Wie fest ist snapd in 23.04 ubuntu?

bluedxca93

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Hi,
unter ubuntu 23.04 ist ja wieder diese snapcraft bloatware drauf. Hab jetzt das filesystem.squashfs entpackt,

sudo apt autoremove --purge snapd

und
sudo rm -rf /var/cache/snapd/ im chroot ausgeführt.

Eine no snapd apt config Datei aus mint aufgespielt. Bei Firefox mozilla deb repo eingebunden.
Paket snapd mit ner apt config unterbunden. Chroot verlassen. Anschliessend mit comp -xz das squashfs geschlossen und filesystem.size neu erstellt. Das squashfs und .size mit isomaster in das originale iso image geschoben und installiert in der virtualbox.
Die loop devices sind nun leer. Cups und pulseaudio hängt noch von snap ab. Ist das nur "schlafend" ungenutzte Abhängigkeit oder snapd trotzdem noch aktiv. Jedenfalls sind nun alle snap container draussen...

Wird es Einschränkungen im System geben oder funktioniert das dann wie ekn mint oder debian auch? Immerhin läuft es sehr rumd und schnell in der virtualbox, sogar das Ordner teilen geht erstmals problemlos..
 
Du wirst all die Pakete, die Ubuntu als Snap macht, aus anderen Quellen bedienen müssen. Das ist mit Sicherheit SEHR viel Handarbeit. Dazu musst du dafür sorgen, dass die Pakete ihre Abhängigkeiten erfüllt bekommen, was nicht unbedingt zu den Paketen im Ubuntu passt. Ich meine, Ubuntu hat snap ja nicht umsonst eingeführt, genau diese Dinge werden halt deutlich einfacher, weil jedes snap Paket seine Abhängigkeiten mitbringt.

Also ganz ehrlich: Wenn schon ohne snap, dann lieber eine Distri, die direkt darauf verzichtet. Das nachträglich auseinanderzufrickeln, halt ich für sehr herausfordernd.
 
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Friss oder Stirb

wenn es dich so stört würde ich lieber, eine andere Distro verwenden, als hier zu versuchen das um zu modeln

am Ende hast du eine unsaubere Konfiguration die sonst so keiner hat, da geht alles mögliche schief
 
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@riversource bei Ubuntu Mate ist es eher überschaubar. Gimp, inkscape,VLC,Firefox läuft auch ohne snaps.
 
Ich bin mir auch nicht sicher, wieso du dir die mühe machen willst, ubuntu zu de-snapen? Gab es nicht sogar ein Distro-Projekt, das genau das vorhatte und sonst vanilla ubuntu war?

Ansonsten halt eine der zahlreichen Ubuntu-Derivate nehmen, von denen viele ja auf snap verzichten (mint z.b.)
 
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kieleich schrieb:
unsaubere Konfiguration die sonst so keiner hat, da geht alles mögliche schief
Unter 22.04 Mate passiert gar nix hab das System so schon über ein halbes Jahr Fehlerfrei am laufen. Die Anzahl an Anwendung en die ich nachkompilieren müsste hielt sich in Grenzen. Cups war am schlimmsten musste halt ipp-usb rauswerfen und neu kompilieren. Dat wars

Gimp,inkscape und Firefox läuft, dosboxx auch, Python 2 + 3 problemlos. Also ich konnte keine unlösbaren Probleme feststellen. Fedora ist nicht schlecht bietet aber nicht alle Anwendungen die ich brauche... Arch Linux ist ein Rilling Release und damit komme ich nicht klar
 
Ich weiß nicht ob es jetzt auch noch so ist, aber POP OS war doch immer ein ziemlich guter Ubuntu Klon ohne Snap und anderen Bloat.
 
bluedxca93 schrieb:
@riversource bei Ubuntu Mate ist es eher überschaubar.
Nimm doch einfach Linux Mint Mate. Basiert auf Ubuntu, hat keine Snaps, hat den Mate-Desktop.
 
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Linux Mint ist Snap-freie Zone.
Was mich an Snaps stört, das es ein Canonical-Sonderweg ist.
Es gibt Flatpaks, die von vielen Distros unterstützt werden.
 
IBISXI schrieb:
POP OS war doch immer ein ziemlich guter Ubuntu Klon
Hat meines Wissens nach keinen direkten Secure-Boot-Support und dass es einen anderen Bootloader hat, muss man auch mögen.
 
Wenn du dich total an Snap störst, dann wechsle die Distirbution. Ubuntu wird Stück für Stück mehr Richtung Snap gehen ob dir das nun gefällt oder nicht.

Mit Ubuntu 23.04 wurde nun z.b. das Paket "telegram-desktop" durch ein Snap ersetzt. Der nächste grosse Kandidat mit 23.10 oder 24.04 dürfte dann LibreOffice sein.

Entweder lebst du mit dieser Entwicklung. Weil am Ende ist es ganz ehrlich gesagt auch ziemlich egal. Wenn ich auf ein "Gimp" Icon klicke möchte ich das sich Gimp öffnet. Ob sich das nun als Binary öffnet das über DEB, Flatpak oder Snap auf die Maschine gebracht wurde, oder ich manuell kompiliert habe ist am Ende doch (scheiss) egal. Solange sich die App öffnet und funktioniert.

Wenn du aus irgendwelchen obskuren Gründen nicht damit leben willst, dann nimm eine andere Distribution die gibt es ja wie Sand am Meer.
 
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kim88 schrieb:
Wenn du dich total an Snap störst, dann wechsle die Distirbution. Ubuntu wird Stück für Stück mehr Richtung Snap gehen ob dir das nun gefällt oder nicht
Und welche Distribution bietet debian Pakete oder was vergleichbares mit ähnlichem Release Zyklus? Debian sicher nicht, testing ist nicht stabil und stable stets veraltet. Fedora hab ich in ner Virtualbox laufen, das ist recht nah dran am dem was ich suche aber mich stört das verhältnismässig knappe Paketangebot trotzdem. Archlinux ist gut dokumentiert es läuft vieles drauf , größeres Paketangebot als fedora aber die Pakete werden zu schnell aktualisiert.
Mint hatte ich schonmal drauf bietet leider nur lts, Ticken besser als debian.
 
Ich habe keine Ahnung. Ich bin mit Ubuntu und auch den Snaps sehr zufrieden.

Eventuell openSuse leap?
 
Es gibt technisch sehr gute Argumente für snaps und vergleichbare Systeme, darüber sollte man sich klar sein. Es ist ne Frage der Zeit, bis andere auf den Zug aufspringen, denn der Maintenance Aufwand sinkt drastisch, und ich meine drastisch. Wer einmal einen Versionskonflikt für eine Bibliothek aufgrund externer Anwendungsanforderungen auflösen musste, wird nie mehr auf snap verzichten wollen. Wir merken das gerade bei unserer eigenen industriellen Distribution, die in unseren Produkten zum Einsatz kommt. Applikationspakete werden grundsätzlich nur noch in Containern ähnlich wie snap ausgeliefert. Von daher ist dieses zwanghafte "verzichten wollen" auf Snap auch nur eine Art, die Augen vor der Zukunft zu verschließen. Aber das nur am Rande.

bluedxca93 schrieb:
Unter 22.04 Mate passiert gar nix hab das System so schon über ein halbes Jahr Fehlerfrei am laufen. Die Anzahl an Anwendung en die ich nachkompilieren müsste hielt sich in Grenzen. Cups war am schlimmsten musste halt ipp-usb rauswerfen und neu kompilieren. Dat wars
Wenn du eh anfängst, dir deine Anwendungen selber zu kompilieren, warum dann nicht was wie gentoo oder Yocto? Der Aufwand ist da auch nicht mehr größer. Die Zeit, die du da ins Flicken von snap Löchern investierst, kannst du anderweitig mit Sicherheit sinnvoller nutzen, und hast ne konsistente und hochoptimierte Installation.
 
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... Maintenance Aufwand sinkt drastisch
Schön wäre es, aber leider gibt es drei verschiedene alternative Paketformate: Flatpak / Snap / AppImage
Das Ziel, den Aufwand zu verringern, wird dadurch ad absurdum geführt.
 
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garfield121 schrieb:
Flatpak / Snap / AppImage Das Ziel, den Aufwand zu verringern, wird dadurch ad absurdum geführt.
Und alle 3 haben, Stand jetzt, ihre Berechtigung.

Snaps laufen auch im Terminal.
AppImages kann man einfach so wie .exe oder .dmg Dateien weitergeben.
Flatpak ... eh, ok hier fällt mir nicht mehr ein außer, dass es ein freier Standard ist.

Wenn Flatpak im Terminal laufen würde wie die Snaps, wären wir bei 2 Varianten. Nur eine einzige wird es vermutlich nie geben, denn selbst wenn man eine Updatefunktion in Appimages einbaut, muss man dieses Appimage erstmal starten um es zu aktualisieren.

Das wäre zumindest meine Sicht als jemand der das Ganze von außen bissl beobachtet und nur gefährliches Halbwissen besitzt.

Ich kann auch ein praktisches Anwendungsbeispiel von Snaps liefern:
Bei uns läuft die interne Cloud auf Nextcloud. Der Client ist so verdammt alt, dass sogar der Desktopclient mittlerweile Probleme macht. Wie konnte es dazu kommen? Tja, der 'Admin' ist halt kein Admin sondern ein Forschender der nicht einsehen wollte warum er tausende € an XYZ zahlen sollte wenn er auch alles nicht sensible selber hosten kann.
Nun soll aber geupgraded werden auf die aktuelle Version. Das Problem dabei: Er muss jetzt jede einzelne Version durchupgraden von 15 bis aktuell 23 (?) wegen irgendeinem Datenbankproblem. Das ganze wird sicher nicht so schnell erledigt werden und läuft wahrscheinlich darauf hinauf, dass alles neu eingepflegt werden wird, da die einzelnen Nutzerordner ja vorhanden sind.

Gegenbeispiel:
Ein Kumpel und ich haben uns einen Server mit einer OwnCloud als Snap aufgesetzt. Seit dem einrichten laufen dort alle Updates automatisch durch. Ubuntu Pro läuft bis 2030. Wir müssen genau NICHTS machen außer den Server mal neu starten wenn der Strom weg war, da es sich um eine alte i3 Kiste handelt, die eigentlich nicht dazu gedacht war als Server zu laufen.
 
Zuletzt bearbeitet:
garfield121 schrieb:
Schön wäre es, aber leider gibt es drei verschiedene alternative Paketformate: Flatpak / Snap / AppImage
Das Ziel, den Aufwand zu verringern, wird dadurch ad absurdum geführt.
Nein, das stimmt so nicht. Denn alle drei laufen ja unabhängig voneinander. Auch zwei gleichzeitig lassen sich davon problemlos parallel betreiben und erhöhen den Administrationsaufwand pro Paket nicht.
 
Die Maintainer haben insgesamt mehr Arbeit, wenn sie zusätzlich zu den nativen Paketen noch alternative Paketformate pflegen. Sicher kein Dauerzustand.
 
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garfield121 schrieb:
Die Maintainer haben insgesamt mehr Arbeit, wenn sie zusätzlich zu den nativen Paketen noch alternative Paketformate pflegen.
Wenn sie es tatsächlich selber pflegen müssen, dann werden sie sich natürlich für ein Format entscheiden. Wie oben schon steht, snap ist da ja flexibel einsetzbar. Daneben braucht man kein anderes. Aber bevor man selber anfängt, es selber zu machen, ist es weniger Aufwand, die Systeme parallel einzusetzen.
 
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