Wahl des Arbeitsplatzes: Was ist euch wichtig?

gaunt

Lt. Commander
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2.016
Hi
wollte einfach mal in die Runde fragen wie ihr es mit der Wahl des Arbeitsplatzes haltet und welche Kriterien für euch wichtig sind.

Ich zum Beispiel bin mittlerweile anfang 30, beziehungsmäßig gebunden und mag mein privates und berufliches Umfeld. Ein Job der ganz OK ist und angenehme Kollegen.
Spricht also alles dafür alles zu lassen wie es ist.

Aber: Wo anders kann man mehr verdienen und neues erleben. Weiterentwicklung beim aktuellen Brötchengeber ist nur mäßig möglich. Der alte Trott wird langweilig und man bekommt Hummeln im Allerwertesten. Es war ja alles OK. Aber was neues wäre OKer...

Ich bekomme immer wieder Jobangebote die teilweise wirklich verlockend sind. Aber man sucht sich immer Gründe doch vor Ort zu bleiben. "Das Projekt dauert ja nurnoch 3 Monate... aber dann!..."

Ich hab bis dato meinen primären Arbeitgeber alle 2-4 Jahre gewechselt. Und jetzt wäre es mal wieder so weit. Aber die Frau (und ich ja eigentlich auch) will Kinder, der Wohnort wird zementiert und eigentlich ist ja alles gut.

Aber die Hummeln...

Wie geht ihr mit sowas um?!? Wie entscheidet ihr wohin ihr geht... Familie und gewohntes oder Kohle und neue Herausforderungen? Lasst mal drüber quatschen.

greetz
Gaunt
 
Ich habe es immer so gehalten wenn die Möglichkeit besteht mehr Geld zu verdienen ist und ich meinen Wohnort nicht wechseln muss nehme ich das gerne mit.

Aber die Arbeitsbedingunen und das Arbeitsklima müssen auch stimmen.
 
Also in meinem bisher noch relativ jungen Angestelltenleben halte ich das Klima für am wichtigsten.
Wenn es mit den Kollegen stimmt und das Tätigkeitenfeld dich anregt, dann würde ich bleiben wo du bist.
Wenn nicht, dann wechsel.

Dass das Gehalt mit reinspielt ist klar. Aber wegen 100€ mehr im Monat n Job machen, der einem keinen Spaß macht oder wo die Kollegen Ärsche sind, wäre schon ein großes Opfer.
 
moin,


die frage ist echt schwierig.
aber das was die frage schwierig macht ist "deine frau" was sagt sie denn dazu?
so lang wie noch keine kinder unterwegs sind kann man nochmal experimentieren wenn die frau mit macht.

das andere ist wirklich das umfeld - super kollegen sind wirklich durch nichts zu ersetzen.

wo willst du hin? lohnt sich der mehr verdienst zum aufwand?
also ich würde jetzt zb net für 200€ mehr nach münchen ziehen - da bezahl ich fürs leben ja mehr wie hier zb.

darf ich fragen was du arbeitest?
 
gerade wo die Lebenshaltungskosten angegeben werden...

Das finde ich ein nicht zu vernachlässigender Faktor.

Meist unterschätzt man wie teuer manch eine Stadt, nicht nur von Miete, sondern auch von den Lebenshaltungskosten, zu einer anderen Stadt sein kann.

Unter umständen fressen sich da 300 und mehr EUro weg, sodass das verdienstplus wech is!


Gegen Hummeln im Hintern kann aber keiner was machen;) wenn du die nicht "bändigst" musst du ihnen nachkommen und wechseln....
 
Ich stand letztes Jahr vor dem gleichen "Problem".
Eigentlich wollte ich endlich wieder was neues (bin hier nun schon im 6. Jahr). Hatte dann auch mehrere Jobangebote mit bis zu 800 € mehr. Nach kompletten durchrechnen mit Fahrtkosten und Fahrtzeit (1 Std. 15 Min. einfache Fahrtzeit statt 15 Min.) usw. bin ich auf einen Unterschied von ca. 100 € gekommen.

Da waren mir die Kollegen, der relativ sichere Arbeitsplatz und alles drumherum lieber. Ende letzten Jahres kam dann unsere Tochter auf die Welt und nun bin ich froh, dass ich nicht gewechselt bin.

Ich hoffe ich konnte Dir etwas helfen, gerne auch per PN.

Gruß
Rego
 
Ich arbeite seit 7 Jahren über eine Zeitarbeitsfirma beim gleichen Arbeitgeber. Eigentlich sollte das ganze nur 6 Monate gehen, wurde aber immer 6 bis 12 Monate verlängert.

Ich habe einen Arbeitsweg von 2 Stunden, bin als 4 Stunden am Tag nur unterwegs, aber trotzdem habe ich keine Motivation zu wechseln, weil das Arbeitsklima einfach genial ist und Spaß macht. Allerdings dürfte der Wechsel auch schwer werden, da ich noch nie in meinem eigentlichen Beruf gearbeitet habe ...

Woanders hinziehen kommt eigentlich auch nicht in Frage weil die Familie in der Umgebung wohnt und meine Freundin einen guten Job in der Nähe hat...
 
Ich bin der Meinung, das Geld alleine nicht glücklich macht. Sicherlich ist es schön "viel Geld zu verdienen, wenn ich dafür jedoch auf ein gutes Arbeitsklima verzichten muss, mir die Arbeit evtl. keine Spass macht und ich eine weite Anfahrt habe, verzichte ich lieber auf das Geld und bin zufrieden, wenn ich dabei natürlich über die Runden kommen kann.
 
Nette Kollegen in einer Stadt mit nicht allzu hohen Lebenshaltungskosten und max. 20km Arbeitsweg, damit ich ganzjährig gemütlich mit dem Radl hin komme.
 
Das wichtigste ist für mich ist das Arbeitsklima und das es in der Firma Spass macht. Wenn das nicht gegeben ist, gucke ich nach was neuem.
Wenn das ganze aber sehr weit weg ist und man in einer guten und funktionierenden Beziehung ist, wird es schwieriger, da muss man sich dann mit dem Partner unterhalten, ob dieser mit umziehen würde.
 
Gutes Arbeitsklima, interessante Tätigkeit und kein allzu weiter Arbeitsweg kommen bei mir an den ersten Stellen. Die Verdienstmöglichkeiten sind sekundär. Mir schwebt ein auskömmliches Dasein vor - mehr nicht - und das am liebsten im öffentlichen Dienst. Außerdem würde ich gerne in meiner Heimatregion bleiben und hoffe, dass sich dafür eine Gelegenheit auftut, wenn ich mein Studium beendet habe.
 
solange du keine verluste hinnehmen musst, hinsichtlich familie, job-freude/-spaß oder kollegen bzw. umszug, nehme ich mehr geld immer an :)
 
~ gutes Klima, also innen, nicht außen
~ halbwegs Geld verdienen, dass man mit einem job auskommt
~ geringe Anfahrt wenn es geht
~ das Wichtigste: Die Arbeit sollte ein wenig Spass machen!
 
ganz wichtig es muss einem noch Spaß machen
das Geld ist nicht zu vernachlässigen, man sollte gut leben können
geringe Anfahrtszeiten bzw. Anlaufzeiten
gute und nette Kollegas

sollte eines davon nicht mehr sein, dann wirds Zeit für was Neues.
 
Gutes Klima ist, wie ich finde, das wichtigste.

Ich versuche jetzt nach dem ich seit einem halben Jahr mit meiner Ausbildung fertig bin was neues zu finden, weil das Klima einfach schlecht ist. Ich versuche natürlich etwas zu bekommen, wo ich wenigsten genauso viel wie jetzt verdiene. Lieber wäre mir natürlich noch mehr, das ist aber sekundär.

Das schlechte Klima führt bei mir teilweise nämlich echt dazu, dass ich auch schlechte laune mit nachhause nehme... Das geht finde ich gar nicht!
 
ganz wichtig, fast das wichtigste für mich:
du musst morgens glücklich bzw freudig aufstehen! -> klima usw.
 
Ich kann den meisten hier nur zustimmen und würde persönlich auch ein etwas geringeres Gehalt in kauf nehmen, wenn dafür das Klima stimmt. Es gibt nichts schlimmeres als morgens mit bauchweh zur Arbeit zu fahren und sich zu fragen, wie lange das wohl noch weiter geht.
 
Ich hatte neulich ein interessantes Gespräch mit einer Executive Search Beraterin, in der Branche wird sehr viel Zeit darauf verwendet, der Familie der zu vermittelnden Führungskräfte den Umstieg zu erleichtern - das geht von der Wohnungssuche über das vermitteln Familientauglicher Krankenversicherungen bis hin zum Kindergartenplatz für die Sprösslinge. Wenn dir also das Klima wichtiger ist als das Geld, bist du in guter Gesellschaft - die Leute, die da vermittelt werden, stehen ohnehin alle gut in Lohn und Brot.

Wichtiger als der (ich unterstelle mal nicht allzu große) Gehaltsunterschied wäre dann schon die Frage der beruflichen Perspektive. Wenn man neu in einem Unternehmen einsteigt, fällt es oft beiden Seiten einfacher, unvoreingenommen Stärken und Schwächen zu beurteilen und ggf. die Kompetenzen des Arbeitnehmers sukzessive auszuweiten. Der Karriereschub, der nach dem Jobwechseel kommt, ist oft größer, als der durch den Jobwechsel selbst.

Da du ja offensichtlich ganz zufrieden mit deinem Arbeitsumfeld bist, solltest du nicht den nächstbesten Job annehmen, nur weil du auf Veränderungen aus bist. Ich würde das offen mit den Vorgesetzten besprechen - wobei da nicht viel rauskommen wird, wenn die Perspektiven in dem Unternehmen wirklich so mager sind - und gezielt die sehr gut klingenden Angebote kritisch betrachten. Wenn ein besserer Job mit besseren Perspektiven und ähnlichem Arbeitsklima dabei ist, sollte man den Wechsel wirklich in Betracht ziehen. Manmuss ja nicht nur an heute, sondern auch an morgen denken.
 
Hoi,

mein oberstes Kriterium bei der Wahl des Arbeitsplatzes war die Sicherheit - sowohl was das Bestehen des Beschäftigungsverhältnisses als auch die regelmäßige Entgeltzahlung betrifft. Gerade hier in den strukturschwachen (neueren) Bundesländern ist das einer der wichtigsten Faktoren. Ein Wechsel in die Ferne kam für mich nie in Betracht, dazu bin ich viel zu Heimatverbunden.

Seit meinem Berufsstart und dem Studium bin ich beim gleichen Dienstherrn - einer Kreisverwaltung - und da ich seit einigen Jahren meine Lebenszeiturkunde habe, stehen die Chancen gut bis zum Ende meiner Dienstzeit bei meinem Dienstherrn zu bleiben. Natürlich werde ich die Abteilungen wechseln, aber Dienstort und Sicherheit ändern sich nicht. Sicherlich ist die Besoldung nicht überragend - wenn ich hier zuweilen die Gehälter lese, aber sie reicht für ein gutes Leben. Aufstiegschancen sind vorhanden, wenn auch nicht so steile wie in der freien Wirtschaft. Auch gibt es sicher aufregendere oder erfüllendere Arbeit als die Verwaltung und ich habe mehr Potential als ich hier einsetzen kann (das ich halt in die Freizeit stecke). Diese Schattenseiten nehme ich aber für Sicherheit und Planbarkeit in Kauf.

Das Arbeitsklima sollte trotzdem nicht vernachlässigt werden. Ohne gute Kollegen wird jede Tätigkeit zum Albtraum. Von sowas bin ich gottseidank verschont worden, sehe aber tagtäglich das Gegenteil.


- Harry

P.S.: Wenn sich allerdings mal die Gelegenheit gibt nach Nordfriesland an die Küste zu wechseln ... dann, ja dann könnte ich sogar abenteuerlustig werden. :)
 
30 ist noch jung. Die Angebote werden dir auch irgendwann nicht mehr angeboten und dann sitzt du fest. Solange man die Möglichkeit hat, sich weiter zu entwickeln und weiter zu kommen, sollte man diese auch nutzen. Wenn du zu lange stehen bleibst...

Natürlich gehts dabei nicht nur ums Geld. Wer kein Spaß auf der Arbeit hat, wird auch zu Hause nicht glücklich sein und es auf die Familie abwälzen. Daher würde ich einfach mal die Firma ansehen, vielleicht Kontakt zu den ein oder andren Kollegen aufbauen nur um zu sehen wie man mit diesen zurecht kommt. Passt es halbwegs, würde ich wechseln. Ein bisschen Glück gehört natürlich auch dazu.
 
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