grom schrieb:
- sehr modern aussehen, nicht wie linux mint cinnamon, alles grau im windows 95 stil
Bei Cinnamon kann man natürlich das Design an seine Wünsche anpassen. Viel entscheiderner ist bei der grafischen Oberfläche das Bedienkonzept. Cinnamon versucht möglichst nah an Gnome 2 und damit auch an Windows zu bleiben.
Gnome 3 geht eher in die Richtung Touch Bedienung. Anwendungen laufen meistens maximiert und es wird nur wenig Platz durch einen Infobreich verschwendet. Hat man kein Touch, dann ersparen ein paar Tastenkombinationen eine menge Mausgeschupse. Ist man ein "Alles-mit-der-Maus-Bediener", dann sollte man die Finger von Gnome 3 lassen.
Unity von Ubuntu geht in eine ähnliche Richtung. Die "Task-Leiste" ist links, weil man dort am ehesten den verbrauchten Platz entbehren kann. Menüs in der Info-Leiste sparen zusätzlich wertvollen Platz auf dem Bildschirm. Das die Bedienelemente der Fenster (Schließen, minimieren usw.) links sind erspart eine menge Masubewegungen.
Viele Andere Desktops sind auf alte PCs ausgelegt, wobei sich der Desktop von Elementary OS dort durch ein sehr tolles Design (das ist meine Meinung) abhebt.
grom schrieb:
Top modern heißt meistens auch, dass man etwas Ahnung von Linux haben sollte. Eine Fedora ist sehr modern, macht vieles aber nicht so einfach für den Nutzer, wie ein Ubuntu LTS. Arch wurde auch schon in dem Zusammenhang erwähnt. Ich weiß nicht wie gut Antergos ist, aber meine Versuche mit anderen Arch-Distributionen waren immer sehr frustrierend und dass trotz mehr als 10 Jahren Linux-Erfahrung (wahrscheinlich bin ich nur zu sehr an debian-basierte Distros gewöhnt).
Häufig wird auch bei aktuellen Versionen von Distros ein etwas älterer Kernel verwendet. Man kann sie aber trotzdem als aktuell bezeichnen, da einzelne Treiber noch von den Entwicklern der Distro ergänzt werden. Bei Ubuntu LTS gibt es regelmäßige Updates, die dem alten Kernel neue Treiber hinzufügen.
Bei Debian kann man per Backport einen neueren Kernel einspielen. So nutze ich im Moment bei Debian 8 den Kernel 4.1.0, obwohl eigentlich 3.16.7 vorgesehen ist.
grom schrieb:
- kein gefrickel linux, das 2-3 leute im alleingang programmieren.
Alles, das bei
Distrowatch in den TOP20 bis TOP50 gelistet ist, sollte eine solide Basis an Entwicklern besitzen. Bei auf Debian und Ubuntu basierten Distros wird eh das Grundgerüst von sehr vielen Entwicklern betreut.
grom schrieb:
- gängige software wie open office soll laufen
Hier gilt das gleiche, wie beim vorherigen Punkt. Basiert eine kleine Distro auf einer größeren (z.B. Elementary auf Ubuntu), dann steht auch die gesammte Software zur Verfügung. OpenOffice wirst du wahrscheinlich kaum finden, da die meisten Distros auf LibreOffice setzen. Auch heißen manchmal die Programme etwas anders, wobei dies hauptsächlich auf Debian zutrifft (Firefox ist Iceweasel und Thunderbird ist Icedove).
Am besten probierst du diverse Distros als Live-System aus, um dir einen Eindruck zu verschaffen. Bei
DistroWatch findest du Links zu den Download-Seiten der Distros.