welche Fotokamera für Anfänger?

Bob-Snijder

Lt. Junior Grade
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Aug. 2017
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336
Hallo,
ich suche eine gute Foto-Kamera für Fotografieren, ich bin in diesen Gebiet sehr neu und ich weiß nicht worauf ich beim Kaufen einer Foto-Kamera achten soll? Es soll kein Spiegelreflex-Kamera sein, ich habe eine vom Bekannten ausleihen dürfen und diese ist mir zu komplieziert.

Wichtige Funktionen sollte die Kamera haben:

  • Einfach zum Bedienen und auf Deutsch.
  • Bildstabilisator für Foto und Video aufnehmen.
  • Nicht größer als eine Digitalkamera.
  • Gute Bild und Video und Tonqualität, egal ob Tag oder Nacht.
  • Sie soll schnell fokussieren können.
  • großen Zoom für weitentfernte Objekte.
  • SD Karte mit großen Speicher.
  • Eventuell W-Lan also möglichst Kabelllos sein.

Preis: nicht mehr als 600/650€-
 
Würde mich mal im Gebrauchtmarkt umschauen. Ich habe mir eine CANON IXUS 275 HS gekauft für 40€ Die reicht allemal für Bilder unterwegs. Da ich kein Freund von Smartphone bin und ab und zu auch Bilder machen will beim Biken, Wandern, ist das für mich eine gute und günstige Alternative. Sollte ich dann mehr machen wollen kaufe ich mir dann was Besseres.
 
Das tolle an Canon-Kompakt-Kameras ist es - oder war es zumindest vor einigen Jahren - dass man sich wenn man mehr Optionen und Einstellungen möchte, eine Custom-Firmare (ich glaube sogar von Canon selbst), installieren kann. Habe mir das vor gut 10 Jahren überlegt, ist dann aber doch was größeres geworden. Die Firmware konnte damals sogar Auslösen auf Bewegung, schnell genug um Blitze zu fotografieren und natürliich auch Fotos in RAW speichern, was erheblich bessere Bilder erlaubt bei entsprechender manueller Nachbearbeitung. Das ist eine schöne Spielerei, wie gesagt, wenn man mit so einer Kamera mit dieser Möglichkeit anfängt und dann in den Fortgeschrittenen Bereich übergehen möchte.

Um aber neu anzufangen finde ich die Idee mit einer App ganz gut - da kann man mal ausprobieren, ob man in der Praxis überhaupt so viel fotografiert, damit es sich lohnt. Den Zoom kann man oft damit kompensieren, dass man in Bewegung bleibt und ggf. andere Blickwinkel findet. Sachen wirklich nah heranzoomen... das braucht man doch meist eher nicht so oft.
 
Was und wie möchtest du denn Fotografieren? Landschaft? Familie? Jeden Tag dabei haben oder zu bestimmten Anlässen wie Geburtstage etc.?

Wenn du eher gelegentlich mal fotografieren möchtest, aber die Kamera immer dabei haben willst: so kompakt wie möglich. Da ist die HX90V oder eine Ixus bestimmt ganz gut geeignet. Wenn du die Bilder nicht unbedingt auf einem riesigen 4K Monitor vorführen möchtest wäre tatsächlich ein Smartphone brauchbar, wenn die Kamera nicht allzu schlecht ist. Auch Ausdrucke in zB 10x15 cm oder ähnliches, sollten mit einem Smartphone noch gut aussschauen. Umso grösser du die Bilder anschaust, desto mehr stört die schlechte Qualität der winzigen Smartphone-Sensoren.

Wenn du bestimmte Vorstellungen hast, was und wie du etwas fotografieren möchtest, wäre mir wichtig, dass man verschiedene Optionen schnell erreichen kann, ohne ins Menü zu müssen. Also falls du schnelle Bewegungen fotografieren möchtest und die Kamera im Automodus die Verschlusszeit auf 1/50 stellt, ist es sehr hilfreich, wenn man mit einem Knopf oder Drehrad in einen Sportmodus umschalten kann etc.

Wenn du oft in dunklen Verhältnissen, auf Parties, im Haus etc. Fotografierst, wäre eine Kamera mit grossem Sensor hilfreich. Dort sind die Pixel grösser und können mehr Licht einfangen. Das heisst, du kannst eine höhere Verschlusszeit wählen (das sorgt dafür, dass bewegte Objekte nicht so unscharf werden.
Das ist wahrscheinlich nicht ganz richtig und sehr stark vereinfacht :D
Wenn du bei kleineren oder Lichtschwächeren Sensoren (also Smartphones) die gleiche Verschlusszeit nehmen würdest, wäre das Bild entweder dunkler oder verrauschter, wegen den digitalen filtern, die das Bild künstlich aufhellen.
Die digitale Berechnung solcher Sachen wird aber immer besser und auch einige Smartphones können mittlerweile passable Bilder in dunkler Umgebung machen.

Da wären bei den Kompaktkameras mit grossem Sensor und manuellen Einstellmöglichkeiten zB die Canon Powershot G1, G7, G9. Oder eine Panasonic Lumix TZ101. Keine Ahnung, ob die gut sin, hab nur mal kurz bei Geizhals nach grossem Sensor, mind. 3x optischer Zoom gefiltert. Einen Automatik- oder Programm-Modus sollten die auch alle haben.

Jetzt musst du halt für dich entscheiden, was dein Einsatzszenario ist und welche Ansprüche du hast.
 
Elbrathil schrieb:
schnell genug um Blitze zu fotografieren
Langzeitbelichtung?
Ergänzung ()

Was sind denn deine Hauptmotive?
 
@andi_sco Haha :P - Nein, dem Bereicht, den ich damals dazu gelesen habe, soll die Firmware verdammt schnell auslösen mit eben diesem Beispiel. Dass Langzeitbelichtung zumindest bei Dunkelheit (ND Filter bei Kompakten eher unhandlich) einfacher ist, ist klar ;)
 
Bob-Snijder schrieb:
Es soll kein Spiegelreflex-Kamera sein, ich habe eine vom Bekannten ausleihen dürfen und diese ist mir zu komplieziert.

Eine Spiegelreflex ist genauso komplex oder einfach zu bedienen wie jede andere Kamera - man stellt die Zeit, die Blende und die ISO (oder Teile davon und den Rest macht die Kamera) ein, richtet die Kamera in etwa aufs gewünschte Motiv und drückt auf den Knopf.

Ich sage das deshalb so provokant, weil du von deiner neuen Kamera Features zu einem Preis erwartest, die einfach nicht machbar sind - eine kleine Kompaktkamera mit großem Zoombereich ist normalerweise lichtschwach und produziert selbst schon bei Dämmerlicht Müll - das kann ein modernes Smartphone dank viel CPU-Hubraum oft schon deutlich besser. Die Kompaktkameras, die brauchbare Bilder produzieren, kosten um einiges mehr - und sind alleine immer noch wertlos, wenn der Fotograf damit nicht umgehen kann. Das kann man sich alles online beibringen, aber nur für den Automatikmodus ist es sinnlos, 600€ in eine Kamera zu stecken, weil die Resultate trotzdem nur „meh“ sein werden.

Ein gangbarer Mittelweg wäre zB eine gebrauchte Alpha 6000, die ist spottbillig zu haben, liefert brauchbare Bilder ab und ist relativ kompakt, solange du kein dickes Tele draufschnallst. Aber bevor du hier Geld investiert, empfehle ich trotzdem, die DSLR vom Bekannten nochmal in Ruhe für ein Wochenende auszuleihen und vorher 1-2h ein Tutorial auf Youtube durchzuschauen. Grosse Kameras wirken oft einschüchternd, sind in Wahrheit aber ziemlich trivial zu bedienen, weil es am Ende immer nur auf Blende, ISO und Zeit hinausläuft - wenn du das intus hast, ist der ganze Rest recht easy...
 
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Bob-Snijder schrieb:
Es soll kein Spiegelreflex-Kamera sein, ich habe eine vom Bekannten ausleihen dürfen und diese ist mir zu komplieziert.
Bleib bei Deinem Smartphone oder kauf Dir eines mit einer besonders guten Fotofunktion.
 
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Also entweder würde ich gar keine Kamera kaufen, oder eine Sony A6100/A6000 (oder vergleichbares von anderen Herstellern), die vergleichsweise Kompakt sind und daher gerne mal in der Tasche landen.

Denn entweder du willst dich mit dem Fotografieren auseinandersetzen und wirst dann zwangsweise lernen müssen mit der Kamera umzugehen (was bei den spiegellosen Kameras einfach ist), oder du solltest einfach ein gutes Samrtphone kaufen, das auch schon sehr gute Fotos macht.
 
nichts gegen die Sony A-6000 Serie, ist aber mehr für Semi-Profis.
Die Anforderungen von Bob Snijder sind damit aber nicht oder nur schwer zu erfüllen.
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Wichtige Funktionen sollte die Kamera haben:
  • Einfach zum Bedienen und auf Deutsch.
  • Bildstabilisator für Foto und Video aufnehmen.
  • Nicht größer als eine Digitalkamera.
  • Gute Bild und Video und Tonqualität, egal ob Tag oder Nacht.
  • Sie soll schnell fokussieren können.
  • großen Zoom für weitentfernte Objekte.
  • SD Karte mit großen Speicher.
  • Eventuell W-Lan also möglichst Kabelllos sein.
  • Preis: nicht mehr als 600/650€-
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einer der Knackpunkte, gute Bilder bei Nacht, sind nur mit längerer Belichtungszeit, Lichtstärke Sensor und Objektiv, sowie unterstützend mit Bildstabilisator zu erreichen. Dazu kommt dann noch die interne Bearbeitung der Aufnahme durch die Kamerasoftware.
Zusaätzlich ist Blitzlicht und Stativ bei Nachtaufnahmen angesagt.
Bei einer Systemkamera wie der A6000 müssten dann auch noch mindestens 2 Objetive "mitgeschleppt" und entsprechend gewechselt werden.

Nutze selber eine Fuji X-T2 und eine Sony HX60V
Beste Grüße
 
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VmaxGunni schrieb:
nichts gegen die Sony A-6000 Serie, ist aber mehr für Semi-Profis
Die A6000 gibts mittlerweile um <300€, somit ist es wurscht, für wen das Teil mal gedacht war. Wie ich schon erwähnt hab, man stellt Zeit, ISO und F (oder eine Teilmenge davon) ein und zeigt ungefähr aufs gewünschte Subjekt. Das muss man mit einer Kompakten genauso machen, wenn man gescheit fotografieren will und nicht nur knipst.

VmaxGunni schrieb:
Dazu kommt dann noch die interne Bearbeitung der Aufnahme durch die Kamerasoftware
Welche Bearbeitung soll das sein bei RAW? Abgesehen von gewissen Kleinigkeiten, die manche Kameras mit den RAWs machen, ist das - Nomen est Omen - der Rohoutput des Sensors...

VmaxGunni schrieb:
Zusaätzlich ist Blitzlicht und Stativ bei Nachtaufnahmen angesagt
Wie du eh selbst sagst, Bildstabilisierung regelt, ausser der TE will Astro und Lightpainting machen. Natürlich ist eine APS-C Cam älteren Semesters da hinter zB einer nagelneuen Canon R5, aber trotzdem geht auch viel ohne Stativ, zB mit dem 35/1.8 OSS.

Aber bevor wir vom TE keine Info bekommen, was er zu machen gedenkt, ist das eh Kaffeesudlesen. Er wollte wahrscheinlich Resultate wie aus der National Geographic haben und das zum Budget der Schülerzeitung - und das geht halt leider nicht...
 
Der erste Punkt der Anforderungen war doch:
* Einfach zum Bedienen und auf Deutsch.
Deine Punkte passen da finde ich eher nicht so gut dazu. Weder die Handhabung einer Systemkamera ist für einen Laien wirklich auf anhieb einfach, noch die Bearbeitung von RAW-Bildern, die am besten erstmal eine Kaufsoftware erfordert, möchte man sich nicht mit kostenloser SW mit entsprechend schlechter Bedienbarkeit herumschlagen.
Werden vom Themenersteller doch ambitioniertere Ziele verfolgt, ist das Feld der CSCs (compact system cameras) aber eine sehr interessante Richtung.
 
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Hier stehen gerade mehrere Panzer auf dem Schlauch.
Auch eine Spiegelreflex hat einen Automatikmodus, genau wie ein Smartphone. Ok, der TE möchte trotzdem keine, also eben was kleineres.

Aber warum redet Ihr von RAW Dateien? Wofür gibt es JPEG...
 
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Die Kamera sollte schon in allen richtungen gut einsetzbar sein ob in der Natur oder im Haus/Gebäude, die meiste Zeit habe ich in der Natur Fotografiert. Mein Huawei P20 macht schon gute Fotos, aber ich will bessere Qualität haben als ein Smartphone. Wichtig wäre das man mit der Kamera auch den Nachthimmel ohne probleme Fotografieren kann, ich muss wegen der Arbeit meisten zwischen 2 und 3 Uhr Nachts raus, manschmal würde ich gerne den Nachthimmel Fotografieren, weil das Bild einfach schön aussieht.

Das Bild habe ich mit meinem Huawei P20 gemacht.
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googeln, Nachtaufnahmen, Himmel, Sterne.
Wird bei Stativ, Lichstärke, und je nach Hardware bei den Einstellungen zu Belichtungszeit und ISO enden.

Wenn du ein Stativ UND die manuellen Einstellungen an deinem Smartphone verwendest wird das Bild sicherlich sichtbar besser

hier mal Anleitungen
https://hendrich.org/blogs/computertipps/astrofotografie-mit-dem-smartphone/
 
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