Wie komprimiere ich eine 4GB Datei auf 1GB?

Tvrtkovic

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Guten Morgen

Ich wollte mir eine LiveCD als .iso laden. Habe erst gar nicht gemerkt, das diese Datei eine .7z ist. Nun entpacke ich diese und aus 700MB werden 4,3GB. Das Entpacken hat nicht einmal lange gedauert und die Datei funktioniert problemlos.

Ehrlich gesagt kann ich es immer noch nicht glauben und nun stellen sich mir zwei Fragen: a) Wie geht das und b) wieso macht das niemand? Lade ich eine Ubuntu iso herunter, dann bekomme ich direkt eine iso und keine verpackte Datei aber hier könnte doch sehr viel Traffic gespart werden?!

Ich hoffe, jemand von euch kann mir das erklären.


Vielen Dank!
 
Umso kleiner die Datei komprimiert ist,umso länger braucht sie zum auspacken.

Theoretisch könntest du unendlich komprimieren,aber dann brauchst du auch dementsprechend lange um diese Datei auszupacken.
Und im Internet sind auch Leute unterwegs,die einen Pentium 4 haben und du bräuchten dann Jahre zum entpacken.Deshalb ist das sinnlos.
 
Naja Traffic ist ja eigentlich heutzutage normalerweise kein Ding mehr.

Das geht auf meinem VDSL 50000 recht fix so ein DVD-ISO ;)

Das 50er VDSL ist ja aber nichtmal das Maß der Dinge soweit ich weiss gibt es mindestens als Maximum quasi 1000000er, also sprich nicht 5MB/Sek sondern sogar 10MB/Sek.

Natürlich sind da anschlüsse wie so'n poliges 3000 oder 6000 nicht mit bedacht, die wenigen User mit sowas die es da gibt die machen aber nicht wirklich viel Traffic ;) (Bremmst ja keinen Server sowas... :D)

Dumm ist es allerdings für diejenigen die nicht so ein grosses DSL bekommen können weil es einfach keine Leitung gibt da wo man wohnt als Kunde.
Mein Cousin bekommt vom geplanten 6000er dummerweise, leider auch nur 3000, da wurde man sich dann aber preislich einig. (Was meinst du wie ätzend da die ganzen Windows-Updates für 7x64 HP vorgestern Abend allein schon waren.... ca. 1GB mit aktuellen treibern und gedöhnsel...)


Gruss Dennis_50300
Ergänzung ()

Casecooler91 schrieb:
Umso kleiner die Datei komprimiert ist,umso länger braucht sie zum auspacken.

Theoretisch könntest du unendlich komprimieren,aber dann brauchst du auch dementsprechend lange um diese Datei auszupacken.
Und im Internet sind auch Leute unterwegs,die einen Pentium 4 haben und du bräuchten dann Jahre zum entpacken.Deshalb ist das sinnlos.

Das kommt dann auch noch mit dazu, ich bin selbst ehrlich gesagt einer der keine Lust hat zu entpacken geschweigedenn das ich grossartig was packen möchte.

ZIP ist nicht so schlimm, die Komprimierung vom NTFS beschleunigt sogar HDD's und sogar SSD's nochmal ein wenig, weil die CPU-Performance da extrem wizig ist und somit den Flaschenhals verkleintert von den Platten und Controllern. (Muss ja weniger übertragen werden zum verarbeiten)
Dabei gehe ich aber von modernen Rechnern aus mit mindestens 2 bis 4 Kernen und mindestens um die 3GHZ pro Kern, bei mindestens 4GB RAM.

Alte P4 mit HT sind da natürlich mittlerweile sehr lahmarschig dabei.


Gruss Dennis_50300
 
Was hier leider vollständig unterschlagen wird ist die generelle Komprimierbarkeit von Daten. Das Szenario eine DVD-ISO auf CD-Größe zu hängt schon allein so stark von den zu komprimierenden Daten selbst ab, dass es sinnlos ist die Frage danach zu stellen warum das nicht einfach jeder macht. Ich krieg die 4.3 GB an Daten auch notfalls auf 1 Bit komprimiert wenn mein Wörterbuch 4.3 GB groß ist. Dass das wiederrum genausowenig Sinn macht, weil mein Wörterbuch ein exakte Kopie der zu komprimierenden Daten wäre, dürfte selbst dem einfachen Otto-Normal-User nach kurzer Denkzeit auffallen. Falls nicht, sollte man sich vielleicht grundsätzlich mal mit der Technik und vor allem Mathematik hinter der Datenkomprimierung beschäftigen.

Hausaufgabe: Was passiert wenn du versuchst mittels ZIP eine bereits stark XviD/H264-komprimierte Videodatei noch weiter zu verkleinern?
 
Zuletzt bearbeitet:
Man kann Daten umso besser komprimieren, je weniger Informationen diese enthalten. Wenn eine 4.3GB ISO auf 700MB komprimiert wurde, dann sind da entweder viel sehr gut komprimierbare Daten drauf oder es sind nur wenig Dateien in der iso enthalten. Du kannst Dir den Inhalt der iso ja mit 7zip auch ansehen.
 
Linux Installationsmedien sind meistens mit bereits komprimierten Daten (Paketen) gefüllt und würden sich daher nicht so stark weiter komprimieren lassen. Eine LiveCD ist eine andere Geschichte, wobei es da auch teils komprimierte ISOs (zisofs) gibt.
 
Casecooler91 schrieb:
Theoretisch könntest du unendlich komprimieren

Das ist schlicht falsch! Es gibt Daten die lassen sich eben nicht sinnvoll stark komprimieren. Im Internet gibt es massig Lektüre zu dem Thema, google hilft hier.

Prinzipiell ist aber zwischen verlustbehafteter Komprimierung (Beispielsweise bei Bildern, Musik, Filmen) und verlustfreier Komprimierung (Beispielsweise bei Textdokumenten) zu unterscheiden, wobei verlustbehaftete Komprimierung in der Regel stärker verkleinert, das Ursprungsmaterial aber nicht mehr zu 100% wieder her zu stellen ist. Bei deiner ISO wird es sich um verlustfreie Komprimierung handeln und die ISO zu einem großen Teil leer sein.

Beispielhaft könnte in der ISO das Folgende stehen:

[DATEN] 0000 0000 0000 0000 0000 0000 0000 0000 0000 0000 0000 0000 0000 0000 0000 0000 0000 0000 0000 0000 0000 0000 0000 0000 [...] 0000

Die ganzen 0en am Ende der ISO werden einen großen Teil einnehmen und lassen sich dann ganz einfach mit X * 0 komprimieren und speichern, was dann etwa so aussehen könnte:


Hoffe das es einigermaßen verständlich ist.
 
Die verlustbehafteter Komprimierung von Daten geht nur bei Mediendaten, weil man sich da die Schwächen der menschlichen Sinne (Auge und Ohr) zu nutze macht und Informationen (Bilddetails, Tonfrequenzen) entfernt, die sowieso nicht wahrgenommen werden. Zumindest idealerweise, denn wann man des mit der Kompression übertreibt, so gibt es durchaus wahrnehmbare Qualitätsverluste. Die verlustbehaftet komprimierten Mediendateien enthalten dann übrigens so viele Informationen, dass eine weitere, verlustfreie Kompression praktisch unmöglich ist.

Daten die der Computer selbst verarbeiten muss, also z.B. Programme und dlls, darf man niemals verlustbehafteter Komprimieren, weil schon ein geändertes Bit da nicht zu anderen Ergebnissen führt und daher nicht zu tolerieren ist. Daher sind z.B. Programme und dlls nur etwa zu 50% komprimierbar.
 
Das Zauberwort heist eigentlich Redundanz. Ist diese nicht mehr vorhanden ist es aus mit der Komprimierung!

Und gerade bei vorkomprimierten Daten wie bei den unterschiedlichsten Videoformaten ist das auch der Fall.

Ohne verlustbehafteter Komprimierung ist das dann nicht mehr möglich.

Wenn das alles so einfach wäre bräuchten wir keine Bluray, 4TB HDDs und 100 Mit Internetleitungen.
 
Zuletzt bearbeitet:
frohe weihnachten erstmal wünsche :D

also 4gb wirst du kaum auf 1 gb komprimieren können..aber so 1 gb kleiner kann sie schon werden also von 4gb auf 3gb

hängt aber vom inhalt ab..texte lassen sich besser komprimieren als iso files zb

filme oder mp3 nochmal zu einen archiv komprimieren bringt normalerweise nix

wenn man schnell was packen will ist der zip packer am besten..den benutzte ich fast immer in der normalen einstellung

wenn du wirklich dann mehr komprimieren willst würde ich den rar packer oder winace benutzen :rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet:
4,3GB entspricht exakt der Größe einer DVD. Somit ist das Szenario welches Klueze nannte am wahrscheinlichsten. Warum das gemacht wird weiß ich gar nicht.
 
vorallem hängt es von der Art der Daten ab, ob und wie gut sie sich packen lassen ... es kann sogar vorkommen das wenn du bereits gepackte Daten nochmals packst das Packet wieder größer wird ...
 
danny38448 schrieb:
hängt aber vom inhalt ab..texte lassen sich besser komprimieren als iso files zb

Och Leute bitte, ich mag an Weihnachten nicht meckern aber wenn ihr keine Ahnung habt dann schreibt doch bitte auch keinen Kommentar. Texte lassen sich in der Tat meist gut komprimieren, aber eine ISO-File ist nichts anderes als ein Archiv in welchem sich andere Dateien befinden. Da du also keine Aussage darüber treffen kannst, was sich in der ISO befindet, kannst du auch keinerlei Aussagen über ihre Komprimierbarkeit machen.
 
Klueze schrieb:
Och Leute bitte, ich mag an Weihnachten nicht meckern aber wenn ihr keine Ahnung habt dann schreibt doch bitte auch keinen Kommentar. Texte lassen sich in der Tat meist gut komprimieren, aber eine ISO-File ist nichts anderes als ein Archiv in welchem sich andere Dateien befinden. Da du also keine Aussage darüber treffen kannst, was sich in der ISO befindet, kannst du auch keinerlei Aussagen über ihre Komprimierbarkeit machen.

Ich als DT Pro Advanced Besitzer schreibe dir mal nieder was ich bei was im Schnitt spare mit MDX und aktivierter Komprimierung.

CD -> Spiele, Programme, Betriebsysteme 100 bis 300MB Pro Image (ab und zu mal bis zu 500MB)
DVD -> Spiele, Programme, Betriebsysteme 100 bis 500MB pro Image (Bei bestimmten sogar manchmal einige GB)
Blu-Ray -> Filme, hab ich noch nicht so akribisch drauf geachtet aber da gehe ich momentan von 1 bis 2 GB pro Film aus

Also läppern tut sich das schonn, aber sogesehen nur daheim auf der Datenplatte, ansonsten für Traffic übers Internet finde ich zumindest nutzlos.


Gruss Dennis_50300
 
Dennis_50300, das kann auch wieder nur davon abhängen, wie gut die Daten komprimierbar sind und Deine Beispiele scheinen mit hier unrealisitsch gut komprimierbar zu sein.

Niemand kann verlustfrei stärker komprimieren als bis zu einem bestimmten Punkt der immer von der Natur der Daten bestimmt wird. Eine Folge absolut gleichmäßig verteilte Zufallsbytes kann niemand komprimieren, da werden die Archive am Ende nur länger als das Original. Die üblichen Video Formate und gepackten, komprimierten Archive (zip, rar, 7z, etc.) kommen so einer Folge absolut gleichmäßig verteilter Zufallsbytes schon sehr nahe und lassen sich daher auch nicht mehr weiter verlustfrei komprimieren. Gleichmäßig verteilt bedeutet, dass alle Wert zwischen 0 und 255 gleich häufig vorkommen. Zufallsbytes bedeutet, dass die Reihenfolge der Bytes sich ständig ändert und keine sich wiederholenden Muster vorhanden sind.
 
Probiert einfach, eine JPEG zu zippen. Es wird nix bringen. Oder die Ubuntu-ISO, da tut sich auch fast nix.
Kompression hängt von den zu komprimierenden Daten ab. Manches geht gut (z.B. Klartext-Exports einer SQL-Datenbank oder ne CSV), anderes geht quasi gar nicht (z.B. mp3 oder divx)
 
Wo steht da "nein"? Seine Antwort ist vollkommen korrekt. h264 Streams, mp3s oder irgendein ähnliches, bereits komprimiertes Material, bläht nach einer "Kompression" durch Zip, 7z, RAR eher auf, als dass sie kleiner werden, sogar in der höchsten Kompressionsstufe.
 
Also schon sehr merkwürdig wenn aus etwas gedownloadetem 700MB entsprechend 4,3GB werden.

wenn man sowas heruntergeladen bekommt, entpackt ohne Probleme, dann muss man das doch genauso auch wieder packen können ;)

Was da für Daten genau komprimiert wurden ist eigentlich völlig wurscht, hier stellt sich nur die Frage wie b.z.w. womit das mal gemacht wurde, bevor es vom TE heruntergeladen worden ist und entpackt.


Gruss Dennis_50300
Ergänzung ()

Eine *.7z Datei.

Also vielleicht einfach mal mit 7-Zip in diesem Archivformat versuchen ?


Gruss Dennis_50300
 
Dennis_50300 schrieb:
Was da für Daten genau komprimiert wurden ist eigentlich völlig wurscht, hier stellt sich nur die Frage wie b.z.w. womit das mal gemacht wurde, bevor es vom TE heruntergeladen worden ist und entpackt.
Nein, es ist nicht vollkommen wurscht. Wenn bspw. ein Installationsmedium durchgehend aus komprimierten Daten besteht, kann der Inhalt nicht weiter komprimiert werden, ohne unnötig Overhead zu erzeugen.
 
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