Diverse spezialisierte Abis sind immer schwerer.
Da wird halt wie gesagt gedrillt. Wobei der Witz doch ist: Wir haben irgendwie trotzdem alle Fächer aber 6h Wirtschaft dazu

Das macht sich dann auch im Stundenplan bemerkbar.
Sozialabitur ist mehr etwas für die Lernmenschen und der Rest für die Verstehmenschen. Wobei Sozialabi so abwertend klingt! Das ist anspruchsvoll und extrem auf Naturwissenschaften und Pädagogik (und co. fixiert) Wobei man die Schulformen echt nicht vergleichen kann. Diverse Internetbekanntschaften (was man halt so in Browsergames und Battlefield trifft) scheinen es deutlich leichter zu haben. Es zeichnet sich da wirklich ein Ost-West Trend ab. Unsere Abschlüsse werden ja nicht ernst genommen, also wird das mit Qualität ausgeglichen. Hier muss wirklich jeder noch so intelligente Mensch lernen um nicht vollends zu versagen. Die Abschlussprüfung Mathematik Grundkurs hatte letztes Jahr (Jahr 0 nach unserer Schulreform mit komplett neuen und "besseren" Lehrplänen - die Lehrer sagen, sie wissen nicht, wie sie das alles schaffen sollen was drin steht) einen Punktedurchschnitt von 0,4 Notenpunkten. Leistungskurs immerhin noch 1,7

Also an unserer Schule. Aber Landesweit sah es nicht besser aus. Ein Glück, dass man die Prüfungen nicht zwangsläufig bestehen muss, wenn man vorher genug Punkte gesammelt hat.
Wenn ich da so von meinen westdeutschen (oder mecklemburgischen) Kollegen höre "Ja ich hab für die Matheklausur nicht gelernt aber 8 Punkte geschafft" nur so was...
Das bedeutet nicht, dass diese Leute dümmer sind. Das Bildungssystem verlangt denen einfach viel weniger ab.
Also meine Schule ist da ein Extrembeispiel: Nach groben Schätzungen, nehmen etwa 10% der Schüler Antidepressiva. Die Dunkelziffer dürfte höher liegen. Der Kelch der Depression ist auch an mit nicht vorüber gegangen. Und mein Tutor meinte, dass seit der Zeit um 2000 mindestens 20 seiner Schüler durch Selbstmord oder Drogenüberdosis gestorben sind - und das an einem Gymnasium. Es ist wie eine Kaderschmiede. Da wird nichts wiederholt oder groß erklärt. Wer etwas nicht sofort versteht muss sich selbst kümmern oder fällt durchs Raster.
Vonder Notwendigkeit von Religion, Philisophie oder irgendwelchen Kunstkursen einmal abgesehen.
Also ich glaube Ehtik ist eines der wichtigsten Fächer der heutigen Zeit. Geschichte/Sozialkunde (bei uns ein Fach) auch. Was nützen mir Kurvendiskussionen oder Integralrechnung im Alltag? Was habe ich davon wenn ich >10 Arten von Pronomen bennen kann? Aber was nehme ich aus Ethik und Geschichte mit?
Wobei du Ethik natürlich nicht explizit erwähnt hast. Kunst kommt mir manchmal auch schleierhaft vor. Ich finde Kunstgeschichte sinnvoll. Da lernt man viel über die Wurzeln der Europ. Kultur und ich finde es toll durch Straßen wandern zu können und dann an einem bestimmten Monument sagen zu können "Ah eine Ionische Säule und ein kunstvoll gestalltetes Hellenistisches Relieff am Tympanon"

Ja okay ich bin ein Geschichtsfreak aber hey...
Der Sinn aus Dingen wie dem Sportunterricht (das sind 2 Stunden, die ich mit lernen verbringen könnte) oder in Deutsch 300 Jahre alte Sonette interpretieren erschließt sich mir dann wirklich nicht.