Was kostet der Kernel?

«oMeE»

Lt. Junior Grade
Registriert
Apr. 2004
Beiträge
402
In der aktuellen Ausgabe vom Linux-Magazin 12/04 lässt auf der Seite 16 folgen Artikel lesen, hier ein kurzer Auszug:
Der Kernelentwickler David A. Wheeler hat in seinem Artikel auf seiner Website versucht die Kosten abzuschätzen,
die angefallen wären, wenn der Linux-Kernel kommerziell entwickelt worden wäre.

Grund dafür war ein Posting auf der Kernel-Mailingliste,
dort wollte ein Jeff V. Merkey $50.000 zahlen, wenn er ein Snapshot eines stabilen Kernels unter die BSD-Lizenz bekommen würde.
Damit könnte man den Code in proprietäre Software einbetten oder das System verkaufen ohne den Quellcode mitzuliefern.
Das Angebot wurde auf der Kernel-Mailingliste allgemein als inakzeptable angesehen.
Hinzu kommt auch noch, dass jeder Entwickler sein Einverständnis dazu geben müsste.

David A. Wheeler nutzte dieses Posting als Anregung um die Entwicklungskosten mit hilfe eines von ihm geschrieben Tools abzuschätzen.
Die errechnete Summer würde demnach bei 600 Millionen US Dollar liegen.
 
was hat den das mit opensource zu tun? wird die entwicklung teurer(also das schreiben von queellcode) wenn man den quellcode auch freigeben muss? naja, wer weiß wie der code aussehen würde wenn man ihn nicht überall herzeigen müsste *g*. so viel teurer wird die entwicklung dadurch aber nicht werden. würde mich allerdings mal interessieren wie er die arbeitszeit der verschiedenen entwickler ermittelt/geschätzt hat. die sind ja teilweise doch recht anonym(durch patches in der mailingliste etc. oder wird da jedesmal nachgefragt wer den den patch eingesendet hat?)
 
nein ich meine andere patches. und ob es opensource ist macht die arbeit auchnicht teurer.

was ich meine sind eben von nicht kernel entwicklern geschriebene patches die dann per mailingliste eingeschickt werden.

bei linux gab es ja sicherlich schon an die tausend verschiedene entwickler, da alle stunden hinterher zusammen zu zählen ist sicher nicht ganz einfach.
 
manche dinge im leben kann man nicht kaufen, für alles andere gibt es mastercard :)

und der kernel zählt nunmal zum ersteren und kann als Geschenk angedacht sein, damit zerbricht man sich doch net den kopf, wieviel der wert ist, der wird nie verkauft und bleibt in guten händen :)
 
Eigentlich ist die Rechnung ganz einfach:

die Mannmonate jedes einzelnen Entwicklers aufsummieren, die er in das Projekt gesteckt hat, die dann mit dem Standard-Monatslohn des jeweiligen Landes - umgerechnet in Dollar, aber bereinigt mit dem Gegenwert, was man für das Geld in diesem Land bekommt; in dem einen bekommt man für 1 Dollar 1 Melone, im anderen 2 - multiplizieren, das ganze noch mit den Kosten für die Hardwareressourcen addieren (auch die kosten Geld, denkt doch nur mal an die Stromkosten), und dann ist man bei dem passenden Ergebnis.

Rechnung ganz einfach, aber verdammt viel Arbeit.

Einfacher geht diese:
die Entwickler basteln an dem Kernel in ihrer Freizeit, Freizeit ist, wie wir wissen, heutzutage unbezahlbar, also ist der Kernel unbezahlbar.

q.e.d.

Gruß
Morgoth
 
ey nix für ungut, aber BITTE BITTE lass den q.e.d. Scheiss, der hat mich im Mathe-LK schon genug genervt :D
 
Zurück
Oben