Warum kaufen Leute noch privat gebrauchte Geräte, obwohl es Ankaufportale gibt?

qwyx schrieb:
Für mich ergibt es nämlich kaum Sinn, bei Kleinanzeigen denselben Preis zu zahlen mit mehr Risiko und schwieriger Rückgabe.
Ich vergleiche immer Preise und entscheide mich danach.

Zum Beispiel habe ich 2023 ein neues Handy haben wollen und mich hat damals zu der Zeit noch das aktuelle Samsung Galaxy S23 Ultra mit 512 GB interessiert. Auf Ebay mit diversen Händler gab es das Handy gebraucht für knapp 1000 Euro. Privat über Ebay mit PayPal Käuferschutz habe ich eines für 800 Euro gefunden. Das Handy ist Neuwertig ohne Kratzer und ohne Mikrokratzer gewesen. Auch wenn ich damals das Risiko ohne Gewährleistung eingegangen bin und das Handy auch nicht zurück hätte geben können, läuft es heute nach 2 Jahren immer noch problemlos und irgendein Gewährleistungsanspruch habe ich nicht benötigt.

Soweit mir bekannt ist, wickelt aber Samsung auch mit Endkunden ab und auch wenn solch ein Gerät gebraucht gekauft wurde. Die Rechnung habe ich damals auch mit dazu bekommen. Aus diesem Grund gibt es auch Produkte, wo die Herstellergarantie trotzdem genutzt werden kann. Ist aber nicht grundsätzlich so, weil die Herstellergarantie eine freiwillige Sache des Herstellers ist. Daher muss man sich im Vorfeld selbst informieren.

Bestes Beispiel ist mein gebrauchter Monitor, was ich sogar über Alternate als B-Ware gekauft habe. Damals hat der Monitor neu 1199 Euro gekostet und ich habe es 330 Euro günstiger bekommen. Neun Monate später ging es defekt. Habe damals mit Dell direkt die RMA abwickeln können und bekam einen neuen Monitor als Austausch. Über Alternate hätte ich wahrscheinlich nur mein Geld zurückbekommen, aber kein (neuen) Austauschgerät.
 
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SuperHeinz schrieb:
Es hat beides seine Vor- und Nachteile. Es ist doch jedem belassen, wo die eigenen Prämissen liegen.
Super Beitrag 👍

Jede und jeder darf selber entscheiden, wo man sich gebrauchte Sachen hollt.
 
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Stanzlinger schrieb:
Habe die Erfahrung gemacht, das Ankaufportale viel weniger wie Ebay zahlen und beim verkaufen sind diese zu nah am Neupreis....
Und ich finde, das generell die Gebrauchtpreise zu nah am Neupreis sind :)

Ich kaufe fast immer neu, jedoch im Angebot.

Speziell Kleinanzeigen finde ich mehr als frech
 
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qwyx schrieb:
Warum kaufen viele immer noch privat gebrauchte Sachen z. B. Handys oder Tablets über Kleinanzeigen, obwohl man bei Ankaufportalen oder Shops (wie rebuy, asgoodasnew, etc.) Rückgaberecht und Garantie bekommt?
Kann man die Frage auch neutral stellen?
"immer noch" klingt, als würde es nur eine Wahrheit geben.

Und vielleicht geht es den Leuten vor allem um den Preis und nicht zwingend um ein Rückgaberecht und/oder Garantie? Wobei Garantie? Die kommt vom Hersteller und nicht vom Vertragspartner, insofern habe ich das Gefühl, dass hier Gewährleistung und Garantie mal wieder durcheinandergeworfen werden...
 
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testwurst200 schrieb:
Und ich finde, das generell die Gebrauchtpreise zu nah am Neupreis sind :)
In solch einem Fall kaufe ich einfach neu.

Hatte auch mal jemanden, der fast den Neupreis haben wollte und nachdem ich mit ihm etwas diskutiert habe, habe ich es sein lassen und einfach neu gekauft.
 
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qwyx schrieb:
Warum sind hier in Deutschland alle so komisch drauf, wenn man mal ein Thema anspricht? Kauft doch, wo ihr wollt ich will niemanden belehren. Ich möchte einfach nur verschiedene Meinungen hören, warum das so ist oder wie ihr das seht. Ich will auch niemanden überreden, irgendwo etwas zu kaufen.
Weil du das Thema dermaßen undifferenziert ansprichst und dein Beitrag eben wie eine Meinungsmache rüberkommt, und davon sind die Menschen seit Jahren in den Medien nun mal genervt.

Und das Thema auf Basis von einem Beispiel kommt?
 
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LiniXXus schrieb:
Hatte auch mal jemanden, der fast den Neupreis haben wollte
In den meisten Portalen findet man alles. Oft Rechner mit uralter Hardware zu Neupreisen, nur weil es ein i7 drin hat und viele Endkunden keine Ahnung haben, dass ein i7-2600 nicht gleich schnell ist wie ein i7-12700.

Bei Kleinanzeigen hatte ich mir andererseits auch schon Sachen gehollt zu verdächtigen Hehlerpreisen.
 
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qwyx schrieb:
Für mich ergibt es nämlich kaum Sinn, bei Kleinanzeigen denselben Preis zu zahlen mit mehr Risiko und schwieriger Rückgabe.
Auf Kleinanzeigen zahlst du oft eben nicht denselben Preis.
Weiß noch, als ich schnell einen DSL-Router brauchte. Auf Kleinanzeigen geguckt, zum Kontakt gefahren und relativ günstig und sehr schnell einen gehabt. Funktioniert nach 7 Jahren übrigens noch, ist vor ein paar Wochen aber Glasfaser (neue Wohnung hat leider kein DSL, finde ich schade) zum Opfer gefallen.
 
Es kommt noch dazu, dass privat Verkäufer meist den Preis anfangs höher ansetzen, weil es immer einen Verhandlungsspielraum gibt. Es wird daher versucht, zum bestmöglichen Preis zu verkaufen. Denn niedriger kann man jederzeit noch gehen.

Mit Händler hat man nicht solch einen großen Verhandlungsspielraum und denen ist es auch egal, ob sie heute oder erst in drei Monaten verkaufen. Die Hoffnung ist dann immer jemanden zu finden, der möglichst ohne Verhandlung den Verkaufspreis akzeptiert und einfach kauft.
 
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LiniXXus schrieb:
Mit Händler hat man nicht solch einen großen Verhandlungsspielraum und denen ist es auch egal, ob sie heute oder erst in drei Monaten verkaufen.
Ist es ihnen nicht. Bspw. fallen Lagerkosten und Kosten des gebundenen Kapitals an. Teilweise fängt das der höhere Preis ab - nur irgendwann kommt der Punkt bei dem die Ware raus "muss".
 
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Trotzdem hat man nicht solch ein Verhandlungsspielraum. Wenn ich über Ebay einen Preisvorschlag mache, wird meist nur um die 10 Euro akzeptiert und versuche es mal mit 50 - 100 Euro. Ein privat Verkäufer wird hier eher darauf eingehen, um schneller zu verkaufen.

conglom-o schrieb:
Ist es ihnen nicht. Bspw. fallen Lagerkosten und Kosten des gebundenen Kapitals an. Teilweise fängt das der höhere Preis ab - nur irgendwann kommt der Punkt bei dem die Ware raus "muss".
Es geht um den Grundsatz und nicht um die Waagschale, denn einen Ladenhüter will niemand behalten. :D
 
LiniXXus schrieb:
Es geht um den Grundsatz und nicht um die Waagschale, denn einen Ladenhüter will niemand behalten. :D
Auch im Grundsatz ist es denen nicht egal - die sind allerdings so schlau und kaufen nur Ware an, die sie vermutlich auch wieder gut loswerden. Ganz davon abgesehen, welche geringen Preise die im Ankauf anbieten. Das schafft natürlich zeitlichen und preislichen Spielraum. Der Verhandlungsspielraum wäre also theoretisch da - wird allerdings eher zum Aussitzen / Warten auf einen "Dummen" genutzt als für geringere Preise. Für Schnäppchen muss man dann schon echt Glück haben.
 
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Ist ja nicht verkehrt, was du schreibst, aber ein Händler ist trotzdem bereit etwas länger auf den richtigen Käufer zu warten und wird nicht gleich vom Preis stark reduzieren. Erst wenn er einen bestimmen Produkt doch nicht zum vorgestelltem Preis verkaufen kann, wird er mit dem Preis heruntergehen oder einen bestimmten Preisvorschlag annehmen.

Wie bereits geschrieben, es geht nicht um den Grundsatz und lässt sich auch nicht grundsätzlich beurteilen. Weil jedes Produkt sich hierzu anders gut verkaufen lässt.
 
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Ich habs nicht auf dem Schirm und das Meiste dort interessiert mich schlichtweg nicht.
Das meiste ist Apple, Smartphone und Tablet, schon Notebooks abseits Apple: Fehlanzeige.
Der letzte Gebrauchtkauf vor ein paar Wochen waren Presonus Eris 3.5 Studioboxen, sowas gibt's auf genannten Portalen einfach nicht.
Hinzu kommt, waren die ein defektes Schnäppchen, Ersatzteile: 2€.

Und sonst gibt's die interessanteren Angebote meist auf eBay, da ggf. auch mit Garantie. Das letzte Schnäppchen war ein Unifi NanoHD für 60€.

Und ja manche Kritik ist berechtigt, ich hatte mal nach SSDs gesucht, die waren Neu billiger.
 
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Sunweb schrieb:
Unverständlich warum so viele leute immer noch darauf reinfallen.
Hö?! Das ist mir jetzt aber auch neu. Wie meinst du das?

qwyx schrieb:
obwohl man bei Ankaufportalen oder Shops (wie rebuy, asgoodasnew, etc.) Rückgaberecht und Garantie bekommt?
Eventuell ist es der Aufwand. Und die noch recht geringe Verbreitung.
 
qwyx schrieb:
Von Kleinanzeigen ..... kaufe ich nichts.
Dann sollte man das auch nicht (negativ) bewerten, wenn man keine Ahnung davon hat! Sorry!
qwyx schrieb:
Die Preise sind dort meist zu hoch für das Risiko, das man eingeht.
Denn würde man sich damit auskennen, würde man nicht eine derart falsche Behauptung aufstellen.
Von Schnäppchen über günstig und normal bis überteuert ist dort i.d.R. die ganze Spanne vertreten. Von den ersten beiden Kategorien abgesehen, geht auch kaum etwas zu dem aufgerufenen Preis weg.

Warum ich aber als Verkäufer einem solchen Ankaufsportal den Gewinn den sie mit meinem Artikel erzielen überlassen soll erschließt sich mir definitiv nicht.
 
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Für mich sind diese Ankaufportale unattraktiv.
Als Verkäufer bekommt man dort weniger Geld als am freien Markt.

Für Käufer ist nachteilig, dass man nie konkrete Fotos des Geräts sieht, sondern immer nur Symbolfotos. Das ist bei Ebay und Kleinanzeigen i.d.R. anders, d.h. dort sieht man im Normalfall wirklich das Gerät um welches es geht.
Arg optimistische Zustandsbeschreibungen können allerdings hier wie da vorkommen.
 
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Ich habe letztens meine Olympus Kamera mit kompletten Zubehör für VB € 1400,- auf Ebay, Kleinanzeigen und Facebook angeboten. Keiner wollte das Konvolut haben.
Dann habe ich nur die Kamera und Objektive auf so einem Ankaufsportal angefragt.
Die haben mir sofort € 1000,- angeboten. Nach Prüfung der eingesandten Artikel haben die sogar freiwillig, auf Grund des sehr guten Zustandes sogar € 1100,- überwiesen.:cool_alt:
Den Rest der Ausrüstung geht nun auf den Flohmarkt.
 

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