Triversity schrieb:
Was für ein Studiengang meinst du denn?
Ich weiß nur Elektro- und Informationstechnik mit späterer Spezialisierung und evtl. noch technische Informatik...
Z.B. Mikrosystemtechnik
Natürlich berühren auch die Studiengänge "Elektro- und Informationstechnik" oder die "technische Informatik" irgendwo auch diesen Bereich und sicherlich hängt es auch von den angebotenen Modulen der jeweiligen Hochschulen ab, aber da hat man noch weitgehend alternative Berufsmöglichkeiten weil das Modulangebot eben entsprechend breit gefächert ist.
Mir ging es jetzt speziell um die Spezialisten für die Reinräume, die Mikrosystemtechniker gehören da sicher schwerpunktmäßig dazu und natürlich fängt jeder Chip auch erstmal in der Theorie am Reißbrett an und nicht direkt im Reinraum, aber es ist klar, in welche Abhängigkeit man sich begibt wenn man sich darauf spezialisiert.
Dann sucht man Arbeitsplätze die das in Deutschland umsetzen, was man im Studium schwerpunktmäßig gelernt hat und da sieht es dann doch eher düster aus. Da kann man auch gleich einen anderen Studiengang wählen der etwas breiter aufgebaut ist. Was jetzt allerdings nicht bedeutet, dass man nicht auch als Mikrosystemtechniker wo anders unterkommen könnte. Aber wenn das schon so ist, dann ist es besser sich gleich von Anfang für einen breiteren Studiengang zu entscheiden.
Neue Fabs werden schon lange nicht mehr in Dresden errichtet und die Speicherhersteller oder auch Solarzellenhersteller wurden hier in Deutschland schon lange aus dem Markt gedrückt, deswegen macht es wenig Sinn, da irgendwie reinzukommen.
Die Halbleiterproduktion ist meistens auch immer eine Massenproduktion und da sind andere Länder meistens günstiger.
Natürlich bedeutet dies jetzt nicht, dass es hin und wieder mal die Gelegenheit geben würde, einen Chip in Deutschland zu designen (der MSP430 ist z.B. ein Design aus Deutschland) und dann in der Fab im Ausland produzieren lassen, so etwas kommt durchaus vor, aber das Stellenangebot ist dann natürlich entsprechend rar.