revan. schrieb:
Niemand der seriös ist und sich damit beschäftigt behauptet auch je etwas anderes?
Eben. VPN-Anbieter werben aber gerade damit, dass durch die Nutzung ihres Dienstes die "Onlinesicherheit gewährleistet ist" obwohl das eben
nicht pauschal gilt, sondern von der Betrachtungsweise, dem konkreten Anwendungsfall abhängt. Das ist nun mal ein Stück weit unseriös, weil man dem Kunden verschweigt, dass sowohl die Sicherheit als auch die Anonymität deutlich komplexer ist als dargestellt wird.
revan. schrieb:
Außerdem ist dir wohl auch klar, dass der VPN Anbieter gar nichts machen kann außer Logs erstellen!? Die Daten alle zu speichern bringt Ihm nichts, da heutzutage fast alles über HTTPS geht.
Und was kann der Internet-Provider tun? So ziemlich dasselbe. Ich sage ja, dass es darauf ankommt was man sich von der "Sicherheit" verspricht. Alles was der Internetprovider tun könnte, kann der VPN-Provider ebenfalls - ggfs unter unbekannten gesetzlichen Voraussetzungen.
revan. schrieb:
Man benutzt VPN am Anschluss zu Hause schließlich auch nur damit der ISP die Verbindungsdaten nicht nachvollziehen kann. Die Passwörter und anderes bekommt der ISP trotzdem nicht wegen HTTPS.
Ach, tut man das? Ich nutze "VPN am Anschluss zu Hause" aus anderen Gründen, um mich zB mit dem Firmennetzwerk zu verbinden.
In deinem Szenario verschiebt man das Problem der Nachvollziehbarkeit lediglich vom Internet-Provider auf den VPN-Provider. Auch wenn die VPN-Provider stets beteuern, dass sie keine Logs führen, muss das noch lange nicht der Fall sein. HTTPS ist da kein Argument, da das letztendlich für den Internet- und den VPN-Provider gleichermaßen gilt.
revan. schrieb:
Und es macht einen riesigen Unterschied in welchem Land Verbindungsdaten erhoben werden.
Ganz genau. Wenn man die Datenschutzgesetze des Serverstandorts nicht kennt, weiß man auch nicht was alles gespeichert wird. Es ist für Ermittlungsbehörden nu wirklich kein Hexenwerk im Falle eines Falles bei einem VPN-Provider Daten abzufragen, sofern welche gespeichert werden - was man ja nicht mit Sicherheit weiß.
revan. schrieb:
Du solltest dich näher mit der Materie befassen. Deine Aussagen sind falsch.
VPN erhöht die Sicherheit und den Datenschutz. Sagt jeder Sicherheitsexperte und zufällig Leute die in dem Bereich Ihren Bachelor und Master machen.
Nein. Ich rede davon, dass man mit einem VPN
nicht per Definition die Sicherheit erhöht, weil es um den konkreten Anwendungsfall geht, wie es angewandt wird. Eine Ritterrüstung erhöht auch nicht pauschal die körperliche Sicherheit, weil es auf den Kontext ankommt. So wäre man bei elektrischen Arbeiten zum Beispiel schlecht beraten mit einer Rüstung beraten, meinst du nicht auch?
revan. schrieb:
Hast du einen Master in Informatik oder bist du jemand der im Internet einfach irgendwas behauptet? Ich kann es mir denken!
Zufällig ja, Master in Technische Informatik, wenn du es genau wissen willst. Ich arbeite täglich mit VPNs.
Man sollte vorsichtig sein, solch große Töne zu spucken, wenn man nicht seinerseits die eigene Kompetenz belegt (soweit das in einem anonymen Forum überhaupt möglich ist). Da ich mich aber nicht auf dein Niveau begeben möchte, werde ich nicht über deinen Hintergrund mutmaßen.
revan. schrieb:
Informiere dich über die Gesetze (2 Parapraphen sind hier sehr wichtig) HTTPS, die Technik hinter VPN und warum man es benutzt. Nach deinem Posting ist davon auszugehen dass du es nicht verstehst und vermutlich auch meine Antwort nicht verstehen kannst / willst da im Internet keiner gerne etwas zugibt wenn man erst mal auf dicke Hose macht und merkt das man von der Materie keine Ahnung besitzt.
Ich weiß nicht warum du gleich persönlich wirst? Ich rede nur davon, dass VPNs insbesondere von der Werbung der Anbieter oftmals als Allheilmittel angepriesen werden und eben genau das nicht der Fall ist. Hier im Forum gab es schon zahlreiche Threads zu dem Thema, die voller Missverständnisse waren. Jemand meinte sogar mal, dass er mit Cyberghost und Co ja auch gefahrlos auf illegalen Seiten surfen kann und sich so dann keine Viren einfängt.... Soviel zur
pauschalen Erhöhung der "Onlinesicherheit".
revan. schrieb:
Vielleicht kannst du mir / uns ja noch diese sinnlose Floskel erklären, denn ich habe eben (nochmals!) genau erklärt wo es Sinn macht einen VPN einzusetzen und es gibt keinen anderen Einsatzweck oder andere Art des Einsatzes wie du das hier in den Raum stellst. Aber ich verstehe, wolltest halt etwas los lassen^^
Und Nein, mehr als das ich beschrieb kann man mit VPN nicht machen.
Für dich ist also der
einzige Einsatzzweck eines VPNs die Verschleierung der Verbindungsdaten vor dem ISP?
Vielleicht solltest du mal darüber nachdenken, dass man mit einem VPN durchaus mehr tun kann als das... Wie wäre es zum Beispiel mit Standortverbindungen? Ob der ISP Verbindungsdaten sehen könnte oder nicht ist dabei vollkommen unerheblich, weil es um die verschlüsselte Datenverbindung zweier Netzwerke geht und ggfs mit dem Internet überhaupt nichts zu tun hat - abgesehen vom Transportkanal.
revan. schrieb:
Übrigens, mit VPN ist man weder anonym noch sicher in dem Sinne wie es manch einer denkt.
So sieht's aus. Anonymität - ebenfalls ein oft propagiertes Werbeversprechen der VPN-Anbieter - ist vielschichtig. Die IP-Adresse ist nur
eine Möglichkeit, einen Internetnutzer zu identifizieren. Mit diesem Satz bestätigst du genau meinen Punkt, vielen Dank.