Was macht die Geschwindigkeit eines installierten Systems aus?

Michael

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Ich weiß, daß man mit Gentoo die wohl schlankeste und angepaßteste Distri hinbekommen kann "wo gibt".
Allerdings nehme ich den Kompromiß in Kauf, daß mein System langsamer ist, dafür komfortabler (soll heißen: Konsole nur in Ausnahmefällen, auch wenn das meist schneller geht, wenn man weiß wie).

Gibt es eine Möglichkeit, SuSE zu entschlacken? Sprich, von unnötigem Ballast zu befreien? Oder sollte man lieber eine Minimalinstallation machen und dann bei Bedarf nachinstallieren?

Ich habe schon verschiedene Installationen gemacht mit unterschiedlichen Ergebnissen. SuSE Standard im Vergleich zu "Alles was die DVD hergibt". Interessanterweise war die Vollinstallation merklich schneller, bei den Dingen, die ich gemacht habe (Desktop, KDE). Das widerspricht sich doch. Oder liegt der Grund für das träge Verhalten gegenüber z.B. Gentoo daran, daß bestimmte Umwege gegangen werden? Liegt es nur am Kernel und den geladenen Modulen?

Jetzt die Kernfrage: Was macht die Geschwindigkeit eines Linux-Systems aus? Wo sind die Schrauben, an den man drehen kann und sollte?
 
tux73 schrieb:
Ich weiß, daß man mit Gentoo die wohl schlankeste und angepaßteste Distri hinbekommen kann "wo gibt".
Allerdings nehme ich den Kompromiß in Kauf, daß mein System langsamer ist, dafür komfortabler (soll heißen: Konsole nur in Ausnahmefällen, auch wenn das meist schneller geht, wenn man weiß wie).
Schon was von Slackware gehoert?

Gibt es eine Möglichkeit, SuSE zu entschlacken? Sprich, von unnötigem Ballast zu befreien? Oder sollte man lieber eine Minimalinstallation machen und dann bei Bedarf nachinstallieren?
Ja, alles entfernen was du nicht brauchst, sprich KDE APPS, KDE Games, Gnome, KDE *, saemtliche Programme deinstallieren die du nicht brauchst, Serveranwendungen deinstalleiren, serveranwendungen beim starten nicht laden, danach einfach fluxbox or xfce4 installieren, wenn du einen WindowManager brauchst, wenn du es noch kleiner haben willst, nimm ION(2), firefox, thunderbird, mplayer und OOo installieren.
Kannst natuerlich auch komplett in der konsole arbeiten. ;) Gibt ja auch Browseranwendungen, wie w3c, lynx, links, sogar mailprogramme wie pine und mutt fuer die konsole und mplayer laeuft ja auf der konsole. ;)
Aber das ist alles schwachsinn, SuSE zu demolieren, da man das mit Debian / Slackware / Gentoo viel schneller hinkriegt. - Außerdem wuerden dir dann noch die Abhaengigkeiten zu schaffen machen.

Jetzt die Kernfrage: Was macht die Geschwindigkeit eines Linux-Systems aus? Wo sind die Schrauben, an den man drehen kann und sollte?
Lies den Text oben. - Und ja, Module die nicht gebraucht werden, entfernen, kernel selber bauen, (minimal, nur was du brauchst), dann gucken ob dma aktiviert ist, keine ueberladenen window manager ala kde, gnome. etc ;)

mfg - Wenn mir was einfaellt schreib ich es hinzu.

Naja, war nur 'n kleiner Anfang, nix besonderes, eigentlich das, was sich jeder denken an, aber so große Distros wie SuSE, Fedora und Mandrake wuerd ich nicht kleinhaxeln, da dies nichts bringen wird. - Es tauchen nur fehler auf und die verlangsamen das System zudem.
 
gentoo benutzen bedeutet nicht das du alles auf der konsole machen musst. wenn du erstmal mit installieren fertig bist kannst du genauso wie bei suse entscheiden ob du lieber ein grafisches tool nutzen willst. ich würde dir eher eine distri empfehlen bei der du 100% selbst entscheiden kannst was auf die platte kommt. nachher kram wieder runterlöschen hat bei mir nie wirklich gut geklappt. also dann eher was wie gentoo, debian oder wohl auch slackware(wobei ich damit keine erfahrungen habe, aber da kann man wohl auc einiges selbst entscheiden).
 
Siberian..Husky schrieb:
gentoo benutzen bedeutet nicht das du alles auf der konsole machen musst. wenn du erstmal mit installieren fertig bist kannst du genauso wie bei suse entscheiden ob du lieber ein grafisches tool nutzen willst. ich würde dir eher eine distri empfehlen bei der du 100% selbst entscheiden kannst was auf die platte kommt. nachher kram wieder runterlöschen hat bei mir nie wirklich gut geklappt. also dann eher was wie gentoo, debian oder wohl auch slackware(wobei ich damit keine erfahrungen habe, aber da kann man wohl auc einiges selbst entscheiden).


seh ich auch so. gentoo kann man genauso mit grafischen frontends ausstatten wie die anderen distris auch. (kentoo, ksambaplugin, kdeadmin etc)
man kann auch jollix nehmen und es auf die festplatte kopieren(gentoo-based)
slackware ist soweit ich weiss die *mostunixlike* linuxdistri. ist auch recht flott und hat nen installer, allerdings muss man dann glaube alles per hand installieren.
 
karuso schrieb:
seh ich auch so. gentoo kann man genauso mit grafischen frontends ausstatten wie die anderen distris auch. (kentoo, ksambaplugin, kdeadmin etc)
man kann auch jollix nehmen und es auf die festplatte kopieren(gentoo-based)
slackware ist soweit ich weiss die *mostunixlike* linuxdistri. ist auch recht flott und hat nen installer, allerdings muss man dann glaube alles per hand installieren.
Yo, das stimmt. Pakacges von www.linuxpackages.net ziehen und mit pkg-tool installieren. :)

mfg
 
server schrieb:
Schon was von Slackware gehoert?
... oder Crux :)

server schrieb:
Yo, das stimmt. Pakacges von www.linuxpackages.net ziehen und mit pkg-tool installieren. :)
mfg
Man kann auch swaret oder slapt-get benutzen, unter Slackware würde ich allerdings die Programme aus den Quellen bauen (da Slackware alle nötigen devel- Header und Libs Standardmäßig mitbringt ist das manuelle kompilieren sehr angenehm und Fehlerarm) und danach mit checkinstall ein tgz Paket schnüren.
 
tollpatch schrieb:
Man kann auch swaret oder slapt-get benutzen, unter Slackware würde ich allerdings die Programme aus den Quellen bauen (da Slackware alle nötigen devel- Header und Libs Standardmäßig mitbringt ist das manuelle kompilieren sehr angenehm und Fehlerarm) und danach mit checkinstall ein tgz Paket schnüren.
Ja, dass wollt ich eigentlich noch sagen, vorhin, habs dann aber vergessen. ;)
Außerdem ist Slackware ja auch eins der ersten Distros ;)

mfg
 
Da ich nun gentoo installiert habe, weiß ich, was Geschwindigkeit heißt!
Selbst meine Stage3-Installation mit Genkernel ist um ein Vielfaches schneller, als die Standardinstallation meiner SuSE 9.1 prof.
Gründe sehe ich (nun) in 2 Dingen:
1. Es wird nicht jeder Mist beim Booten mitgestartet, ob ich es brauche oder nicht
2. Es ist keine "One-Size-Fits-All"-Installation. Dafür dauerte das Emergen etc. STUNDEN!

Vielleicht kann man es mit einem Wohnmobil vergleichen. habe ich eins mit Garage und Hubschrauberlandeplatz oder nur eins mit ner Schlafkoje?

Ich bin jetzt auch dem gentoo-Fieber verfallen, und kann nur jedem (mit einem schnellen Internetzugang wie z.B. DSL) empfehlen, sich eins selbst zu Bauen. Durch die Anleitungen von Gentoo (auch in deutsch) habe ich sehr viel über Linux gelernt. Und: Ja, es stimmt! Wenn man die Konsolen-Befehle gelernt hat, kann man viele Dinge VIIIEEEEEL schneller machen, als mit grafischen Tools unter z.B. KDE. Natürlich hab ich trotzdem KDE drauf... ;)

Geschwindigkeitsvergleich Starten von Mozilla 1.6:

- Gentoo (emerge mozilla): 0.9 Sek
- SuSE (YaST RPM): 5.7 Sek

einfach mal:
time mozilla
in einer Konsole eingeben...
 
Naja, ich denke es kommt auch auf den WM an, mach den Test nochmal mit dem Fluxbox oder ION WM, dann merkst du auch noch unterschiede. ;)

mfg
 
server schrieb:
Naja, ich denke es kommt auch auf den WM an, mach den Test nochmal mit dem Fluxbox oder ION WM, dann merkst du auch noch unterschiede. ;)

mfg

Logo! KDE an sich benötigt ja auch Ressourcen - und davon nicht wenige. Bekommt man unter ICEWM oder FluxWM oder wie sie alles heißen auch K3B zum Laufen? Was ist mit Grip? GKRellm lief auf Anhieb (emerge gkrellm), und das, obwohl ich vergessen hatte die USE-Variable auf +gtk zu stellen (steht auf -gtk).
 
tux73 schrieb:
Logo! KDE an sich benötigt ja auch Ressourcen - und davon nicht wenige. Bekommt man unter ICEWM oder FluxWM oder wie sie alles heißen auch K3B zum Laufen? Was ist mit Grip? GKRellm lief auf Anhieb (emerge gkrellm), und das, obwohl ich vergessen hatte die USE-Variable auf +gtk zu stellen (steht auf -gtk).
Warum sollte man K3b nicht zum laufen kriegen? ;) - Es ist nicht KDE abhaengig, vielleicht nur an den kde-libs. ;) - Die muessen dann natuerlich installiert sein.

mfg
 
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