Nun, mal ein Gegenbeispiel wo die Bewahrung des IST-Zustands vielleicht geholfen hätte. Bildungspolitik. In NRW mittlerweile ein chaotisches Minenfeld mit zuverlässig jährlich schlechterwerdenden Ergebnissen, geringeren Quoten was die Fähigkeiten im Rechnen, Schreiben und Lesen betrifft und geschenkten Schulabschlüssen (hey, je besser meine Schüler abschneiden je mehr Geld bekommt meine Schule, verschenken wir also die Noten).OdinHades schrieb:Es soll immer irgendein Ist-Zustand bewahrt werden, was am Ende des Tages aber vergebliche Liebesmüh ist. Die Welt ist im steten Wandel und Veränderung lässt sich nicht aufhalten.
Gegenentwurf kommt aus Bayern. Konservative Bildungspolitik, weniger bildungspolitische Experimente, kontinuierlich die besten Ergebnisse Deutschlands. Ohne das jedes Jahr eine neue bildungspolitische Sau durchs Dorf getrieben werden muss. Dass gleichzeitig das Abitur dort ungleich schwerer ist als in NRW, lässt tief blicken. Ich hatte im Abi nichtmal Sinus, Cosinus etc... und hatte einen Mathe LK. Was die Kommilitonen aus Bayern im ersten Semester konnten, musste ich mir 1 Jahr lang in Aufbauprogrammen der Universität aneignen, da mein Abitur schlichtweg nicht annähernd das gleiche Niveau erreicht hat wie das der bayrischen Sitznachbarn.