News Wettrüsten: AMD und Rackspace ver­ein­ba­ren 30 MW KI-Rechenleistung

sikarr schrieb:
Gelegentlich mal spielt und dann muss er sich nicht einen teuren GamingPC oder Konsole hinstellen er bezahlt dann nur was er auch genutzt hat.

Cloud-Gaming mag für Gelegenheitsspieler interessant klingen, aber es hängt immer vom Wohnort, Art der Internetverbindung und der Uhrzeit ab.
Gleichzeitig hat Cloud-Gaming das massive Rush Hour-Problem und damit sehr ungleichmäßige Auslastung.

Die Dienste unterscheiden sich auch stark, während Gamepass Ultimate die Spiele mitliefert, brauchst du bei GeForce Now ein Steamkonto mit dem Game und bindest dich langfristig ans PC-Ökosystem.

Aktuell hast du recht, es ist nicht alles negativ, aber langfristig ist Enshittification unausweichlich und bei GeForce Now und dem Gamepass hat es bereits begonnen (massive Preiserhöhungen, Anpassung der Nutzungsdauer/Umfang des Angebots).
Deswegen ist lokale Hardware der einzig effektive Schutz, wobei nvidia dort natürlich auch seit Jahren an der Preisschraube dreht ^^
 
sikarr schrieb:
es gibt nicht nur Spiele ;)
Da gebe ich dir ja recht, aber dein beispiel bezog sich auf einen gamingPC.
 
Was mich so zum nachdenken anregt ist das 30MW nicht gerade wenig sind. Ein aktueller Besuch eines Staudamms im Oberwallis hat mir die Augen geöffnet: Die Energiekapazität solcher Anlagen ist im Vergleich zum rasant wachsenden Bedarf der Tech-Industrie verschwindend gering. Während der Strom in den 1960er-Jahren noch die Basis für große Industriezweige wie die Lonza in Visp oder Alusuisse in Steg/Chippis bildete, reicht die Leistung heutiger Anlagen kaum aus, um zwei mittlere Rechenzentren zu versorgen.


Der wahre Skaleneffekt zeigt sich jedoch global. In den USA operieren sogenannte ‚Hyperscaler‘ mit Leistungen von bis zu 1000 MW. Um die Größenordnung zu verstehen, hilft ein Blick auf die ‚Grande Dixence‘ im Unterwallis: Als höchster Gewichtsstaudamm der Welt (285 m Mauerhöhe) und siebntthöchster Damm der Welt ist sie ein technisches Meisterwerk. Mit einer Mauerkrone von 700 m Länge und 6 Millionen m³ verbautem Beton erzeugte sie 2024 fast drei Terawattstunden Strom.


Doch selbst dieser Gigant stößt bei der KI-Entwicklung an seine Grenzen. Ein einziger moderner KI-Campus würde mehr als vier komplette Grande-Dixence-Anlagen benötigen, um das ganze Jahr über unter Volllast betrieben werden zu können. Das bedeutet: Wir bräuchten das Vierfache an Mauern, Stauseen und die Zähmung von 35 Gletschern für nur ein einziges Rechenzentrum.
 
@WauWauWau
Niemand in der RZ Branche geht davon aus, dass das mit konventionellen Kraftwerken Stemmbar ist. Sie sind auch viel zu teuer. Photovoltaik ist inzwischen unglaublich billig. In den USA Plant man Faktor 5-10 Mehr solar zu bauen, als die jeweils geplanten Rechenzentren brauchen, um auch bei wenig Licht
Akkus sind inzwischen auch sehr Billig und im Vergleich zur Hardware, kann man fuer recht wenig Geld mehrere Tage Betrieb aus Akkus Sicherstellen.
Ein einzelnes Vera Rubin Rack im Vollausbau soll gerade knapp 10. Millionen Kosten und ist auf 2-5 Jahre Betrieb ausgelegt. Bei 600kW unter Vollast braucht es damit knapp 1.5 Millionen Invest in Akkus pro Tag betrieb.
Mit Lifepo4 Akkus fuer 24h autarken Betrieb liegt man bei ca 2 Millionen, Photovoltaik und Transformatoren liegen nochmal bei ca 5 Millionen (wenn man mit Etwa Faktor 10 baut). Die Akkus und PV Module rechnet man auf 15 Jahre Laufzeit.
Mir gehts da vor allem um die Größenordnung. Die Versorgung ist gerade billiger, als die Hardware selbst und länger nutzbar.


Andere Projekte aktuell laufen mit Gasturbinen. Derzeit ein wenig teurer, aber so kann vorerst deutlich schneller gebaut werden.


Freut mich, dass es rackspace noch gibt. Als AWS angefangen hat, waren sie irgendwie das relevantere Unternehmen am Markt
 
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