Wann stirbt das ATX-Format endlich?

nach 7 tagen Kopfzerbrechen wie ich mein Case am besten einordne,muss ich leider dem TE recht geben "ATX ist grauenhaft".:freak:

ich versuche ein Case mod. zu entwerfen was klein genug ist und was man optimal kühlen kann(nur MoBO. HDD/Netzteil/Laufwerke sind 1,5m extra getrennt),kann man alles vergessen mit ATX 305 mm × 244 mm.
ein durchgehendes optimales Luftstrom ist einfach unmöglich,entweder prallt der Luftstrom auf GPU oder PCI blenden nur CPU(Kühler) profitiert von halbwegs durchgehendem Luftstrom,wenn das MoBo liegt.(bei zwei ansaugenden 140mm und zwei ausblassenden 140mm Gehäuselüftern,wenn man vorhat alle PC Komponente passiv zukühlen nur mir der alleiniger Kraft von Gehäuselüftern)

PS.und das ganze auch noch so leise wie möglich;)
 
Aber für ein Case-Mod kannst du doch Mini ITX verwenden, vor allem wenn du keine Laufwerke, Netzteile und sonstiges brauchst. Falls unbedingt eine Grafikkarte rein muss, versuch mal einen Riser, dann hast du die Graka parallel zum Mainboard und kannst schön flach bauen.
 
redasurc schrieb:
Oder: wo steckst du bei so einem Konzept die Soundkarte ein, oder die ISDN Karte, oder, oder, oder?

Und im Prinzip erbringst du mit dem Bild den Beweis, dass eine kompaktere Bauweise die Flexibilität bei der Ausstattung extrem einschränkt.

Im Prinzip ist es doch das, was der TE gesagt hat. Die Bauweise muß sich ändern. Z.B. in dem gezeigten Bild. Stell Dir vor, die Soundkarte hätte das Format eines RAM-Riegels. Dann könnte man sie in dem oben gezeigten Bild rein platzmäßig einfach in das vorhandene Layout einfügen. Das man dann spezielle Steckplätze oder einen neuen Bus bräuchte, ist mir auch klar.

Theoretisch möglich wäre es aber. Die Hersteller haben nur keinen Druck, etwas zu verändern. Wenn der Kunde in großer Zahl danach verlangen würde dann vielleicht. Mainboards für Notebooks sind auch Spezialhardware. Den meisten Kunden ist aber Modularität und Erweiterbarkeit egal. Die Basteln nicht wie wir. Die kaufen einfach neu. Deswegen funktioniert der Notebookmarkt ja auch so gut.

Vielleicht muß aber auch wieder Apple etwas wie den Mac Mini bauen, damit andere nachziehen.
 
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Apple wurde schon als Beispiel angeführt - allerdings habe ich hier gerade einen MacPro vor mir stehen, der ist nicht nach ATX Standard aufgebaut, sondern innen eigentlich sehr intelligent designt. Aber: das Gehäuse ist genau so groß, wie ein großer ATX Tower! Zugegeben, es sind immerhin zwei Xeon CPUs drin, und man hat trotzdem noch ganz gut Platz, gerade über dem Graka-Lüfter.

Hier mal ein Bild des selben Modells (nicht mein Arbeitsrechner, sieht aber gleich aus) damit man eine Vorstellung hat, von was ich spreche:
nook-4.jpg


Auf der ausgezogenen Platine unten sind die CPUs und der RAM, die vier Einschübe oben sind HDD-Schächte mit Hotswap-Anschluss hinten (also ohne Kabel anzuschließen)

Weniger Raum wollten die MACianer so einem Hochleistungssystem dann wohl auch nicht geben. Bei den iMacs tun mir eigentlich immer die Komponenten leid. Gerade die Festplatten leben in iMacs oft nicht so lange, weil sie ziemlich heiß werden.

Also ich kaufe auf jeden Fall meinen nächsten großen Rechner (also ein PC für mich privat, kein Mac!) wieder mit schön großem Big Tower. So viel Platz muss einfach sein, denn wenn genug Luft ist, kann man einfach besser und leiser kühlen.
 
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Wo und wie wird denn da ein Luftstrom erzeugt? Das sieht an den Stirnseiten arg geschlossen aus. Siehe Slotblenden der Graphikkarte! Siehe untere Kammer Rückwand!

Die CPU-Würfel sehen interessant aus.
 
Ein paar Sachen könnte man mit dem Format schon machen. So sind es meistens die CPU-Kühler, die sich in der Breite der Gehäuse deutlich bemerkbar machen. Würde Grafikkarten- und Netzteil-Hersteller darauf reagieren, könnten auch Grafikarten und Netzteile eher in die Breite denn in Länge gebaut werden. Alternativen könnten Netzteil auch viel länger, dafür deutlich flacher sein. In beiden Fällen könnten Gehäuse deutlich kürzer werden, da sie in der Tiefe nicht mehr bis zu 30 Zentimenter für Grafikkarten reservieren müsten. Ein intelligentes Gehäusedesign vorausgesetzt könnte die Frischluftzufuhr um einige Zentimeter näher an die heißblütigen Komponenten heran rücken.

Wenn sich die Gehäusehersteller dann vielleicht noch die Slim-Laufwerke der kleineren Formfaktoren abschauen würden (und Slim-Laufwerke im Preis nachgeben würden), und wenn die Gehäusehersteller auch mal den Mut hätten, nicht ein Dutzend oder mehr Einbauschächte für Laufwerke einzuplanen (von denen meistens maximal vier Schächte belegt - einer für eine 2'5 Zoll-SSD, die man fast überall rein quetschen kann), dann könnten ATX-Gehäuse deutlich kleiner werden. Und dies wäre nicht einmal mit gravierenden Nachteilen, sondern eher noch mit Vorteilen verbunden, denn bei einer konsequenten Umsetzung dieser Bauweise könnte die Frischluftzufuhr auf vielleicht drei, vier Zentimenter an das Mainboard heran rücken, und es wäre neue Gehäusedesigns vorstellbar, zum Beispiel "echte Tower" mit einer (beinahe) quadratischen Grundfläche.

Das ATX-Design muss natürlich sterben, über die Jahre haben sich einige Diskrepanzen aufgetan. Der Raum, den CPUs oder viel mehr potente Kühllösungen für CPUs sind immer weiter in die Höhe bzw. Tiefe gewachsen, während Grafikkarten immer länger geworden sind. Brächte man diese Trends in Einklang, könnten viele interessante Lösungen entstehen. Darüber hinaus braucht es aber mehr Mut zur Nische bei den Gehäuseherstellern. Wenn sie wenigstens nicht unentwegt "Server-Gehäuse" als Midi-Gamer-Klasse entwerfen würden, wäre schon viel gewonnen und plötzlich auch vieles möglich.

P.S.: Diesen Gedankengängen stehen natürlich die Absatzzahlen im Wege. Es gibt eben nicht nur den Gamer, sondern auch genügsamere Anwender und OEM-Anbieter. Da kann man nicht plötzlich anfangen, in die Breite und am Markt vorbei zu entwickeln. Vielleicht braucht es daher doch einen neuen Formfaktor: ATX-Wide, für High End-Hardware, bei dem eben analog zur Tiefe der CPU-Kühlung die Gehäuse und Erweiterungskarten (dürften wohl ausschließlich Mid- und High End-Grafikkarten sein), vielleicht auch entsprechend kraftvolle Netzteile eher in die Breite bzw. Tiefe gebaut werden, um so eine optimierte Kühlung der Komponenten bei kleinerer Bauform zu erzielen.
 
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