Wechsel von PC als Server zu NAS

Pacman0811

Lt. Commander
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Hallo Zusammen,

Derzeit stehe ich vor einer Frage, auf die ich leider selbst keine richtige Antwort weiß.
Es geht generell darum, einen heimischen PC, der derzeit als Datengrab, Teamspeak- sowie Plex-Server fungiert, eventuell gegen ein NAS zu tauschen.

Dabei ist es mir wichtig, die bestehenden Services übernehmen zu können und bei Plex als Beispiel keine größeren Einbußen verzeichnen zu müssen (sprich gleichzeitige Kodierung im lokalen sowie externen Netz sollte möglich sein).

Der aktuelle "Server" beinhaltet folgendes an Hardware:

Intel i3-4130
8 GB DDR3
400 Watt Netzteil (hatten bisher kein schwächeres Netzteil)

Festplatten:
1 x 160 GB WD für OS
2 x 1 TB Samsung Spinpoint
1 x 3 TB Seagate NAS HDD

Hat jemand vielleicht Erfahrungen mit ähnlichen Anforderungen?

Wünschenswert wäre natürlich die eierlegende Wollmilchsau für 100€, aber ich denke mal ein preislicher Rahmen von 150-200€ ohne Platten sollte ausreichend sein.


Vielen Dank schon einmal für Eure Hilfe!


Gruß
 
Und warum? Der aktuelle Rechner scheint doch alles zu beherrschen und läuft.
Warum willst du ein NAS? Was versprichst du dir davon?
 
Warum genau willst du denn tauschen? Im Endeffekt hast du ja aktuell die eierlegende Wollmilchsau. Nur halt vermutlich zu groß oder zu stromhungrig?
Vielleicht sollte man eher die Nachteile des aktuellen Systems angehen, bevor du etwas Neues kaufst, was (sehr wahrscheinlich) Einschränkungen haben wird.
 
Ich würde mir einen leiseren Betrieb in Kombination mit weniger Stromverbrauch erhoffen.. Und dann auch mit neuen größeren Platten mehr Speicherplatz.
Ergänzung ()

Genau, Necareor.
 
Dann würde ich dir definitiv empfehlen, das aktuelle System zu optimieren. Nur so hast du wirklich alle möglichen Funktionen, zumal es auch günstiger ist als ein NAS anzuschaffen, welches deinen Ansprüchen genügt. Mit 100€ kommt du da nämlich so gar nicht hin...

Meine Vorschläge:
Ich würde als erstes mit einem anderen Gehäuse anfangen, mit besserer Dämmung, leisen Gehäuse-Lüftern und Entkopplungs-Möglichkeiten für die Festplatten. Dadurch sparst du dir womöglich sogar die Anschaffung neuer Festplatten, wenn die aktuellen mit ordentlicher Entkopplung leise genug sind.

Außerdem würde ich die System-HDD austauschen gegen eine SSD, denn gerade die HDD mit dem Betriebssystem ist ständig im Zugriff, und erzeugt damit die meisten Geräusche.

Des Weiteren ist es immer lohnenswert, das Thema Undervolting aufzugreifen. Ohne jegliche Kosten kann man hier sowohl die Lüfter-Lautstärke als auch den Stromverbrauch senken. Und das in nicht wenigen Fällen sogar deutlich spürbar.

Optional kann man dann auch noch das Netzteil austauschen gegen ein effizienteres und leiseres, aber da müsstest du mir erstmal genau Details zum aktuellen Netzteil geben.
 
Ich bräuchte auf lange Sicht betrachtet einfach mehr Speicher und würde am liebsten einfach eine Kiste da stehen haben, bei der der administrative Aufwand nicht so enorm ist..
Aber vielleicht sollte ich das System einfach nur mal neu aufsetzen und von Grund auf neue Platten nehmen.. Eine SSD vielleicht für das OS und dann dürfte das vielleicht auch gehen.. kleineres Gehäuse, schwächeres, effizienteres Netzteil.. hmm

Edit:
Okay, ich werde mich mal umsehen und notwendige Informationen beschaffen..
 
Den Teamspeak- und Plex-Server würde ich ebenfalls auf die SSD packen, entweder die OS-SSD oder eine zusätzliche.

Damit hast du dann tatsächlich nur noch Festplatten-Geräusche, wenn auf das Datengrab zugegriffen werden sollte. Mit guter Entkopplung und Dämmung, und vielleicht nicht ganz den lautesten Festplatten, solltest du davon dann nichts mehr mitbekommen.
 
Das klingt schon nach einem ziemlich guten Plan.

Ich werde mich umsehen :)

Natürlich bleiben dann die Plex-Medien auf den HDD's. :)
 
ich hab genau das selbe probiert ... von einem i3-3220T, 16GB RAM, 480 GB SSD auf ein Synology DS218+ (mit Plex HW Encoding) und 2x3TB HDDs (und das NAS war deutlich teurer als dein Budget) ... es is gründlich schief gegangen. 2 Streams gingen gerade so mit Transcoding. Der i3 hat alles locker geschafft, gerne auch 3-4 Streams.

Überhaupt is es schwer HW-Transcoding NAS zu finden welche mit Plex zusammenarbeiten.

Um Strom zu sparen hab ich meine Platten an einen weiteren PC gehängt und mach den nur bei Bedarf an :D

Tip ist wie die anderen schon schreiben: Alles auf eine SSD, nur die eigentlichen Nutzdaten auf HDD (Mediendateien), dann regelmäßige Scans deaktivieren (von Plex, etc), Tanscoding Verzeichnis in dem RAM legen.
 
Hab auch gerade gewechselt und bin zufrieden. Hängt aber von den Umständen ab. Bei mir war es so, dass ich meinen 1155 Server in Einzelteilen für >250€ verkaufen konnte (war auch eine 750GB SSD drin) und eine DS214+ günstig bekommen habe.
Ich habe aber weniger Dienste laufen, brauche zu 90% nur die Datei-Freigabe. Beim NAS nutzte ich jetzt auch den Dienst für die Externe Freigabe per Internet-Dienst von Synologie. Ganz nett, ohne DynDNS. Also bei mir war es Win-Win.

Aber das was LieberNetterFlo passiert ist, kann auch leicht passieren, wenn man andere Anwendungsbereiche hat. Muss man vorher gut überlegen. Ein moderner (und somit leiser und stromparender) Windows-PC ist als HTPC, Server, whatever, oft halt wirklich die sprichwörtliche eierlegende Wollmilchsau.
 
Bezüglich Plex-Daten:

Ich hatte eine Weile Plex verwendet und die Daten die Plex anhäuft sind schon sehr viel. Ich habe eine 128GB SSD im Server-PC und die war plötzlich voll (~1880 Filme, ~9100 Serienfolgen (insg. fast 11TB)). Solltest Plex dann so konfigurieren, dass es die Daten nicht auf die SSD packt, außer du hast eine Größere in Planung.

Ich bin mir gerade nicht ganz sicher aber es waren um die 80GB "viele" die Plex erstellt hat. Kann es nochmal nachgucken wenn gewünscht.

Würde dir auch raten dein aktuelles System zu optimieren, als ein Neues zu erstellen.
Zumal das Backupen und Wiederherstellen bei Plex irgendwie kacke ist.
Muss denn wirklich transcodiert werden? Sobald die Abspielgeräte die Codecs unterstützen brauchst du eigentlich nur Freigaben im Netzwerk und keine Rechenpower mehr. Dann wäre ein NAS evtl passend was die Leistung angeht.

Ich habe ein Node 804 mit einer SSD, einer 2,5" HDD und 10x 3,5" HDDs.
Das System ist erstaunlich leise (Lüftersteuerung auf Mittel), wobei es auf dem Dachboden bei mir eigentlich egal ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du Plex benutzt über Clients, wie einem FireTV oder ähnlichem kann ich dir nur abraten von den ganzen Synologie und qnap Nas mit Celeron oder Pentium N CPUs. Sobald du mit Bluerays isos arbeitest oder an zwei Clients streamst ist HW-encoding nur teilweise möglich. Die wirklichen guten Nas Systeme fangen bei beiden ab 1200euro an.
 
Ouh ouh. Das bekräftigt mich ja immer mehr, das bestehende System zu optimieren.

Was erstellt Plex Dir denn da für Dateien? Ich habe das bei mir relativ simpel konfiguriert und er legt mir nichts weiteres an.. Dafür sind die Daten der Medien erheblich (ca. 300 Filme, 10 Serien ==> 2,4 TB).

Das Node 804 sagt mir auch irgendwie extrem zu, vor allem wegen der Erweiterbarkeit...
 
Okay ich hatte es falsch in Erinnerung. Werden keine 80GB gewesen sein. Aktuell scannt er den Ordner. Da es viele kleine Dateien sind dauert es ewig... wahrscheinlich waren es 8-9GB :D
Thumbnails sind bei mir deaktiviert.

Unterstützen deine Geräte die Codecs nicht, sodass viel & gleichzeitig umgewandelt werden muss?

Ja: System behalten, optimieren. Stromverbrauch "hoch".
Nein: NAS, nur Netzwerkfreigaben. Geringer Stromverbrauch.

Weiß nicht wie komfortabel man Plex bspw. auf den FireTV Stick 2 zum laufen bekommt. Der könnte dann "alles" (DTS & h.265) nativ abspielen und die CPU im Server müsste nichts umwandeln. Das wäre dann wie gesagt ideal für ein kleines NAS.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja im Wesentlichen habe ich in-home nur Chromecasts bzw. PC's die das direkt unkonvertiert lassen. Ab und zu ist es dann von extern über die Internetleitung herunterzukodieren... und einige meiner Freunde greifen auch übers Web auf den Server zu. Somit ist die Transkodierleistung schon erforderlich.

Also dann wird es sich wohl darauf belaufen, dass die bestehende Hardware in einem neuen Gehäuse Platz findet mit einer sauberen Installation Win10 + SSD als OS-Drive.
Dazu werde ich dann im späteren Verlauf größere HDD's besorgen als die jetzigen, einfach um noch etwas mehr Speicher zu haben (Windows Sicherung drauf ablegen, usw.).

Danke bis hierhin schon einmal für die zahlreichen Antworten, Tipps und Hilfestellungen!

Hat jemand von Euch ein passendes Gehäuse, was er mir empfehlen kann? Ich müsste noch mal nachsehen, aber ich meine das Mainboard ist mATX.. Somit sind nur einige 3,5''-Schächte von Nöten.
 
Node 804. Bin sehr zufrieden.
 
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