Warum ist PayBack (heute noch) eigentlich so unbeliebt?

@iron_monkey sicher, dass du mich zitieren wolltest? Ich finde den Zusammenhang zwischen deiner und meiner Antwort bzw. dem Zitat nicht.
 
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Nilson schrieb:
Ich finde den Zusammenhang zwischen deiner und meiner Antwort bzw. dem Zitat nicht.

Ich auch nicht mehr :freak: habs wohl als pro PayPal gelesen bzw. eher lesen wollen... sorry!
 
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Dudde schrieb:
Warum ist es so unbeliebt? Und vor allem warum *noch?
Wieso wiederholen, was der Prinz so schon zusammengefasst hat?
Dudde schrieb:
Heute ist es aber doch so, das (v.A US basierte Dienste wie PayPal, über Google bis hin zu Meta und sogar viele Emails etc) dann doch sowieso sämtliche Daten getrackt usw werden.
"Andere machen auch Sch**ße!" war noch nie ein Argument.
Mal abgesehen davon, dass das auch keinesfalls gut geheißen wird.
 
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Stanzlinger schrieb:
Die wissen nicht mal, ob ich ein Auto habe, da Jet immer billiger wie Aral ist (und näher dran)

  • Berechtigung für GPS: Damit weiß man, ob du ein Auto nutzt.
  • Berechtigung für Sensoren: Damit weiß man, ob die Beschleunigung und Ausrichtung durch Autos verursacht wird
  • Berechtigung für Fotos Verzeichnis: Metadaten von vielen Dateien wie Koordinaten oder Zeitstempel zeigen fast wie GPS dein Bewegungsprofil
  • Schnellstart Funktion der App: Sobald das Smartphone eingeschaltet wird, wird die Funktion aktiv, wodurch man weiß, wann du das Smartphone meistens nutzt. In Verbindung mit anderen Daten kann man die zeitlichen Abstände berechnen und sieht, ob du ein Auto nutzt.
  • PayBack beim Tankstellenbetreiber? Damit verrätst du direkt, dass du ein Auto hast und nach mehreren Zeitstempeln für deine Punkte weiß man auch, ob du zwischen Tankstelle und Einkaufen fährst.
  • Partner von PayBack? (z.B. Google, YouTube, Spotify?) Sie können durch verschiedene Daten von verschiedenen Apps ein sehr genaues Lebensprofil von dir erstellen. Irgendwo laufen die Daten nämlich zusammen! Das Nutzungsprofil mit Zeitstempel verrät unter anderem dein Bewegungsprofil, wodurch man Rückschlüsse auf das Vorhandensein eines Autos zieht. Daten, die PayBack nicht selbst hat, können sie von ihren Partnern einkaufen.

Alle Daten die man teilt, darf man niemals isoliert betrachten! Durch Kooperationen und Zusammenführung deiner Daten weiß man über einige Lebensbereiche mehr über dich als du selbst. Und im Vergleich mit anderen Menschen, die dir ähnlich sind, kann man Prognosen über dich erstellen, auf die du selbst nicht kommst.

Unterhalte dich mal mit Wirtschaftspsychologen und Data Scientists, die über 10 Jahre Berufserfahrung bei solchen Unternehmen haben. Du wirst dich wundern, wie einfach man Menschen lesen und manipulieren kann.
Niemand ist immun! Das Ausmaß unterscheidet sich individuell sehr stark, aber manipuliert wird trotzdem ausnahmslos jeder Konsument.
 
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Zweite Sonja schrieb:
Du wirst dich wundern, wie einfach man Menschen lesen und manipulieren kann.
Gibt ja noch den Trend explizit nichts zu kaufen, was beworben wird. Das widerläuft dann deren Strategie, das man sich durch Werbung zum Kauf verleiten läßt
 
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Warum ich mit Payback mehr Probleme habe als z.B. mit PayPal?

Nun, das Geschäftsmodell von Payback basiert auf was?
PayPal verdient zumindest noch an Transaktionen. Da habe ich zumindest nicht das Gefühl, dass die Datensammelei der Kern des Geschäftsmodells ist.
Und ich betone: Es geht hier um das Gefühl. Was konkret passiert weiß ja eh niemand.
 
Gi-Joe schrieb:
Kannst Du das bitte näher erläutern? Das wäre mit neu bei PayPal. Man wird darauf weder aufmerksam gemacht noch steht das in den Nutzungsbbedingungen für "Bezahlen nach 30 Tagen".

Bei Klarna ist das tatsächlich der Fall.


Der Steuerberater meines Bruders meinte, dass Paypal als Zahlungsmittel nicht in Frage kommt, da sie bei Kauf auf Rechnung oder Bezahlen nach 30 Tage vollen Zugang zum Konto haben dürfen. Klarna sei noch schlimmer, aber auch damals mit Sofortüberweisung war das ein Problem.
 
Stanzlinger schrieb:
Gibt ja noch den Trend explizit nichts zu kaufen, was beworben wird. Das widerläuft dann deren Strategie, das man sich durch Werbung zum Kauf verleiten läßt
Die drei Hansel, die das so praktizieren, fallen in der Masse gar nicht auf. Die fallen aber trotzdem auf die indirekte Werbung rein. Es gibt ja nicht nur die in-yo-face-Werbung, vieles wird subtil gemacht und da lauert die eigentlich Gefahr (für den Geldbeutel).
 
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h00bi schrieb:
Halte ich für Fake News.
PayPal darf max. deine Bonität abfragen. Machen sie aber auch nicht immer. Zumindest gibt's bei der Schufa keinen Datenpunkt dafür.
Du kannst ja auch nicht einfach mit nem Zettel zu Bank gehen und sagen: Hier, der Kontoinhaber hat bestätigt, dass ich reinschauen darf.

Die 30 Tage Zahlung ist hier primär eine Kundenbindung, wenn du aus PayPal aussteigen würdest, würdest du alles auf einmal bezahlen müssen, falls du überhaupt auf diese Weise aussteigen kannst.
Zudem finanzieren insbesondere Frauen damit ihr Fashion Shopping, damit sie nicht 2 Wochen auf die Rückzahlung von Hunderten von Euro warten müssen.
Wenn du dir dieses Verhalten mal angewöhnt hast, wärst du ohne plötzlich total aufgeschmissen, es wird dir quasi unmöglich gemacht PayPal zu verlassen.

Und bald verpflichtend für alle:

https://www.futurezone.de/digital-l...ollten-verbraucher-jetzt-dringend-achten.html
 
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Wüsste nicht, dass Payback wirklich unbeliebt ist oder einen sonderlich schlechten Ruf hat... Was da an Daten verkauft wird, interessiert mich nicht. Ich selbst nutze es exzessiv und koppel auch größere Käufe immer an Aktionen, da wir so alle 2 Jahre mit den Payback-Punkten Business-Class-Flüge nach Fernost quasi für lau buchen können...
 
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Auch wenn der Post sicher Ragebait ist, die Frage ist eher: Warum ist dir deine Privatssphäre nichts wert? Man kann anhand deiner Einkäufe genau nachvollziehen, wie groß dein Haushalt ist, wie deine Arbeitszeiten sind, wo du arbeitest, was deine Vorlieben sind etc.
Dann werden diese Daten über verschiedene Händler an alle möglichen Firmen verkauft und du hast 0 Kontrolle darüber.

Und das alles für 1%...
 
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@Stanzlinger
Das ist eine nette Lüge, die man sich selbst erzählt.
Man kann Produkte boykottieren, die groß beworben werden, wird aber trotzdem beeinflusst, weil das nicht die einzige Werbung ist.
Ein Unternehmen hat beispielsweise viele Untermarken mit unterschiedlichen Verkaufsstrategien, um alle Typen von Konsumenten zu erreichen.
Wenn du Produkt A mit Design A über Werbung A boykottierst, kaufst du Produkt A trotzdem mit Design B über Werbung B.

Du kannst denselben Schokoriegel an verschiedene Konsumenten verkaufen:
  • Klassik Variante mit 100 Gramm mit Werbung im TV
  • dieselbe Variante mit 150 Gramm als Energy-Riegel, weil in 50% mehr Nüssen 50% mehr Proteine enthalten sind und Werbung im Fitness-Studio
  • dieselbe Variante mit Eigenmarken-Verpackung ohne Werbung für einen geringeren Preis
  • dieselbe Variante mit hochwertig erscheinender Verpackung und anderer Form für einen deutlichen Aufpreis, damit man denkt, dass teurer gleich hochwertiger ist
  • dieselbe Variante mit 80 Gramm und grüner Verpackung als gesunde Alternative, weil 20% kleiner und in der Veganer Abteilung, was auch eine Art von Werbung ist
  • dieselbe Variante in 30 Gramm Einheiten und bunten, lustigen Bildern für Kinder über Kindersendungen, wodurch die Kinder es von dir verlangen, also Werbung über deine Kinder
  • dieselbe Variante, aber nun unter neuem Markennamen
  • dieselbe Variante, aber nun mit neuem Design
  • etc.

So kann man dir dieselbe Schokolade verkaufen, weil es unterschiedliche Medien, Verpackungen, Preise, Versprechen, Designs und Produktplatzierungen nutzt.

Oder man bildet sich einen Boykott einfach nur ein:
"Ich kaufe kein NordVPN, weil die überall Werbung machen." - Jemand, der sowieso kein VPN nutzt
 
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h00bi schrieb:
Meine Freundin löst Payback Punkte i.d.R. dann ein, wenn es bei dm die "Punkte zurück" Aktion gibt. I.d.R. so 3 bis 4x pro Jahr.
Ja, dass mache ich auch, es sei denn ich brauche was. Hatte jetzt einen Schreibtisch gekauft, der hat mich Nix gekostet, dank Punkte.
 
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Krik schrieb:
Genau so wird ein Kundenprofil aufgebaut. Und dann wird damit gezielt Psychologie genutzt, um dich zu weiteren Käufen zu verleiten, die du sonst nicht gemacht hättest. Und Psychologie ist etwas, gegen das man sich nur ganz schwer wehren kann, weil man die Beeinflussung oft nicht bemerkt.
In einer kapitalistischen Welt, die auf Bedarfsweckung basiert und auf der Menschen zum größten Teil Dinge konsumieren, die sie nicht brauchen und auch nicht das Bedürfnis danach haben würden, wenn sie davon nichts wüssten, wirken deine durchaus präzisen Worte, denen ich zustimme, dennoch nahezu bedeutungslos.

Es ist wie ein Kampf gegen Windmühlen, nein, eigentlich wie ein Schwimmen gegen die unaufhaltsame Strömung, die dich mit oder ohne Körpereinsatz immer in dieselbe Richtung treibt.

Was tun? Gleich alles preisgeben? Das will ich damit nicht aussagen, doch alles "Tun" beschränkt sich maximal auf eine ganz leichte Dämpfung. Mehr nicht. Entweder gibt es ein grundsätzliches Systemwechsel - was realitätsfern ist - oder man flieht vor dem System und lebt in einer Hütte im Wald, was viele Vorteile bringt, aber auch andere Nachteile.

Die realistische Lösung liegt mal wieder irgendwo in der Mitte.
 
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thrawnx schrieb:
Dann werden diese Daten über verschiedene Händler an alle möglichen Firmen verkauft und du hast 0 Kontrolle darüber.
Letztendlich bedeutet das ein kompletter Kontrollverlust, der so gut wie nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.
 
Hier wurde schon mehrfach geschrieben oder zumindest angedeutet, dass Apps die Daten anderer Apps abschnorcheln würden. Wie kann das sein? Wie kann man das unterbinden? Ich benutze zwar keine Bonus-Apps, aber ein paar Shopping-Apps (Amazon, Kleinanzeigen, ...) und fände es daher ganz generell nicht so prall wenn z.B. die Amazon-App meine PayPal-Transaktionen aus der App einsehen könnte.
 
Dudde schrieb:
Warum ist es so unbeliebt
Ganz ehrlich, scheiß auf den Datenschutzaspekt. Mittlerweile bin ich einfach schon davon genervt, dass ich bei jedem Einkauf gefragt werde
„haben Sie Payback?“
„wollen Sie Payback haben?“.

Ich war zuletzt im Apollo und selbst da muss ich mir dieses Elend geben.
 
Helge01 schrieb:
Letztendlich bedeutet das ein kompletter Kontrollverlust, der so gut wie nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

Ist auch so. Es gibt eine Website, die verkauft komplette Handybewegungsprofile. Leg das mal mit den Daten, die Payback hat, zusammen und du weißt so gut wie alles über einen Menschen.
 
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