Der Thread liest sich für mich sehr abenteuerlich. Fragen wir mal an:
4Helden schrieb:
Also in der Regel wird es keine Alpenüberquerung, sondern halt normale Wanderwege.
"Normale Wanderwege" ist ein schwammiger Begriff. Der eine versteht da 5km auf einem Feldweg entlang eines Flusses darunter, der andere 20 km mit 1200 Höhenmeter auf 30cm breiten Steigen mit vereinzelten Passagen, an denen ein Drahtseil als Handgriff gespannt ist. Die beiden werden sicher nicht dieselben Schuhe haben, obwohl beide in deren Augen "normale Wanderwege" gehen.
Also wie bekommt man mehr Systematik rein? Der beste Startpunkt ist die Schuheinstufung von Meindl:
https://meindl.de/service/anwendungsgebiete/
4Helden schrieb:
Auch sollten wir mal Richtung Schnee (Kitzsteinhorn zb.) gehen
Mal kurz nachgeschaut: Das Kitzsteinhorn hat 3200 Meter. Der Gipfel wird wohl nicht gemeint sein? Denn das gehört für mich zu den Hochtouren, das macht man nicht als Einsteiger. Selbst routinierte Bergsteiger gehen sowas nur im Hochsommer. Oder meinst du "mit Seilbahn hoch, 3 Meter um die Bergstation, und dann geht es wieder zurück"?
Und lass sich bitte nicht vom Begriff "Schnee" täuschen. Zu Ostern ist das kein Schnee mehr, sondern dickes Eis. Ohne entsprechende Ausrüstung (feste Bergstiefel, Stöcke, Grödel): Finger weg!
Nächster Punkt: Bergstiefel kauft man niemals online. Denn je nachdem, was du vorhast, verbringst du mal 10 Stunden am Stück darin. Die müssen also wirklich passen, viel besser als Alltagsschuhe. Also dringender Rat: Ab zum nächsten Sportfachgeschäft, dort Schuhe gründlich testen und einen aussuchen. Idealerweise rechtzeitig vor dem Urlaub, um die einzugehen.
Keine Angst vor solchen Geschäften, die Beratung ist da immer top. Oft auch mit erfahrenem Personal, die selbst viel Sport draußen machen. Das wichtigste ist: Du musst denen beschreiben können, welche Wege / Gipfel du gehen möchtest. Dann können die dir bei der Wahl des richtigen Schuhs helfen.
Weiterer Hinweis: Überschätze niemals deine Kenntnisse. Im Zweifelfall: Umdrehen, das ist keine Schande. Fang klein an (Wanderungen im Tal, erste Grashügel). Finde so schrittweise heraus, wie viele Kilometer / Höhenmeter du packst.
Vergiss auch nicht die restliche Ausrüstung: Gute Kleidung für warm/kalt/nass, Sonnenschutz, und reichlich zu trinken. Etwas Vorsorge für Notfälle (Erste-Hilfe-Set, Taschenmesser, Stirnlampe) ist auch sinnvolles Gepäck.