpenWRT als reinen AP im einsatz und es läuft.
Zugegeben die Box hat nicht viel Ressourcen für Spielereien was zusätzliche Packages angeht.
 
Kann ich bestätigen. Beim 841er v11 hat TP-Link den Speicher anders aufgeteilt. Spielt man nun OpenWRT auf (bisher nur trunk-Version), hat man keine GUI. Luci lässt sich leider auch nicht nachinstallieren, weil kein Speicherplatz verfügbar ist.

DD-WRT dagegen lief einwandfrei.
 
Moin,

ich rege an dieser Stelle einmal an, auch die Geschwindigkeiten der Internetzugänge zu posten.
Es bringt nichts, nach dem Router mit dem höchsten Datendursatz zu suchen, wenn der Anschluss dies nicht ausreizen kann (und wird).

Zusammengefasst gibt es folgende Optionen:

1) VPN über die Router (BinTec, Mitronik,...)
+ Einfach
- neue Router notwendig
- Leistung ist begrenzt (Mitarbeiter + Standorte-VPN kann knapp werden)

2) VPN-Gateway
+ hohe Geschwindigkeit/Leistung
+ jederzeit skalierbar
- vergleichsweise aufwendig
- fortgeschrittene Netzwerkkentnisse nötig

3) Router mit OpenWRT/DD-WRT / Raspberry
+günstig
-Leistung sehr begrenzt

Aber nun warten wir auf deine Liste :)

Gruß
 
Wilhelm14 schrieb:
Fritzboxen schaffen meiner Erfahrung nach nur "bis zu" 3 Mbit per VPN zwischen zwei Fritzboxen. Auch an Anschlüssen mit 10 Mbit Upload. Falls du mal deinen Anschluss auf mehr als deine 2,4 Mbit änderst, könnten die Fritzboxen zum Flaschenhals werden.
Habe hier ein VPN zwischen 2 AVM 7490. Kopieren einer Datei mit mehreren Hundert MB Größe erfolgt im Schnitt mit 1,38 MB/s -> 12 MBit/s. Zumindest die 7490 dürfte dann bei 2,4 MBit/s Upload nicht zum Flaschenhals werden.
 
Danke für den Hinweis. Genau zwei 7490 gegeneinander habe ich noch nicht gehabt. Die 12 Mbit erreichst du mit was für Anschlüssen? VDSL Vectoring 100/40?

error schrieb:
...ich rege an dieser Stelle einmal an, auch die Geschwindigkeiten der Internetzugänge zu posten. Es bringt nichts, nach dem Router mit dem höchsten Datendursatz zu suchen, wenn der Anschluss dies nicht ausreizen kann...
Wurde daher gleich in Beitrag#2 gefragt und in Beitrag#4 beantwortet: 2,4 Mbit. 7490 im Angebot für 150 bis 200 EUR wären evtl. die Wahl. Dem Bintec Be.IP (ohne plus) fehlt die Telefonanlage.
 
Struct schrieb:
Habe gelesen, dass die Fritzbox 7490 das kann, aber mit fast 200€ wären das insgesamt 600 €.

Und was für Kosten fallen an, wenn die Tunnel mal spontan nicht funktionieren? Wer stößt alle X Wochen nen reconnect an, wenn es mal scheitert?
 
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