Welcher Hub für Parasoll Sensoren + Automatisierung (nicht Home Assistant)

Venyo

Lieutenant
Registriert
Dez. 2009
Beiträge
539
Ich habe einige Parasoll Sensoren. Ich möchte eine Automation: wenn Haustür geöffnet, dann benachrichtige mich (z.B. per Handy mit Ton auch wenn das Handy stumm ist oder per Audioausgabe am besten auf einem vorhandenen JBL Playlist Lautsprecher), wenn noch andere Fenster offen sind.

Außerdem hätte ich gerne eine Automation: Handys von meiner Frau und mir nicht Zuhause? Dann Saugroboter (ein Roborock, ein Dreame) starten.

Nett wäre noch: wenn E3/DC PV ausreichend Strom liefert und es heiß ist: Klimaanlagen (Gree und Panasonic) anwerfen.

Außerdem hab ich Reolink Kameras und Hue Licht (mit Bridge) und Tuya Zigbee Thermo-/Hygrometer, die man noch für Lüften-Benachrichtigungen verwenden könnte. Und Silvercrest Zigbee Steckdosen habe ich noch rumliegen, die ich auch gern benutzen würde.

Ich hatte das alles schonmal in Home Assistant. Das war leider total instabil und es war ein elendes Gefrickel.

kauf einen Sonoff Zigbee Stick der nicht plug&play ist sondern irgendwie "durchgereicht" werden muss trotz Home Assistant OS auf einem halbwegs potenten Thin Client. Schaue zig Videos, ob ZHA(? lange her) oder Zigbee2MQTT besser ist. Wähle letzteres, das ab und zu einfach zusammenbricht und wühle dich durch Logs und poste in Foren, was dir nichts bringt. Spiele in YAMLs rum ohne genau zu wissen was man da tut, lerne dazu und weiß es dann halbwegs aber eigentlich wollte ich den Mist auch gar nicht studieren, sondern benutzen. Im Endeffekt hatte mir das Smart Home dann mehr Zeit gekostet als die Automationen Zeit gespart haben.

Jetzt habe ich erstmal gedacht, suche ich mir erstmal einen vernünftigen Hub. Aber welchen?

Aqara M3: kann wohl nur Aqara-Zigbee-Geräte, bringt mir also nichts
Homey Pro: lächerlich teuer
Aeotec Smart Home Hub 2 - bin ich noch nicht ganz durchgestiegen, kann aber wohl auch deutlich weniger integrieren als Homey?
Dirigera: kann kaum Automations und mit Roborock oder Klima-Integration brauch ich dem nicht kommen?

Muss man sich eigentlich so an der Hub-Frage aufhängen oder kann ich auch einfach z.B. Roborock und Dirigera in Google Home Assistant ansteuern per Automationen? Die Automationen auszuführen ist doch nur Software? Aber in YT-Videos wird ständig davon gesprochen, dass man mit Hub X gut automatisieren kann, aber mit Y nicht?

Eigentlich suche ich was wie Home Assistant aber ohne das Gefrickel und mit einer stabilen Zigbee-Funktionalität. Im Zweifel kaufe ich Homey, aber eigentlich finde ich es zu teuer.

Danke euch!
 
Zuletzt bearbeitet:
Venyo schrieb:
Jetzt habe ich erstmal gedacht, suche ich mir erstmal einen vernünftigen Hub. Aber welchen?

Immer nur den vom Hersteller selbst. Kein Hersteller mag fremde Hardware an seinen Hubs.

Workaround: HomeAssistant. Das willst du aber nicht.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: AAS und HtOW
Bei aller liebe aber Homeassistant ist sowas wie der Goldstandard. Ich würde dem ganzen noch ne Chance geben. Ansonsten wäre Homey eine sinnvolle Alternative.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: JumpingCat und HtOW
Eine Lösung kann ich dir nicht geben, eventuell ein kleiner Gedankenschupser.
Du suchst die eierlegende Wollmilchsau, die es mit deinen Anforderungen - muss alles können und muss billig sein - so derzeit IMO nicht geht. Es kostet A) Zeit, oder B) Geld (weil jmd. anderes Zeit investiert), oder gar C) beides.
Mit Matter wird an einer systemübergreifenden Steuerplattform gearbeitet, da viele Firmen beteiligt sind und alles versucht wird einzubauen, sind die Schritte leider klein und relativ langsam. Funktioniert nach über 3 Jahren nach dem Start mittlerweile relativ ok, kann oft aber weniger als die herstellerspezifischen Systeme, da wie geschrieben viele an der Umsetzung mit rumfeilen.

Schließe mich @TheBeastMaster an, HA ist im systemübergreifenden Smart Home Bereich IMO ein Standard geworden. Ein deutlich agilieres Bindeglied als es Matter bisher ist, weil jeder Hersteller sein spezifisches System andocken kann. Und weil die Community RIESSIG ist.
HA kann man recht günstig umsetzen (guter Kostenfaktor), es kostet jedoch Zeit sich einzuarbeiten und man muss ggf. Problemlösungen suchen oder selber erarbeiten. Oder auch mal das Problem von einer ganz anderen Seite angehen, viele Möglichkeiten, viele Wege zum Ziel.

Der Homey Pro könnte das sein was du dir bei der Funktionalität wünschst - gut beim Zeitfaktor, nicht so gut bei den Kosten - einen Tot musst du sterben.
Was ich allerdings vorhersage: Mit einem Homey Pro zentral in der Wohnung/Haus wirst du wahrscheinlich nicht flächendeckend erfolgreich mit den Parasoll Kontakten werden. Batteriebetriebe Zigbeegeräte sind bei der Reichweite eher so semi bis nicht gut. Stell es dir wie ein WLAN-Mesh vor, jedoch mit niedrigerer Sendeleistung. Damit das Netzwerk anständig funktioniert brauchst du neben deinem Coordinator (ein Hub oder USB-Dongle am HA-Server) noch Router (Steckdosen, Lampen, meist Gerät mit einem Stromstecker), damit das Signal weiter getragen wird - wie beim WLAN mit einem Mesh AP.
Das gleiche gilt im Übrigen auch für das quasi Nachfolger-Funkprotokoll Thread, ohne genügend aktive Router die das Netz vergrößern ist es Essig mit dem Empfang von Endgeräten (batteriebetriebene Sensoren oder Schalter).

1767571651580.png
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Venyo, TheBeastMaster und JumpingCat
Ein Teil von mir würde HA nochmal ne Chance geben, aber der größere Teil sagt: erinnere dich daran, was das für ein Gefrickel war, wie viel Zeit da rein geflossen ist und am Ende lief es nicht. Im Zweifel gebe ich wie gesagt lieber 250€ mehr aus für Homey Pro - wenn es denn funktioniert (und der Grund wäre noch gut zu wissen, warum Hardware + Automatisierung nicht getrennt werden können oder ob ich das falsch verstanden habe und das gar nicht so ist. Ich habe nicht das Ziel, unbedingt alles über eine Zentrale zu machen, es können gerne verschiedene Systeme sein wegen mir, auch mit unterschiedlicher Hard- und Software - die aber teilweise für die o.g. Automationen auch miteinander sprechen können müssen). Ich will es also gar nicht so wollmilchsauig, ich möchte jetzt einfach Geld aufs Problem werfen bis es weg ist. Aber nicht unnötig viel Geld.

Hab zu Homey Pro + Parasoll gerade gelesen, dass die Akkus von letzterem nach einer Woche leer sind, wenn die direkt an Homey mit Zigbee angebunden werden... https://community.homey.app/t/ikea-parasoll-door-windows-sensor/104849

Heißt, eigentlich bräuchte ich einen Dirigera für Parasoll, einen Tuya Hub für die Thermo-/Hygrometer, einen Silvercrest Hub für die Silvercrest Steckdosen? Worüber mache ich dann am besten die Automatisierung? Das ginge dann wieder nur über Homey oder Home Assistant? Das geht nicht über Alexa oder Google Home oder Smart Things oder eine andere Software?

Oder ich entscheide mich für ein proprietäres System und verkaufe meine Geräte aus den anderen? Aber die Geräte-Wahl hatte schon seine Gründe. Parasoll funktioniert mit AAA-Akkus (nachhaltiger als Knopfzellen) und hat den stromverbraucharmen Zigbee-Standard (statt z.B. Wifi) und die Tuya Hygro-/Thermometer haben ein Display (und ebenfalls Zigbee + AAA-Akkus). Beide waren sehr günstig. Höchstens die Steckdosen könnten natürlich auch gut verkauft und aus einem anderen Ökosystem gekauft werden wobei ich mich erinnere, damals auch Tests gelesen zu haben und die aus Gründen ausgewählt zu haben, z.B. hatten andere smarte Steckdosen einen hohen Eigen-Standby-Verbrauch? Weiß ich nicht mehr genau, war zu der Zeit als ich noch Smarthome-enthusiastisch war bevor dieser Enthusiasmus von Home Assistant erstmal auf Jahre hinaus gekillt worden war.

Zum Thema Zigbee Netz: guter Hinweis, dann muss ich also am besten noch mehrere Geräte haben, die Zigbee-Router sind und in dem Zigbee-System hängen, in dem auch die Parasoll hängen? Weirder Grund, um random Ikea Zigbee Geräte zu kaufen, aber gut 🙈 Edit: ich kann da einfach einen IKEA Tradfri Repeater kaufen? Soll mit Dirigera kompatibel sein.

Edit2: neue Chance für Home Assistant mit NodeRed statt YAML und eingebundenem Dirigera / Aqara - Hub statt eigenem Zigbee-Netzwerk könnte ich mir aktuell schon noch am ehesten vorstellen falls kein Weg an Home Assistant vorbei führt
 
Zuletzt bearbeitet:
Du kannst dir natürlich 3 oder mehr Herstellerhubs hinstellen, hast dann aber eben genau das Problem: wie kommunizieren die miteinander? Theoretisch über Matter, wo dann jedoch wieder nicht jede Funktion abgebildet werden kann... ob Hersteller-Hubs dann an Homey angebunden werden können - kA.
Widerspricht dann dem dass es kostengünstig sein soll, wenn dir den Homey Pro PLUS Hersteller Hubs holst.

Der Tradfri Repeater sollte für die Reichweitenerweiterung gehen. Ich nutz da eig. nur Zwischensteckdosen und Lampen, die neben der Erweiterung dann eben noch eine Funktion erfüllen können. Wenn das nicht brauchst, go for it.
Btw Tipp: Die Sensoren dort koppeln wo sie auch betreiben willst. Die Kleinen sind gern "sticky" und hängen sehr an der Verbindung zum Coordinator oder Router über den sie gekoppelt wurden.
Hab mein Zigbee-Netzwerk "ein paar mal" umgebaut und neu angelernt, meine Empfehlung ist: Erst alle Router an den Start bringen, und dann die Sensoren am vorgesehenen Standort koppeln.

Zum Batterieverbrauch der Parasoll, hab nicht alles gelesen, würde mich eher wundern wenn die am Homey mehr verbrauchen als am Dirigera Hub. Tendenziell eher FW, Designproblem oder eine schlechte Charge. Hattest du Batterieprobleme?

Probier den Homey Pro doch einfach aus? Wenn binnen 2 Wochen nicht zurecht kommst wieder zurücksenden. Bin zwar kein Freund von bestellen und zurücksenden, aber wie willst es sonst wissen? Die örtlichen Gegebenheiten sind sehr individuell, nur weil es bei einem anderen funktioniert muss es das bei dir noch lange nicht.
Ggf. ist der Homey Pro Mini eine günstigere Option? Kein IR, 433MHz, BT und Z-Wave - könnte man noch verschmerzen, jedoch leider auch eine gute Ecke weniger RAM (Mini 1GB, Pro 2026 4Gb, davor 2GB).
Auf Kleinanzeigen verkauft einer einen gemoddeten Pro, mit 8GB RAM - ist glaube ich einfach nur ein größere Raspberry Pi 4 Compute Module?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Venyo, SpartanerTom und SaxnPaule
Hi, ich würde jetzt einfach mal noch die cloudbox von everHome ( everHome.cluod ) in den Raum stellen, hab von denen den ecotracker und bin bisher echt zufrieden, die unterstützen viele verschiedene Hersteller, ob da alles von dort dabei ist musst mal selber prüfen.
Hatte das gleiche Problem mit HA, war mir einfach zu viel Einarbeitung Zeit, die ich nicht habe.
Ich hab aber auch den Vorteil das ich noch nicht viele „Smart Home“ Komponenten habe, bzw das Thema gerade erst anfange.
Gruß Flo
 
Wer Home Assistant wie eine Alexa-Steckdose behandelt, wird zwangsläufig frustriert. Das ist kein Bug, sondern ein falsches Einsatzszenario.
 
CubeID schrieb:
Was ich allerdings vorhersage: Mit einem Homey Pro zentral in der Wohnung/Haus wirst du wahrscheinlich nicht flächendeckend erfolgreich mit den Parasoll Kontakten werden. Batteriebetriebe Zigbeegeräte sind bei der Reichweite eher so semi bis nicht gut. Stell es dir wie ein WLAN-Mesh vor, jedoch mit niedrigerer Sendeleistung. Damit das Netzwerk anständig funktioniert brauchst du neben deinem Coordinator (ein Hub oder USB-Dongle am HA-Server) noch Router (Steckdosen, Lampen, meist Gerät mit einem Stromstecker), damit das Signal weiter getragen wird - wie beim WLAN mit einem Mesh AP.
Das gleiche gilt im Übrigen auch für das quasi Nachfolger-Funkprotokoll Thread, ohne genügend aktive Router die das Netz vergrößern ist es Essig mit dem Empfang von Endgeräten (batteriebetriebene Sensoren oder Schalter).
CubeID schrieb:
Der Tradfri Repeater sollte für die Reichweitenerweiterung gehen. Ich nutz da eig. nur Zwischensteckdosen und Lampen, die neben der Erweiterung dann eben noch eine Funktion erfüllen können. Wenn das nicht brauchst, go for it.
Btw Tipp: Die Sensoren dort koppeln wo sie auch betreiben willst. Die Kleinen sind gern "sticky" und hängen sehr an der Verbindung zum Coordinator oder Router über den sie gekoppelt wurden.
Hab mein Zigbee-Netzwerk "ein paar mal" umgebaut und neu angelernt, meine Empfehlung ist: Erst alle Router an den Start bringen, und dann die Sensoren am vorgesehenen Standort koppeln.

Danke für die Tipps, davon hatte ich einige nicht beachtet (z.B. angelernt da, wo der Home Assistant PC stand und dann woanders versucht einzusetzen) obwohl mir die grundsätzliche Mesh-Thematik schon klar war. Nicht unbedingt erst alle Router an den Start gebracht (wenn ich die Silvercrest Steckdosen ins selbe Zigbee Netz bekomme wie die Tuya Thermo-/Hygrometer sollte das ja schon reichen) und auch mir zu wenig klar gemacht welche Geräte Router sind und welche nicht. Ist aber tatsächlich auch ein typisch Smarthome - User-unfreundlicher Punkt: ich will Geräte kaufen und einsetzen, mich nicht damit beschäftigen, ob sie Router sind oder nicht und sie in der Reihenfolge einsetzen wie ich sie brauche anstatt darüber nachdenken welche Reihenfolge die Beste für das Zigbee-Netz wäre. Typische Smarthome-Erfahrung: ab einem bestimmten Punkt muss man sich nicht fragen, was das Smarthome für mich tun kann, sondern was ich für das Smarthome tun kann - juhu, Technik-Sklave sein, super...
Wenn ich die Hue Bridge entferne und die Leuchten auch noch ins gleiche Zigbee Netz packe, hätte ich auf jeden Fall mehr als genug Router. Dafür hatte ich nur bisher gar keinen Grund gesehen und deswegen das historisch gewachsene Hue-Zeug so gelassen wie es war. Da muss ich nur evtl. noch aufpassen, weil ich manche Leuchten auch mal komplett stromlos geschaltet werden; da wärs schlecht, wenn sich ein Zigbee Gerät an eine von denen hängt? Das schafft ja auch Abhängigkeiten (Leuchte kaputt / ist aus irgendeinem Grund gerade nicht am Strom / soll woanders hin -> damit verbundenes Zigbee-Gerät funktioniert nicht mehr? Klingt alles andere als verlockend. Dann doch lieber nur eine Zentrale im Erdgeschoss und eine Bridge im Obergeschoss, an der jeweils alle Zigbee-Endgeräte hängen und man beim Troubleshooting einfach weiß, dass die beiden funktionieren müssen fürs Zigbee-Netz, aber alle anderen Routerfähigen Geräte flexibler einsetzbar und für die Gesamtfunktionalität weniger wichtig sind?

Es wär noch super, wenn jemand auf die Frage eingehen könnte "ist es richtig, dass für gute Automationsmöglichkeit ein Hub wie Homey Pro benötigt wird? Man kann nicht einen Dirigera verwenden und dann bindet man den in irgendeine Software ein, die Automations besser kann als die Ikea App und den Dirigera und den Tuya Hub und den Roborock Sauger und die Panasonic Klimaanlage steuern kann?" Das müsste doch mit z.B. Google Home eigentlich möglich sein?

Ich tendiere gerade zum Bestellen von Homey Pro und Ausprobieren. Wobei wenn ich das hier sehe (besonders von 4:27 an), was da schon alles schief geht, dann ist das für mich die typische Smart Home Erfahrung: man versucht, was zu verbinden, es geht nicht, man weiß nicht warum. Ab und zu geht irgendwas plötzlich nicht mehr was vorher ging ohne dass man irgendeine Änderung durchgeführt hat, die annähernd "Breaking"-Potential haben sollte und natürlich weiß man auch da nicht, warum:
"Bin ich der erste, der das hier tut?" fühle ich sehr.

Ich bin mir bis hierhin leider überhaupt noch nicht klar, ob ich jetzt wirklich besser drei-vier verschiedene Zigbee-Hubs haben sollte und ob ich dann noch eine Zentrale-Zentrale brauche und ob die Hardware sein muss oder ob das auch Software kann. Und selbst das Thema "alles über Bord schmeißen und neu machen mit einem einzigen Ökosystem" bringt eigentlich auch nichts, weil ich immer auch Geräte haben werde (wie z.B. die Saugroboter), die es schlicht im gewählten Ökosystem nicht gibt?
 
Venyo schrieb:
juhu, Technik-Sklave sein, super...
Wo hat man keine Abhängigkeiten? Ein Auto braucht Strom oder Benzin, die Kaffeemaschine muss mal entkalkt werden, der Staubsauger braucht einen neuen Beutel und/oder Filter... Ja, die Hersteller versuchen es leicht aussehen zu lassen, gerade die Info ob Router oder Endgerät wäre IMO wertvoll. Ob das jedoch wirklich hilft oder mehr Verwirrung/Verunsicherung stiftet - kA.

Venyo schrieb:
Ich bin mir bis hierhin leider überhaupt noch nicht klar, ob ich jetzt wirklich besser drei-vier verschiedene Zigbee-Hubs haben sollte und ob ich dann noch eine Zentrale-Zentrale brauche und ob die Hardware sein muss oder ob das auch Software kann. Und selbst das Thema "alles über Bord schmeißen und neu machen mit einem einzigen Ökosystem" bringt eigentlich auch nichts, weil ich immer auch Geräte haben werde (wie z.B. die Saugroboter), die es schlicht im gewählten Ökosystem nicht gibt?

Wenn du alle Zigbee-Geräte in einem Netz / an einem Hub hättest, hätte das mehrere Vorteile:
  • mehr Router = bessere Abdeckung / Reichweite
  • weniger Störung = bessere Abdeckung / Reichweite; unterschätzt man wahrscheinlich, jedoch spannt jeder Hub ein eigenes Netz auf einem gewissen Kanal auf - ähnlich wie bei WLAN. Mit Glück nutzen sie unterschiedliche Kanäle, die Chance dass sie den gleichen Kanal nutzen, besonders wenn man mehr als zwei Hubs im Einsatz hat, sehe ich als sehr, sehr hoch. Da die Sendeleistung eh schon niedriger ausfällt, ist das vermeiden zusätzlicher Störfaktoren oft Gold wert! Bspw. bei den USB-Dongle im HA-Server, konnte ich bei mir spürbar bessere Reaktionszeiten ausholen indem ich ein kurze USB-Verlängerung genutzt habe - der USB-Port stört den Zigbee-Dongle - crazy!
    Analogie zum WLAN: Nur weil man einen neues Gerät von einem anderen Hersteller mit WLAN versorgen muss, holt man sich ja auch nicht einen weiteren AP und macht ein neues WLAN auf - oder?
Sprich, mehrere Hubs machen es tendenziell eher schlechter als besser. Es gibt den Vorteil, dass herstellerspezifische (Sonder)Funktionen / Umsetzungen nur über deren Hubs gehen, z.B. Hue mit Philips Ambilight TV (bis 2023 Modelle) koppeln. Es kann also sein, dass ein Gerät vom Hersteller A am Hub vom Hersteller B weniger Funktionen bietet.

Hardware vs Software:
Kommt drauf an. Für die Übersetzung von Zigbee, Thread, BT, WLAN, ... braucht es Hardware, i.d.R. der Hub. Das Steuern dieser ist dann Software. Bei den Herstellersystemen läuft die auf dem Hub mit. Wenn ich mich richtig erinnere kann man in Home Assistant aber auch Herstellerhubs reinbringen (hatte das glaub mit einem Ikea Tradfri Hub mal gemacht)

Bzgl. Abriss und neu Aufbauen:
Gedanklich mal versuchen die Dinge getrennt zu betrachten. Das eine ist die Verbindungsebene, dass alle Geräte welche die gleiche Sprache sprechen in einem Netz sitzen.
Das andere ist die Steuerebene. Die bekommt die Geräte präsentiert, sie interessiert es aber nicht wie das Gerät verbunden ist.
Bei den Herstellerhubs hast das als AiO verschmolzen, auch beim Homey, im Grunde sind es aber schon zwei getrennte Sachen.
Wenn du die Steuerebene vom Hersteller nicht nutzen möchtest, ginge es mit den Smart Home Systemen der großen Drei: Amazon, Apple, Google - für die gibt es die entsprechenden Zertifizierungen für die Produkte.

Bzgl. Koppeln/Anlernen:
Wenn die Hue-Lampen nicht permanent an sind, darüber ein Sensor verbunden ist, gibt es theoretisch zwei Dinge die passieren können wenn die Lampe ausgeschaltet wird: Der Sensor geht offline oder sucht sich einen neuen Router. Tendenziell würde ich auf offline tippen. Könnte mir vorstellen, dass es reicht die Lampe auszuschalten wenn man den Sensor koppelt. Aber, ob das auf Dauer stabil funktioniert - kA. Durch Updates / Reboot / Stromausfall kann immer mal ein Neustart passieren und sich u.U. der Router zu dem sich der Sensor verbindet ändern? Hab es um ehrlich zu sein bei mir bisher nicht darauf geachtet ob Sensoren ihren Router wechseln.
Ein Hub / Router / Bridge je Etage wird vermutlich zu wenig sein, eher ein Router wie Steckdose/Lampe je Raum ist meiner Erfahrung nach ratsam - vor dem Hintergrund, dass die Sensoren mit kleinen Batterien keine überragende Sendeleistung haben können, denke ich durchaus nachvollziehbar.
Venyo schrieb:
Es wär noch super, wenn jemand auf die Frage eingehen könnte "ist es richtig, dass für gute Automationsmöglichkeit ein Hub wie Homey Pro benötigt wird? Man kann nicht einen Dirigera verwenden und dann bindet man den in irgendeine Software ein, die Automations besser kann als die Ikea App und den Dirigera und den Tuya Hub und den Roborock Sauger und die Panasonic Klimaanlage steuern kann?" Das müsste doch mit z.B. Google Home eigentlich möglich sein?
Wenn es nicht DIY mit HA, ioBroker & Co sein soll, wahrscheinlich am ehesten mit Homey wenn man es selber lokal hosten will, oder wie oben schonmal geschrieben mit Apple Home / Amazon Alexa / Google Home - je nach Präferenz und Ansprüchen (für mich sind Amazon und Google zu 99,9..9% raus, Apple's Ansatz war schon länger bzw. ist AFAIK lokal (Steuerung über eine ATV oder Homepod), wo ich eher mit ok bin.
Mit Matter kommt das dankenswerterweise nun auch z.B. für Google Home, wo man bisher/früher online sein musste um etwas steuern zu können. Da eben leider die Einschränkungen von Matter: Nicht alles was in einem Herstellerökosystem geht, geht im gleichen Umfang über Matter.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Venyo
Zurück
Oben