Welche PC/Technik Studiengänge gibt es außer Informatik?

eazel

Lt. Junior Grade
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Hallo

ich bin 17, werde im Sommer 18 und habe 2013 wahrscheinlich mein Abitur(NRW).
Danach möchte ich gerne studieren, nur ich weiß nicht was.
Ich kenne mich sehr gut mit PC´s und allgemein mit Technik aus. Ich würde also gerne in diese Richtung studieren. Allerdings traue ich mir nicht ein Informatikstudium zu, da ich gehört habe dass dort sehr viel Mathematik gebraucht wird. Ich bin zwar nicht schlecht in Mathe, bin aber auch nicht besser als ein 3er(8Punkte) Schüler(und damit bin ich voll zufrieden).

Meine Frage, was kann man denn sonst in Richtung Technik/PC studieren?


MfG
Eazel
 
Klassische Informatik hat nichts, aber auch absolut gar nichts mit "PC/Technik" als solches zu tun. Das sind bestenfalls Arbeitsgeräte, aber mehr auch nicht.
Viele sind dieser Meinung, beginnen aus dieser Vorstellung heraus ein Informatikstudium und erleben ihr blaues Wunder. Ein Informatikstudium hat nichts mit lustig am PC rumschrauben und Hardwarezeitschriften lesen zu tun (auch wenn sich viele der Studenten als Privatvergnuegen fuer sowas interessieren.).

Wenn dich der technische Aspekt interessiert bietet sich der Studiengang technische Informatik (mehr oder weniger ein Elektrotechnikstudium mit einem verstärkten Nebenschwerpunkt in Informatik) an, oder du startest mit reiner Elektrotechnik. Später kannst du per Master das ganze noch konkretisieren.

In jedem Fall kommst du aber an sehr viel Mathematik nicht vorbei. Finde dich auch damit ab, dass sich der direkte Anwendungsbezug zu "PC-Technik" erst sehr spät einstellen wird. Am Anfang wirst du ausschliesslich allgemeine Grundlagen kennenlernen.
 
Tja, da muss ich leider dir mitteilen dass technische Studiengänge alle sehr viel Mathematik erfordern und "mit PCs und Technik auskennen" kaum bis gar nichts zu tun haben....
 
Willst du was praktisches, dann mache eine Lehre.

Informatik ist seeehr viel Mathe. Man kann es etwas verdünnen in dem man Wirtschaftsinformatik, Medieninformatik, etc. wählt ...
 
Informatik bzw. ein technisches Studium ohne viel Mathe ?
Kannst du knicken.
Und wie bereits angesprochen wurde, PC's sind reine Arbeitsgeräte (auch in einem Elektrotechnik Studium).
 
Ich studiere Elektro/Informationsmtechnik.

Dort bekommst du einen Großteil an E-Technik vermittelt, aber auch eine gute Grundlage an Informatik bzw. Programmierung im Bereich C++.
 
Vielleicht sollte gesagt werden, dass Mathe im Studium etwas anders ist als in der Schule. Sie ist deutlich abstrakter und zuerst geht es weniger ums Rechnen als um Verstehen. Das ist aber auch schon nach 2-3 Semestern vorbei und dann kommt Mathe meistens in numerischer Form vor. Die Menge an mathematischen Problemen ist dann auch deutlich kleiner, Mathe im Informatikstudium sollte ja nur einen Teil der Grundlagen darstellen.

Spontan würde ich sagen, wenn man sich für Informatik interessiert, sollte man so ein Studium versuchen. Wenn's nicht gefällt oder man zu schwach ist, kann man immer noch den Studiengang wechseln oder mit einer Ausbildung anfangen.
 
Schau dir vielleicht auch mal Studiengänge wie Angewandte Medienwissenschaften an. Ist vielleicht nicht so technisch, wie du es dir vorstellst, aber als technisch affiner Mensch nicht verkehrt
 
eazel schrieb:
Ich bin zwar nicht schlecht in Mathe, bin aber auch nicht besser als ein 3er(8Punkte) Schüler(und damit bin ich voll zufrieden).

Dann denke ich solltest du Informatik und alles was erhöht mit Mathematik zu tun hat definitiv knicken.

Ich habe gerade angefangen Physik zu studieren, wo ja auch jede Menge Mathematik dabei ist. Im ersten Semester jetzt in Mathe I sitzen wir sogar noch im gleichen Hörsaal mit den Informatikstudenten.

Der Punkt ist: Höhere Mathematik hat kaum was mit Schulmathematik zu tun. Es ist deutlich abstrakter, dreht sich um Beweise und Verständnis der Mathematik.
Dass du irgendeinen Wert berechnen kannst, also irgendwas praktisches ausrechnen wie in der Schule, wird da kaum angesprochen, vielmehr wird erwartet, dass du das sowieso komplett kannst.

Ich bin aktuell nur am ackern und es ist echt schwierig und ich hatte im Abitur Mathe Leistungskurs, habe meine Mathe Abschlussklausur mit 13 Punkten geschrieben. Auch meine sonstigen Klausurnoten bewegten sich immer zwischen 10 und 15 Punkten. Ebenfalls hatte ich in 12/1 auch mal 14 Punkte mündlich.

Und das alles ohne lernen. Ich hab Mathematik immer über Verständnis erschlossen, nie über Lernen im Abi-Leistungskurs. Normalerweise hab ich alles sehr schnell begriffen, wenig Hausaufgaben wirklich selbst gemacht und außer für die Abschlussklausur in 13/2 hab ich niemals auch nur 1x für Matheklausuren, Referate, ..., gelernt..

..trotzdem fällt es mir im Studium recht schwer, ist wirklich schwierig zu verstehen - hat eben nicht mehr viel mit Schulmathematik zu tun.
 
Ich studiere im 6.Semester Wirtschaftsinformatik an einer Uni mit Informatikschwerpunkt (Studiengang ist an der Fakultät für Informatik angesiedelt) und kann mich, was Mathematik angeht, meinen Vorrednern nur anschließen. Ich hatte insgesamt 5 Semester Mathe, davon 3 zusammen mit Mathematikern und meine Mathenoten zählen eindeutig zu den schlechtesten. Allerdings muss ich sagen, dass ich in meinem Abizeugnis in Mathe nur 5Punkte stehen hatte und trotzdem durch keine Matheprüfung gerasselt bin. Es geht also auch mit Ehrgeiz und viel lernen ;) Nichtsdestrotz sollte dir Mathe Spaß machen, wenn du etwas mit Informatik studieren willst, denn gerade für interessante Probleme wirst du es brauchen. Wenn du eher etwas techniklastigeres sucht, würde ich dir empfehlen, dir Elektrotechnik und artverwandte Studiengänge anzuschauen (dort wirst du allerdings auch Mathe auf einem ähnlich hohen Niveau haben, je nach Uni).
 
Ich denke mittlerweile hat er es auch verstanden, es muss doch nicht hundertmal breitgetreten werden, dass:
  • am PC basteln nicht Informatik ist
  • Schulmathe und Unimathe kaum etwas gemeinsam haben
 
Ich hatte auch immer nur ne 3 im matheleistungskurs und komme im moment doch noch echt gut zurecht...studiere Informationstechnik an einer FH. Da finde ich alle andere fächer( elektronik, elektrotechnik, physik, informatik) schlimmer^^
 
Jonas5 schrieb:
studiere Informationstechnik an einer FH. Da finde ich alle andere fächer( elektronik, elektrotechnik, physik, informatik) schlimmer^^

Das ist jetzt nicht abwertend gemeint, sagt aber schon alles.

Offensichtlich hast du ja dann mindesten 5 Fächer. Als Physikstudent an unserer Universität machst du genau Physik & Mathematik von A-Z und das wars.
Unsere Informatikleute haben Informatik und Mathematik von A-Z und das wars.

Wenn du deutlich mehr Fächer hast, ist ja schon von vornherein klar, dass man nicht so stark ins Detail gehen kann, wie wenn man sich nur mit 2 Fächern beschäftigt.

Und dazu kommt dann noch FH. Ich will hier gar keine Debatte vom Zaun reißen, welche Ausbildung fundierter ist oder sowas - das wäre auch Schwachsinn.
Aber es ist halt so, dass es an einer Universität im Vergleich zur FH in beispielsweise Mathematik viel theoretischer und abstrakter zugeht und man einfach mehr und komplizierteren Stoff durchnimmt.

Höhere Mathematik an einer Universität ist nur bedingt mit Mathe an einer FH und noch weniger mit Schulmathematik zu vergleichen.
 
Deswegen bin ich ja auch auf eine FH gegangen...was bringt es mir 5000 Gleichungen herzuleiten die da eh schon stehen...
Dann wende ich doch die Formeln besser für verschiedenste Beispiele an, dass ist einfach viel interessanter.
Da wo bei uns was in mathe fehlt, kommt was anderes schweres in e-technik oder elektronik dazu...egal ob uni oder fh...es ist schwer genug da mitzukommen und zu "überleben"...
 
Jonas5 schrieb:
Da wo bei uns was in mathe fehlt, kommt was anderes schweres in e-technik oder elektronik dazu...egal ob uni oder fh...es ist schwer genug da mitzukommen und zu "überleben"...

Sicher, definitiv.
Es ging ja hier nur um die Frage, ob es möglich wäre Informatik anner Uni zu studieren, wo man halt komplett höhere Mathematik hat, wenn man nicht so mathebegabt ist...und das würd ich halt auf jeden Fall (wurde ja schon zur Genüge erklärt) verneinen.
 
Und man sollte im Hinterkopf behalten, dass Physik eine komplette abnormale Freakshow ist. Daher sollte man das lieber nicht als Vergleich anbringen. Ja, ich bin selber einer, bevor die Frage kommt.
 
MR.FReeZe schrieb:
Und man sollte im Hinterkopf behalten, dass Physik eine komplette abnormale Freakshow ist.

Das stimmt wohl^^

Wenn ich mir als Physikstudent und Physikinteressierter und Mathebegeisterter Physik & Mathematik an der Uni anschaue, dann wirds schon ab und zu haarig...aber wenn ich dann theoretische Physik sehe...ultra krass...ultra krass...mehr fällt einem dazu nich ein^^

Leider Gottes bin ich auch recht faul...aktuell (neben Vorlesungen und Übungsaufgaben) lern ich nur alle 2 Tage mal so 3-4 Std. Noch viiiiel zu wenig.

Würde mich insgesamt im Jahrgang als unterer Durchschnitt erachten, in Physik- und Mathevorlesungen ist's halt wie gesagt teilweise schon haarig aber das geht noch mit entsprechendem Fleiß.
Die theoretischen Physikvorlesungen, wo ich von Anfang bis Ende direkt während der Vorlesung wusste, wovon der Prof da vorne überhaupt spricht, kann ich an einer Hand abzählen...wie viele Stunden das schon Nachbereitung gekostet hat - und immernoch viiiel zu wenig...im Prinzip müsste ich jedes Wochenende gleich mal so 12 Stunden einplanen, um den kranken kram jedes mal zu erledigen^^
 
eazel schrieb:
Ich kenne mich sehr gut mit PC´s und allgemein mit Technik aus. Ich würde also gerne in diese Richtung studieren.

Bei dieser allg. Interessenlage wuerde ich dir auch emphelen in Richtung Informationstechnik zu schauen. Da bekommst du auch ausreichend E-Technik vermittelt, so das du in die Richtung Hardwareentwicklung gehen kannst.

Mathe im Studium und in der Schule sind nicht zu vergleichen. Ich hatte etliche Kommilitonen, die an der Uni in Mathe deutlicher bessere Ergebnisse hatten. Leider darf man auch nicht verschweigen, das viele gar nicht klarkommen und sich dann verabschieden.

Die Preisfrage ist, ob du in der Lage bist dich ausreichend zu motivieren und dich in einem Bereich der dir nicht liegt dann "durchzubeissen". Wenn ja wirst du den Mathe Teil vermutlich auch packen.
 
Ich würde nicht zuerst studieren. Ich würde zuerst eine Ausbildung in dem Beruf erlernen. Wenn das dann geschafft ist, und gut geklappt hat, würde ich ein Studium beginnen. Evtl. zahlt das dann sogar der ehemalige Ausbildungsbetrieb wenn dein Vertrag vorsieht, dass du danach da wieder anfängst. Das ist zwar seltener, aber möglich.

Der Vorteil der Ausbildung ist halt: Wenn du sie fertig hast, und du bist Facharbeiter kann dir das keiner nehmen. Fängst du an zu studieren und du merkst nach 2 Jahren: Verdammich, ich komm nimmer mit, dann hast du nachher nur 2 Jahre "sinnlos" studiert. Ebenso gibt es als Facharbeiter noch mehrere Zwischenstufen vor einem Studium.

Bist du dir aber zu 100% sicher, dass du ein Studium schaffen würdest, bist du dir sicher und auch so standhaft das durchzuziehen, so rate ich dir dann zum Studium. So sparst du dir die Zwischenschritte, musst es dann aber auch schaffen ;)

Ich selbst habe den längeren Weg gewählt. War aber nicht so geplant, evtl. hätte ich dann auch studiert. Wovon ich dir direkt abraten kann ist der Informationstechnische Assistent. Der wird bei uns an der Schule sehr oft gemacht, und darauf im Anschluss eine duale Ausbildung in einem Betrieb in dem Bereich. Und dann kann man den sich sparen.
 
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