so eine ähnliche problematik beschäftigt mich momentan auch, aber nicht auf den konkreten arbeitgeber/arbeitsplatz bezogen sondern eher bezüglich arbeitsfeld. hab ein magisterstudium gemacht und bin momentan in einem bereich tätig, mit dem ich mich zwar arrangieren kann, aber der eher einen randbereich meines studiums darstellt und mit dem ich mich nicht wirklich identifiziere. nun frage ich mich, ob ich erstmal dabei bleibe und sehe was kommt (der hunger kommt beim essen) oder ob ich mich engagierter darum bemühe in eine andere tätigkeitsrichtung zu kommen. ob man in nem neuen bereich die karriereleiter hochfällt ist nicht sicher, im momentanen bereich habe ich aber schon das gefühl, dass es nahezu ausgeschlossen ist einen deutlich höheren sozioökonomischen status zu erlangen. ich habe halt die befürchtung, dass die chancen für einen umstieg mit zunehmender dauer eher geringer werden. ist das halbwegs nachvollziehbar?
zum topic - und da beziehe ich mich mal auf viele gespräche die ich über arbeitszufriedenheit und wechselgedanken hatte:
haste keine arbeit, biste nach ner zeit nur froh irgendwas zu haben
haste n job der dich nicht fordert bist du unzufrieden, ebenso wenn du dich überfordert fühlst
haste n job, der dir keinen spaß macht, dann macht dich auch der lohnzettel nicht zufrieden
haste n job, der dir spaß machst, fragste dich ob du nicht was besser bezahltest bekommen könntest usw. (das hab ich momentan so ein bisschen, wenn ich so von der bezahlung höre, die leute bekommen die in den alten bundesländern arbeiten - das ist das 2-3fache von meinem brutto)
rein statistisch gesehen, sind wohl 80% aller leute mit ihrem job unzufrieden, die meisten von denen wechseln nicht, da sie denken woanders wäre es auch nicht besser (siehe meine vorhergehende aufzählung).
in der zeitschrift für psychologie (sept.2009) ist n artikel, der sagt: von denen, die an ihrem arbeitsplatz unzufrieden sind, verbessert sich die zufriedenheit bei denen, die in andere unternehmen/arbeitsfelder wechseln am meisten, bei denen die im unternehmen wechseln, verbessert sich kaum was und für die, die sich nur innerlich mit kündigung beschäftigen wirds meist immer schlimmer.