Was haltet ihr von Ubuntu?

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Naja, wahre DAUs sind imho nicht die, die sich von Texteingabe abgeschreckkt fühlen, sondern die, die meinen mit Google-Suche und Copy&Paste jeden Hack gut zu machen. Ich glaube der Verzicht auf grafische Werkzeuge schützt vor Schaden durch User, die schalten wollen, was sie nicht verstehen, kein bisschen. Das sieht man ja eben auch in der Windpows-Welt beim Registry-Hacking. ;)

P.S.
Das grafische Partitionswerkzeug ist deshalb für jeden Linux-Computer-Besitzer, der kein Bash-Hacker ist, so wichtig, weil jeder mal auf die Idee kommen kann, sich einen externen Datenträger in ein Linuxdateisystem zu formatieren. (neu geliefert werden die Dinger ja nur in NTFS) Dazu kommt halt, dass eine Systempartition, wie sie von den Installern von Ubuntu, Mandriva und Suse automatisch angelegt werden kann, auch mal zu klein werden kann. Man braucht nur mal aus Versehen alle Lokalisierungen von aspell, myspell, OpenOffice KDE und KOffice installieren - da ist man schnell bei 12 GiB und Festplattenbpartitionen verlieren bei mehr als 80% Belegung drastisch an Performance. (bei Linux nicht ganz so schlimm, da Swap auf einer eigenen Partition liegt un dauch kaum genutzt wird, aber die 80% habe ich deswegen auch schon vor ein paar Jahren im Kofler gelesen)

Der Computerbesitzer muss das dann auch mal alleijn machen können, ohne, dass ich als Cousin zweiten grades jetzt Zeit für seine Probleme haben muss oder dass er wegen dem Partitionieren & Formatieren einer Festplatte zu einem kostenpflichtigen kundendienst gezwungen wird. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Nuja, GParted ist halt nicht automatisch installiert und die Einbettung nicht ganz Deutsch. Aber wer weiß, was eine Partition ist, wird wohl auch das noch hinbekommen...
 
Nuja, bei der appleschen BSD-Distro geht sowas auch einfacher (ext. HDD kaufen, an den Mac anschließen, nicht in NTFS lassen) und niemand beschwert sich. Mark Shuttleworth selbst soll auch vor ein, zwei jahren mal gesagt haben, dass er seine Linux-Distro an der Einfachheit von Mac OS X orientieren wolle - da frach ick mir halt, wieso ers bei solchen Dingen nich macht. ;)
 
Also ich denke, das Linux Mint das bessere Einsteiger-Linux ist!
Es basiert auf Ubuntu, kommt aber mit ner Menge extra-komfort her ( extra Codecs vorinstalliert, einem Software Portal mit One-Click-Install Möglichkeit wie von ( open - ) SuSE her bekannt )
Das einzige, was man bei der Main Edition bemängeln sollte ist die Out-of-the-Box Geschwindigkeit. Diese wurde leider auch von Ubuntu übernommen :( Deswegen benutzte ich auch die XFCE Community Edition, welche von der Geschwindigkeit her ne gute Figur macht ( habe es auf meine Acer Aspire One am laufen, da wurde auch alles out-of-the-box erkannt, bis auf die Wlan Karte, aber dafür gibts HIER eine ganz einfache und schnelle Anleitung, um das zu beheben =) ).
Meiner Meinung nach wird Linux Mint noch performanter, wenn die Developer Linux Mint auf Debian Testing umstellen! Wobei das noch Zukunftsmusik ist ( aber hoffentlich nicht bleiben wird ;) )
Ich kann nur sagen, probier es einfach mal aus =)

Wenn du aber auch vor ein bisschen Bastelei nicht zurückschreckst, wäre Fedora ( läuft meist auch out-of-the-box gut, habe ich auf meiner Workstation installiert ) oder auch Debian ( schnell!!! ) einen Blick wert. Über Ubuntu kann ich dir nix sagen, weil ich davor eher zurückschrecke ( irgendwie ist mir die Distri nicht sympatisch :P ). Aber dafür gibts ja andere User, die dir ihre Erfahrungen schildern!

mfg liquidstyle
 
Ubuntu mit Gnome ist extrem einsteigerfreundlich. Slebst ich hab das damals geschafft^^ Auf lange Zeit gesehen ist das aber ein bisschen langweilig. KDE (sowohl mit Kubunut, OpenSuse und Mandriva) habe ich nach Gnome ausprobiert und fand ich wesentlich besser. Da aber die aktuelle KDE 4.1 noch nciht ganz bugfrei läuft bin ich wieder zurück nach Gnome und vermisse die Möglichkeiten von KDE^^
 
Hm wo ich gerade in dem Post von H€553 wieder lese, das Gnome sehr einsteigerfreunlich ist:

Woran macht ''Ihr'' ( die, die der Meinung sind ) das fest? Sprich was genau macht Gnome anders, um das zu sein?
Ich für meinen Teil zum Beispiel habe mit KDE angefangen, war nur relativ kurz bei Gnome und benutze jetzt XFCE. Und das eine dieser DE's jetzt weniger einsteigerfreundlich ist, ist mir nicht aufgefallen ( okay im Vergleich zu z.B. Fluxbox ist Gnome sehr einsteigerfreundlich, XFCE und KDE aber auch ;) )
Möchte hier jetzt keine Diskussion über Desktop Environments entfachen, sondern nur betonen, das andere DE's nicht weniger einsteigerfreunlich sind. Könnte nämlich sein das so manch einer es falsch herausinterpretiert!

mfg liquidstyle


...


ach und sorry für Offtopic =)
 
In Ubuntu sind derzeit noch viele automatismen nur in Gnome realisiert, wie etwa automatische Installation der Codecs die nötig werden um etwa bestimmte mit Firefox oder Opera angeklickte Medientypen abspielen zu können. Diese werden dann von der Paketverwaltung zur Installation angeboten.

Das hat vor allem mit Gnomes gstreamer zu tun, der in KDE erst seit 4.x oder später implementiert ist.

Was meinst du mit "out-of-the-box"-Geschwindigkeit? Ubuntu setzt auf Debian testing/unstable auf und dürfte mit Sidux die neuesten Pakete der Debian-Derivate haben.

Gruß

Zedar
 
Mit Out-of-the-Box Geschwindigkeit meine ich:

- Wie schnell laden Programme?
- Wie lange ist die Bootzeit?
- Welche Dienste / Tools bremsen das System unnötig aus?
etc.

Und nach diesen Fragen liegt Ubuntu hinter andern Distris, damit auch die Linux Mint Main Edition. Habe alle mal auf meinem PC sowie auf meinem Netbook gehabt. Ok, aufm PC merkt man kaum einen Unterschied aber auf dem Netbook z.B. sprintet Debian beim booten förmlich, Ubuntu/Linux Mint ME braucht hingegen schon seine Zeit. Beim Arbeiten aufm Desktop das gleiche. Kann aber auch eine rein subjektive Meinung sein, jedenfalls ist das meine Erfahrung.

Soll jetzt aber bitte nicht so interpretiert werden, das Ubuntu ultralangsam und unausgereift ist! Das ist es natürlich NICHT!

mfg liquidstyle
 
Bootzeitvergleiche sind nicht nur auf Distro-Unterschiede beschränkt - das meist eingesetzte Dateisystem Ext3 braucht bspw. mitunter eine wahre Ewigkeit um den freien Platz einer Partition einzulesen, wenn dieser freie Platz sehr groß ist, was es bei jedem Boot tut. Ich bin deshalb erst auf ReiserFS und auf XFS umgestiegen.
 
@liquidstyle: ich mach das daran fest, dass
- es sehr übersichtlich ist
- man hauptsächlich wichtige Funktionen in den Menüs findet
- viele Grundlegende Sachen bereits vorinstalliert sind
- es eine sehr ausführliche bebilderte Wiki gibt
- ich selbst damit ganz gurt rein gekommen bin (ich geb zu: eher subjektiv^^)
 
MountWalker schrieb:
Bootzeitvergleiche sind nicht nur auf Distro-Unterschiede beschränkt - das meist eingesetzte Dateisystem Ext3 braucht bspw. mitunter eine wahre Ewigkeit um den freien Platz einer Partition einzulesen, wenn dieser freie Platz sehr groß ist, was es bei jedem Boot tut. Ich bin deshalb erst auf ReiserFS und auf XFS umgestiegen.

Ich überleg gerade auch einen Umstieg. Gibt es irgendwelche Sachen, die man mit XFS/ReiserFS in Kauf nehmen muss? Nach deinem Text hier (https://www.computerbase.de/forum/t...er-fluechtig-eingehaengte-festplatten.414818/) ist ext3 irgendwie das Schnellste... Lohnt sich da ein Umstieg? Oder gilt der Test nur für Wechseldatenträger?
 
Die Sache ist, dass bei vielen Ext3 gefühlt langsamer ist als andere Dateisysteme.
Also mich hat es damals doch ziemlich genervt, bei meinem Bilderordner eine halbe Minute zu warten, bis endlich die 10-15 sichtbaren Dateien ihr Vorschaubildchen bekommen haben.
Bei XFS ist das innerhalb ein paar Sekunden erledigt, dafür hat es aber andere Nachteile, die mich nicht kratzen ^^

Geh' eher zu Reiser. Das ist annerkannt eines der schnellsten FS im Umlauf. Ich denke, ich mit meinem XFS zähle hier eher als Exot :lol:
 
* die cpu-belastung ist höher als mit <=ext3 (ext4 ist die belastung vergleichbar)
* das mounten könnte bei sehr großen partitionen etwas länger dauern als bei ext* (so za. >200 GB)

* das speichern der dateien ist um einiges effektiver (braucht also weniger platz, dadurch sparst du locker einige gigabyte an platz bzw. gewinnst diesen)
* das dateisystem ist insgesamt schneller (v.a. mit kleinen dateien)
* es ist vom ansatz her sicherer als ext* (kommt mir jetzt nicht mit den badblock-geschichten, wenn korrupte blöcke entstehen auf einem bestehenden dateisystem, gibt es kein heilmittel dagegen), mit fsck.reiserfs wurden schon fast aussichtlose daten erfolgreich zurückgeholt
* der dateisystem-check ist insgesamt schneller als bei ext* (und wird demnächst noch schneller !)

wenn mir noch was einfällt poste ich es ... (muss gleich wieder an's lernen, also wird das sicher nicht alles sein)
 
ReiserFS (3.6) unterstützt keine Disk-Quotas, wenn du nicht weißt, was das ist, brauchst du das nicht. Und ReiserFS bekommt nur noch Bugfixes. Im Gegensatz zu Reiser4 kann es aber nicht mehr von den Kernelentwicklern gemobbt werden, weils offizieller Bestandteil des Kernels ist. Es gibt keinen Windows-IFS-Treiber, der auf ReiserFS schreiben kann, es gibt nur Pogramme die es lesen können. Aber Direktzugriff von Windows auf Linuxdateisysteme ist auch nicht unbedingt nötig - für Datentransfer zw. Linux und WIndows nimmt man (genau wie zw. Mac und Windows) eh S(a)MB(a).

Der Verzeichnisbaum von ReiserFS ist nicht redundant vorhanden, sondern nur einmal, was bedeutet bei einem Head-Crash des Festplattenschreiblesekopfes auf die Hartscheibe kann, wenn er auf einen Block des Verzeichnisbaums trifft, alles unter dem getroffenen Verzeichnisknoten weg sein, bei ext3 gibts hingegen Möglichkeiten (für Extrem-Geeks) die Verzeichnistabelle großteils zu retten, wenn nur ein Block der Verzeichnistabelle getrofften wurde.

Ob überhaupt bei irgendeinem Dateisystem der Verzeichnisbaum redundant gespeichert wird, habe ich nicht herausfinden können (wahrscheinlich niocht), aber weil die Reiserdateisystem,e schon immer Hassobjekte für einige ideologisch verbohrte Geeks waren, gibt es an ReiserFS diesen Kritikpunkt. Ext2 hat eine Verzeichnistabelle, bei der hinter einer zerstörten Lücke Verzeichniseinträge gerettet werden können, was bei Baumstrukturen nicht geht, aber Ext3 hat meistens auch H-Baum-Verzeichnisindizes und wo ein H-Verzeichnisbaum ist, ist imho keine Verzeichnistabelle mehr. Die Ext2-Treiber für Windows unterstützen auch H-Baum-Verzeichnisindizes, weswegen da nichts auffällt.

Und bei diesem ganzen Headcrash-Problem gilt sowieso: Irgendwelche Daten gehen bei einem Headcrash immer verloren - und Männer haben Backups. ;)
 
Da das ganze jetzt eh nur noch offtopic ist und sich der Threadersteller seit Seite 1 nicht mehr beteiligt, mache ich den Chat Thread jetzt dicht ;) Die eigentliche Frage dürfte ausreichend beantwortet sein.


*closed*


mfg
aki
 
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