Wie kann das sein (Gehalt)

Fighter1993

Admiral Pro
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Ich bin auf diese Seite hier gestoßen http://www.azubi-azubine.de/mein-geld/ausbildungsverguetung.html

da steht unter Sozialabgaben wenn man weniger oder genau 325€ (Brutto) in der Ausbildung verdient muss man keine Abgaben zahlen und behält die 325€ Netto (bzw das Geld was man bekommt solange es unter 325€ liegt) für sich.
So würde man jetzt sagen wir mal 330€ verdienen müsste man diese Abgaben zahlen und es würden einem nur noch grob 264€ überbleiben? (Wenn man nicht mit seinem Ausbildungsleiter spricht das man diese 325€ Grenze vereinbart sagen wir mal aus unwissenheit.)
Das würde bedeuten das der der sowieso weniger verdient am Ende mehr Geld Netto zur verfügung hat als der der mehr verdient laut Ausbildungsvertrag.

Ist das nicht total falsch sollte man da nicht so vorgehen sobald man mit Abzügen bei 325€ landet ist schluss tiefer gehts nicht?
Ich meine da hat man mal endlich ne Ausbildung und hat am Ende weniger Geld (Auto muss bezahlt werden um zur Arbeit zu kommen etc.) als man noch Taschengeld bekommen hat xD i was läuft da doch schief.

MfG Fighter1993
 
Für den Betrag der über dem Limit liegt zahlt man die Steuern/Abgaben.
Falls das in der BRD so ähnlich gestuft ist wie in Ö.
 
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Du wirst dich wundern - das ist auch nach der Ausbildung oft nicht besser. Wenn Frau und Kind auf dein Gehalt angewiesen sind bleibt nach Miete, Lebensunterhalt und Auto auch oft nicht viel mehr über als beim Taschengeld. WENN denn etwas übrig bleibt, gibt ja auch nette Chefs die trotz guter Auftragslage lieber nur Teilzeitler einstellen.
 
Es ist richtig. Sobald du über den Grenzbetrag kommst, zieht man ordentlich ab.

Das erinnert mich an meine Azubi-Zeit.
Im ersten Jahr habe ich 300 €/Monat bekommen. Das waren dann auch 300 € auf der Hand.
Im zweiten Jahr habe ich 400 €/Monat bekommen. Durch die Abzüge bekam ich aber nur ca. 300 € auf die Hand.
Im dritten Jahr habe ich 500 €/Monat bekommen. Durch die Abzüge habe ich ca. 400 € auf die Hand bekommen.
 
Naja fällt doch eh flach weil es meisten im 2. Lehrjahr wieder mehr gibt also du sowieso über der grenze wärst.
Steuern zahlen und Versicherung usw. ist doch normal.
Ich hatte im ersten Lehrjahr etwas mit ca.440€ und bekam ca. 330€ ausgezahlt weiß ich nicht mehr genau.
Jetzt bin ich aber eh steuerklasse 5 da hält sich das in % in grenzen.
@Dod1977 Ja leider ist bei normal verdiehst schon nichts mehr drin. Kommt ja auch mal ne neue Couch oder Waschmaschine.......... inmoment läuft noch alles. :)
Ich habe zb. mein Auto abgemelden und verkauft, ein bekannter hat es auch abgemeldet es wird einfach zu teuer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lohnsteuer sowie Annex wird bei der Höhe nicht einbehalten (sofern nicht StKl. V oder VI). Die genannten Grenzen sind ausschließlich auf die Sozialversicherungen gerichtet.
Nun, wenn du diese Grenze überschreitest bist du eben Soz.versicherungspftg. und erwirbst auch zeitgleich Anspruch auf Rente sowie ALGI.
Du hast also nicht nur Nachteile. Natürlcih ist das gerade bei so geringem Einkommen nicht zwingend positiv, aber irgendwo muss das ja initiiert werden.
 
Man muss aber doch nur Sozialabgaben bezahlen oder nicht?
Die Steuerfreigrenze liegt soviel ich weiß bei ~7.500 Euro p.a.
 
Willkommen in der (Steuer)Realität. Streichelzoo und Ponyhof sind nach der Schulzeit beendet.
 
Nach meiner Meinung ist da ein Fehler im System :D
Wenn man nach der Gerechtigkeit geht aber was ist schon gerecht....

was lernt man daraus mach was aus deinem Leben nur wenn man mal wirklich diese Werte vor Augen hat wird einem das erst bewusst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist doch mit allen BerechnungsGRENZEN so. Da gibt es dann sprunghafte statt linear wachsende Beträge... z.B. BaFöG-Grenzen: Sobald ein Elternteil auch nur ein paar Cent über der Einkommensschwelle liegt, gibt es statt eine Minimalanspruch gleich garnix mehr.
 
ja so kann das sein. das ganze ist aber nicht nur auf ausbildungen beschränkt sondern findet sich, mit anderen summen, oft wieder.

mit ungeschickten gehaltserhöhungen hat man am ende weniger in der tasche.
 
Fighter1993 schrieb:
Nach meiner Meinung ist da ein Fehler im System :D
Wenn man nach der Gerechtigkeit geht aber was ist schon gerecht....

was lernt man daraus mach was aus deinem Leben nur wenn man mal wirklich diese Werte vor Augen hat wird einem das erst bewusst.

Wie gesagt, nicht vergessen, dass du damit auch schon Rentenanwartschaften erarbeitest. Und die lächerlichen paar Euro die man in der Ausbildung dafür bezahlt sind wirklich in Bezug ihrer Wirkung einfach nur großartig angelegt. Ich zahle z.B. seid Jahren einen gewissen Teil der Rentenversicherung in meinem 400€ Job selber um diese Anwartschaften zu erwerben. Scheiß auf 15€ jetzt im Monat...

DaZpoon schrieb:
Das ist doch mit allen BerechnungsGRENZEN so. Da gibt es dann sprunghafte statt linear wachsende Beträge... z.B. BaFöG-Grenzen: Sobald ein Elternteil auch nur ein paar Cent über der Einkommensschwelle liegt, gibt es statt eine Minimalanspruch gleich garnix mehr.

Naja so ist das ja nicht. Es gibt einen Förderungshöchstsatz und einen maximalsatz für Elterneinkommen. Ist das Elterneinkommen höher, wird das Mehreinkommen 1:1 abgezogen.
 
DAs is auch später im Berufsleben, oft so da muss man sich eher vorher erkundigen sollte bevor man um eine Gehaltserhöhung zum Chef trabt, damit man nicht über eine der Grenzen kommt und somit trotz mehr Gehalt weniger am Ende rauskommt :) .
 
nö so isses sicher nicht...
nur der zusätzliche Euro wird höher besteuert.

Back 2 Topic,
irgendwo muss die Grenze gezogen werden:

wäre sie bei 400 würden die leute bei 401 meckern,
wäre sie bei 500 würden die Leute bei 501 meckern.

Der Sozialstaat finanziert sich nicht von alleine.
 
Capone2412 schrieb:
Die Steuerfreigrenze liegt soviel ich weiß bei ~7.500 Euro p.a.
Aktuell sind es 8400€ (oder schon wieder mehr?)


in welcher Ausbildung verdient man denn unter 325€ :eek:
 
florian. schrieb:
Aktuell sind es 8400€ (oder schon wieder mehr?)


in welcher Ausbildung verdient man denn unter 325€ :eek:

Es sind 8004,- Grundfreibetrag + 36,-€ Sonderausgaben Pauschbetrag + 920,- Werbungskostenpauschbetrag + ein etwas umständlich zu errechnender Betrag für Vorsorgeaufwendungen. Lt. LSt-Tabelle 2011 sind 10.820€ in St.Kl. I/IV
 
Allerdings musst du schon beachten, dass ab 325 Pensionsversicherung + Sozialversicherung abgezwackt werden.
Also hast du ne Pension wenn du lang genug arbeitest.
Bei 325 ist nur die Unfallversicherung abgedeckt, sonst nix.
 
Zuletzt bearbeitet:
schotty schrieb:
Wie gesagt, nicht vergessen, dass du damit auch schon Rentenanwartschaften erarbeitest. Und die lächerlichen paar Euro die man in der Ausbildung dafür bezahlt sind wirklich in Bezug ihrer Wirkung einfach nur großartig angelegt. Ich zahle z.B. seid Jahren einen gewissen Teil der Rentenversicherung in meinem 400€ Job selber um diese Anwartschaften zu erwerben. Scheiß auf 15€ jetzt im Monat...

*lol* und in Deiner Welt fließt auch Milch und Honig, ne? Was meinst Du, was Du an RENTE in 40-50 Jahren bekommst? Das was Du dann vom Staat bekommst, wird fast "unter der Armustgrenze" sein. Und diese Rente wird dann auch noch versteuert und Vaterstatt zockt einen weiter ab.

Ich würde, wenn es gehen würde, SOFORT aus der Renten und Arbeitslosenversicherung austreten und das Geld privat anlegen. Da hat man eine Million Prozentig mehr!

Aber wer noch an das Gute am Staat glaubt sollte ruhig weiter blechen, blechen und noch mal blechen :evillol:
 
Aber wer noch an das Gute am Staat glaubt sollte ruhig weiter blechen, blechen und noch mal blechen
Da man nicht austreten kann um das geld privat fürs alter anzulegen, steht dies sowieso nicht zur debatte..(mal von selbstständigen abgesehen)

und ganz ehrlich: wenn man das dürfte würden viele rentner verhungern, weil sie ihr für die rente gedachtes geld vorher schon verprasst haben - deswegen gibt es diese rentengeschichte überhaupt - weil leute nicht mit geld haushalten können
 
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