Wechseln von Kabelnetz zu Kupfer sinnvoll, unsinnig oder egal?

Das Modem ist ein Thomson THG540K
http://www.telecom-profi.at/daten//Benutzerhandbuch-Thomson-THG540.pdf
Es ist von 01/2008.
Ich habe einen Fritz!Box 7390 Router an das Modem angeschlossen um WLAN zuhaben.
Wie alt der Router ist kann ich nicht genau sagen. Es ist aber viel neuer als das Modem.
Ich habe leider keine Ahnung wie ich mir die Downstreams anzeigen lassen kann. Oder ob das unterstützt wird.
 
Ok das ist wirklich veraltet.
Wenn ich mich nicht verguckt habe, dann verbindet es sich mit maximal einem Downstream.

Ein Downstream Kanal hat eine Bandbreite von etwa ~50Mbit. Der kann schnell überlastet sein, wenn mehrere Modems über diesen Kanal die Bandbreite unter sich aufteilen.

Neuere Modems/Router unterstützen bis zu 24 Downstream Kanäle (hängt auch vom Ausbau von deinem Kabelsegment ab), damit ist die Last im Segment gleichmäßiger verteilt.

Ich will dir nicht zu viel versprechen, aber ich denke ein Modemtausch könnte deine Probleme lösen.

Ein Modemtausch kostet leider Pauschal 30€, wenn du aber auf einen neuen Tarif wechselst für den ein neueres Modem nötig ist (ab 100Mbit, vermutlich schon ab 50Mbit), dann ist der Gerätetausch kostenlos.

Als alternative könntest du auch eine gekaufte Fritzbox 6490 anschließen, hier aber auf keinen Fall eine bei Ebay kaufen, dort werden ehemalige Mietgeräte verkauft, die man nicht benutzen kann.


Edit: Du kannst dich natürlich bei Vodafone beschweren, dass deine Bandbreite nicht ankommt und das vermutlich am alten Modem liegt. Vielleicht erlässt man dir dann die Kosten für einen Austausch, denn immerhin ist es ja nicht dein Verschulden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke komma,
meinst du ich kann einfach so eine Fritzbox 6490 oder ein neueres Modem anschließen? Ich habe nämlich keine Zugangsdaten für meinen Internetanschluss. Die Thomson Box stöpsle ich einfach ein und bin online.
Werde das aber mit dem Modem im Kopf behalten und vielleicht tatsächlich mal einen Tausch in Erwägung ziehen. Einen neuen Vertrag will ich im Moment aber nicht, da sich dann meine Vertragslaufzeit auf 24 Monate erhöht.
 
Prinzipiell ist es kein Problem eine gekaufte Fritzbox 6490 anzuschließen.

Hierfür brauchst du allerdings deine Kundennummer und deinen "Aktivierungscode" von Vodafone. Falls du noch keinen Aktivierungscode hast, kannst du ihn hier anfordern https://kabel.vodafone.de/registrierung/aktivierungscode

Das dauert dann ca. eine Woche bis du ihn erhältst.

Von AVM gibt es eine Schritt für Schritt Anleitung, sollte also keine Probleme machen.
https://avm.de/service/internetzugang-einrichten/vodafone-kabelanschluss/


Bei einem Modemtausch über Vodafone brauchst du keine Zugangsdaten. Da würdest du einfach dein jetziges Modem abmachen und das neue anschließen. Das alte Modem, mit allem an Zubehör, kannst (und musst) du dann kostenlos mit dem Retourschein, der deinem neuen Modem beiliegt, an Vodafone schicken.

Bevor du Geld investierst, möchte ich nur nochmal erwähnen, dass das hier lediglich meine persönliche Einschätzung ist :)

Hast du vielleicht einen Nachbar den du fragen könntest ob sein Anschluss ähnliche Probleme macht wie deiner? Dann würde es nicht unbedingt an deinem Modem liegen, sondern auf eine generelle Störung in eurem Gebiet hindeuten.

***********************************************

Eventuell sind auch die Pegelwerte an deinem Anschluss gestört, da müsste dann ein Techniker kommen und sie neu einstellen.

Falls du dich nicht gerne mit der Hotline rumärgerst, kannst du hier dein Problem schildern:

https://forum.vodafone.de/t5/Störungsmeldungen-Internet-TV/bd-p/StorungsmeldungenInternetTVTelefon

Dort kannst du mal nachfragen ob eine Störung vorliegt bzw. Aufgrund deiner Probleme ein kostenloser tausch des Modems möglich wäre.
 
Zuletzt bearbeitet:
jk1895 schrieb:
Werde das aber mit dem Modem im Kopf behalten und vielleicht tatsächlich mal einen Tausch in Erwägung ziehen. Einen neuen Vertrag will ich im Moment aber nicht, da sich dann meine Vertragslaufzeit auf 24 Monate erhöht.

Dein Modem ist demnach gar nicht Deines sondern das Deines Providers? Dann solltest Du zum heiligen BonAquarius, dem Schutzpatron der umgefallenen Wassergläser, beten das es möglichst bald das Zeitliche segnet um dann von Vodafone kostenlos gegen ein neues getauscht zu werden.
Ergänzung ()

asus1889 schrieb:
Auch der Klingeldraht ist für mich bei DSL (ohne Vectoring) ein shared Medium. Denn u.a. Crosstalk führt zu einer gravierenden Reduzierung der Sync-Bandbreite.

Das ist zwar eine naheliegende Ansicht, aber dennoch eine ganz persönliche der die Definition von Shared Medium widerspricht.

Shared Medium Kabel heißt das Deine Bandbreite im DOCSIS einbricht wenn Deine 399 Nachbarn ihren Download mit Vmax fahren. Genau das passiert im DSL nicht.

Natürlich ist das Backbone, ab Kabelkopfstation ebenso wie ab DSLAM, dann doch wieder Shared Medium. Hier gibt es aber bereits eine Glasfaserstrecke und hier kann ohne großen Aufwand und vor allem ohne zu Graben einfach ein Kanal mit 1 oder 10 Gbit über mehr als 20 zur Verfügung stehende Wellenlängen (Farben) zugeschaltet werden. Das wurde im Fall Telekom auch schon gemacht, bei DSLAM in Vollbestückung und mit nennenswerter Buchung der höherwertigen Tarife.

Störer reduzieren die Leistung des Übertragungskanals. Der Störer im Kupfer-DA-Kabel ebenso wie der Störer im Breitbandkabel, das hat mit Shared Medium nichts zu tun.
 
Zuletzt bearbeitet:
Per Definition hast du recht. Trotzdem ist DSL, ohne Vectoring, ab einem bestimmten Beschaltungsgrad aufgrund von Crosstalk Müll. Dort "shared" man den DSL Sync mit seinen "Nachbarn" ;). Viele Nutzer auf den benachbarten Adern = geringer Sync. Wenige/keine Nutzer auf den benachbarten Adern = hoher Sync abhängig von der Dämpfung. Natürlich gibt es noch andere Störer. Jedoch ist Crosstalk meist das Hauptproblem.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Micha der erste schrieb:
, zumal die ja auch immer wieder die Keule der Drosselung auspacken (zumindestens würden sie es gerne) ab einem gewissen Volumen.......ganz ehrlich,bei solchen Leuten möchte ich auch kein Kunde sein !
Ganz ehrlich, das wollen alle Provider gerne.

jonderson schrieb:
Ist aber auch egal, wenn die neue Verordnung kommt, wo die Provider Minimal und Durchschnittsgeschwindigkeiten angeben müssen. Da kann man dann schwarz auf weiß vergleichen und der Provider sollte sich sputen die jeweilige Leitungen auch so zur Verfügung zu stellen, dass sie das liefern können....
Die Preise werden steigen damit man so etwas überhaupt garantieren kann.
Bzw. Geschwindigkeit wo hin?
Zu allen Zielen im Internet? Kann man nicht garantieren.
Zum Testserver der BNetzA? Was bringt das dem Endkunden?
 
Also bin genau den umgekehrten Weg gegangen und von VDSL 50 zur 400 Mbit-Leitung von Unitymedia gewechselt.
Hatte damals mit VDSL immer einen Ping um die 26 ms, jetzt über Kabel so ca. 10 ms.

Bandbreite bricht eigentlich nie stark ein, nur ist mir aufgefallen, dass 400 Mbit/s doch etwas übertrieben waren.
Kann ich bei Steam-Downloads kaum gescheit nutzen, muss dann noch gleichzeitig bei Origin z.B. was runterladen, um die volle Bandbreite auszureizen. 200 Mbit/s wären also eigentlich optimal.

6189846123.png
Die Seite misst oftmals einen 1er Ping aus unerklärlichen Gründen. :D
 
Ist auch meist schlauer diesen Weg zu gehen. DSL ist meistens lahmer und störanfälliger Mist. 10 ms Ping sind bei DSL sehr selten. Um einen 10 ms Ping bei DSL zu erreichen darf kein Interleaving aktiviert sein und der Provider benötigt ein sehr gutes Peering mit wenigen Hops.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ping im Bereich von 10ms ist bei Vectoring üblich. "Störanfälliger Mist" ist nichts worauf man kultiviert antworten könnte.

Ganz objektiv ist IPv4 nur über NAT im Kabel ein Painpoint. Sollte es nicht sein, v6 gibt es ja nun wahrlich lange genug, ist es aber.

Ganz objektiv steht bei den Kabelanbietern die Erdrosselung immer noch als Option im Vertrag. Die Schlinge kann jederzeit zugezogen werden wenn ein Vorstand zu dem Schluß kommt das nur so sein Jahresbonus gesichert werden kann.

Ganz subjektiv ist Kabel etwas für Glücksspieler. Wer große Geldmengen auf einen 6er im Lotto setzt dürfte auch darauf wetten das er über die ganze Laufzeit ein nicht überlastetes Segment erhält.
 
10 ms sind auch nicht mit Vectoring gängig. Kenne genug die mit Telekom VVDSL ca. 20 ms Ping haben ;).

Bei Unitymedia Kabel sind jedoch meistens unter 10 ms die Regel.

Aber ich verstehe auch das du als Telekommitarbeiter das Klingeldrahtnetz verteidigen willst ;).

Gibt in diversen Foren genug Telekommitarbeiter die ihr vielerorts hoffnungslos veraltetes Sprachnetz, welches für Breitbandinternet "vergewaltigt" wird, über alles loben.

Sie bedenken aber nicht das der Klingeldraht in vielen Orten, besonders dort wo es kein Vectoring gibt oder wo der DSLAM weiter entfernt ist, unterirdische Bandbreiten liefert. Da ist das Koaxialkabelnetz der Kabelanbieter deutlich im Vorteil. DOCSIS 3.0 funktioniert bis zu ~160 km per Koaxialkabel ohne Bandbreiten-Verluste.

An einen Ausbau denkt die Telekom natürlich vielerorts nicht. Ist ja ein Wirtschaftsunternhemen, dem nebenbei das gesamte Klingeldrahtnetz ("letzte Meile") gehört, welches seit Jahrzehnten vor sich hingammelt. Eine Telekom ODSLAM habe ich hier, in einer Großstadt im Ruhrgebiet, in meinem Stadtteil noch nicht gesehen. Ich habe nur gesehen, dass die Straße in der Mitte geteilt ist. Die eine Seite hat VVDSL-Verfügbarkeit die andere kann maximal nur T-ISDN bekommen. Ohne massive Fördergelder bewegt sich die Telekom keinen Zentimeter. Das ist leider die Wahrheit, die viele Telekommitarbeiter nicht hören wollen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Selbst wenn mal die Bandbreite bei mir sinken sollte, bei mir ist sonst nur VDSL 50 möglich, also hätte ich selbst im schlimmsten Fall noch deutlich mehr Bandbreite als über DSL. Mal ganz davon abgesehen, dass Unitymedia mehr Bandbreite fürs Geld liefert als halbwegs gescheite DSL-Anbieter.

1&1 ist meiner Meinung nach der größte Saftladen überhaupt, in der Vergangenheit ausschließlich negative Erfahrungen mit gemacht. Nicht liefern und Geld kassieren wollen.

Es wird immer behauptet, bei Kabel würde der Ping z.B. am Wochenende deutlich steigen. Kann ich bisher nicht bestätigen. Als ich noch VDSL genutzt habe, ist manchmal einfach random der Ping auf 200 ms gestiegen.
 
Marcus Hax0rway schrieb:
Es wird immer behauptet, bei Kabel würde der Ping z.B. am Wochenende deutlich steigen. Kann ich bisher nicht bestätigen. Als ich noch VDSL genutzt habe, ist manchmal einfach random der Ping auf 200 ms gestiegen.

Habe auch schon Leute gesehen, die an einem Telekom ODSLAM mit nur 1 GBit/s Anbindung am Abend statt bei VDSL 50 üblichen ~46 MBit/s 0,5 MBit/s Downstream hatten.

DSL hat einfach das Problem, dass es über extrem dünne ungeschirmte Kupferäderchen geht. Da ist nach ein paar hundert Metern je nach Durchmesser Schluss mit Highspeed.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich bin seit 6 Jahren bei Kabel und suche mir gerade einen neuen Provider - aber ohne Mindestlaufzeit. Wahrscheinlich wird es O2. Die 5 Euro im Monat mehr sind mir das wert und 16MBit/s (was DSL hier hergibt) reicht mir. Für 30 Öcken gibts auch eine aktuelle 7290 FritzBox.

Der Grund warum ich wechsle sind auch regelmäßige Störungen die schon zweimal nur durch Fristsetzung von meiner Seite von denen behoben wurde.
 
asus1889 schrieb:
Habe auch schon Leute gesehen, die an einem Telekom ODSLAM mit nur 1 GBit/s Anbindung am Abend statt bei VDSL 50 üblichen ~46 MBit/s 0,5 MBit/s Downstream hatten.
Jeden Netzknoten kann man theoretisch bis ins unendliche Überbuchen. Das ist unabhängig von der Technik (DSL, Kabel und ja auch bei FTTH). Je nach Nutzungsprofil der einzelnen Nutzer treten dann eben Engpässe auf.

Durch das relativ kleine Einzugsgebiet und die schnell abfallende Bandbreite pro Kabellänge eines jeden DSLAMs wird die Anzahl der Ports/Uplink automatisch relativ klein gehalten. Outdoor-DSLMs mit mehr als 100-200 Ports sind wohl eher die Ausnahme und der Uplink lässt sich theoretisch recht leicht erhöhen (wenn auch in der Praxis kaum gemacht), da der Kapazitäts-Engpass erst am DSLAM entstehen kann.
Mit einem CMTS bei Kabel kann man theoretisch (und vermutlich auch praktisch) deutlich mehr (mehrere tausend) Teilnehmer versorgen. Zudem hilft die Erhöhung der Uplink-Bandbreite nur bis zu einem gewissen Grad, weil Bandbreite pro Netzsegment begrenzt ist. Das lässt sich nur durch das Teilen von Segmenten und den damit verbunden Tiefbaukosten beheben.

Die DSL-Anbieter haben die Kapazität an der letzen Meile traditionell meist etwas besser im Griff, als die Kabelanbieter, die in relativ kurzer Zeit mit starkem Wachstum kämpfen mussten. Wenn der Wille da wäre, könnten viele Kapazitätsprobleme technisch beseitigt werden. Grundsätzlich erhöht aber jeder Anbieter Kapazitäten nur wenn es unbedingt sein muss, weil das je nach Umstand durchaus teuer werden kann.
 
asus1889 schrieb:
Habe auch schon Leute gesehen, die an einem Telekom ODSLAM mit nur 1 GBit/s Anbindung am Abend statt bei VDSL 50 üblichen ~46 MBit/s 0,5 MBit/s Downstream hatten.

Da lag dann wohl eine Störung vor...

Bei 1GBit Anbindung müssten dann nämlich ~2000 Nutzer gleichzeitig saugen damit für jeden nur noch 0,5 MBit über bleiben.
Weder passen soviele Ports in einen ODSLAM noch ist mir ein ODSLAM bekannt in dem auch nur annähernd die maximale Anzahl (afaik ca. 1500) verbaut wurde. Dazu müssten auch noch alle Teilnehmer gleichzeitig saugen was statistisch gesehen NIE passiert.

Bei den alten ATM-DSLAMs die mit 155 MBit angebunden waren gabs hingegen öfters mal Probleme mit Überbuchung...

MfG Bam
 
Zurück
Oben