Wechsel auf Halbtag bei Geburt von Kind: Wie ändert sich das Nettogehalt (Beamtin A10

Venyo

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Moin zusammen,

die Frau eines Freundes ;) ist Vollzeit-Beamtin in NRW, bekommt A10.

Weiß jemand, wie man präzise ausrechnet, wie sich das, was im Monat übrig bleibt, verändert, wenn Sie (in drei Jahren als 29jährige) ein Kind bekommt und nach der Elternzeit (bzw. evtl. noch etwas später) halbtags arbeitet?

Ich bin mir unsicher, was man dabei wirklich alles berücksichtigen muss: Elterngeld, Kinderfreibetrag, Familienzuschlag... Außerdem kostet ein Kind ja angeblich bis zum 18. Lebensjahr 120000€, das wären ja 555€ / Monat, ist das auch realistisch?

Es geht um die Berechnung, wie hoch ein Baufinanzierungskredit (bisher angepeilt: 250000€ über 30 Jahre abzuzahlen mit Sollzinsbindung über die komplette Laufzeit 3,6%, also über 1000€ Tilgung pro Monat; der Mann verdient 4000€ Brutto pro Monat) sein darf, wenn man sich halt ein Kind "erlaubt" ;) Bisher konnten 1400€ pro Monat gespart werden, das ist aber auch noch ausbaufähig. Nur wenn halt ein Kind dazu kommt und einer nur noch halbtags arbeitet, dann seh ich das knapp werden mit der Tilgung.
 
Venyo schrieb:
Es geht um die Berechnung, wie hoch ein Baufinanzierungskredit (bisher angepeilt: 250000€ über 30 Jahre abzuzahlen mit Sollzinsbindung über die komplette Laufzeit 3,6%, also über 1000€ Tilgung pro Monat; der Mann verdient 4000€ Brutto pro Monat) sein darf, wenn man sich halt ein Kind "erlaubt" ;) Bisher konnten 1400€ pro Monat gespart werden, das ist aber auch noch ausbaufähig. Nur wenn halt ein Kind dazu kommt und einer nur noch halbtags arbeitet, dann seh ich das knapp werden mit der Tilgung.

Zu deiner eigentlichen Frage: Das müsste eigentlich die entsprechende Besoldungsstelle ausrechnen können. Sonst dürfte dass hier keiner können.

Ich hoffe dir ist klar, dass zins und Tilgung nicht das gleiche sind und welche Bank gibt bitte 30 jahres konditionen raus? oder wurden Bausparverträge in die Finanzierung eingearbeitet ?

Die Tilgung kommt noch mal oben auf die 3,6% drauf. das sind 750 € REINE Zinsbelastung im Monat. Die meisten banken gieten einen Tilgungskorridor zwischen 1-3% an den man je nach bedarf anpassen kann. Wenn deine Freunde mit 2% Tilgen kämen zu den 750€ noch mal 416,67 € dazu, wären wir bei summa sumarum 1166,67 € monatlicher Rate. Da sie sich anscheinend bisher Sparraten von 1400 leisten konnten sollte die Rate auch mit Kind und halbtagsstelle tragfähig bleiben.
Allerdings glaub ich irgendwie nicht, dass eine Bank eine 30 Jahres kondition anbietet, 15 ist maximum i.d.R.. Aber ich lern immer gern neues.

Ist jetzt aber nur meine grobe Pi x Daum Einschätzung. Deine Freunde bzw. die Freundin deines Freundes sollte mal bei der Entsprechenden Besoldungsstelle Anfragen, ob die ihr eine Berrechnung erstellen können.
 
Mit der Begrifflichkeit Zins, Tilgung etc. bin ich noch nicht so bester Kumpel. Gemeint habe ich den Betrag, den ich halt pro Monat zahlen muss um den Kredit inkl. Zinsen abzuzahlen.

Tjo, die Besoldungsstelle könnte das Netto ausrechnen, bliebe noch die Frage, wie sich die Ausgaben wegen des Kindes erhöhen.

30 Jahre Sollzinsbindung gibts inzwischen tatsächlich, z.B. hier: http://www.servicehypo.de/rechner/baufinanzierungsrechner.php
 
Und wie sollen dir jetzt eine Einschätzung in Euro pro Monat geben, was ein Kind kostet?
Ich mag ja recht ungehalten in manchen Themen sein, hier jedoch stellt sich mir die Frage: Wieso berechnest du nicht noch die vom Kind bist zum 18ten Lebensjahr erbrachte Leistung an Zeitungen-austragen oder Kugelschreiber zusammenbauen? So kann das Kind von dem ausgegebenen Geld für es noch was zurückzahlen, da das Geld schließlich sehr wichtig erscheint in der Familie.

Nur eine kurze Zusammenfassung:
Der Mann verdient ca. 2400€ netto, so um den Dreh wenn man von NRW, keine Kirchensteuer, verheiratet annimmt, Steuerklasse 4.Die Frau A10 2700brutto in etwa (Dienstjahre? naja so pingelig sind wir noch nimmals mehr) ca. 1700. = 4100€ netto jeden Monat.

Bisher konnten 1400€ pro Monat gespart werden, das ist aber auch noch ausbaufähig.
Also von 4100€ netto konnten 1400€ im Monat gespart werden. Wenn die beiden 1000€ Miete inkl. allen NK im Monat zahlt, sind dies:
4100€ - 1400€ - 1000€ = 1700€. Und diese 1700€ sind die laufenden monatlichen Kosten? Wenn ja, schätze ich es auch so für knapp unmöglich diesen Lebensstil beizubehalten wenn die Frau nicht mehr arbeiten ist/teilzeit arbeitet. Was man jedoch bedenken muss ist, dass die Miete von 1000€ wegfällt. Sodass ja dann "nur" die Versicherung, Hauskosten (Müll, Grundsteuer, etc.) dazu kämen. Gehen wir also von 300€ im Monat aus für dieses.

Ergo: 2400€ Mann - 1700€ (1400€ was sie jetzt abbezahlen/sparen können + 300€ an "Nebenkosten fürs Haus") = 700€ + 184€ Kindergeld =
884€ + je nachdem was sie nun verdient und wie hoch die tatsächlichen Ausgaben sind. Um demnach wiederum auf 1700€ zu kommen müsste sie demnach ca. 820€ verdienen und (wie du ja schön gesagt hast) nochmal 555€ für das Kind. Ergo: 1375€ müsste sie netto verdienen.
 
Solang man nicht alle Fixkosten kennt und die Konsumgewohnheiten, macht es da wenig Sinn hier Berechnungen anzustellen.
 
Onkelhitman schrieb:
Und wie sollen dir jetzt eine Einschätzung in Euro pro Monat geben, was ein Kind kostet?
Ich mag ja recht ungehalten in manchen Themen sein, hier jedoch stellt sich mir die Frage: Wieso berechnest du nicht noch die vom Kind bist zum 18ten Lebensjahr erbrachte Leistung an Zeitungen-austragen oder Kugelschreiber zusammenbauen? So kann das Kind von dem ausgegebenen Geld für es noch was zurückzahlen, da das Geld schließlich sehr wichtig erscheint in der Familie.

Ich finde es nicht unethisch, zu berechnen, was ein Kind im Monat kostet, wenn es darum geht, zu gucken, was für ein Haus man sich leisten kann. Soll man etwa sagen "ach was, ein 250000€-Haus wird schon finanzierbar sein, auch mit Kind, Grundstück kommt noch oben drauf, aber passt scho" oder "Ach egal, bauen wir halt ein Papphaus für 90000€?

Aber danke schonmal für die Berechnungsvorschläge!
 
Es ist wie Elfhelm schreibt, deswegen auch die Berechnung ;) Ohne wirklich detaillierten Lebensstatus, oder ob gerne Urlaub gemacht wird, ob anstatt Fleisch lieber Tofu gegessen wird, ohne zu wissen wie sie jetzt wohnen und und und, ist eine Berechnung wirklich verdammt schwer.

Und was ist z.B. wenn er arbeitslos wird? Dann geht auf einmal nichts davon mehr auf. Und dann das Haus verkaufen in dem man vielleicht 6 Jahre oder mehr drin war? Sowas passiert leider auch von heute auf morgen. Klar findet er dann Arbeit, was wenn nicht?

Was letztlich also wichtig ist, ist der Wille ein Kind großzuziehen und sich um es zu kümmern, eben die Verpflichtung, die aber alle Eltern eingehen müssen.

Vor allem muss man auch bedenken: Wenn die beiden jetzt Miete von 1000€ (fiktiv) bezahlen, sind dies im Jahr ca. 8000€ (minus den Nebenkosten) die für "nichts" draufgehen. Also könnte man jetzt schon tilgen und das in einer Zeit, indem eben viel Geld da ist. Je niedriger die Belastung demnach, desto weniger auch nachher die Belastung und Zinsen und dann hat man schon nicht mehr 1000€ über 30 Jahre sondern vielleicht nur noch 30 Jahre und 800€. Was dann schon ausschlaggebend sein kann. Alles leider nicht so einfach berechenbar.

Und wie geschrieben, eine Berechnung für ein Kind ist ansich nicht möglich. Mal muss man das kaufen, mal das. Viel teurer beim Haushalt und Essen/Trinken dürfe es, sofern man selber kocht, nicht sein. Wer alleine lebt kocht für 200€, mit 2 Personen 350€ und mit 3 Personen für 450€. (überspitzt ausgedrückt, später wenn das Kind feste Nahrung zu sich nehmen kann) Dafür verbraucht man an Warmwasser mehr. Heizung ist gleich, es sei denn das Haus wäre größer.

Zu viele unberechenbare Faktoren halt.
 
Sind wir hier bei "Frage Onkel Max"?

Sag bitte der Frau deines Freundes, allen Beamten, Kumpels und Schwäger der Halbschwester, daß wir hier kein Beratungsforum für "präzise" Lohn- und Steuerfragen bei bei ungenauen Angaben des Lebensstils sind.
Welches Kind wird angestrebt? (Kinder mit weiblichen Naturell sind häufig teurer)
Welches Auto wird gefahren? (Volvo 940 oder BMW X5)
Was für ein Objekt möchte man finanzieren? (Eigentumswohnung in Duisburg Beek, Villa am Rhein oder Bauernhof in der Eifel)

Wichtig ist die Art des "Beamtenberuf". Lehrerinnen sind recht einfach zu berechnen. Abzüglich der Urlaubs- und Krankentage (20 Monate vor und 20 Jahre nach der Schwangerschaft) sowie Fortbildung und sonstige Unpässlichkeiten ergeben 100% Lohnfortzahlung bei minimalen persönlichen Einsatz.
 
Zuletzt bearbeitet:
Onkelhitman schrieb:
Die Frau A10 2700brutto in etwa (Dienstjahre? naja so pingelig sind wir noch nimmals mehr) ca. 1700.

a10 liegt wohl eher bei 2200 netto
 
Das ist als 26 jährige Frau schon sehr ordentlich ... würde mich mal interessieren, was Ihre Tötigkeit genau ist.
 
gehobener dienst, wahrscheinlich verwaltung
 
Wusste gar net, dass man da so Asche machen kann? Hätte ich das mal früher gewusst, würde ich jetzt sicherlich auch 3k netto bekommen (und hätte nach meiner Aubilung und 3 Jahre Berufserfahrung net noch nen Studium dran hängen müssen ;(
 
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