Wann kommt flächendeckendes highspeed DSL?

keck

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Weiß jemand ob irgendwann mal eine von diesen coolen DSL anbietern wie Telecm oder 1&1 mal irgendwie auf die idee kommen, flächenddeckend schnelles DSL zu machen? Ich meine sieh verbessern ja das internet in den städten dauernd so dass man da dann nun 150.000 haben kann, und da das immer noch nicht genug ist werden sie es auch noch weiter verbessern, aber wieso können sie nicht einfach mal machen das man auch außerhalb von so tollen groß Städten schnelleres internet als maximal 8.000 haben kann?
Natürlich kümmert sich um sowas niemand, es ist ja viel wichtiger, den gamern etc. bald für jeden GB ein paar euro aus der tasche zu ziehen.....

Ist auch toll das sich unsere regierung für themen die irgendwie auch mal für die Bürger wichtig sind und nicht nur für große firmen einsetzt, aber ich finde es jetzt auch viel wichtiger, darüber zu diskutieren ob die steuer von irgendwas erhöt werden soll.
 
Sagt dir Wirtschaftlichkeit was? Das nächste mal nicht CDU wählen, vielleicht wird's dann auch mal was mit der Verstaatlichung essenzieller Infrastruktur.
 
Denke doch selber einmal über die Gründe nach! Ist es nicht wirtschaftlicher ein Areal von 3000 Anschlüssen aufzurüsten als ein Dorf mit 10 Anschlüssen? Kosten/Nutzen-Faktor...
 
Was willst du von uns höhen?

Das es sich nicht lohnt außerhalb von Ballungsgebieten zu investieren ist schon seid langem bekannt. Und sinnloses Regierungsbashen hilft hier auch nicht weiter.
Wende dich an den Dorf(?) Vorstand und sammelt genug Teilnehmer, die schnelleres Internet wollen, denn wenn es genug Interessenten gibt, wird auch ausgebaut. Angebot und Nachfrage halt.
 
Ich meinte damit, das sie das auch mal ein bisschen unterstützten könnten. Ich estland ist soweit ich weiß ein highspeed anschluss im Grundrecht festgehalten..
Ergänzung ()

Das schlimme ist ich wohne nicht einmal so abgelegen....
 
keck schrieb:
Ich estland ist soweit ich weiß ein highspeed anschluss im Grundrecht festgehalten..

Das stimmt... Heißt aber noch lange nicht, dass jeder einen eigenen Highspeed-Anschluss in den eigenen vier Wänden hat
Ihre ersten Internet-Gehversuche unternahm Madise 1995, als es in Deutschland gerade 250 000 Internet-Anschlüsse gab. Dass Deutschland Estland diesbezüglich heute überholt hat, liegt vor allem daran, dass die Nordlichter zu Hause keine Flatrate brauchen – sie können ohnehin überall kostenlos online sein.
http://www.wiwo.de/erfolg/trends/internet-estland-lebt-die-zukunft-vor-seite-all/5670172-all.html
 
...dann solltest Du hier vielleicht nicht im Forum rumtrollen und Deine Zeit verschwenden. Sondern ne Unterschriftenaktion machen, an die richtigen Stellen schreiben (die richtige Stelle ist nicht dieses Forum) usw. .Vom anonymen Rumflamen in Foren hat sich in diesem Land bisher eher selten etwas geändert - und das ist auch gut so.
 
Es kommt in den nächsten Jahren per LTE im 800Mhz Band.
Diese Frequenz reicht 12km weit und ist für den flächendeckenden Ausbau gedacht.

Wirtschaftlichkeit:
Es ist nicht wirtschaftlich 70% der Bevölkerung auf DSL 2000 und darunter herumdümpeln zu lassen.
Gerade die Leute mit mehr Kohle wohnen nicht in der Innenstadt.
Langsam kommt man da auch in der BRD und Österreich drauf, daß schnelles Internet am Land wichtig ist.
Man muß mittlerweile schon beim Haus bauen darauf achten in keinen Netz-Loch zu bauen...
Gemeinden die Leute anlocken wollen, sollten also mit einem guten Netzausbau werben.

Sooo teuer ist es nicht zumindest DSL 8000+ anzubieten.
Das sind oft nur Investitionen von ein paar 100 Euro für einen Repeater für eine ganze Siedlung.
 
Ich glaube viele würden sich über DSL 8000 schon freuen...gibt noch genug, die mit DSL 2000 rumkrebsen, und selbst damit kann man noch halbwegs vernünftig surfen im Vergleich zu DSL light...
 
Naja, ist alles ein zweischneidiges Schwert. Wenn man Highspeed für Dörfer billiger macht, indem man es für Städte teurer macht - wie das bei der Telefonleitung gemacht wurde - fördert man die Zersiedelung, die für die Umwelt schlecht ist, sowohl was den Energieverbrauch für Arbeitswege als auch, und das wiegt meiner Meinung schwerer, was den Raum für Tiere betrifft. Ums mal direkt zu sagen: Wölfe haben Reviere, die hundert Quadratkilometer groß sind, da ist nichts mit: "ich schaff hier mal einen halben Hektar Naturpark, wo der 'natürlich' leben kann." Bei uns wollen wir solche Tiere nicht haben, weil jedes Dorf in Deutschland noch eine Stadt in der Nähe hat, aber wenn die Afrikaner Löwen und die Asiaten Tiger nur noch in Zoos haben wollen, regen wir uns auf.
 
keck schrieb:
Ich meinte damit, das sie das auch mal ein bisschen unterstützten könnten. Ich estland ist soweit ich weiß ein highspeed anschluss im Grundrecht festgehalten..
In Deutschland gibts ja auch irgend so eine Verordnung. Nur das da alles ab DSL Light gemeint ist. Daher ist die Frage, was in Estland "HighSpeed" ist.

keck schrieb:
außerhalb von so tollen groß Städten schnelleres internet als maximal 8.000 haben kann?
Selten so gut gelacht. Außerhalb der Stadt ist man meist mit 2.000 schon gut bedient. Ich wohne in einer Großstadt (an einer Hauptverkehrsstraße und 10min Fußweg zum Stadtzentrum) und mehr als 6,2Mbits sind selbst hier nicht drin. Den VDSL Kram gibt es gefühlt nur auf 3 Straßen in jeder Millionenstadt.
 
Marius schrieb:
Sooo teuer ist es nicht zumindest DSL 8000+ anzubieten.
Das sind oft nur Investitionen von ein paar 100 Euro für einen Repeater für eine ganze Siedlung.

Ich glaube dir ist nicht bewusst wie teuer es ist Kilometerweise Glasfaserkabel in Dorf x zu legen damit die Leute Dort HighSpeed DSL bekommen.

Wenn man beschlossen hat diese Investitionen zu tätigen, ja wo macht man das ? Dorf mit 1000 Einwohnern oder 5000? Richtig mehr Potenzielle Kunden ist die einzig Wirtschaftliche Entscheidung.

1&1 und co bauen mal nichts aus, wenn jemand was macht ist es die Telekom und die muss sich halt überlegen ob es überhaupt lohnt weil die neuen Kunden dann zu billigeren Resellern wie 1&1 wandern.

UM, KD oder KBW haben den Vorteil diese bauen aus und der Kunde ist danach auch bei ihnen, diesen Luxus hat die Telekom nicht *g .
 
Wenn ihr recht nah an ner Stadt wohnt, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, das Internet über Kabel (Kabel-BW / Kabel-Deutschland etc.) zu Verfügung steht.
 
Tjo alles hat seine Vor und Nachteile. Entweder man will eher ländlich wohnen (bessere Luft, schönere Gegend, usw) und muss dann halt auf schnelles Internet verzichten, oder man zieht in die Stadt und hat diese Vorteile nicht, dafür aber schnelles Internet.

Da muss man bei der Wohnungssuche eben auch drauf achten.
 
Pjack schrieb:
Ich glaube viele würden sich über DSL 8000 schon freuen...gibt noch genug, die mit DSL 2000 rumkrebsen, und selbst damit kann man noch halbwegs vernünftig surfen im Vergleich zu DSL light...

DSL 2000 wäre geil. Mehr als 384 kbit sind hier nicht drin (und nein, Kabelanbieter gibt es auch nicht hier). LTE haben wir, die 30 GB inklusiv sind aber ein Witz. Sat-DSL ist auch keine Alternative, schon probiert. Auch wenn hier in der Gegend genug Leute Interesse an schnellem DSL hätten, scheut die Telekom die Investition. Im Nachbarort hat sich eine Glasfaser-Initiative gebildet, dort klappt es. Hier will die Politik sich die Mühe leider nicht machen.

Letzten Endes scheitert es dann doch immer wieder an der (Kommunal-)Politik. Daher wäre auch ich für eine entsprechendes (Bundes-)Gesetz, dass für Wind in der Sache sorgt. Deutschland ist im Breitbandausbau schon lange von deutlich schwächeren Ländern (und sogar von eher armen Flächenländern) abgehängt worden.

Man sollte der Merkel mal schreiben, dass die NSA uns noch effektiver überwachen könnte, wenn sie unsere Daten mit Highspeed abgreifen statt mit 384 kbit ;) .
 
LTE als Alternative zu nennen ist wohl der grösste Witz überhaupt. Was passiert denn, wenn man sein monatliches Highspeedvolumen verbraucht hat? Richtig, man kann immer noch weiter "Flat" surfen. Allerdings ist man für den Rest des Monats in der Steinzeit gefangen, da die Drosselungsgeschwindigkeit maximal 384Kbit betägt, was wieder DSL light entspricht. Surfen ist damit noch möglich, ja, aber mal schnell was runterladen ist damit nicht. Da muss man jeden Download quasi planen, oder man lässt eben 24 Stunden am Tag laufen.

Ich selber bin so ein leidgeplagter LTE@Home User. Damals habe ich mich für den 7.2Mbit Vertrag entschieden, der mir 10GB Highspeedvolumen daher kommt. Diese sind wenn man es drauf anlegt, nach 45min verbraucht. Den Rest des Abrechnungszeitraums dümpelt man mit 384Kbit rum, egal welchen Vertrag man abgeschlossen hat. Und lasst euch versichern, die Providier wie Vodafone und Telekom drosseln rigoros. Einzig in der Anfangszeit gabs keine Drossel, seit gut einem Jahr ist die nun aktiv. Ausserdem gibts öfter mal Verbindungsabbrüche oder nen halben Tag mal gar kein Internet. Und das, obwohl ich gerade mal 3,5km Luftlinie zum LTE Mast habe.

Hätte ich die Wahl, würde ich statt dessen selbst 1Mbit DSL nehmen. Das ist allemal besser als DSL light mit seinen 384Kbit, wie eben auch in der Drosselung vom LTE Anschluss. Daher konnte ich über die Reaktion auf die Telekompläne zur Drosselung nur herzlich lachen. Da wird rumgejolt das es nicht mehr feierlich ist. Aber wer setzt sich mal für die Leute ein, die auf solche Krüppeltechnologien wie LTE angewiesen sind? Und schlimmer noch, bei LTE gibts dann so nette Angebote das man 1GB Highspeedvolumen für 4,99€ nachkaufen kann. Wo gibts denn sowas beim Kabelgebundenen DSL, hmmm? Oder die Preise ansich. 10GB Highspeedvolumen für sagenhafte 29€ im Monat, da lacht jeder DSL Nutzer drüber weil seine 100Mbit Flat genausoviel kostet. Daher können alle zufrieden sein die DSL bekommen, selbst wenns nur 1Mbit ist. Das ist immer noch weitaus besser als UMTS/LTE. Bei uns gibts halt kein DSL und das schlimme daran ist ja, da wo es kein DSL gibt, gibts in aller Regel auch kein UMTS. Daher hat man die Wahl zwischen ISDN oder eben LTE, wie bei uns.

Achja, der Witz an der Sache kommt erst noch. 2010 hat die Telekom ein Kabel für ein Nachbardorf gelegt, um dieses mit DSL zu versorgen. Dieses Dorf hat ca 300 Einwohner und ist etwa 2km von uns entfernt, unseres hat 500 Einwohner und hat zum nächsten Knotenpunkt etwa 4km. Das Kabel geht direkt auf der gegenüberliegenden Strassenseite entlang. Obwohl da sicherlich noch Kapazitäten frei wären, bekommen wir kein DSL sondern müssen uns mit LTE zufrieden geben. Begründung: wir haben ja LTE... Allerdings ist im Nachbarort ja auch LTE verfügbar, was die Sache irgendwie absurd erscheinen lässt. Der Unterschied ist aber, dass das Nachbardorf in einem anderen Amtsbereich liegt als unser Dorf. Es geht also schon was, und wer weiss welche Interessen dazu geführt haben dass das Nachbardorf DSL bekommen hat und wir nicht. Der Milchbauer im Nachbardorf hätte sicherlich auch mit LTE ausreichend versorgt werden können, so dass wirtschaftliche Interessen wohl kaum eine Rolle gespielt haben dürften.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kenne das Problem, habe die Hoffnung aber längst aufgegeben. Bei uns gibt es kein DSL, kein LTE, kein UMTS, kurz: nix. Ich hatte das Glück, dass die Telekom vor drei Jahren mal DSL per Satellit angeboten hat, das sowohl Upload als auch Download via Satellit hinbekommt. Der Ping ist grottig (aber ich spiele ohnehin nicht online), und es gibt eine Volumen-Drosselung, aber ich habe einen Download, der einer 16000er-Leitung entspricht und kann meine täglichen Aufgaben im Internet erledigen. Inzwischen wird aber auch das gar nicht mehr für Neukunden angeboten, weil man verstärkt auf LTE setzt (man versicherte mir allerdings, dass mein Vertrag weiterlaufen wird -- Daumen drücken!).

Vermutlich macht man sich in der Stadt kein richtiges Bild davon, wie steinzeitlich es in manchen ländlichen Räumen in Sachen Internet noch zugeht (man nehme als Beispiel nur die Diskussionen um Always-On-Zwang). Aber umgekehrt kann ich aus wirtschaftlicher Sicht verstehen, dass die Telekom für die drei Häuser hier keinen neuen Mast hinstellt. (Wobei man vielleicht auch mal bedenken sollte, dass gerade in ländlichen Gebieten vielleicht mehr Leute online einkaufen würden, wenn sie es könnten; das wäre dann auch wieder ein Wirtschaftsfaktor, allerdings keiner, der der Telekom nützt.) Momentan muss man sich offenbar noch zwischen Rehen im Garten und einer anständigen Internet-Anbindung entscheiden -- und ich fürchte, dass sich das auf absehbare Zeit kaum ändern wird.

Gruß Jens
 
Noch einer kleiner Nachtrag:

Eine gesetzliche Mindestbandbreite halte ich für nicht realistisch (wir bekommen ja noch nichtmal nen Mindestlohn), schon allein vom finanziellen Aufwand her. Was aber möglich ist, ist eine Verordnung, da bei Straßenerneuerungen immer eine Leerrohr gelegt wird, denn wenn da eh gebaut wird, kann man auch kurz nen Graben buddeln nun nen Plastikrohr reinlegen. Damit fällt dann ein großer Kostenfaktor beim ausbau weg (Glasfaser dann durch zuziehen geht dann recht schnell).
Kurzfristige Lösungen wird es nicht geben, aber so währe zumindest langfristig eine Besserung möglich.
 
Es ist ja auch nicht so, dass in ländlichen Gebieten garnicht ausgebaut würde.
Hier wurde bei unter 2000 Einwohnern auch 2007 oder so von 6000 auf 16000 umgestellt. Seither geht natürlich nichts mehr, aber wenn man hört, wie es anderswo ist, ist ja auch klar, dass dann eben dort erst mal ausgebaut werden muss.
Jedenfalls muss sich dann ja wohl der Ausbau auf dem Land auch lohnen. Dass die Hochgeschwindigkeitsprojekte nur in Großstädten ausprobiert werden, ist aber auch nachvollziehbar.
 

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