Es ist doch immer dasselbe, wenn das Thema hier angeschnitten wird ...
Die einen schließen aus einem oder zwei Boards, die sie vor etlichen Jahren mal verwendet haben auf die gegenwärtige Situation, die Qualität und das Image. Andere wiederum weisen offenbar vergeblich darauf hin, dass man die Dinge anhand der einzelnen Modelle sowie den allgemeinen Veränderungen bewerten sollte, um darüber ein angemessenes Urteil zu fällen.
Wer sich mit dem Markt mal beschäftigt und die letzten jahre mal verfolgt hat, der erkennt eindeutig, dass bei Asrock ein Strategiewechsel stattgefunden hat. Es geht nicht mehr um Budgetboards, sondern um ausstattungsmäßig konkurrenzfähige Platinen in mittlerweile allen Preisregionen. Das geht beim 780G-AMD-Board für 50-60 Euro los, leitet über zu den 790GX-Brettern sowie ein paar P45-Boards für ca. 90-100 Euro und endet bei den X58-Boards, die in der Fachpresse erstklassige Kritiken, auch und gerade hinsichtlich Bios und OC-Fähigkeiten, erhalten. Somit ist Asrock mittlerweile eine Marke wie jede andere geworden, die sich aber auch vom "größeren Bruder" Asus ziemlich emanzipiert hat. Features wie "Instant Boot", funktionierende OC-Software unterstreichen den Eindruck, dass da selbstständig und mit einiger Kreativität Platinen designed werden.
Jegliche pauschale Abqualifizierung, basierend auf einem veralteten Image, das sich in jungen Jahren bei so manchem festgesetzt zu haben scheint, hilft da nicht weiter und versperrt den Blick auf die Veränderungen.
btw sind Support und Bios-Programmierung schon recht lange auf hohem Niveau. Mein 775Dual-VSTA ließ sich, abgesehen davon, dass das Teil ein absoluter Glücksfall für eine schrittweise Umrüstung des Systems war, im Rahmen des möglichen, und wenn man sich damit beschäftigt, recht gut übertakten (bis auf 310Mhz FSB, und das für einen alten 200Mhz-FSB Chipsatz), das 939Dual-VSTA läuft heute noch herrlich rund und stabil, trotz eines Preise von weniger als 50 Euro ...