Wie funktionieren Computer? Literatur?

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PC_Geek schrieb:
Röhrencomputer > Computer aus diskreten Halbleitern > Computer aus Logik ICs > Computer mit einem µC.

Ich erweitere das mal:

... Computer aus Logik ICs > Computer mittels FPGA -> Computer mit einem µC ...

FPGA/CPLD spart die kiloweise Logik-ICs :-)
 
Wie gesagt, einen einzelnen Transistor kannst du nicht bauen. Du kannst aber ein Relais bauen. Dafür brauchst du etwas Draht, einen Elektromagneten, einen magnetischen Hebel,...

Spezialisiert im Sinne von: Das sind Fachidioten. Alle fähigen Arbeitskräfte, egal in welcher Branche, sind Fachidioten.
Ein Ingenieur, der sich im Studium auf die Hardware festgelegt hat, hat keinen Dunst von komplexen Programmier-Problemen. Muss er auch nicht. Genauso macht ein Augenarzt bei dir auch keine Prostata-Untersuchung.

Und ja, ein Team sieht eine Chance die Leistung durch einen neuen Prozess zu verbessern und hängt sich jetzt dran. Am Ende sind es aber eben nicht 0,1% sondern 5-10%. Oder das Produkt wird 5% billiger bei gleicher Leistung.
Stell dir vor, du produzierst dieselbe Menge Güter plötzlich für 950.000$ statt für 1.000.000$. Nett, oder? Die Ersparnis wäre (überspitzt) schonmal der Jahreslohn des Entwicklers.

Und ja, du musst studieren. Lange und ausgibig. Das ist nix für BA-Abgänger, die im Schnelldurchlauf irgend einen Wisch erarbeitet haben. Ein Dipl.Ing. wäre da schon eher was.
 
goldmomo schrieb:
Ich erweitere das mal:

... Computer aus Logik ICs > Computer mittels FPGA -> Computer mit einem µC ...

FPGA/CPLD spart die kiloweise Logik-ICs :-)


Ja, hast Recht. Die FPGAs habe ich vergessen. ;)

@TS
Bezüglich Halbleiter- und Chipentwickler werden, würde ich davon abraten so etwas in der Richtung studieren.
Grund:
Die ganzen Firmen sind irgendwo in Asien und hier in Deutschland werden es immer weniger.
D.h. also, du wirst dich um wenige Arbeitsplätze streiten müssen.
Als solide Grundlage könntest du aber Elektrotechnik studieren.


Und bezüglich Schaltungen bauen.
Kauf dir einfach ein paar diskrete Halbleiter, gibt's als Hühnerfutter bei Reichelt und dazu ein passendes Buch und dann spielst du etwas damit herum.
 
PC_Geek schrieb:
Als solide Grundlage könntest du aber Elektrotechnik studieren.

Jo, oder einen Studiengang wie Technische Informatik wählen, in dem beides miteinander kombiniert wird.
 
PC_Geek schrieb:
Bezüglich Halbleiter- und Chipentwickler werden, würde ich davon abraten so etwas in der Richtung studieren.
Was für ein Studiengang meinst du denn?
Ich weiß nur Elektro- und Informationstechnik mit späterer Spezialisierung und evtl. noch technische Informatik...
 
Zuletzt bearbeitet:
Eigentlich wollte ich ja Mathe studieren :rolleyes:
Man kann ja den gewagten Versuch starten, beides zu studieren. Also Mathe und technische Informatik o.ä. Also wirklich beide als Hauptfach, muss ich aber wirklich erst im Studium entscheiden, weil's schon echt absurd klingt. Ich würde mich nicht sehr lange mit E-Technik befassen, wenn ich nicht vorhabe, später was damit anzufangen.
Leider gibt's wenige Berufe, die mir mit Mathe Spaß machen würden.
 
Triversity schrieb:
Was für ein Studiengang meinst du denn?
Ich weiß nur Elektro- und Informationstechnik mit späterer Spezialisierung und evtl. noch technische Informatik...

Z.B. Mikrosystemtechnik

Natürlich berühren auch die Studiengänge "Elektro- und Informationstechnik" oder die "technische Informatik" irgendwo auch diesen Bereich und sicherlich hängt es auch von den angebotenen Modulen der jeweiligen Hochschulen ab, aber da hat man noch weitgehend alternative Berufsmöglichkeiten weil das Modulangebot eben entsprechend breit gefächert ist.
Mir ging es jetzt speziell um die Spezialisten für die Reinräume, die Mikrosystemtechniker gehören da sicher schwerpunktmäßig dazu und natürlich fängt jeder Chip auch erstmal in der Theorie am Reißbrett an und nicht direkt im Reinraum, aber es ist klar, in welche Abhängigkeit man sich begibt wenn man sich darauf spezialisiert.
Dann sucht man Arbeitsplätze die das in Deutschland umsetzen, was man im Studium schwerpunktmäßig gelernt hat und da sieht es dann doch eher düster aus. Da kann man auch gleich einen anderen Studiengang wählen der etwas breiter aufgebaut ist. Was jetzt allerdings nicht bedeutet, dass man nicht auch als Mikrosystemtechniker wo anders unterkommen könnte. Aber wenn das schon so ist, dann ist es besser sich gleich von Anfang für einen breiteren Studiengang zu entscheiden.

Neue Fabs werden schon lange nicht mehr in Dresden errichtet und die Speicherhersteller oder auch Solarzellenhersteller wurden hier in Deutschland schon lange aus dem Markt gedrückt, deswegen macht es wenig Sinn, da irgendwie reinzukommen.
Die Halbleiterproduktion ist meistens auch immer eine Massenproduktion und da sind andere Länder meistens günstiger.

Natürlich bedeutet dies jetzt nicht, dass es hin und wieder mal die Gelegenheit geben würde, einen Chip in Deutschland zu designen (der MSP430 ist z.B. ein Design aus Deutschland) und dann in der Fab im Ausland produzieren lassen, so etwas kommt durchaus vor, aber das Stellenangebot ist dann natürlich entsprechend rar.
 
Also für solche Dinge gibt es nicht umsonst verschiedene Studiengänge. Ich würde ggf. auch technische Informatik als Studiengang empfehlen, wenn du dich mehr für die Hardware an sich interessierst. Wenn du dich mehr für Software und Algorithmen interessierst, studiere lieber Informatik. Große Unterschiede gibt es da nicht unbedingt, als technischer Informatiker muss man aber z.B. Elektrotechnik und natürlich hardwarenahe Module machen (u.a. haben wir dieses Semester einen Prozessor von Grund auf (nach)gebaut), während man als Informatiker mehr Softwareentwicklung und theoretische Informatik lernt.

Ach cool, ich bin ja Kadett im ersten Jahr hier im Forum. Ich hoffe mal, dass damit "Kadett an der Sternenflottenakademie" gemeint ist. Nun muss ich aber erstmal für die Prüfung in Subraummechanik lernen. Schließlich will ich mit 25 mein erstes eigenes Wurmloch in eine neue Galaxie eröffnen, damit endlich neue Star-Trek-Folgen gedreht werden können :D
 
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Gut, da ich praktisch ne Niete bin, wird das wohl eher nix. Immer noch Mathe..
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist aber kein Gymimathe :D

Aber besser ist es dennoch wahrscheinlich für dich. Und sonst kann man ja immer noch nach nem Semester umsteigen.
 
Ich kann nur für Technische Informatik sprechen, aber da ist es so, dass man wirklich viel Mathe nur im Grundstudium hat. Ein Semester Lineare Algebra, ein Semester Analysis und ein Semester "höhere Mathematik" (da kommt dann der ganze crazy shit...). Die Mathelast danach kommt immer ganz darauf an, was für Module man belegt. In Sachen pratischer Arbeit kann ich Dich beruhigen - ist jetzt nicht so, dass man da zum Handwerker ausgebildet wird.
 
Wie gesagt, wenn es sich anbietet, ist die absurde Idee vielleicht realisierbar - ich bin nicht gerade faul.
Ich weiß, dass es kein Gymimathe ist :D
Mein Mathelehrer weiß das auch, deswegen gibt er mich auch extra Aufgaben, die nach Mathe und nicht nach rechnen aussehen. Zwar nicht mit fachlich korrekter Beschreibung, aber Mathe. Und mir gefällts ganz gut. Bspw. eine Formel für einen Kegelstumpf herleiten.
 
1337hAx' schrieb:
Bspw. eine Formel für einen Kegelstumpf herleiten.
Das ist Gymimathe :D


Das ist Hochschulmathe: https://www.computerbase.de/forum/threads/webdesign-neben-c-machen.1281994/page-6#post-15219403
Wenn du für die drei Gruppenaxiome die Beweise bringen kannst (natürlich selbst hergeleitet), dann hast du die gängige Hochschulmathematik für Informatiker quasi schon in der Tasche und brauchst nichts mehr fürchten.

Mathe lässt sich gut mit theoretischer Informatik verbinden. Die macht auch einen Schlenker zu Automaten (Turing-Maschine, Registermaschine, Automatentheorie), womit man schon fast ganz unten beim Rechner angekommen ist. Die theo. Informatik beschäftigt sich auch mit Compilerbau (Chomsky-Hierachie: Reguläre Grammatiken, kontextfreie Grammatiken, kontextsensitive Grammatiken, semi-entscheidbare Sprachen [hierzu gehört die Turing-Maschine]).
Das könnte genau das sein, was du suchst.
 
Ich weiß nicht, ob ich mich für Informatik deswegen nicht begeistern kann, weil entweder von meinem ersten C++ Buch abgeschreckt bin, oder weil einfach noch zu jung bin und intelligenzmäßig nicht ganz durchblicke oder weil ich einfach kein Talent dafür habe.
Andererseits:
Als ich meinem Praktikumsmenschen da gesagt habe, dass ich lieber Mathematik statt Computer Sciene, also Informatik, studieren würde, hat er'n bisschen blöd geschaut :D

So nebenbei: Ich bin absoluter Theoretiker. Aber auch nur soweit, wie meine Vorstellungskraft reicht. Ein bis zwei Jahre über dem, was ich in der Schule mache ist absolut im machbaren Rahmen.
Wenn ich mir jetzt aber viel komplexere Dinge der theoretischen Informatik anschaue, hab ich ein bisschen Angst. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich (noch) nicht die nötige Intelligenz aufbringen kann, um die Zusammenhänge zu verstehen..
 
Zuletzt bearbeitet:
Du brauchst da keine Angst zu haben. Man wird dich schon so anleiten, dass du das alles auch verstehen kannst.

Als einzige Schwierigkeiten in der theo. Informatik empfand ich das Verstehen des Unterschiedes zwischen abzählbar und überabzählbar unendlich (sowie die Beweise dazu) und anfangs das Verstehen von NP. Alles andere erschließt sich einem nach etwas Nachdenken ganz gut. So war es zumindest bei mir und ich bin jetzt auch nicht wirklich ein Mathe-Ass.

Das ist übrigens auch keine Sache der Intelligenz. Kein Mensch ist wirklich dumm, ihm fehlt höchstens die richtige Ausbildung.
 
e-Laurin schrieb:
Das ist übrigens auch keine Sache der Intelligenz. Kein Mensch ist wirklich dumm, ihm fehlt höchstens die richtige Ausbildung.
Das kann man so nicht stehen lassen. Es gibt sehr wohl genetische Dispositionen für die Fähigkeit, Informationen zu erfassen und zu verarbeiten. Zusätzlich kann vieles durch die frühkindliche Entwicklung/Erziehung beeinflusst werden, allen voran die Neigung, welche Hirnhälfte bevorzugt wird (-> Logik vs. Kreativität)

Man kann also sehr wohl für ein Fachgebiet "zu dumm" sein. Jemand, in dessen Ahnenreihe sich die kreativen Geister nur so auf die Füße treten, wird im Zweifel kein besonders guter Mathematiker. Wenn du aus ner Logiker-Familie kommst, dann wird es eher nix mit der Karriere als Bildhauer.


Aber insgesamt sieht die Tendenz hier nicht nach ner generellen falschen Veranlagung aus. Wenn man sich in der Mathematik wohl fühlst, dann ist es bis zur theoretischen Informatik auch nicht mehr weit. Ist alles eine Frage der Spezialisierung.
 
Deinen Post finde ich jetzt aber gewagt. ^^

Ich bezweifle nicht, dass Menschen unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten haben und dass das Ganze dann oft auch von den Neigungen beeinflusst wird. Ich glaube aber nicht, dass ein Mensch dadurch zu doof bzw. unfähig ist, bestimmte Dinge zu lernen. Es dauert dann eben nur länger und erfordert manchmal besondere Maßnahmen (= Nachhilfe).
 
man unterschätzt wahrscheinlich schon, wie weit man mit fleiß und motivation auch in der mathematik kommt.

trotzdem haben verschiedene menschen verschiedene grenzen, wie weit sie kommen. die these, jeder könne mathematik studieren, würde ich nicht unterschreiben.
 
Wenn ich mir meine Hochschule und die Praxis so anschaue, würde ich deine Behauptung so umformulieren:
Nicht jeder kann in den gesetzten Regeln einer Hochschule Mathe studieren.

Manche brauchen einfach länger. Da reichen dann keine 3 Jahre für das Studium, da müssen es eben doppelt so viel sein. Das lassen die meisten (oder alle?) Hochschulordnungen aber nicht zu.
Das ist auch gut an den Wiederholungsprüfungen erkennbar. Viele gehen gar nicht mehr zur ersten Prüfung, weil sie den Stoff einfach nicht in der Zeit lernen können. Da wird dann vorher eben ausgeknobelt, zu welchen Prüfungen man geht und welche Prüfungen erst im 2. Anlauf genommen werden. Dadurch hat man man schnell einen Monat mehr Zeit.
 
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Wenn deine These korrekt wäre... wie erklärst du dir dann 14jährige, die bereits straff auf n Nobelpreis zusteuern? Frühkindliche Förderung? Vergiss es. Und du kannst einen Sonderschüler noch so sehr betreuen, dem bringst du niemals bei, was die Heisenberg'sche Unschärfe genau bedeutet.
Es gibt Kinder, die mit 3 Jahren schon einen besseren Satzbau haben als Cindy aus Marzahn. Andere können mit 8 noch nicht lesen, ohne die Lippen zu bewegen.
 
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